Um dieser und eventueller weiterer Initiativen weiteren Treibstoff zu geben, im ErneuerbareEnergien.de Newsletter wurde gerade folgender Artikel verteilt, in dem die aktuellen politischen Aktivitäten zusammenfasst und kritisiert werden. Bundesregierung plant neue Hürden für kleine und mittelgroße Solaranlagen
So wie der Artikel die Entwicklungen vorher sieht, würde m.E. die "PV-Crowd" mangels Struktur auf Dauer regulatorisch unter gehen und sich die großen Konzerne und Stadtwerke langfristig wieder mit einer zentral gesteuerten Energieversorgung durchsetzen - BKW adé.
Meine Auffassung dazu entwickelt sich gerade zu dem Gedanken, das die BKW und privaten PV Enthusiasten eine Lobby in der großen Politik benötigen. Was ohne Frage schwierig, aber nicht unmöglich ist. Online-Werkzeuge wie Youtube, dieses Forum, soziale Medien sowie Campact und WeAct bieten heute gute Möglichkeiten zur öffentlichen Meinungsbildung und politischen Steuerung. Der Aufwand beschränkt sich z.T. auf Moderation von Themen. Ganz so wie Andreas das über die bisherigen Videos macht. Crowd ist eine starke Kraft. Dieses Forum (Andreas und Team sowie alle Mitgestalter hier) hat mit der ersten Petition bereits einen großen Erfolg erzielt.
Die aktuelle Initiative könnte durch Kampagnen in WeAct und Campact flankiert werden. Dadurch würde die Thematik mehr Öffentlichkeit bekommen, an der die laufende Politik nicht vorbei käme. Es ist zu erwarten, das zukünftige Regierungskoalitionen weitaus komplizierter werden als es heute der Fall ist. Somit begrüße ich das Agieren mit der aktuellen Initiative vor einem Reagieren.
Parallel stelle ich mir strategisch vor, das Andreas und Team in Abstimmung mit Herstellern von Schukostecker basierten Batterien, preislich günstige Produkte in die Supermärkte transportieren und auf diese Weise Fakten in der Bevölkerung schaffen. Flankiert mit Tarifwechseln in variable Stromtarife würde der Weg in smartes Energiemanagement weiter gefestigt werden können.
Wenn die Versorger nicht an einem netzunschädlichen Verhalten der BKW interessiert sind, sollen sie auch aufhören, Angst vor angeblichem Netz-schädlichen Verhalten der BKW zu haben.
Dann sollen aber auch diejenigen, die weiterhin auf Verbrennung setzen, die Folgekosten dafür tragen. Es sollte jedem klar sein, dass das Übereinkomnen von Paris völkerrechtlich verbindlich ist. Wenn wir uns daran nicht halten, werden wir das teuer bezahlen müssen. Leider wird das bis jetzt kaum ausgesprochen.
Ich sehe es so, dass wir noch keine echten Überschüsse haben, solange wir weiterhin fossile Energieträger verbrennen. Deshalb halte ich es für falsch, wenn man jetzt die Betreiber von Heimspeichern zum Problem erklärt, anstatt den "überschüssigen" PV-Strom dort zu nutzen, wo man noch fossile Energie benutzt.
Es gibt Aussagen darüber, das zu solaren Hochzeiten (vermutlich im Sommer zur Mittagszeit) der gesamte Strombedarf durch erneuerbare gedeckt ist. Ohne Carbonverbrennung. Aber selbst mit, wenn zuviel Strom im Angebot ist, muß der entweder unnütz verbraucht werden, gegebenenfalls auch noch Geld hinterhergeschmissen werden, oder gar nicht erst erzeugt. Wer fordert, fossile Kraftwerke zuerst abzuregeln, hat nichts von deren Trägheit verstanden. Und ohne große Speicher brauchen wir weiterhin deren Grundlast.
Was Verträge angeht: man sollte nur Verträge abschließen, deren Bedingungen man auch gewillt und fähig ist, einzuhalten. Ach ja, die Vertragsnehmer von Paris haften ja gar nicht für ihre Zusagen.
Aber füllt nur alle weiterhin die Netze, dann haben alle was davon. erst höhere Spannungen, dann gar keine mehr. Oder hohe Redispatch-Kosten. Ach ja, das zahlen dann ja wieder alle. Hauptsache, ich bin meinen Überschuss losgeworden.
Es gibt kein Recht darauf, seinen Überschuss loszuwerden. Wem Speicher zu teuer sind, der sollte zumindest freiwillig abregeln.
Ergänzung: ihr könnt mit eurem privaten Stromanbieter Verträge machen und Vergütungen aushandeln, wie es euch beliebt, aber wenn die Vergütung zu großem Teil aus meinem Steuergeld geschieht - und so sieht es aus - dann hört der Spass auf. Denn ohne staatliche Finanzzuwendungen an eure Stromabnehmer und Vertragsnehmer wären diese mangels ausreichendem Eigenkapitals und wirtschaftlich nicht handelbarer Strommengen längst insolvent. Und dann würdet ihr sehen, was eure Verträge wert sind.
Und das gilt auch im Großen - egal ob völkerechtlich bindend oder nicht.
Da wäre es doch sinnvoller, rechtzeitig ein bisschen zu verzichten.
Genau das schreibe ich doch die ganze Zeit. Wenn fossile Grundlastkraftwerke einen Überschuss produzieren weil genügend EE verfügbar ist, dann sollten die kein Recht darauf haben, diesen Überschuss loszuwerden. Wem das als Kraftwerkbesitzer zu teuer ist das zu speichern, der soll freiwillig abregeln. Durch Heizstäbe oder Sonstiges. Wieso sollten das die Steuerzahler bezahlen, wenn deswegen unnötigerweise mehr Fossile als nötig verbrannt werden?
Denn, und das muss man dazu schreiben, die Grundlast ist nicht gleichbleibend über den Tag, sondern am Lastprofil kann man sehen, dass es Zeiten mit mehr Vebrauch gibt und Zeiten mit wenig Verbrauch. Grundlastkraftwerke laufen aber die ganze Zeit über durch. Das bedeutet, sie sind unflexibel nicht an den tatsächlichen Bedarf angepasst und belasten daher das Netz unnötig.
Nach meinem Verständnis kann man Kohle- und Kernkraftwerke nicht so schnell abregeln, die sind entweder an oder aus. Und wenn aus, dann reicht es in Bedarfsspitzenzeiten nicht aus. Ja, könnte man mit Gaskraftwerken oder Staubecken schneller ausregeln. Sind aber nicht ausreichend vorhanden, um auch die immer vorhandene Mindestgrundlast abzudecken und dann auch noch die Regelarbeit zu leisten.
Daher braucht man zu Spitenzeiten diese Kraftwerke, die zu träge zum regeln sind - und dann muß man andere leichter zu steuernde Erzeugeranlagen eben abregeln.
Die Politik will das vorrangige Einspeisen von EE, dann muß sie aber sagen, welche Lösung bei 'voll' regeln soll. Die Aussage von 'das Netz ist der Speicher' zeugt nicht von Fachwissen. Ich behaupte, der jetzige Zustand ist gewollt, aber vielleicht hat man einfach nicht zu Ende gedacht. Soll schon vorgekommen sein.
Solange die Energieerzeugung nicht in staatlicher Hand ist, sollten Steuerzahler gar nichts bezahlen. Soll man über flexible Strompreise machen, dann wird der private Speicher schnell lohnend.
Es ist ein Unding, seinen Tagesbedarf mit PV vollständig decken zu können, weil aber sowohl der Verbrauch als auch die Erzeugung teilweise erheblich auseinander driften, den überzähligen Strom dann einfach der Allgemeinheit aufzudrücken.
Wie wenn ich zu Zeiten meiner Obsternte den Überschuss vor die Tür stelle mit der Begründung, das wäre schon ok, solange im Mittelgebirge unter schlechteren Anbaubedingungen Obstnotstand herrscht. Transport sollen sich andere drum kümmern, hauptsache meine Einfahrt bleibt sauber. Es wird immer Zeiten mit Überschuss und Zeiten mit Mangel geben - bei Mangel, muß ich höhere Preise im Einkauf zahlen, bei Überschuss bekomme ich weniger oder muss gar die Entsorgung bezahlen. Jeder Einzelne. So einfach.
Ich sehe es so, dass wir weiterhin fossile Energieträger verbrennen müssen, solange wir noch keine echten Überschüsse haben.
Ich kann an der aktuellen Situation und der Vorgehensweise kein gutes Haar lassen.
Solange wir nicht genug erneuerbare Energie haben, im Überfluss, hat Strom bei uns (aktuell) 500 g CO2. Damit geht jede CO2 Berechnung eines BEV, bezüglich der Laufleistung für bessere Umweltfreundlichkeit, den Bach herunter. Aus den kalkulatorische 150000 bis 250000 km, je nach Studie, wird bei CO2 Belastung der Kilowattstunde schnell das doppelt daraus.
Und wieviel fährt man im Durchschnitt ? Gerade die kleineren BEV sind doch keine Langstreckenautos. (Und die Grösseren sowieso niemals umweltfreundlich, wegen ihres Riesenakkus. ).
Und wie lange dauert das noch mit dem Strom im Überfluss ? Hat man den, wenn 2035 die Verbrenner verboten werden sollen ? Ich kenne keinen Plan, der das überhaupt vorsieht. Heisst auf deutsch:
Alle BEV, die heute in D laufen, sind weniger umweltfreundlich wie Verbrenner.
Sowas passiert immer, wenn man ein Pferd von hinten aufzäumt:
Wir haben zuwenig erneuerbare Energie. Statt sich darum intensiv zu kümmern, schafft man - mit Milliardenförderung - schonmal neue Stromverbraucher, die dann umweltfreundlich wären, WENN sie fossilfreien Strom bekämen.
Also WENN wir jemals genug erneuerbare Energie hätten, würden BEV die heute mit Millardenförderung in den Markt gedrückt werden, umweltfreundlich sein. Schade, dass es keinen einzigen Plan gibt, das bis 2035 zu erreichen.
Das ganze ist genauso kreativ wir der Versuch, 2035 das Essen zu verbieten, um das Problem der Übergewichtigen in den Griff zu kriegen.
( Und warum machen es die anderen ? Tesla macht es, weil es ein nettes Luxus-Funcar ist. Norwegen macht es weil es dort erneuerbare im Überfluss gibt. China macht es, weil sie das Problem des Smog in Grosstädten in den Griff kriegen wollen, der Strom kommt aus neu gebauten Kohlekraftwerken. Österreich macht es, weil sie 90 % erneuerbare haben. )
Die hier in diesem Faden diskutierten Vorgehensweisen laufen auch ins Leere. Man muss sich mal klar machen, das im Akku zwischengespeicherter erneuerbarer Strom nicht mehr erneuerbar ist, sondern mit dem CO2 Anteil des Akkus belastet.
Um mal zum Thema beizutragen:
Anscheinend sieht keiner das einzig gute Potential der BEV. Man kann sie als Last benutzen, um Regelenergie zu liefern. Dann, wenn unnützer eneuerbarer Strom abgeregelt werden muss. Leute, macht Ladestationen auf Parkplätzen. Jeder Parkplatz, wo tagsüber Leute stehen. Viele Ladestationen, aber jede nur 2 kW, nicht die heutigen Lademonster. Und wo man das Aute den ganzen tag stehenlassen kann. Und um die Mittagszeit ist der Strom bei Sonne kostenlos.
Aldi, Rewe, Baumarkt, Firmenparkplätze, P+R Plätze.... mindestens 20 % der Plätze. So gebaut, dass man mit der Zunahme der BEV erweitern kann. Mit gemeinamer Steuerung, im Auftrage der Erzeuger als negative Regelenergie in der Mittagszeit zu dienen.
PS: Eines noch.
Das Prinzip der systemdienlichen Akkus im Haus will ich damit nicht abwerten.
Es gäbe genug Möglichkeiten, Haushalte zu belohnen, die einen System- oder netzdienlichen Akku betreiben. Ohne riesigen Steuerungsaufwand. Die simpelste Methode ist, ihnen einen Rabatt auf den Strompreis zu geben. Und die Methode, um zu prüfen, ob der Haushalt auch wirklich einen Akku betreibt, liefert der Stromzähler: Man muss ab und zu mal was einspeisen.
genau so sehe ich das auch, vielleicht den Strom aus Überproduktion in sonnenintensiven Zeiten an Ladesäulen günstiger anbieten. Also flexible Tarife wie an einer Verbrenner Tankstelle.
Das mag so stimmen, aber wessen Problem ist das jetzt? Es gibt träge Grundlastkraftwerke. Diese stellen den Strom ständig bereit, deren Regelbarkeit ist eingeschränkt.
Man braucht zu Spitzenzeiten diese Kraftwerke NICHT, weil es andere Kraftwerksarten wie eben Gas gibt, die flinker zu regeln sind. Was wir daher bräuchten, und das schreibe ich gewiss nicht zum ersten Mal, ist eine Vergasung aller Fossilen Energieträger hin zu Gas. Man kann aus Kohle Gas machen. Man kann aus Öl Gas machen. Von den anderen Gasquellen abgesehen (unter anderem Methanhydrat).Und wenn man das hat, dann kann man ganz einfach die Gaskraftwerke runterfahren. Einen gewissen Puffer benötigt man dennoch, quasi während Gas noch runterregelt um beim Wegfall von EE zu puffern.
Ich behaupte das ist alles gewollt. Der Endkunde, der Bürger soll immer bezahlen und er soll Lösungen finden (oder halt bezahlen). Weder Politik noch Wirtschaft noch Industrie noch Grundlastkraftwerkbesitzer noch Atomstromkraftwerkbesitzer müssen Lösungen finden, sondern der Bürger.
Eben nicht. Das ist immer dieser: Wenn-Dann, also ein Zirkelschluss. Jahrelang hat man gesagt, wenn mehr EE gebaut werden, wird Energie billiger. IST sie billiger? Nein, dann kommen eben höhere Netzgebühren, höhere Grundgebühren, das Netz muss (auf EINMAL) ausgebaut werden, Gas war so teuer, es war Krieg, die fossilen Kraftwerke würden sich sonst nicht rentieren also muss man die Preise anheben und dann greift der Merit-Order und die Netze sind überlastet. Blablabla. Es wird NIE lohnen.
Das ist so: Die Leute haben Hunger. Also wird geguckt, wieviele Äpfel gebraucht werden. Nun werden jeden Tag 100 000 Äpfel bereit gestellt. Diese werden an alle verteilt. Und bezahlt. Nun sagt der Staat, dass man doch bitte zu hause Äpfel anpflanzen soll, weil das viel besser ist. Also werden dezentral Apfelbäume hingestellt. Die Äpfel die da nun wachsen, nachdem man sie dahin gepflanzt hat, bleiben nun über. Also sollen die Leute die Äpfel bitte selber essen, einlagern und fermentieren, trocknen und untereinander teilen. Die restlichen Äpfel werden TROTZDEM angebaut. Und mehr von den Äpfeln über Autos transportieren geht auch nicht, weil DAS WÜRDE DIE STRASSEN VERSTOPFEN weil schon jeden Tag 100 000 Äpfel transportiert werden und die Straßen das nicht hergeben. Ergo sollen die zuvielen Äpfel weggeworfen werden.
Genau! [Quote]bei Überschuss bekomme ich weniger oder muss gar die Entsorgung bezahlen. Jeder Einzelne. So einfach[/Quote]
Jeder Einzelne. Auch der Grundlastkraftwerkbesitzer!
Das ist relativ weil du den Strom auch erst einmal aus fossilen Quellen erzeugen kannst. Dann ist zwar nur verschoben wo das CO² und alle Abgase erzeugt werden, du kannst aber mit GuD Kraftwerken mehr herausholen als mit einem Verbrennerfahrzeug bei dem alles an die Luft abgegeben wird.
[Quote]Und um die Mittagszeit ist der Strom bei Sonne kostenlos.
Aldi, Rewe, Baumarkt, Firmenparkplätze, P+R Plätze.... mindestens 20 % der Plätze. So gebaut, dass man mit der Zunahme der BEV erweitern kann. Mit gemeinamer Steuerung, im Auftrage der Erzeuger als negative Regelenergie in der Mittagszeit zu dienen.[/Quote]
Der Strom der Grundlastkraftwerke ist auch nicht kostenlos. Wieso wird deren Strom nicht kostenlos an Ladesäulen geliefert?
Das blöde ist nur, dann können die nicht immer dann verbrauchen wie sie wollen. Wenn der Strompreis gering ist, und man daher mehr kaufen würde, erzeugt man eine höhere Netzlast. Und diese muss man dann mehr bezahlen. Sodass es wieder teurer wird...
Selbst wenn das so wäre, 500g / kWh, was es nicht ist, lt. Schätzung von Statista in 2023 380g und in 2022 lt. UBA 434g / kWh, was soll das für eine Betrachtung sein, die nur 0 oder 1 kennt? Entweder wir haben Stromüberschüsse aus EE, dann fährt das BEV mit 0g und ansonsten mit 500g?
2392 g bei Benzin und 2640 g bei Diesel pro Liter verbranntem Kraftstoff. VW Golf mit Benzinmotor mit 90 bis 125PS, Durchschnittsverbrauch lt. spritmonitor 7300 Nutzer mit 7,1L und beim Diesel 5,5L. Umgerechnet in CO2 macht das knapp 17kg CO² für den Benziner und 14,5kg CO² für den Diesel je 100km. Setze ich die von Dir behaupteten 500g ein, darf das BEV 34, bzw. 29kWh / 100km verbrauchen. Mit den Werten vom UBA wären es 39, bzw. 33 kWh und mit denen von Statista 44, bzw. 38kWh / 100km.
Stromverbrauch der BEV von Spritmonitor über alles, 7288 Nutzer mit 17,86kWh oder für drei exemplarische Hersteller: Tesla 1230 Nutzer mit ganz knapp unter 20kWh, bei Kia 369 Nutzer knapp unter 18kWh und bei Hyundai 711 Nutzer mit 16,2kWh / 100km.
Ich drehe den Spieß um, benutze deine Zahl und präsentiere den zulässigen Kraftstoffverbrauch Benzin, bzw. Diesel um beim CO² auf Augenhöhe zu kommen.
Tesla 10kg 4,18L, bzw. 3,78L
Kia 9kg 3,76L, bzw. 3,41L
Hyundai 8,4kg 3,51, bzw. 3,18L höchstzulässiger Verbrauch
Also darf ein Verbrenner nicht mehr als 3,2L Diesel oder 4,2L Benzin verbrauchen, um besser zu sein als die o.g. BEV beim CO². Der bei spritmonitor gelistete Durchschnittsverbrauch über alle Diesel, 225.000 Nutzer, 6,6L, bzw. Benzin, 320.000 Nutzer, 7,77 L. In CO² ausgedrückt: 17,4, bzw. 18,6kg CO² je 100km stoßen die Verbrenner aus.
Ein durchschnittliches Kia BEV mit beispielsweise 50kWh-Akku, kommt mit einem CO²-Rucksack von 80kg/kWh, lt. statista, auf die Welt oder im Klartext 4.000kg. Bei einer "Ersparnis" von 9kg/100km braucht es 44.444km und der Rucksack ist abgefahren. Nehme ich jetzt mal an, dass beide Fahrzeuge danach noch 100.000km schaffen, dann haut der Verbrenner noch etwa 18,1 to. und das BEV 8,4to. CO² raus.
Dazu kommt, dass auf Grund des hohen Energiebedarfs für E-Fuels eine Umstellung eines Verbrenners wahrscheinlich kaum wirtschaftlich darstellbar sein wird, geschätzte Produktionskosten für E-Fuels werden bei 1,8 bis 2€ erwartet. Ohne!! Steuern, Gewinn.... Dazu kommt, dass die E-Fuels vermutlich überwiegend importiert werden müssen und somit Geld aus dem Land abfließt. Auf diesem Weg auf Verbesserung zu setzen, könnte sich am Ende als hoffnungslos erweisen.
Beim BEV verbessert jede heimische PV, jede WKA... die CO²-Bilanz und das Geld bleibt im Land.
Wenn du deine selbstgebastelten Rechnungen mal wegwirfst und dich an das hälst, was Fachleute darüber schreiben, dann kannst du auch mal ohne Scheuklappen in das Gesamtsystem hineinschauen. Nur der fossile Brennstoff ist nicht das Ende, sondern der Anfang der Betrachtung.
geht es hier nicht eigentlich drum, wie wir morgens und abends um 7 einspeisen und nicht mittags um 12, und es da möglichst irgendwelche einfach zu realisierenden Ansätze für Anreize für geben soll?
@philippoo Ja, um so was sollte es gehen. Wobei morgens um 07:00 wahrscheinlich keiner mehr was zum Einspeisen hat. Aber wenn so viel, wie formuliere ich es Mod-freundlich; gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse über uns ausgeschüttet werden. Da stecke ich mal den Rüssel über die Schicht und zupfe am Weltbild.
Falls unser Dr Escher mal Zeit hat, kann er ja mal die Baustellen in der Rechnung aufdröseln. Gern abgekoppelt in einem anderen Fred.
@e-t0m Ja, wenn man genug hat, kann man was aufbewahren. Im Sommer ist das wohl auch kaum das Problem. Jetzt gerade allerdings dürfte es bei den meisten doch etwas anders aussehen. Und da Prognosen immer schwierig sind, erst recht, wenn sie die Zukunft betreffen, wird kaum wer agieren und "seinen" Strom einspeisen, seinen Akku leeren, um dann später, wg. starker Bewölkung, ohne Strom im Akku da zu stehen und teureren Netzstrom zu beziehen.
Würde ich wenigstens vermuten. Ein Weg das zu ändern wären lastabhängige Preise. Sowohl für Bezug als auch für Einspeisung. Dann kämen bestimmt viele aus dem Quark und würden auch aus dem Akku einspeisen.