Zum E-Auto Akku Check Tool

Also ich kann von meinen 4 e-Autos folgende Werte sagen:
Renault Zoe aus 2013, 175000km: SOH:85..92% (laut CANZE) Fahrweise bestimmt den SOH weil zellen schon etwas höheren Innenwiderstand haben
Renault Zoe aus 2013, 170000km: SOH:79..90% (laut CANZE)
Hyundai Kona 64kWh aus 2020, 70000km. SOH: 100% (laut Torque Pro)
Tesla Model 3 Performace aus 2020, 152000km. SOH: 86% (laut ScanMyTesla). Angezeigte Reichweite derzeit bei 100% SOC: 440km

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Ok, und wie messe ich den SOH bei dem EV6 richtig? :thinking:

Richtig? Vermutlich gar nicht, weil niemand weiß, was „richtig“ überhaupt ist. Ansonsten halt mit einem der von den einschlägigen Anbietern angebotenen Tests. Da kommt dann eine Zahl raus. Was die einem dann sagt, bleibt einem selber überlassen.

Bis allerdings irgendjemand eine bessere Alternative präsentiert, muß man damit leben.

Oliver

Also habe jetzt mal ein Video von denen angeschaut, mit einem Ionic 5, und bei dem Test mit dem Mahle Gerät kam der absolut identische Wert, incl. 1 Nachkommastelle, wie beim CarScanner. Also, was soll man da noch anders messen? Und warum sollte ich dem BMS da nicht glauben? :thinking:

Ganz einfach. Es geht für die Hersteller bei der Akkugarantie um viel Geld.

Viele Hersteller machen es nicht so, dass die gesamte Kapazität verfügbar ist. Man unterscheidet zwischen brutto und netto-Kapazität. Unten wird ein Puffer eingeplant und oben auch.

Das ist für die Hersteller praktisch. Die 100% bei denen man von der Akkugarantie als Referenz ausgeht gelten nur für die Netto-Kapazität. Damit hat man bzgl. der 70% Garantiekapazität noch mehr Luft. Und der Anwender denkt, dass er kaum Degradation hat. Was bei NMC- und LFP-Zellen nicht möglich ist. Die verlieren Kapazität. Gerade in den ersten Jahren. Ein Akku, der nach mehreren Jahren keinerlei Degradation hat, gibt es nicht. Geht chemisch nicht anders.

So wie ich die Beiträge in einem Autoforum verstanden habe, hat das beispielsweise BMW beim i3 so gemacht, dass bei Degradation einfach der obere Puffer reduziert wird. Das sieht dann so aus, als ob die Zellen kaum etwas verloren haben. Wenn das so stimmt, was ich gelesen habe, machen das vermutlich andere Hersteller auch so.

Wenn die Autodoktoren 102% auslesen, kann das ja definitiv nicht stimmen. Auch 100% nach einem Jahr, kann nicht sein.

Beim SOH geht es bei den Autoherstellern um richtig viel Geld. Immerhin garantieren die meisten Hersteller 8 Jahre / 160.000km bis 70%. Jeder Akku, der das nicht schafft, auch weil der Kunde den Akku täglich bis 100% lädt und auch mit kaltem Akku Vollgas gibt, kostet den Hersteller viel Geld. Da hilft ein Puffer ungemein.

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War’s ja auch nicht, die haben schlicht ihr Gerät falsch bedient. Später gabs dann noch die Auflösung mit einem realistischerem Wert.

So isses.

Oliver

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Unsere E-Autos schlagen sich auf jeden Fall besser als erwartet.

ZOE aus 03/2015

Tesla Model 3 LR AWD aus 02/2019

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Hab auch den Teslalogger lokal am Heimserver über docker laufen.
Schon ein cooles Ding. Verbindet sich mit einem “Schlüssel” aufs Auto.

Loggt und speichert viele relevante Daten.
Tesla ist mit SOH Rechnungen ehrlicher als Hyundai,Kia.. (die selbst größeren Puffer haben der shrinkt).

Hier weiter zu lesen:

https://tff-forum.de/t/akku-degradation-model-3/81520/1132

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Hallo Andreas, und hallo in die Runde,

Habe den Beitrag bei YouTube mit Begeisterung gesehen, hab mir ein OBD Scanner bestellt und bin ins Forum um mir das Tool runterzuladen. Habe die Beiträge gelesen und bin bestürzt das es verständliche Gründe gab es offline zu nehmen.

Du hast aber geschrieben das Du es noch mal online stellen wolltest und ich bin tatsächlich entweder zu unerfahren im Umgang/suchen im Forum, oder stelle mich zu dusselig an.

So es wieder online ist, wo finde ich es?

Der Kauf von einem gebrauchten Zoe steht an und ich würde es wahnsinnig gerne nutzen!

Danke für Deine unermüdliche Arbeit, auch an all die, die sich hier so rege beteiligen. Der Flut der Beiträge werde ich aber kaum Herr.

:blush:

Oben rechts steht: “Unsere Tools”. Da ist es.

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:folded_hands:

Heute Nachmittag wurde das E-Auto Akku Check Tool bei Bayern1 (Radio) vorgestellt. Gut erklärt, durchaus ausführlich und mit korrekter Nennung von Andreas Schmitz, bekannt als Akkudoktor :blush: :+1:

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Ich finde das Tool super. Kann es auch bei Hybridfahrzeugen angewendet werden?
Ich fahre einen BMW 330e, und der SOH ist innerhalb eines halben Jahres von 91 % auf 84 % gesunken. Das kann doch eigentlich nicht sein – oder?

Habe die beiden Chats zum E-Auto Akku Check Tool gelesen und mich hier im Forum angemeldet, um DANKE zu sagen.

Ich verfolge Andreas Videos schon ein paar Jahre und freue mich immer wieder über die fundierte und sachliche Einordnung der Themen. Als wir unseren Mazda gekauft haben, gab es das Tool noch nicht. Jetzt ist die „große Familienkutsche“ durch und muss ersetzt werden und da ist mir das Tool eine große Hilfe. Es gibt (trotz statistischer Unschärfen, die es immer gibt) eine gute Orientierung, welche Degradation bei einer bestimmten Laufleistung typisch ist und welche nicht. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob ein Akku überdurchschnittlich an Kapazität verloren hat, weil er sinnlos herumgestanden hat, oder weil er übermäßig gefordert wurde. Ich konzentriere mich auf Angebote, mit der - im Vergleich - besseren Restkapazität.

Hilfreich finde ich auch den Hinweis auf die „Kapazitätsreserven“ bei einigen Herstellern. Kann jemand sagen, wie das bei den Fahrzeugen auf der MEB Plattform einzuschätzen ist?

Gruß und Dank

Christian

Oh doch, das ist leider der Normalzustand bei den Hybriden. Der winzige Akku wir prozentual mit viel höheren Strömen gequält (C-Entladerate) als ein “normales” EV. Bei der EV-Clinik gibt es Aufklärung zu dem Thema.

Bisher hat der Ottonormalfahrer das nur nicht gemerkt. Wenn die Leute nun anfangen das zu testen wird es ungemütlich für die Hersteller.

In der Mongolei habe ich beobachtet, dass mehr als 50% der PKW Toyota Prius sind.

Die grosse Mehrzahl sind älteren Baujahrs und oft mit Rechtssteuerung, also vermutlich günstig gebraucht aus China importiert.

Ich habe in jeder Stadt Werkstätten gesehen, die sich auf den Prius spezialisiert haben und die Fahrzeuge am laufen halten.

Bei den Nomaden steht fast neben jeder Yurte ein 3 oder 5 tonner KleinLkw, mit dem mindestens 2mal im Jahr der ganze Hausstand und regelmässig Tiere transportiert werden (Ersatz für den Ochsenkarren), ein Prius und mindestens ein chinesisches Motorrad. Diese Menschen haben bestimmt nicht mehrere Tausend € für Reparaturen zur Verfügung.

Eine reduzierte elektrische Reichweite ist dort wohl kein Problem. Normalbenzin kostet ca. 70ct.

Andere Marken sind selten, reine EV und Ladesäulen habe ich keine gesehen.

Der Rest sind meist alte und sehr alte russische Verbrenner, vorwiegend geländegängig (oft “Kastenbrot”).

Dort wird noch richtig REPARIERT und nicht einfach alles ausgetauscht.