Ich würde erst die PV-Module aussuchen und vorab klären, ob Du z.B. Teilverschattungen (z.B. Schornsteine, Bäume, ...) hast. Falls ja, bevorzugte ich Schindelmodule, weil diese bei Verschattungen günstiger sind.
Nach Auswahl der PV-Module schaust Du im Datenblatt nach den Spannungen des Wunschmoduls. Die Leerlaufspannung ist normalerweise in Volt für die STC (Standard Test Conditions) angegeben, das sind 25 °C. Im tiefen Frostwinter steigen die (Leerlauf-) Spannungen aber deutlich an (siehe Kennlinie im Datenblatt), das heißt, Dein Wunsch-µWR muß eine deutlich erhöhte Leerlaufspannung vertragen können plus noch einen Sicherheitsaufschlag. Beispiel: Wenn Dein Modul, sagen wir mal, 35 V unter STC erzeugen könnte, werden das bei 0 °C vielleicht je nach Kennlinie schon 45 V sein, bei -20 °C vielleicht 48 V. Wenn Du nun zwei PV-Module in Reihe schalten willst (96 V) und Dein Wunsch-µWR aber nur 100 V verträgt, dann wäre das zu knapp und ich wählte lieber einen anderen µWR.
Dein µWR wird auch nur einen gewissen Maximalstrom vertragen. Auch hier wieder ins Datenblatt schauen! Um die Blicke in die Datenblätter und auf die Kennlinien wirst Du nicht herumkommen.
Aber das Elend ist damit noch nicht zu Ende: Wenn die Oberkante Deines PV-Moduls höher als 4 m zur "Erdgleiche" (das heißt wirklich so) und unten eine sog. "Verkehrsfläche" ist, dann darfst Du keine Glasmodule verwenden, sondern nur diese ETFE-Schwabbelmodule, die weniger Leistung bringen, dafür aber etwas teurer sind.