Naja 20°C fühlt sich jetzt nicht wirklich nach Warmwasser an Mach ich aber eben im Winter, damit das ganze nicht vollkommen aus dem Ruder läuft.
Der Wärmetauscher des Poolwassers hängt als Heizkreis mit am Heizungsverteiler. Momentan wird, solange das Wasser durch die Filterpumpe umgewälzt wird, das Ventil für diesen Kreis mit aufgemacht. Das Delta des Rücklaufs ist über ein Strangregulierventil so angepasst, dass es zu den HK Kreisen passt und mir so nicht die rücklaufgeführte Brennersteuerung stört.. Sollte die Beckentemperatur zu weit absinken, wird die Filterpumpe, immer wenn der Brenner läuft, zugeschaltet und ebenfalls das Ventil geöffnet. So halte ich die Mindesttemperatur. Die Solarthermie darf das Wasser auch bis auf 24°C hochziehen, das geht ebenfalls über den Heizungsverteiler, die HK Kreise werden einfach abgeschaltet wenn die Raumtemperatur passt. Das ganze ist über zwei freiprogrammierbare Regler von Technischer Alternative gemacht und immer weiter gewachsen. Das wäre eigentlich einen eigenen Thread wert, ist aber eben Technik von gestern und wird so niemand mehr interessieren.
Ok, dann ist dein Ölverbrauch auch für die Erwärmung des Pools. Da müsste man sicherlich nochmal genauer schauen, weil du da auch einiges an Verbrauch im Sommer haben wirst. Und ist das mit dem Pool auch problemlos mit einer Wärmepumpe umsetzbar?
Wäre ja wirklich mal interessant, was der Pool separat so verschlingt.
Wie gesagt, ab Mai ist der Ölbrenner aus, d.h. ab da macht alles die Solarthermie. Wenn es da ein paar Tage hintereinander keine Sonne gibt, heize ich den Holzofen ein, der macht dann auch den Pufferspeicher für das Warmwasser voll, ansonsten ist kalt Duschen angesagt (+ Predigt, WAF ist da schlecht, das wird mit WP besser, da die an bleibt). Ob die niedrigeren Vorlauftemperaturen noch ausreichen um den Pool zu heizen? Keine Ahnung warte ich ab, im Notfall tausche ich den Wärmetauscher, aber ich vermute das geht auch so mit mehr Laufzeit.
Die Energie die ins Poolwasser geheizt wird hätte ich sogar, da in dem Heizkreis auch eine Energiemesser ist. Was man aber nicht unterschätzen darf, ist die Energie die in den Raum geht, d.h. Fußbodenheizung + Schacht HK. Der Raum sollte immer 2°C wärmer sein, ansonsten steigt die Luftfeuchtigkeit extrem stark an. Das bedeutet, dass man auch im Sommer ordentliche Zeiten heizen muss. Bei derzeit 24°C im Becken, muss der Raum auf 26°C gehalten werden. Das ganze ist wirklich nur mit Solarthermie und PV (Strom für die Luftentfeuchter) energetisch verantwortbar. In den 70ern wurde das ganze Jahr der Ölkessel benutzt und die Luftfeuchtigkeit über Frischluft von außen geregelt, über Energie hat da wirklich niemand nachgedacht. Heute unvorstellbar.
Ok, dann kann man die Beheizung des Wassers und Raums im Grunde genauso betrachten, wie die Beheizung aller anderen Räume auch. Damit stimmen dann auch Berechnungen, wie man sie über die Schweizer Formel machen kann.
Die Wärmepumpe wirst du wohl nicht knapp auf Kante dimensionieren müssen, durch den Pool wirst du immer genug Wärmabnahme haben, damit die wenig taktet. Wäre dann vermutlich nur eine Frage des Preises.
Hast schonmal geprüft, ob Pool über separate Pool-Wärmepumpe Sinn machen kann?
Ich hab mir nur mal die reinen Pool Wärmepumpen angeschaut, die meisten sind so, dass die eigentlich für Außenpool gedacht sind, die kann man unter 0°C Außentemperatur gar nicht benutzen. Dann wird da direkt das Poolwasser durchgewälzt mit enormen Volumenströmen. Das macht eine sehr gute Effizienz ist aber schwierig in der Anbindung (dicke Rohr) und bei Frost wird es problematisch. Da darf man eigentlich nicht aufhören zu heizen. Habe ich erst mal verworfen.
Habe gerade nachgeschaut. Die letzten Jahr sind 3500-4000kWh ins Poolwasser gegangen (Öl+ST), entweder habe ich da einen Meßfehler oder das ist weniger als ich erwartet hätte. Prüfe ich noch.
Bei der Wärmepumpe wollte ich eigentlich eine Lambda. Leider gibt es entweder die 20kW oder eben eine 35kW und nichts dazwischen. Die 35er kostet 11t€ mehr, da kommt man schon mal ins grübeln ob man wirklich für ein paar einzelne Tage soviel Geld in die Hand nehmen sollte, oder eben lieber den Heizstab oder ein/zwei Split Klima’s dazubaut. Momentan bin ich auf dem Trip, ich nehme die 20er und falls es nicht reicht werden noch Split Klima’s dazugebaut.
Wie würde man die Schweizer Formel ansetzten ? Ich hab 4500 L Öl verbraucht, Holzofen und ST bleiben ja eigentlich. Das Problem ist, meine Daten sind aus dem Jahresmittel und ich will den Spitzenwert wissen. Das kann man mMn nur benutzen wenn es reine Ölheizung ist. Bei dem üblichen Faktor (300) komme ich auf 15kW das ist definitiv zu wenig. Rechne ich die 5rm Holz dazu und nehm als Faktor 210 komme ich auf gute 23kW. Am ehesten halte ich meine Beobachtung bei -10°C Aussentemperatur, dass dann der 23kW Brenner durchläuft für benutzbar.
Wenn du nur die 4500 l Öl ersetzen willst und dieses Öl nur in der Heizperiode verbraucht wurde, dann kann man es mit der Schweizer Formel ganz gut abbilden.
4500 l Öl sind etwa 45.000 kWh. 20% Verluste abgezogen macht 36.000 kWh. Nun müsste man noch Warmwasser abziehen, das ist schwer zu beziffern. Ich lasse es deshalb erstmal vollständig drin.
Schweizer Formel wäre dann
36.000 kWh / 2000 Vollbenutzungsstunden = 18 kW
Real wird es weniger sein, weil Warmwasser noch nicht abgerechnet.