Nur beim Laden ode auch beim Entladen ?Stefan, aus reinem Interesse, du sprichst von Permanentem Shiften der Balancer, ab welcher Startspannung lässt du sie denn Shiften? Doch sicher nicht unter z.b. 3,7 oder 3,8 V ?doch, ich lass die Balancer permanent arbeiten ab 2,0V oder so
und warum so weit runter ? Unterhalb von 3,7 V siehst du Spannungsunterschiede doch auch von Kapazitätsunterschieden der Pakete ( ich meine die parallelgeschalteten Zellen einer Stufe) ?
Vielleicht muss ich mal vorher ein paar Fragen stellen, willst du Top balancing machen?
Welches BMS benutzt du ? Aktiv oder passives balancing ?
Dein Belastungsfall ist 0,3C, in einem Rutsch von voll bis leer ? mit welchem Strom lädst du ? Bis zu welcher Spannung ? Ist Zeit da, dass der Ladestrom fällt und die blancer da zeit zum Arbeiten haben ?
Zur Info, ich habe etwa 100 Laptopakkus auseinadergenommen und 30 pedelecpack. Ich besitze 9 BMS, alle von JBD, 3 in Betrieb befindliche Akkus, vorbereitete Packs in 24,36 und 48 V. Alle Zellen wurden getestet auf Kapazität, auf Innenwiderstand und auf Selbstentladung. Nur ein drittel ist eigentlich in gute Zustand, die anderem sind in verschiedenem Maße auf dem abfallenden Ast.Und wieso Shiften die Packs bei höherer Belastung? Dann müssten Pedelec Akkus doch auch hohen Balancerstrom haben, die Standardbms haben aber nur 30 mA pro 10 bis 15 Ah.jein.
Ich benutze ja
1. gebrauchte Zellen und
2. viele unterschiedliche bunt gemischt. Die haben alle unterschiedliche Zyklen hinter sich, sind aus eBike aber auch aus Laptopakkus.
Ich kenne also eine solche Situation ziemlich gut.
Was ich nicht mache, sage ich auch gleich dazu, ich belaste nicht so hoch. Meine Entladungsfälle sind sind eher 0,2 C und darunter, und nicht in einem Rutsch durchlaufend. Z.T. Wohnmobilbetrieb.
Von keinem der Akkus aber kenne ich aus dem Testbetrieb, dass ich bei höheren Strömen größere "Drift" bekomme. Alle meine (LiIon) Akkus bekommen nichts weiter als das Balancing der JBD, 30 mA. Und alle laufen im Gleichschritt wie Elitesodaten.
In enem Akku, 14s , 48 V habe ich sogar verschiedene Kapazitäten drin, weil ich mich verrechnet habe. 10 Packs haben 20 Zellen, 4 packs haben 24 Zellen, deren Qualität ist zwar schlechter, aber sie haben so trotzdem mehr Kapazität als die 20er Packs. Das ganze ist ein "Notstromaggregat", mit einem 1500 Watt Wandler drauf, gerade im Betrieb auf einer Baustelle. Dieser Akku zeigt natürlich, dass die ersten 10 Packs schon leer werden, wenn die 4 noch bei 3,6 V herumdümpeln. Beim Laden regelt sich das von alleine wieder, denn meine Balancereinstellungen sind: oberhalb 3,8 V, static balancing. Das heisst, es wird balanciert, wenn die Spannung über 3,8 V ist und kein Ladestrom fliesst.
Und speziell das 40er System welches anfangs zu stark belastet wurde bestand zu etwa 70% aus Laptopzellen, die mögen hohe STröme generell nicht besonders.Als Diskussionsgrundlage, ich vertrete die Ansicht dass Akkus nicht alleine wegen höherem Strom driften. In einer Zusammenstellung gut/schlecht vielleicht ein Bischen, darüber können wir diskutieren. Es gbt da Ausgleichsströme, die nach einer starken Belastung innerhalb eines Packs auftreten können. Das erzeugt aber nach meiner Erfahrunh immer noch keine Drifts der Arten, wie du es beschreibst.
Im eBikeakku sind die Zellen ja fabrikneu, werden gleichmäßig belastet und driften daher nicht so viel weg.
Und Akkus driften natürlich wegen höherer Selbstentladung, wenn die Zellen welche haben. Das hast du aber, sicher, auch getestet.
Und wenn du tatschlich echtes Top Balancing machen willst, dann solltest du nur oberhalb 3,8 V balancieren, darunter laufen dier die Packs wegen Kapazitätsunterschieden möglicherweise auseinander, und wenn du dann balancierst, ist es falsch.
Ich ziehe in Betracht, dass ein Teil deiner Balancingprobleme davon kommen, dass der Balancer während der Entladung (im Bereich unter 3,7 V), wenn durch den hohen Entladestrom die Packs unterschiedlich "einknicken", der Balancer nach diesen Spannungunterschied die Drift selbst erzeugt, die er dann beim Laden im oberen Spannungsberech nicht schnell genug wegkriegt. Was meinst du ?
Wobei da auch einige Bosch eBikeakkus zum Recycling fliegen, sobald sie doch mal driften. Da sind die BMS sehr empfindlich und sperren den Akku sehr schnell. Wenn ich mich recht erinnere hat mir ein Akku-Repair-Spezialist mal 0,05V Spannungsdifferenz als Grenzwert genannt, ab der das BMS den Akku sperrt.Ich habe einige Boschakkus auseinandergenommen, leider in Zuständen, dass ich für sowas keine Rückschlüsse ziehen kann. Aber im allgemeinen sind die Zellen aus Pedelecakkus ziemlich ähnlich, wenn man von einzelnen ausgelaufenenen Sonys absieht.