Hast du doch super erkannt. 300KW Schnelllader oder 27x11KW oder eben 81x3,7KW. Es wäre für eine flächendeckende Versorgung viel besser 80 x 3,7KW Steckdosen zu verlegen, als eine 300KW Ladesäule. Die 300KW braucht man auf der Autobahn. Also dort, wo viel und schnell geladen werden muss. Na und dann muss da eine Leitung hin. Na und dann muss man da Infrastruktur bauen. Na und dann muss das wer bezahlen. Na und dann SOLLTE das der sein, der auf der Autobahn mit 300KW lädt. Und nicht ALLE.
Nicht ausgerechnet dort. Sondern IMMER der Aufschrei.
@frankdrebin
10 Stunden mit ca. 3,7KW geladen sind 37kWh. Damit kann man ca. 200km fahren. Für den Otto-Normal reicht das vollkommen aus, der fährt gar keine 200km. Stattdessen wird dann aber dort nochmal 22KW und dort 300KW und dort...
Bei Wärmepumpen doch auch. Extra Zeiten für Wärmepumpen belegen, dann muss aber der Strom auch günstiger sein, weil wenn man überheizt (beispielsweise mit einem Puffer [für den, der noch einen hat!]) dann lagert man beispielsweise ein. Für nachts. Oder andersherum. Für den Tag weil nachts "Strom über" ist. Das geht schon. Es geht nur nicht ohne Anreiz. Ohne Anreiz mit einem fixen Tarif nehm ich lieber mehr Strom am Tag für die Wärmepumpe, weil es dann draußen wärmer ist, dann arbeite ich mit höherem COP und lasse überheizen, der COP sinkt wieder. Dann wird Tag/Nacht als Nachtspeicher genutzt. Die Fußbodenheizung speichert ein, und nachts wird abegsenkt.
Alles möglich, aber man will solche Hebel nicht.
@purpleturtle
Also wer wenig verbraucht zahlt auch weniger Netzentgelt, wer mehr verbraucht auch mehr Netzentgelt.
Und es ist aber vollkommen egal, ob in 10 MFH mit DLE Warmwasser gemacht wird. Dann sind das 220KW. In einem Hochhaus mit 36 Parteien braucht man dann 792KW. Hätten die alle einen Boiler käme man mit 36*2KW = 72KW aus. DAS ist der Unterschied. Es wird nur ein Bruchteil der Infrastrukturkosten benötigt, weil nicht nur weniger kWh sondern generell weniger Leistung, und damit die Dimensionierung, aber auch der Ausbau anders gestaltet werden kann.
Dann können beispielsweise diese 36 Parteien vom Hochhaus noch mit 3,7KW ihre E-Autos laden. Das wären dann 72KW + 133KW. Sind wir bei 205KW. Und das auch nur, wenn es alle gleichzeitig machen. Die Auslegung ist aber so eine vollkommen andere.
Sollte die Leitung in der Straße zu gering dimensioniert sein, dann haben wir es mit einem Netzausbau zu tun und da kann der Netzbetreiber auch erstmal entscheiden ob er die Investition tätigt oder nicht (weil nicht wirtschaftlich).
Wo wir wieder beim Video vom Akkudoktor wären. Der Netzbetreiber bekommt für den Ausbau dann Geld, das kann er umlegen, dann wirds teurer für Alle. Wir haben es auch gar nicht mit einem benötigen Netzausbau zu tun. Siehe oben, das Hochhaus braucht ca. 800kW als theoretischer Wert. Dann wird dazu noch der Gleichzeitigkeitsfaktor abgezogen, lassen wir es 400KW sein.
Und die andere Möglichkeit wären nur 200KW, mit Gleichzeitigkeitsfaktor 100KW.
Das ist 1/4 der Leistung, ergo benötigt man dort auch nur 1/4 der Infrastruktur und hätte, falls diese schon vorhanden ist, Spielraum um NOCH MEHR zu elektrifizieren. Aber eben nicht mit dicken Anschlüssen für einige wenige. Sondern mit vielen kleinen Anschlüssen für die Masse.
Ich verstehe das Problem nicht. Außer dem aktuellen Strom- bzw. allgemeinen Egoismus.
Es kostet unsinnig viel Geld überall dicke Infrastruktur hinzubauen die überhaupt nicht nötig ist sondern damit letztlich nur dem Egoismus einiger Weniger entspringt.
Die intelligenten Smartmeter/Trafos sind nur noch zusätzlich. Die würden noch genauer berechnen können, was benötigt wird und ausgebaut werden muss. Die ersetzen quasi die alte Berechnung mit Gleichzeitigkeitsfaktor etc. mit genaueren Messungen. Was wieder Geld und Ressourcen spart. Außer an Hotspots. Wie eben zu wenig Leistung in bestimmten Bereichen. Die kann man dann angehen.
So geht man aber mit ner Kelle überall an, und das ist einfach nicht finanzierbar und erst recht nicht sinnvoll.