Wirtschaftlichkeit einer neuen PV mit Speicher im Alter?

Hallo,

ich weiß nicht, ob ich hier in der richtigen Kategorie bin, versuch es trotzdem mal.

Ich bin 68 Jahr alt, meine Frau 5 Jahr jünger. Wir besitzen ein bezahltes, freistehende Eigenheim (Holzrahmenbau) und aktuell plane ich meine marode Gasheizung durch eine WB zu ersetzten. Dazu gibt es einen anderen Thread.

Während der Planungsphase der WP kam auch das Thema PV-Anlage mit Speicher zur Sprache.

Dach ist nach Süden ausgerichtet und hat eine Neigung von 30°, also optimal. Von der Größe her bekäme ich 13 kWp Solarpannels unter und einen 10 kW Speicher im Keller. Kosten ca. 20 t€.

Aktuell habe ich einen Stromverbrauch von 3.400 kW/a. Da käme jetzt noch die WP und im Herbst ein eAuto dazu.

Im Winter wenn man den Strom für die WP (Heizlast 5,5 kW) braucht, liefert die PV nur wenig.

Mit dem Auto fahre ich im Jahr < 10.000 km.

Sind die 13 kWp zu viel?

Heute weiß ich nicht, wie lange meine Frau und ich in diesem Haus noch leben können, obwohl wir beide noch recht fit sind.

Macht für mich eine PV-Anlage mit Speicher wirtschaftlich Sinn?

Ich will nur einige Argument dafür oder dagegen.

Danke und Gruß, Edwin

Da Du mit weniger kWp nicht sonderlich viel einsparen wirst, würde ich schon auf die 13 kWp gehen und das Süddach voll machen. In der Übergangszeit bist Du froh um jedes kWp, gerade mit eAuto und WP. Die vielen km sind überwiegend viele kleine Strecken weil auf dem platten Land wohnend und Ihr kommt überwiegend daheim laden oder eher größere Urlaubs-Touren und Besuche bei entfernt wohnenden Kinder/Enkel und nur ein Teil kann selber abgedeckt werden?

Den Anteil an Strom für die WP den man selber produzieren kann (ohne ihn auch ohne WP selber verbrauchen zu können) ist oft relativ gering, WW außerhalb der Heizperiode geht natürlich sehr gut.

Ggf. kann ja jemand berichten, der selber ne ähnliche Situation hat.

Danke für deine Antwort, Jens.

Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, ich habe eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach, die aktuell nicht läuft, weil der Kollektorsensor defekt ist. Diese Solarthermie-Anlage könnte mit dem Warmwasserspeicher angebunden werden, wenn sie nicht total marode ist. Geschätzte Kosten ca. 2 bis 3 t€.

Wenn ich eine PV-Anlage installiere, kommt die Solarthermie-Anlage weg ???

Wenn du sie nicht zwingend für Warmwasser brauchst, würde ich sie deinstallieren.
In PV-Panel bekommst du für grob 70€. Für 2450€ sind das 35 PV-Panels.
Außerdem ist die Anlagentechnik für Strom deutlich einfacher und weniger Fehleranfällig als für wasserführende Leitungen. Ein Draht friert nicht ein und wird auch nicht undicht.

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Dann würde ich sie opfern ... Das mehr an Strom multipliert mit dem COP der WP ergibt mindestens genauso viel Wärme wie direkt. War dieses Wochenende bei einem ehemaligen Kollegen mit reichlich ST auf dem Süddach, die noch funktioniert und ggf. verkleinert werden soll, schwierige Überlegung, da der Strombedarf bisher nur 2200 kWh/Jahr. Er hat nen 1000 Liter Speicher mit Heizungsunterstützung.

Die Alternative wäre eine kleine Balkonsolaranlage mit 4 Modulen (=2kWp) und Akku.

Kostet nur ein zehntel der “richtigen” PV und amortisiert sich innerhalb sehr kurzer Zeit. Aufbauen kann das jeder, der nicht völlig linke Hände hat, selber.

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Hallo zusammen ,

erst einmal finde ich es Toll trotz dem relative hohen Alter sich mit diesen Thema befasst .

Wenn man schon eine PV-Anlage auf dem Dach baut , würde ich die Solarthermie entfernen .
Hierbei die maximale nutzbare Fläche benutzen . Mehr Strom x COP = Mehr Wirtschaftlicher Nutzen . In den Übergangszeiten freut man sich immer über jeden Kw Strom mehr . Eine Brauchwasserwärmepumpe mit ca. 150 Liter würde doch bei 2 Personen reichen . Schau mal hier , nur als Beispiel : Haier HP150M8-9 Brauchwasserwärmepumpe, 150 liter Warmwasser, R290 - Heizung und Solar zu Discountpreisen .

Wenn man in Betracht zieht in 5 oder 10 Jahren zu verkaufen , ist eine Technische Moderniesierung von Vorteil da der Verkaufspreis höher ist .

Gruß Eckard

Wirtschaftlichkeit einer neuen PV mit Speicher im Alter?

Ich war in einer ähnlichen Situation, sowohl vom Alter als auch bezogen auf das Haus.

Meine Solaranlage hat 15kW peak mit Speicher. Meine Entscheidung war damals nicht dirkt aus Wirtschaftlichkeit getrieben sondern als Folge der Ukraine-Krieges. Heute gut 2,5 Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage muss ich sagen eine richtig gute Entscheidung. Mein Bezug über das Jahr gesehen ist vernachlässigbar und die quasi Autarkie mir wichtig.

Wichtig das erforderliche Geld muss aus dem Haben kommen, ein Kredit dafür nimmt die Wirtschaftlichkeit.

Aktuell ist WP in Planung und seit 1 Monat gibt es ein E-Auto. Das E-Auto kann man im Sommer quasi umsonst laden. Der Winter wird zeigen wie weit der Netzbezug ansteigt.

Zur Wärmepumpe eine Anregung - Heizen und Warmwasser trennen. Ein solches System ist wesentlich simpler und jedes System kann optimal an die Aufgabe angepasst werden.

Also ich würde es wieder machen - wichtig nicht ein Angebot einholen und eher nicht mit die überall Werbung schalten sondern schauen wer in der Umgebung Anlagen hat und mit dem Ersteller zufrieden war und ist.

In unserem Alter ist ein wichtiger Punkt ob das Geld dazu vorhanden ist. Gerade im Winter kann es nicht zu viele kWp geben

Bei 30Grad wäre die Nordseite auch nicht schlecht, hilft im Winter. und beim Speicher (kWh) an Erweiterungsmöglichkeit denken. Ich hab bei mir mit 13kWp 50Grad und Südostausrichtung im Dezember 330 kWh und im Januar 630 kWh vom Dach geerntet. an etlichen Dezembertagen fast nichts, aber es waren immer wieder gute Tage mit 30 kWh dazwischen. Da macht es sich gut wenn der Speicher in der Lage ist mit 12kW vom Dach geladen zu werden. Du würdest dich Ärgern wenn die Hälfte des Stroms verkauft wird obwohl der Speicher noch fast leer ist

Erst recht nicht. Er will doch sowieso eine Wärmepumpe einbauen, da macht eine separate BWWP keinen Sinn. Das kostet nur zusätzlich und hat einen schlechteren Wirkungsgrad.

Hallo zusammen ,

einen sperater BWWP macht kein Sinn ? Das kommt immer drauf an . Wenn ich mal viel Brauchwasser brauche ohne sperate BWWP wird es vom Monoblock erzeugt , dann wird der Heizung keine Energie zugeführt . Bei einer speraten BWWP pasiert das nicht . Dann gibt es Hersteller wie Daikin die WP mit Innenteil verkaufen die auch ein Speicher haben . Leichter anzuschliesen aber recht teuer . Bei einer BWWP kann man , wenn es draußen warm genug ist , die WP abschalten . Das wäre ein weiterer Vorteil nach meiner Meinung . Aber das muss jeder für sich endscheiden .

Gruß Eckard

Für alle Lösungen gibt es Argumente. Ich bevorzuge übertragen Sinn einen 10er Schlüssel für M6 und und einen 17er für M10 und keinen “Engländer/Franzosen/rollengabelschlüssel” der beides könnte.

Die ganze Verrohrung wird einfacher, Mischer fallen weg, die Steuerung wird simpler.

Aber jeder kann es machen wie er will.

Vielen Dank für die vielen Antworten und Anregungen.

Wenn ich die Antworten richtig interpretiere, geht hier der Trend zur PV+Speicher. Wobei die wirtschaftlichen Gründe nicht direkt im Vordergrund stehen, sondern eher ein gewisses Maß an Autarkie.

Ich habe ein Angebot mit einer BWWP von Bosch für 2.500 €. Ich brauch sowieso einen neuen WW-Speicher, der mit rund 1000 € zu Buche schlägt. dann wäre eine BWWP schon eine Überlegung wert, weil dann im Sommer über die Heiz-WP im standby wäre.

Wie sagen wir hier im Volksmund: “Wie man es macht, macht man es verkehrt”.

Viele Grüße, edwin

Schau dich um, es gibt seriöse Anbieter ab 1000,-bis 1500,- Eur für BWWP mit 180 -220 l.