16kWh LiFePo4 Akku Selbstbau oder kaufen und später umbauen?

Hallo erst mal,

Meine Grundsituation ist etwas speziell.

Aktuell habe ich eine größere Solaranlage ohne Akku auf dem einzig nutzbaren Dach. Diese werde ich als Volleinspeisung ummelden sobald meine neue Anlage fertig ist.

Neue Anlage:

Die Neue steht im Außenbereich ca. 150m von Haus entfernt und ist gebäudeunabhängig. In Brandenburg gibt dafür eine baugenehmigungsfreie Bevorzugung, bei Einhaltung bestimmter Abmaße, was zur Große von rund 9kWP führte, mit voller Süd Ausrichtung, bei etwa 20 Grad Neigung, dass ist das maximal Mögliche unter den diversen Randbedingungen.

Vergütung:

Für Photovoltaikanlagen im Außenbereich gibt es keine Einspeisevergütung!

Verbraucher:

Das Haus hat prinzipiell 3 Wohnungen, ist zur Zeit noch nicht vollständig ausgebaut. Aktuell nur eine Wohnung mit wenig Verbrauch, dafür einige altertümliche Spitzenverbraucher wie Pumpen, Sägen usw. Keine Wärmepumpe, kein E-Auto.

E-Auto wird mal kommen und mehr Stehen als Fahren und weshalb als Zusatzspeicher dienen müss um Sinnvoll zu sein.

Wechselrichter:

Leider ist der Platz im Keller begrenzt und ich möchte auch nicht später noch mal Nachrüsten, deshalb würde ich jetzt einen größeren Wechselrichter verbauen, der dann Später auch noch passt. Ich möchte eine schwarz startfähigen Wechselrichter und ein Niederspannungsakkusystem.

Der Deye SUN-14/15/16/18/20K-SG05LP3-EU-SM2 ist mein Favorit. Ich tendiere zur Maximalgröße also 20KW, bedeutet aber 350A Akku Strom.

Akku:

Aktuell haben die 16KWh 48V LiFePo4 Systeme das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Weil ich keine Einspeiseverfügung bekomme, würde ich dann diesen eigentlich zu großen Akku nehmen. Die Verbauten 300+ Ah Zellen sollten locker 350A schaffen.

Akku kaufen:

Ich würde den Preiswertesten nehmen.

Humsienk

https://www.ebay.de/itm/389904786256

Das Problem ist 200A BMS max 10kW.

Auch bei anderen Anbietern gibt es keine 350A aka 20KW.

Könnte man so etwas später umbauen?

Akku Selbstbau:

andere Zellen https://www.ebay.de/itm/257391981956

bei den mitgelieferte Busbars ist Strombelastbarkeit unklar,

Ich hab bis jetzt nur ein DALY BMS mit 400A für Golfcards gefunden.

DALY S-Shaped SMART BMS

Irgendwie passt alles nicht so ganz zusammen.

Was sind Eure Erfahrungen, wozu würdet Ihr raten?

Kaufe dir von dem bekannten deutschen / eu Lieferanten wie powercells, nkon,innomate.... mb31 Zellen und ein eel V6 pro Gehäuse und montiere diese selber zusammen. Meiner Meinung nach bekommst du mit zwei Stunden Arbeitszeit die technisch beste Lösung die aktuell auf dem Markt ist, und bist je nach vergleichsbasis sogar etwas günstiger wie eine fertige Kiste mit unbekannten Inhalt.

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Warum willst du unbedingt mit 350A laden? Das ist auch für 300Ah-Zellen schon deutlich über der Spezifikation, max. 1C - für beste Lebensdauer eher unter 0,5C.

Ich lade unsere 16kWh-Batterie (Nkon Ess Eco - kann ich empfehlen) derzeit max. mit 50A - das reicht im Sommer völlig aus. Sie ist bei uns seit Juni immer schon am frühen Vormittag voll und wird dann voll gehalten (was auch nicht optimal ist). Im Winter und Spätherbst stellen wir dann den max. Ladestrom höher um Sonnenpeaks besser zu nutzen. Voraussichtlich reichen hier 100 - 150A allemal aus. Du kannst auch bis 200A gehen, aber viel höher würde ich nicht gehen.

Was hättest du im Sommer davon? Dann ist der Akku schon um 9 oder 9.30 voll und sitzt den ganzen Tag bei Wärme bei 100% SoC - ungünstig für max. Lebensdauer. Besser ist es, der Akku wird kurz vor Sonnenuntergang voll und dann gleich wieder etwas entladen. Im Sommer reicht es meist, den Akku nur bis 80% SoC zu laden, alle 2 Wochen mal auf 100% (bis 3,45V/Zelle) für das Balancing.

Ich würde zum 20kW Deye-Hybrid-NV-WR raten und bzgl. Batterie würde ich bei Nkon (NL) schauen. Die sind zuverlässig und bieten einige günstige Komplettbatterien in 5, 10, 16 und 32 kWh.

Wenn Du unbedingt mit voller Power laden willst, dann rate ich zu einem 32kWh-System. Da kannst Du dann problemlos mit 300 oder 350A laden - brauchst aber auch mind. 70mm2-Kabel bei dem Strom. Je schneller Du lädst, desto höher die 'Qual' für die Batterie - das gilt grundsätzlich. Je 'sanfter' Du lädst, desto besser für die Lebensdauer. Wobei 0,5C durchaus als zulässig angesehen wird für die meisten Akkus und auch 1C ist noch möglich (aber ggf. schon mit Nachteilen bzgl. Lebensdauer). Hängt alles auch von der Temperatur, Kabelquerschnitt etc. ab. Auch der WR würde sich bei 350A sicher über eine extra-Kühlung freuen.

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@ Alex_S

Danke für die prompte Rückmeldung.

Das eel V6 pro Gehäuse hat leider nur ein 200A BMS verbaut. Löst also mein Problem, wenn ich denn eins habe, nicht. Ich brauche den Blechkasten auch nicht, wenn DIY dann richtig.

So ganz unbekannt ist der Inhalt des China Krachers nicht.

Gerade bei einem Akku würde ich definitiv nicht den billigsten bei ebay kaufen! Auch wenn fast alle Zellen aus China kommen, gibt es da große Unterschiede in der Qualität der Zusammenstellung, Komponenten etc.

Ein Akku ist ein kritisches Element, muß richtig behandelt und gepflegt werden, wenn man lange Freude daran haben will. Das galt schon immer und gilt auch für LFP. Es spricht nichts gegen DIY (wenn man sich auskennt und mit ordentlichem Material arbeitet), aber Pfusch und Sparen ist hier nicht angesagt!

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@paddy72

auch Dir, Danke für die schnelle Rückmeldung.

Also ich möchte nicht mit 350A Laden, die PV Anlage hat ja nur 9kWP aka 180A.

Ich möchte den Eingenverbrauch hoch halten und deshalb Lastspitzen von Verbraucherseite auffangen können.

Bezüglich der Qualität der Zellen habe ich wenig bedenken, das ist alles Industrielle Massenproduktion und in so einem BMS Steckt man nicht drin, dass kann man aber günstig ersetzen, wenn defekt geht.

350A Entladestrom wäre C1,12 das ist glaube ich nicht so schlimm, ist wahrscheinlich ja auch nur für kurze Zeit

An welche ladst Spitzen denkst du und wie lange sollen diese anhalten? Ich kenne einige Anlagen aber keine solche kurzen lastspitzen die nicht die auch vom Wechselrichter ausgeregelt werden können. Ich kenne tackende induktionskochfelder aber die schafft kein Wechselrichter auszuregeln, ansonsten sind diese grosser10 kW Lastspitzen deutlich länger so dass diese für das BMS / Zellen eigentlich dauerlast sind, wie wallbox, heizstab, wassererwärmer in wasch und Spülmaschine, kochfelder und Backofen..

Bei 16kwh würde ich mit nicht mehr als 150a ( Absicherung) rechnen, wenn du wirklich mehr Leistung brauchst dann brauchst du auch mehr kWh

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ich schließe mich den Vorrednern an, bei der gewünschten Leistung solltest du auf mindestens 2 Packs gehen. Ist für die Akkus schonender, der Lade- Entladestrom passt, und ein paar kWh mehr im Akku schaden auf keinen Fall (Übergangszeit)

Es geht um die Auslegung und elektrische Sicherheit der montierten Komponenten, da gibt es erhebliche Unterschiede zwischen No name Gehäusen und dem beispielsweise zu empfehlenden EEL v6 Pro.

Kauf einfach zwei fertig montierte EEL v6 Pro mit z.B. CATL Zellen, wenn Du verhandelst hast Du 32 kWh für ca 2800 € und die kannst du dann auch mit den empfohlenen 0,5C mit deinen gewünschten Strömen entladen.

Auch wenn ich nicht glaube das Du 300A nutzen wirst, bist Du dir da sicher?

Poste mal eine Liste aller im Haus angeschlossenen dreiphasigen Geräte bzw. 16A / 32A Dosen und was Du genau dort einzustecken gedenkst.

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benötigten Leistung:

Aktuell sparsamer Haushalt mit ca. 300W Grundlast, es gibt es da nur ein Induktionskochfeld das ordentlich zieht, dann eine Wasserpumpe die 1,2kW hat aber nur 5 min Läuft.

In der Tat ist die Warmwassererzeugung im Sommer mit PV Überschuss in Planung, das geht aber nicht über den Akku. Eine Säge ca. 6kW gibt es auch noch, das ist z.B. so ein Verbraucher der nur kurz viel zieht und dann nicht mehr so viel im Leerlauf.

Interessant wird das alles erst, wenn ein weiterer Haushalt mit normalem Verbrauch dazu kommt und sich die Grundlast erhöht.

Ich verstehe aber nicht wieso man aus einem Akku keine C1 entladen soll. Das ist doch keine Knopfzelle. Mir ist klar, dass das alles einfacher und billiger ist, wenn der Strom kleiner ist aber die reine Zelle schafft das doch locker, C1,12 da lacht die Drüber.

Woher kommt diese Auslegung „16kwh würde ich mit nicht mehr als 150a ( Absicherung) rechnen“ EEL V6 pro, das BMS schafft nur 200A und die Interne Verdrahtung ist nicht für mehr ausgelegt, ich würde da zur Sicherheit auch nur 150A haben wollen, zumal Abwärtsfuhr im Gehäuse so eine Sache ist aber warum dann EEL V6 pro?

Ich verstehe auch Bedenken bezüglich korrekt ausgelegter Komponenten ich denke auch cneel haben da Erfahrungen gesammelt. Grundsätzlich würde ich einem JK BMS immer den Vorzug geben. Aber warum dann nicht gleich echtes DIY ohne fertiges Gehäuse, mir erschließt sich der Vorteil nicht.

Ich will ja NV Akku System wegen der Erweiterbarkeit, also später einfach ein Pack nachrüsten können. Also wenn es nötig ist werde ich mehr Kapazität dazustellen aber jetzt auf keinen Fall.

Was kostet mich denn EEL V6 pro mit 16kWh?

Und wo ist der Vorteil gegenüber anderen China Akkus, kommt cneel nicht auch aus China?

Die etwas älteren 280Ah Zellen waren idR für 1C Belastung freigegeben, die neueren Serien ab 300Ah sind intern auf 0,3-0,5C ausgelegt.

300-400A BMS werden verwendet für >560Ah Zellen wie man sie in Batterien ab 30kWh findet

9kWp erzielen grob überschlagen 35-40kWh pro Tag.

Ich hab noch nicht davon gehört, dass Freifächenanlagen keine Vergütung bekommen?