Wieviel Prozent max realistisch nutzbare Kapazität bei LFP?

Guten Morgen zusammen aus dem Westerwald!

Ich hätte mal ne grundsätzliche Frage zu PV Speichern, da ich noch nach der richtigen Größe Ausschau halte.

WIeviel Prozent der Gesamtkapazität sind denn realistisch gesehn über 20 Jahre maximal nutzbar?

Oder was sind Erfahrungswerte, klar kann man theoretisch täglich von 0%-100% Laden und Entladen, aber ob das dem Speicher gut tut? Aber täglich von 5%-95% sollte doch machbar sein oder?

Dazu müsste man Betriebsbedingungen definieren, z.b. mindestens Temperatur und Ströme, und es würde noch immer extrapolation und Astrologie sein.

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Was für eine Nutzung hast du den vor, mit der du das 365 Tage im Jahr hinbekommst?

Oliver

Ich hatte jetzt nur mal den Extremfall angenommen.

Mein Hintergrund ist folgender:

SHM 2.0, STP 6.0 SE, ST X15

Wenn ich jetzt dazu einen BYD HVB 29,6 stelle, einfachste Option (PlugNPlay), dann würde ich die 29kw 3-4 mal wöchentlich voll Nutzen, also von 100% runter soweit wie es geht.Natürlich nur zwischen April und Oktober wenn genug PV vorhanden.

Zweite Option wäre ein größerer Speicher ca. 50kwh (DEYE, wegen Preisleistung) der dann eher moderat genutzt wird, Nachteil hier kein PlugNPlay mehr mit bestehender Anlage. Neuer Wechselrichter etc.etc. Zweiter HVB Turm kommt für mich aufgrund der Kosten nicht in Frage.

Was ich so gelesen habe sind 6000 Zyklen. Bei Deiner Anvisierten Nutzung sind das ca. 180 Zyklen im Jahr, 6000 durch 180 macht 33 Jahre.
Fragt sich wie es mit der kalendarischen Degradation ausschaut.

Alternative Kostal WR mit Dyness Stack (Dyness STACK100-8S Batteriespeicher 41 kWh =6500€)
Plug and Play

Manche Hersteller schreiben auch 8000 Zyklen in ihre Werbebroschüren.
Das einzige, was dabei sicher ist, ist, daß kein LFP-Akku 33 Jahre hält.

Oliver

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Was macht dich an deine Aussage so sicher? hast du Langzeit Erfahrungen über 30 Jahre mit LIFEPO4 Zellen? Ich denke das wird alles über bewertet klar ein kleiner Akku der viel gefordert wird wird eher seine Leistungseinbruch haben wie ein grosser Akku der mit geringen Strömen Abreite muss uund einfach eine grösseren bereich hat.
Ich sehe das als Unkritisch mittlerweile habe ich 500kg Lifope4 Zellen im Keller Stehen was so netto 80kWh sind jetzt im Sommer lass ich die bei 3,3V pro zelle laufen selbst wenn keine Sonne cheint komme ich mit meiner grossen PV locker über die Runden, im Winter nutze ich dann wieder den Vollen Hub was die Batterien können.

Es ist auch eine Abwägung zwischen Lebensdauer und Ausnutzung des vorhandenen Akkus. Wenn schonender Akkuumgang bedeutet, dass man öfters auf gut nutzbare Energieabnahme verzichtet, dann hat eben auch das seinen Preis.

Insofern müsste man sich auch genauer anschauen, welcher schonende Umgang nichts kostet, nur was mit geschicktem Management zu tun hat und wo es wirklich auch kostet, wenn man schonend agiert, in dem man dann z.B. mehr Strom zukaufen muss.

Ich glaube, bei vielen, die eher knapp Akku haben, ist es besser, einfach den Akku maximal zu nutzen und nicht zu sehr auf lange Lebensdauer zu schauen.

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Natürlich … nicht. So lange gibts die ja noch gar nicht in normalen Anwendungen.

Daten gibts aber doch einig, vor allem von E-Autos. Und daraus kann man schon ableiten, daß auch die LFPs keine 30 Jahre halten, nicht mal 20.

Oliver

So LFP Akkus im Auto sind ganz anderen Herausforderungen gestellt wie ein LFP Akku im Haus die Belastung ist berechenbarer die Ströme nicht so extrem was das Entladen und Laden angeht, ich sehe das Entspannt ich Rechne mit ca 20 Jahren das da der erste Effekt auftritt gerade mit grossen Akku eher sogar Später denke der wird mich Überleben.

Tu das. Und berichte dann, oder auch vorher, was die Realität dazu gesagt hat.

Oliver

Das werde ich machen.

Ich denke eine Lebensdauer von 20 Jahren ist durchaus realistisch, wenn man den Akku pfleglich behandelt hinsichtlicht Temperatur, Ladespannung und Ströme. Man kann dann nach 20 Jahren mit 80% (+/- 5) der Kapazität rechnen, denke ich.

Kaum jemand wird es unter realistischen Bedingungen schaffen jeden Tag einen Vollzyklus zu fahren. Ich schaffe vielleicht 0,3 - 0,5 Zyklen/Tag im Durchschnitt. Wer BEV und WP etc. hat, könnte auch 1 - 1,5 Zyklen/Tag erreichen - aber das wird schon aufgrund der Sonnenscheindauer eher selten sein. Wenn wir mal 6000 Zyklen annehmen, dann wäre das bei 1 Vollzyklus/Tag ein Zeitraum von 16,4 Jahren bis 80% SoH, bei 20 Jahren vielleicht 75% SoH. Oft wird das BMS oder andere Elektronik schon vorher versagen.

Ich habe alte Li-ion Zellen (NMC bzw. LiCoMn etc.) die sind sicherlich 15 - 20 Jahre alt und haben noch 60…75% ihrer Kapazität. Die guten verlieren nur ganz wenige mV/Jahr an Spannung, die schlechteren auch mal 50 mV/Jahr und die ganz schlechten noch deutlich mehr - die sind dann für die Tonne bzw. das Recycling.

Mein ebike Akku (Bosch Powertube 625 Wh) ist jetzt gute 6 Jahre alt und hat gefühlt noch 95% seiner Kapazität. Habe ihn stets pfleglich behandelt und hoffe auf noch mind. weitere 6 Jahre gute Leistung. Bosch gibt die Lebensdauer nur mit 6 Jahren an. Der Akku hat jetzt ca. 150 Zyklein bei 21.000 gefahrenen km. 600 Zyklen sollen theoretisch möglich sein, aber eben auch nur 6 Jahre.

Die Frage, die dahinter steht, ist, ab wann ein Akku unbrauchbar ist.

Und das ist eher nicht der Fall, wenn der SOC zu klein wird, sondern dann, wenn der Innenwiderstand zu groß für die Anwendung wird, oder einzelne Zellen aufgeben, oder völlig auseinanderlaufen, oder auch alles zusammen. Je nach Anwendung und Alter und was auch immer kann das schon bei 80% Restkapazität passieren, oder auch bei 60%. Irgendwann wird’s unbrauchbar.

Oliver

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Ja, völlig richtig. Die IR habe ich auch gemessen mit YR1035+. Die liegen gegenüber DB-Angaben i.d.R. teils doppelt so hoch, sind damit für mich bzw. viele Anwendungen immer noch gut und brauchbar. Wenn die IR mal einige 100mR betragen wird es langsam schwierig…

Sowas stand zumindest früher sogar als spezifiziertes Lebensdauerende in den Datenblättern der Blauen, wenn ich mich recht erinnere die Verdreifachung.

SOH (State of Health) und/oder Innenwiderstand meine ich.
(Was zuerst eintritt)

Dann garantiert dir danach kein Hersteller mehr was, soweit ich weiß.

(Bei defekt mit Folgen, dein Problem)

Nachtrag:

Ich hab das PDF durchsuchen lassen ( LF280KPBRI-LF280K-D06-01 -V3-20230612)

Angeblich bei 70% SoH = End of life (Akku sollte außer Betrieb gesetzt werden)

Innenwiderstand nicht als EoL angegeben.

Normale Alterung ist wohl mit 80% SoH nach 10 Jahren angegeben. (Selbst wenn es nur rumsteht)

8.000 cyclen nur bei 25 Grad
2.500 bei 45 Grad.

Ich würde, wenn die Zyklenzahl nicht reicht um EoL > 10 Jahre zu erreichen, Akkus mit größerer Kapazität nehmen um auch einer Erwärmung vorzubeugen.
(Meißt geringerer Innenwiderstand)

Und sie an einem kühlen Ort (? 10-25 Grad) installieren da sie unter 10 Grad weniger belastet und unter 0 Grad nicht benutzt werden sollen.(vor allem beim Laden!).

Ich sag mal, dass bei weder im Hausakku noch beim E-Auto die Zyklenzahl das Lebensdauerende definiert. Da schlägt die kalendarische Alterung vorher zu, und die 6000-8000 Zyklen werden bei weitem nicht erreicht. EOL>10 Jahre ist wünschenswert, 20 Jahre sind eher Wunschdenken.

Oliver

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