Zendure Solarflow mit Volkszähler und Hoymiles Wechselrichter steuern. Geht das?

Hallo zusammen,

bisher habe ich keinen Hersteller für fertige Speichersysteme gefunden, der die Steuerung Einspeisung Batterie oder Hausnetz dynamisch nach Verbrauch steuert

Zendure hat mit der Kopplung zum Shelly 3M hier einen Ansatz, jedoch habe ich gelesen, dass dies über die Cloud von zendure und Shelly geht, was ich 1. nicht will und b. sehr zeitverzögert ist und völlig unnötig, da ich ja alle Informationen Vor Ort habe :slight_smile:

Kann man jemand folgende Fragen beantworten:

1.) Gibt es noch andere fertige Systeme, die eine Nulleinspeisung können/versuchen?

2.) Ist folgende Konstellation möglich, um dies vielleicht doch selbst zu steuern?

 Anlage:
 Module -> Zendure Solarflow --> Hoymiles Wechselrichter

                                       -----> Speicher (am Solarflow)

Volkszähler an meinem Stromzähler (d.h. ich bekomme den aktuellen Stromverbrauch per MQTT gemeldet)

Nun kann ich mit Ahoy DTU bei dem Hoymiles per MQTT die maximale Ausgabeleistung steuern.

FRAGE:
Wenn ich den Zendure Solarflow auf maximaler Strom zum Wechelrichter einstelle, ABER den Wechselrichter dynamisach reduziere auf die Menge die ich benötige, gibt dann der Solarflow aufgrund der Beschränkung des Wechelrichters den Strom an den Speicher? Oder wo geht der dann hin?

Beispiel:

SONNE (Module erzeugen) 800 WATT -> Solarflow ist eingestellt auf Ausgabe zum Wechelrichter (600 WAT)) -> Wechelrichter ist ABER auf 250 WATT Ausgabe beschränkt

Was geht in den Speicher?

Danke für eure Hilfe.

Falls du es noch nicht kennst, meine Regelung kann einige deiner Wünsche, aber nicht alle.

klick:

@e-t0m Der Link funktioniert nicht

Lieber wäre mir eine Antwort auf meine Frage und kein alternativer Aufbau :slight_smile:

@swausnurrnberg Die wünsche ich Dir! :wink:

Hallo. Ich habe vielleicht nicht direkt eine Antwort auf deine Frage. Ich habe das Zendure System mit 2x AB1000 Speicher. Ich weiß nicht wie viele du hast, aber zb heute war der Akku komplett geladen und ich speise konstant 180 Watt ein (weniger als Grundbedarf), der Rest geht erstmal in den Speicher. Ab 16h wurde aus dem Akku entladen. Vorraussichtlich wir er bis ca. 1h entladen. Mit 10% Entladegrenze.

Ich bin der Meinung, zumindest in der Größe lohnt sich so eine Steuerung gar nicht. Oder man hat noch größere Speicher und geringern Grundbedarf. Oder lieg ich da falsch? Oder geht es nur darum, wenn der Akku voll ist, nichts ins Netz zu verschenken wenn der WR vom Zendure die Vollleistung bekommt.

Gruß Tobias

Bei mir habe ich da zwei Wege:

  1. 2x 400W Module mit Westausrichtung sind am Zendure Hub angeschlossen und tanken bis 17:00 Uhr ausschließlich den AB2000 Akku auf. Ab 17:00 beginnt der Akku dann unterstützend ins Haus einzuspeisen, weil dann die anderen Module langsam weniger Strom produzieren.

  2. 4x 200W (je 2 parallel) mit Südausrichtung hängen direkt am Wechselrichter (Hoymiles HM-1500) und speisen bedarfsgerecht ein, max. 600W.

Die Einspeisung aus dem Wechselrichter wird über opendtu-onBattery gesteuert. Es geht immer nur so viel ins Haus wie gerade benötigt wird. Der Akku lädt dann im Idealfall noch weiter. Nichts geht über irgendwelche Clouds, alles passiert lokal. Die Steuerung regelt alle 5 Sekunden nach.

Wenn Du @SWAusNuernberg nur 2 Module hast kannst Du es prinzipiell auch so machen, Du müsstest dann halt die Ausgangsleistung des WR beschränken, oder, alternativ den PV- Hub in den Akku- Prioritätsmodus setzen, dann geht alles über 100W in den Akku.

Hallo,

ich habe seit rund 3 Monaten die Konfiguration SolarFlow Hub mit AB1000 und HMS800 in Betrieb. Die Steuerung der Einspeisung mache ich über die Reduktion des HMS800. Der SolarFlow Hub reagiert indem der Rest in den Akku umgesteuert wird (z.B. Sonne -> 700 W, HMS800, NonPersinstentLimit -> 300 W, Ladeleistung AB1000 -> ca. 380 Watt. Eigentlich ganz so, wie man es sich vorstellt. Die Steuerung mache ich über NodeRed in Home Assistant.

Es gibt aber trotzdem einige Dinge zu beachten:

  • Am Anfang hab' ich die Metrikdaten des SolarFlow von der Zendure Cloud geholt. Die Cloud von Zendure ist nicht sehr stabil. Kommt es aber zu einem längeren Ausfall, kann das zu einer Tiefentladung des Akkus führen (s.u.). Daher habe ich jetzt einen Raspi mit dem Bluetooth Manager (github.com/reinhard-brandstaedter/solarflow-bit-Manager) im Einsatz. Das läuft deutlich stabiler.
  • Man muss die Grenzwerte selbst verwalten, sowohl den unteren als auch den oberen. Dabei sollte man über bzw. unter dem voreingestellten Wert von 10% bzw. 100% bleiben, da sich der Hub sonst undefiniert verhält (Tiefentladung bzw. Standby aus dem er nur mit Aufwand wieder aufwacht).
Gruß Axel

Hallo, hast du deine Antwort gefunden. Ich stehe vor ähnlicher Frager, aber mit anderem Speicher, aber grundsätzlich sollte das egal sein. Würde mich auf Antwort freuen! Gruß.

Moin Leute, ich bin der Neue hier :slight_smile:

​Bevor ich meinen Bericht schreibe, wollte ich mich kurz vorstellen: Ich bin der Chris, 38 Jahre jung und komme aus der Nähe von Göttingen. Ich weiß, dass dieser Beitrag hier schon ein bisschen älter ist, aber da er bei Google ziemlich weit oben steht, wenn man nach Zendure sucht, wollte ich unbedingt mal meinen Senf dazu geben. Ich möchte vor allem allen die Angst nehmen, die meinen, dass die Reaktionszeit beim Einspeisen viel zu lange dauert. Es ist nämlich super geil, wie das im Sekundentakt nachgeregelt wird, sobald sich bei mir was am Verbrauch ändert.

​Ich habe an meinem Haus schon seit 17 Jahren eine 9,5 kW Photovoltaikanlage laufen, aber die speisen wir zu 100 % direkt ein, weil wir dafür noch einen echt geilen Vertrag haben. Da wir aber privat einen Jahresverbrauch von ca. 8000 bis 9000 kWh haben, lag es bei den aktuellen Preisen (also die momentan sehr günstigen Balkonkraftwerken + 0 % USt) einfach total nahe, jetzt mal mit einem Balkonkraftwerk aufzurüsten. Bevor ich überhaupt nach einem Balkonkraftwerk geschaut habe, war mein Zuhause schon komplett auf Smart Home umgerüstet. Deshalb habe ich gezielt nach einem Hersteller gesucht, der sich perfekt in Home Assistant integrieren lässt – vorzugsweise über MQTT, weil das einfach verdammt schnell ist.

​Ich habe mich dann für den Zendure SolarFlow 800 Pro mit vier 500 Watt Paneelen von JA Solar entschieden. Zwei Stück liegen auf dem Flachdach und zwei auf dem Ziegeldach, genau da, wo auf den schwarzen Pfannen noch Platz war. Insgesamt habe ich vier Speicher dran, also knapp 8 kWh Kapazität, und fahre damit eine komplette Null-Einspeisung. Gesteuert wird das Ganze bei mir über einen Shelly Pro 3EM mit 120 Ampere. Über Home Assistant läuft der Zendure per MQTT und der Shelly komplett lokal. Es ist echt krass, wie schnell das System reagiert. Sobald sich im Hausverbrauch was ändert, wird sofort nachgesteuert. Manchmal kommen da fünf Meldungen pro Sekunde durch, und wenn nichts passiert, eben nur alle paar Sekunden mal eine.

​Wer 2.000 Euro für so eine Anlage ausgibt, sollte die paar Euro für einen Raspberry Pi, ein schickes Gehäuse und einen Stick nicht scheuen – mehr braucht man eigentlich nicht. Wenn man erst mal Home Assistant hat, wird man eh schnell süchtig nach anderen Smart-Sachen. Es fängt bei den Steckdosen an: Da tun es sogar die ganz billigen und günstigen Steckdosen für 5 bis 6 Euro von AliExpress. Ich habe zwar auch welche von IKEA und Philips Hue, aber die können leider keinen Strom messen. Mit den günstigen AliExpress-Teilen, die übrigens einen echt ordentlichen Empfang haben, kann man aber super den Verbrauch von Fernseher, Verstärker, Receiver oder Kühlschrank tracken und sich alles im Dashboard anzeigen lassen.

​Man kann damit sogar alte Geräte smart machen, die es eigentlich gar nicht sind. Ein Beispiel: Man hängt den alten Geschirrspüler an so eine Steckdose mit Leistungsmesser. Ich habe eine Automation erstellt, die erkennt, wenn die Maschine heizt (also z. B. 5 Minuten lang über 500 Watt zieht). Wenn der Spülgang fertig ist, sinkt der Verbrauch dauerhaft unter 10 oder 15 Watt. Home Assistant triggert dann nach 10 Minuten eine Benachrichtigung aufs Handy, lässt die Lichter im Haus kurz rot blinken (nicht alle, pro Raum 1 oder 2) oder gibt über die Lautsprecher eine Durchsage aus: Der Geschirrspüler ist fertig! :smiley:

​Es ist wirklich alles machbar, was man sich vorstellen kann: Von Kameras über die Türklingel bis hin zur Zahnbürste ist da wirklich alles mit drin. Sogar im Garten habe ich Feuchtigkeitssensoren für den Boden, die mir alles in Prozent anzeigen. Ich habe sogar meine USV darüber laufen: Wenn der Strom ausfällt, kriege ich sofort eine Nachricht. Sobald der Akku der USV nur noch 20 % hat, wird alles automatisch sicher heruntergefahren. Dass das alles ausschließlich lokal läuft, ist einfach absolut genial. Das Licht im Flur geht zum Beispiel entsprechend dem Sonnenstand an. Also nach Sonnenuntergang, bzw. Dämmerung auf 35% und 2.500K. Mittags gibts dann die volle Ladung inkl. kaltem Licht :winking_face_with_tongue: Natürlich kann man auch schöne sanfte Lichtwechsel programmieren….

​Entschuldigt bitte, dass ich jetzt so weit ausgeschweift bin, aber ich bin einfach super begeistert von dem System! :heart_eyes: Da ich sowieso ein kleiner Technikfreak bin und gerne über sowas fachsimpel, biete ich euch gerne an, euch bei Fragen per PN zu melden. Wer aus der Nähe kommt, kann auch gerne mal vorbeikommen und sich die Anlage vor Ort anschauen, dann zeige ich euch, wie man das alles einrichtet.

Viele Grüße Chris

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