Als bislang nur stiller Mitleser hier im Forum versuche ich mal mit einer konkreten Frage auf die versammelte Forusmweisheit hier zurückzugreifen.
in den letzten Wochen habe ich (verführt von Sonderangeboten bei Redodo und Habecks Umsatzsteuerbefreiung) meine seit 3 Jahren auf dem Dach arbeitende PV um einen 11 kWh-Akku, bestehend aus einem 100 Ah-24-V-Akku und zwei in Reihe verschalteten 12V-300Ah-Akkus ergänzt.
Die zwei sich daraus ergebenden 24V-Akkus habe ich an einen HM-1500 angeschlossen, der mit Open-DTU als Nulleinspeisung geregelt wird. Das System funktioniert bis jetzt (rund 3 Wochen Betriebszeit) ziemlich gut und unser Verbrauch ist -solange keine Großverbraucher wie Backofen etc. laufen- bei nahezu 0.
Nun zu meiner Frage: wie sinnvoll/ wichtig ist bei so einem System die Integration eines zusätzlichen externes BMS um die langfristige Haltbarkeit der Akkus zu optimieren? Die Fertigakkus haben ja schon ein (allerdings wohl nicht allzu hochwertiges ) inneres BMS verbaut. Zusätzlich würde der Hoymiles-Wechselrichter bei einer DC-Eingangsspannung von 16V abschalten und somit auch noch einen gewissen Schutz gegen Tiefenentladung bieten, wenn das intern verbaute BMS der Fertigakkus aus irgendeinem Grund versagen würde.
Wie würdet ihr verfahren bei einem derartigen System?
Habe bei mir EcoWorthy Akkus hinten denen ein HM-350 hängt, dazwischen für knapp 100 EUR ein Victron SmartShunt.
Über openDTU-onBattery kannst Du bei erreichen einer Mindestspannung den WR auf Standby stellen, habe das auf eine Spannung entsprechend ca: 20% gestellt.
Zu der Kombination der verschiedenen Akkus wirst Du sicher verschiedene Meinungen hier zu hören bekommen.
@grumpy_badger
Den 100 Ah-24V-Akku habe ich mit zwei Kabeln an einen Eingang gehängt und die in Reihe geschalteten zwei 300AH-12V-Akkus, die ja in Summe als 24V-Akku größer sind habe ich mit 6 Kabeln an die verbleibenden drei Eingänge des HM-1500 gehängt.
So sollten sich die beiden 24V-Systeme mit ihren unterschiedlichen Kapazitäten eigentlich nicht ins Gehege kommen. Sie werden auch voneinander getrennt aufgeladen. Der 24V-Akku mit einem 24V-Victron-Lader und die beiden in Reihe geschalteten 12V-Akkus mit zwei 12V-Victron-Ladern.
@carolus Das machen die 12V Ladegeräte so wie das verkabelt ist. Jedes läd unabhänging voneinander "seinen" Akku bis zur Schlussspannung und hät den Akku dann da. Finde die Idee gut.
@grumpy_badger Genau. Es sind zwei identische Victron-Lader und natürlich werde ich auch die Spannungen im vollen Zustand vor Einschalten des Akkus kurz vor Sonnenuntergang bzw. morgens nach Sonnenaufgang vor Beginn des Ladens gelegentlich händisch überprüfen.
Ein zusätzliches BMS mit laufender Überwachung der Akku-Spannung wäre jetzt kostenmäßig auch keine große Sache, aber ich vermute, dass es schlecht mit der zwei Ladgegeräte-Lösung harmonieren würde und ich dann wohl eher auf einen 24V-Lader wechseln müsste.
Ne, der 24V-Lader ist nur an dem einzelnen 24V-Akku angeschlossen, der separat an einem Eingang des HM1500 hängt.
Im Augenblick ist es so, dass die Akkus schon am späten Vormittag wieder voll sind, weil von Sonnenuntergang bis Aufgang nur rund vier bis fünf kWh von den zur Verfügung stehenden 11 kWh genutzt werden, aber das wird sich zweifellos nach dem Sommer ändern, wenn einerseits die Tage wieder deutlich kürzer werden und andererseits auch irgendwann die Heizperiode (wir versuchen möglichst viel über eine DualSplit-Klimaanlage zu heizen) wieder beginnt und damit auch der nächtliche Strombedarf steigen wird. Evt. wird dann auch ein größerer Akku Sinn machen, aber ich warte erstmal ab, wie sich das System auf der aktuellen Ausbaustufe bewährt.