WR für Dünnschichtmodule gesucht

Hallo zusammen,

ich habe hier eine alte Anlage aus 2007, die uns nächtes Jahr aus der Förderung läuft.

Es handelt sich um 168 Module vom Typ MA100T2 von Mitsubishi, kombiniert mit 2x Fronius IG 60 HV und 1x Fronius IG 40 HV. Da die Anlage immer noch recht ordentliche Leistung liefert würde ich aktuell die Zellen liegen lassen und nur die Elektronik im Haus ersetzen. Die WR schwächeln schon ganz ordentlich, und brauchen regelmäßig Reparaturen. Hier würde ich gerne auf neuere WR oder direkt Laderegler zum Laden eines Akku einsetzen.

Meinem Verständnis nach sind solche Module auf der Primärseite des WR geerdet, weshalb ein WR mit Trafo verwendet werden sollte. Gibt es noch halbwegs aktuelle WR mit Trafo? Fronius Galvo habe ich gefunden, aber lieferbar ist nur noch 1.5kW?

Im Netz wird bei solchen Modulen immer gesagt, einfach ersetzen, das unterstütze ich bei wenigen Modulen auch, aber bei der Menge ist das ein enormer Aufwand.

Typische EIngangsspannungen an den jetzigen WR sind 285V am IG60 und 180V am IG40 unter Last. Die genaue Schaltung xSxP ist mir aber noch nicht klar…

Gibt es also eine elegante Lösung für das Problem? zB die SMA PV Offset Box? Oder die Erdung entfernen und die Degradation in Kauf nehmen? Hat irgendjemand das Problem schon gelöst? Wenn ja, wie?…

Wenn noch Infos fehlen liefere ich gerne nach :slight_smile:

danke

Markus

Vor der Auswahl des WR mach eine Isolationsmessung. Die Kontakte der Panels sind nicht geerdet, nur die Unterkonstruktion. Den IG mit Trafo ist ein Erdungsfehler egal. Moderne WR brauchen aber gute Isolation, sonst starten die nicht. Mach die Isolationsmessung an einem feuchten Tag.

Überprüfen, welche Leerlaufspannung die Strings haben. Vielleicht läßt sich was machen mit Victron MPPT und Batterie.

Hallo,
im Netz fand ich die Installationsanleitung. Da steht´s drin:

"Die MHI-Module dürfen NICHT mit trafolosen Wechselrichtern betrieben werden. Ausschließlich Wechselrichter mit Trafo (NF- oder HF-Trafo) dürfen eingesetzt werden. Der Minus-Pol des Generator/Moduls muss geerdet werden. Achten Sie bei der Auswahl der Wechselrichter das dessen Schaltungskonzept dies zulässt."

Vielleicht kennen hier Foristen WR´s, die diese Voraussetzungen erfüllen, ich kann damit leider nicht dienen.

Sorry

danke für die Antworten bisher!
ja, ich gehe davon aus, dass PV minus geerdet ist. Habe es aber noch nicht final geprüft.

Darum die Frage nach einer eleganten Lösung, idealerweise ohne aufs Dach zu müssen :slight_smile:

Vielleicht hat ja jemand einen guten Tip!

Wenn du bei den Modulen bleiben willst, wirst du nicht um Wechselrichter mit Trafo herumkommen.

Im Netz gibt es noch jede Menge Fronius IG. Eigentlich zuverlässige Dinger. Hatte 7 Stück 120/150er im Einsatz ohne ein Problem. Und einen 60HV. Der hat aber auch schon den Geist aufgegeben. Ich hab noch welche ungenutzt im Keller liegen. Wenn Interesse schick mir eine PM.

Wie gesagt. PV von den WR abklemmen und Erdungsmessung machen. Dann weißt ob sichs lohnt. Victron ist galvanisch getrennt (Trafo)

Kurzes Update, wenn auch noch nicht die finale Messung:

  • Habe an allen drei WR die DC Spannung jeweils PV+ und PV- gegen Erde gemessen, und sehe jeweils grob die halbe Spannung (also -70V und +70V bei einer Solarspannung von 140V). Ich schließe daraus, dass es keine niederohmige Verbindung auf PV Seite zu Erde gibt, damit hatte ich eigentlich gerechnet?
  • Die WR geben einen Wert raus für den “Isolationswiderstand der Photovoltaik-Anlage (MOhm)”. Dieser ist bei zwei Geräten “> 10MOhm” , das ist nominal glaube ich. Und bei einem Gerät “ - < 5MOhm”. Laut BDA: Bei einem Isolationswiderstand von weniger als 10 MOhm unterscheidet das Display zwischen dem negativen Potential und der Erdung (Vorzeichen „-“) und dem positiven Potential und der Erdung (Vorzeichen „+“).

Die Anlage gehört meinem Schwiegervater, ich kann also nicht schalten & walten wie ich will. Ich hoffe ich kann in den nächsten Tagen mal wirklich einen String abhängen und den alleine durchmessen.

Für den String, der < 5MOhm anzeigt, würde ich präventive Wartung machen. Soweit wie möglich drunter schauen, ob eine Verbindung auffällig ist. Das kann eine schlecht verriegelte Steckverbindung sein, oder ein abgelöstes Klebepad am Panel. Fehlerhaftes Panel läßt sich auch gut daran erkennen, daß während die WR laufen morgens sich Eis oder Tau schneller verflüchtigt. Spart teure Wärmebildverfahren. Ich habe für Flickereien an gealterten Steckern Erfolg gehabt mit Silikonöl aus der Sprühflasche. Vorher reinigen.

Wenn die MPP der Strings 140-260V sind, vermute ich, man kann mit 3x Victron MPPT 450/100 arbeiten. Je String davor eine Freischaltung und ein Überspannungsschutz.

Dann wird eine bus bar für die 51V Batteriespannung hilfreich sein, läßt sich bauen aus Kupfersträngen auf Isolatoren. Die Isolatoren kosten kaum was, Kupfer gibts z.B. 20x5 bis 40x10 häufig in 1m oder 2m Länge im Metallhandel. Da dran jeweils MPPT → Sicherung → bus bar, sowie Batterien und Wechselrichter auf die gleiche Art verbunden. NH-Sicherungen und Halter gibts gelegentlich günstig auf ebay.

Batterien vertragen idR maximal 0,5C Ladung, bei 10-15kW Restleistung am Dach also ab 1x 30kWh oder 2x 15kWh. Wenn der Verbrauch über Nacht hoch ist, kann man erweitern.

Wechselrichter kann man auch Victron nehmen, gehen aber auch andere für 51V Batterie. Die AC-Seite kannst auf mehrere Arten bauen. Entweder wie jetzt nur einspeisen oder mit Ersatzstromfunktion. Ich würde jedenfalls Nulleinspeisung bzw Überschusseinspeisung mit smartmeter bauen.