Bei vielen Split-Klimaanlagen ist es leider so, dass man keine direkte Kontrolle auf die Lüfterstufen im Heiz- und Kühlbetrieb hat. Die meisten Anlagen haben zwar die Möglichkeit, typisch 4-5 Lüfterstufen einzustellen, diese werden aber nicht direkt angefahren. Vielmehr entscheidet eine Automatik über die Lüfterstufe. Und wofür ist dann überhaupt die manuelle Einstellung? Die wird von der Anlage typisch als Maximalwert gesehen, der angefahren werden darf.
Oft ist es nachteilig, keinen direkten Einfluss auf die Lüfterdrehzahl zu haben. Will man die Effizienz erhöhen, möchte man in der Regel hohe Lüfterstufen. Möchte man andere Räume mitheizen und den Luftstrom durch eine Tür blasen, braucht es auch höhere Lüfterstufen. Und wer sich genervt fühlt von sich ständig ändernden Geräuschen durch sich ändernde Lüfterstufen, hätte auch lieber eine Fixierung.
Dies soll hier eine Sammlung werden, welche Geräte sich wie einstellen lassen, damit man dies schon bei der Kaufentscheidung berücksichtigen kann.
Panasonic
In der Regel keine direkte Lüftersteuerung im Heiz- und Kühlbetrieb.
Daikin
In der Regel keine direkte Lüftersteuerung im Heiz- und Kühlbetrieb.
Eingestellte Lüfterstufe legt Obergrenze fest, die Anlage wählt nach u.g. Kriterien die tatsächlich Lüfterstufe aus.
Tatsächliche Lüfterstufe ist abhängig von der Ausblastemperatur. Wenn diese zu gering ist (ergo bei niedriger Bedarfssteuerung im Verhältnis zur Außentemperatur), wird die Lüfterstufe reduziert.
Eine Weile (10-20 min) mit höherer Ausblastemperatur, ergo höherer Bedarfssteuerung bzw bei Multisplit nicht allen IG eingeschaltet, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine hohe Lüfterstufe anschließend auch bei niedrigerer Ausblastemperatur hoch bleibt, tlws auch über mehrere Stunden.
Aktivierung des Modus "Leistungsstark" erhöht die Lüfterdrehzahl selbst bei höchster Lüfterstufe nochmal und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die höchste Lüfterstufe gewählt wird.
Daikin Ururu soll der Lüfterstufeneinstellung folgen, insofern die Leistung nicht zu stark abfällt.
Mitsubishi Electric
In der Regel direkte Lüftersteuerung möglich.
Mitsubishi Heavy
In der Regel keine direkte Lüftersteuerung im Heiz- und Kühlbetrieb.
SRC/SRK-Modellreihe: Höchste Lüfterstufe wird fast immer direkt angefahren. Alle anderen nicht. Quiet-Mode: Nur die untersten beiden Lüfterstufen werden automatisch angefahren.
Midea / Dimstal
In der Regel direkte Lüftersteuerung möglich.
Auf der Fernbedienung in 20-%-Schritten, in der App sogar in 1-%-Schritten.
Heizmodus: Wenn die Temperatur des Wärmetauschers zu niedrig wird, wird die Lüfterstufe unabhängig von der Benutzereinstellung limitiert (Anti-Cold wind priority) und die vertikale Schwingklappe waagerecht ausgerichtet.
Durch Einstellung einer Maximaldrehzahl von unter 40 % kann die Leistungsaufnahme des Kompressors nach dem Einschalten oder nach einer Abtauung nach oben begrenzt werden. Höhere Drehzahlen oder der Automatikmodus führen zu einem möglichst schnellen Erreichen der Soll-Raumtemperatur und daher zwischenzeitlich zu höheren Kompressordrehzahlen.
Daikin Ururu folgt mir, außer die Leistung fällt komplett ab.
Ich lasse sie aber meist auf Automatik da Stufe 4 oder 5 doch nicht mehr so beruhigend wirken.
Muss mich korrigieren, mittlerweile ist das Haus warm und die ATXD25 regelt nur noch bei Bedarf hoch, auch wenn maximal statt Automatik ausgewählt wird.
So kenne ich das auch von ATXF. Die Idee dahinter erscheint mir so: Wenn man der Anlage sagt, du darfst auf Maximum hochdrehen, dann darf die Automatik recht früh schon auf höhere Lüfterstufen gehen. Sie geht dann aber trotzdem runter mit der Lüfterdrehzahl, wenn die Leistung runter geht. Bei meiner Anlage hab ich den Eindruck, dass sie sich an der Auswurftemperatur orientiert. Die wird irgendwo bei 30-35 Grad gehalten. Geht die Leistung runter und die Temperatur würde unter diesen Bereich sinken, wird die Drehzahl des Lüfters reduziert.
Meine TZ lässt im Kühl- und Ventilatormodus die Lüfterstufe frei wählen und behält diese auch bei.
Im Heizmodus funktionieren im Grunde nur die Optionen “Automatic” und “Quiet”. Erstere pustet praktisch immer lautstark (mit 100-Hz-Heulen der Motorwicklungen) womit eine hohe Effizienz erreicht werden soll. “Quiet” limitiert die Drehzahlen auf einen niedrigen Bereich und sorgt meist zusätzlich dafür, dass der Kompressor eine höhere Drehzahl fährt, damit überhaupt noch ein wenig Heizleistung in den Raum gelangt. Die Stufen 1 bis 5 funktionieren wohl wegen eines Programmierfehlers nicht: Ist der Wärmetauscher kühl genug, was im Bereich von unter 400 Watt der Fall ist, hängt sich die Lüftersteuerung in einer Endlosschleife aus hoher und niedriger Drehzahl auf, teilweise im 3-Sekunden-Takt.
Ausnahmslos alle Lüfterstufen und -einstellungen haben die Gemeinsamkeit, dass die Drehzahl ab einer gewissen Temperatur des Wärmetauschers alle 10 Sekunden minimal, aber dennoch hörbar geändert wird: __/‾‾‾‾\__/‾‾‾‾\__/‾‾‾‾\__
Da ich davon ausgehe, dass Panasonics “Premium”-Serien etwas, aber nicht völlig anders programmiert sind, habe ich den Wiki-Eintrag nicht ergänzt.
Du kannst das ruhig auch direkt in den Wikiartikel reinschreiben, du kannst ja dazuschreiben, dass das für die TZ-Modelle gilt. Danke schonmal für deine Erfahrungen, ist ja wirklich grottig, wie das gelöst ist. Für mich völlig unverständlich, warum gerade so ein Premiumhersteller wie Panasonic sich so eine murksige Umsetzung leistet. Bei LWWP sind sie hingegen ja sehr beliebt.
Als Besitzer einiger älterer Panasonic-Geräte aus dem Audio- und Videobereich habe auch ich mehr von einer Klima dieses Herstellers erwartet. Wenn das Schlafzimmer im Obergeschoss, wo die Panasonic zurzeit installiert ist, irgendwann renoviert wird, wandert die Panasonic in den Flur im Erdgeschoss, wo sie weniger stören wird. Den jetzigen Platz der Panasonic wird die dritte umgelabelte Midea All Easy Pro einnehmen, die sich deutlich nutzerorientierter verhält und bei der das Umschalten des Vierwegeventils zum Abtauen weniger Kracht macht.