Letztes Jahr wurden ca 10kWp PV ost-west aufgebaut plus 20kWh Batterie.
Das reicht meist für den Verbrauch von 2 Familien und der Wärmepumpe. Jetzt nach dem 4. Optimierungsschritt kauft er kaum noch Energie ein, selbst bei mehreren Tagen Bewölkung: WP läuft auf 23° Zimmertemperaturen, wenn eigene Energie vorhanden ist, bei Akku leer auf 22°. Wärmespeicher ist 200l Heizungswasser plus der ganze Beton vom Haus. Heizkurve: 23° → 23°, -20° → +35°. Energie zum Auto nachladen ist bei Sonne auch im Winter da. Alternativ geht Überschuss ins Netz. Im Sommer wird ein Teil Überschuss in einen grossen Pool verballert.
Das läßt sich auf deine Bedingungen mit 70kWp, mehr Wohnfläche, ggf mehr e-Autos skalieren.
Ich denke ja auch das es sich lohnt. Bei ca. 11000€ Heizkosten (WW+BW) im Jahr. Und bei 600€ Allgemeinstrom (wie die zahl entsteht muss ich auch noch mal prüfen).
Haben die Kunden Klima oder Heizkörper?
edit: Wenn ich die Zahl für die Heizkosten nur lese...schreit es nach einer Umstellung.
Ab Mitte 2028 ist Schluss mit neuen Gasheizungen und Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Die neue Heizung darf damit dann nur noch 19 Jahre laufen. Wenn ihr jetzt ne neue Gasheizung einbaut seid ihr aber die letzten am Gasnetz. Das bezahlt ihr dann voll und ihr geht das Risiko ein das ihr kein Gas mehr bekommt. Das Risiko hier ist also erheblich.
Damit würde ich in der Versammlung argumentieren und gleichzeitig vorschlagen das man einen Energieeffizienz Experten engagiert der ein Konzept zur Umstellung der Heizung entwirft. Neue Gasheizung oder WP entscheidet ihr wenn die Alternativen auf dem Tisch sind.
Nebeneffekt der WP: der Energieausweis des Hauses verbessert sich massiv. Das steigert den Wert der Immobilie.
PV kann man gleichzeitig machen ist dann aber uU. etwas viel Invest und Veränderung
Mit Verbrauchskosten kannst du übrigens nur argumentieren wenn die Eigentümer selbst drin wohnen. Sonst zahlen das die Mieter und dann ist es den Eigentümern egal.
Ich sehe das Risiko. Eigentümer die in den nächsten 3-10 Jahren verkaufen wollen, sehen das Geld aus den Rücklagen verschwinden und den Kaufpreis gedrückt.
Leider ist die Unsicherheit auf Grund der derzeitigen politischen Lage in D sehr stark, es gibt keine Planungssicherheiten mehr und es wird argumentiert, dass steigende Preise bei Energie nicht mehr sicher sind.
Ich denke das ein gewisser Autarkiegrad auch in Zukunft "wert steigernd" ist.
Vielleicht bewegt sich auch noch was beim Energysharing (und das wird nicht auch noch möglichst unattraktiv und verbraucherfeindlich gestaltet). Bin gerade etwas genervt...
Deswegen das Argument mit der Energieeffizienz. Der Ausweis ist ein preisbestimmender Faktor geworden. Ich habe gerade eine Wohnung gekauft. Mit ein Grund dabei war das der Fahrplan mit WP klar war weil Beschlüsse der WEG vorlagen.
Meine Anekdote dazu ist das ich neulich beim Röster einen Kaffee trinken war. Dabei habe ich am Nebentisch das Gespräch zweier Frauen mitbekommen die über Energieeffizienz (bzw. den Ausweis) von Wohnungen sprachen. Mein Punkt ist das mich das bei diesen Gesprächspartnern an dem Ort überrascht hat. Glaube da ändert sich was.
Das ganze Thema Autarkie und Energy Sharing ist zu komplex. Versteht keiner und brauchst du auch nicht als Argument zu nutzen. Das mag dir wichtig sein aber anderen ist es das nicht.
PV ist m.E. nach weniger wichtig, weil der Strom nix mehr kostet wenn die Sonne scheint. Dann kann man ihn auch kaufen. Klar ist eine Anlage nett aber ich halte sie nicht für essenziell
Wann sind denn die Strompreise mal deutlich gesunken?
Also auf meiner Stromrechnung kostet Strom deutlich, egal ob die Sonne scheint oder nicht.
Ich halte PV in Verbindung mit einer Wärmepumpe für sehr sinnvoll, da dadurch die Stromkosten fürs Heizen deutlich abgefedert werden können.
Ja passiert aber kaum. Ich würde halt Entscheidungen faktenbasiert und nicht aufgrund von Gefühlen treffen
Im Winter wenn die Heizung läuft hast du kaum Sonne. Da ist ein Wärmepumpen Stromtarif sinnvoll. Evtl. mit Akku.
Verstehe mich nicht falsch. Es ist richtig besser beides WP und PV zu machen. Aber was wenn der Schritt für die WEG zu groß ist? Wenn beides verknüpft ist wird am Ende evtl. entschieden nichts zu machen. Und dann ist nichts gewonnen. Es ist eine Frage was möglich ist.
Ich zahle in Zukunft nachts 17ct. Evtl. nächsten Winter nachts um 10ct. Es geht, ist aber Aufwand. Und das sind Preise zu Zeiten an denen die Sonne nicht scheint
Das will ich sehen wie du nachts 10 cent zahlst. Das schaffe ich nicht mal wenn ich von Frankreich nen Kumpel ne Leitung zu mir rüberlege (sind ca 2 km, hatten wir überlegt in einer Nacht und Nebelaktion einfach ein Kabel zu verbuddeln Allerdings hätte ich von den Kabelkosten zig Jahre mehr zahlen können.
Ich habe 28 kwp Solaranalage und 100 kw/h Akku, gehe ca 3 mal in die Sauna (auch im Winter) und habe letztes Jahr noch 287 Euro zurückbekommen. (Also Verbrauch vs. Einspeisevergütung bei mir derzeit 12 cent). Ich zahle derzeit 27 cent die kwh Bezug.
Ich heize mit Splitklima ein Haus mit 300 qm Wohnfläche. Habe nur noch einen Küchenherd, der den Hauptraum auf 24 Grad bringt und alle anderen Räume sind bei 19 Grad. Habe zwei Daikin 4 fach Split und eine billige Italien Daikin fürs Bad (hatte mich erst nicht getraut und mit Infrafort geheizt bevor ich dann die 400 Euro für die Anlage bezahlt habe, denn der Heizstrom von Infrarot wäre in 2 Jahren mehr als die Anschaffung gewesen und wenn sie tatsächlich die Feuchtigkeit im Bad nicht auishält, bin ich schlauer. Derzeit läuft sie aber seit Oktober problemlos)
Also man kann mit ausreichend Solar und Akku selbst bei relativ teurem Strom sehr viel sparen.
Nun noch mit dem Mehrfamilienhaus.
Wir haben bei meinen Eltern so ein Projekt durchgezogen und es gab extrem viel Ärger. Wenn nicht alle an einem Strang ziehen und der Meinung sind, dass die Maßnahme für alle das Beste ist, würde ICH das machen was alleine geht und nicht versuchen etwas zu machen wo es mehrere Bedenkenträger gibt. Denn erstens wird es meist teurer als geplant, zweitens treten in der Anfangsphase fast immer Fehler auf bis das ganze stabil läuft und die Unterhaltskosten sind auch nicht zu vernachlässigen. Und wenn dann immer Leute da sind, die auf jeder Eigentümerversammlung schlechte Stimmung verbreiten oder penibel schauen, ob die Kosten auch genauso sind wie vorgestellt ist das ne blöde Situation und immer im Treppenhaus angesprochen zu werden was alles nicht klappt und dass ich das initiiert habe ist sau blöd.
Octupus Intelligent Go liefert Strom nachts von 0-5 Uhr zu 17ct.
Reduzierte Netzentgelte (Modul 3) gelten bei mir in den Winterquartalen von 0-6 Uhr. Da reduzierten sich die Netzentgelte um runde 7ct.
Der Catch ist: das alles umzusetzen und durchzuziehen ist Aufwand. Smart Meter einbau hakt. Der Netzbetreiber hat keine Idee wie er meine existierende Wallbox nach Modul 3 bringen kann. Ich bin dran aber positiv das das wird.
Klar ist: das kommt auch mit Phasen wo Strom deutlich teuerer wird. Das macht nur Sinn wenn Akkus vorhanden sind und diese auch gut genutzt werden
Das was du dazu schreibst unterschreibe ich voll. Die Abhängigkeit in die man sich mit der vermeintlich “besten” PV Lösung begibt ist groß. Noch dazu wenn eigentlich die Heizungsfrage die wichtigere Frage ist
Hallo Malte Vielen Dank für deine Antwort. Ich hatte das auch geplant bin aber sowohl am Smartmeter als auch an der Wallbox gescheitert. Daher wäre es sehr schön, wenn du mir gerne auch per PM Updates geben könntes. Ich habe es erstmal auf eis gelegt. Hatte sogar schon einen sehr günstigen Gabelstapler Lader gekauft, damit ich in billigzeiten möglichst viel in die akkus hauen kann, da die 3 Multiplus ja max 210 A können. Aber es kam dann nicht dazu.