Hey PV-Profis,
ich besitze 6 parallel geschaltete Fensterkraftwerk Module 27*50cm je 26 WP
Auf den Panels steht:
VMP: 35V
VOC:42V
IMP:0,74A
ISC:0,82A
Laderegler ist ein Victron Smart MPPT 75/15 und ein Lifepo4 24V Akku.
Nun möchte ich gern 1-2 bifaziale Solarmodule hinter das Fenster installieren. Ich habe es bereits getestet und weiß ich verliere ca. 50% des Stroms was das Panel normal generiert. Hab aber zu viele Fensterrichtung Süden.
Nun meine Fragen: Am liebsten würde ich nur 1 Renogy nehmen. Dieses könnte ich nicht parallel schalten wegen der Spannung, wäre es sinnvoll dieses in Reihe zu schalten?
Denn meine vorhandene Solaranlage macht ca. 3A wenn viel Sonne drauf scheint. Die hälfte von dem Renogy wären ja dann ca. 3A. Müsste ich dann die Spannung einfach addieren 18V+32V und käme dann auf 50V? Funktioniert das?
Wenn ich 2 Renogy Module kaufe und die beiden zu einen String schalte, käme ich auf 37,6V Bestriebsspannung, das wäre höher als die von dem Fensterkraftwerk. Das dümpelt bei mir zuhause meist bei 30-32V rum. Ist es sinnvoll sowas parallel zu schalten?
Das Solartronicsmodul ist etwas ineffizienter, aber die Spannung bei 2 Modulen wären 34,4V.
Wäre das sinnvoll parallel mit meinen Fensterkraftwerk zu schalten?
Parallel schalten kannst du bei etwas gleicher Vmp Spannung. Auf 0,5 V kommt es nicht an, bist dann halt nicht ganz im Optimum. Insofern könnte das mit den Solartronics funktionieren.
Bei Reihenschaltung ist es ähnliich mit dem Strom: Ein paar Prozent Unterschied ist kein Problem, aber hier wirken sich Abweichungen stärker aus.
Wozu eigentlich bifazial? Damit die noch etwas Licht durchlassen und schicker auf der Rückseite aussehen?
Genau aus den Gründen.
Ich weiß nicht ob N-Type oder Shadowflux viel bringen gegen das Fensterglas. Wenn ich da 70% statt 50% raus bekomme würde ich natürlich sowas nehmen. Finde aber keine Tests.
Die Verluste haben doch nichts mit dem Modul zu tun, die kommen einzig vom Fensterglas, was bei modernen Fenstern auch beschichtet ist und einen Teil des Lichtes reflektiert.
Bifacial heißt doch nicht, daß da mehr Licht durchkommt, sondern daß Licht von der Rückseite auch Strom erzeugt. Hast du auf der Rückseite auch ausreichend Fenster?
Ich würde da eher zu Modulen für Terrassen und Wintergärten greifen - die sind nicht so eng mit Wafern gepackt, lassen daher mehr Licht durch, haben aber auch pro Fläche weniger Leistung.
Doch, gute bifaziale Module lassen mehr Leicht durch, weil die hinten durchsichtige Folie oder Glas besitzen statt einer weißen oder schwarzen Platte.
Ich möchte die Solarzelle ins Zimmer ans Fenster stellen nicht draußen. Diese Module mit mehr Glas als Wafer helfen mir nicht wirklich, wie du schon selbst schreibst, weniger Solarzelle weniger Strom, dafür aber hohe Preise. Auch für ein Carport oder eine gut beleuchtete Terrasse würde ich mir eher bifaziale Solarpanels kaufen.
Das Solartronis ist von der Fläche im Verhältnis zur erzeugt WP 10% schlechter als das Renogy und beide kosten gleich viel. Das stört mich etwas. Kennt jemand ein anderes, Vorzugsweiße bifaziales Panel?
1 Fenster 1,01m breite
2 Fenster 0,85m breite
Der Markt ist sehr unübersichtlich.
In Amerika wird von BougeRV ein bifaziales 100W Panel angeboten mit diesen Werten:
N-Type
VMP: 31,1V
VOC: 35.7V
Hier siehst du schön, wie schmal der Spannungsbereich ist: 31,1V volle Leistung und 35,7V Null Leistung, weil dort kein Strom mehr fließt. Bist du also mit deinen jetzigen Modulen auf Maximum (35V), bist du hier schon bei nahe Null. Real wird bei Verschaltung der MPP natürlich woanders gesucht (niedrigere Spannung), da verliert man aber einiges an Leistung.
Was auch passieren kann: Es gibt dann mehrere MPPs und es kann sein, dass dein WR nicht den besseren MPP sucht. Stichwort "Globaler MPP", den die Mikrowechselrichter vermutlich nicht können.
Nachtrag: Du schriebst ja Victron Laderegler, da weiß ich nciht, wie die sich verhalten in Sachen Globaler MPP.
Da einfache Lader oft nur den ersten mpp Arbeitspunkt nehmen würde ich 2 getrennte einfache Lader nehmen. Alternativ einen falschen mppt Regler wo der Arbeitspunkt manuell eingestellt wird und den in der Nähe von 32 V einstellen.
Außerdem würde ich wenn möglich die Module außen anbringen. Dafür sind flex bzw. semi flex Module mit etwa 2 kg gut geeignet. Dafür reicht ein UV beständiger schmaler Spanngurt o.ä.
Innen kommt zusätzlich zum direkten Leistungsabfall oft noch Verschattung durch den Fensterrahmen hinzu wenn man da zu nahe kommt.
Außen Anbringen kommt nicht in Frage, weil mein Vermieter garantiert etwas dagegen hat.
Mir fiel gerade ein Problem auf. Momentan sind die Module an einer 12V LifePo4 Batterie. Das funktioniert super. In Zukunft möchte ich aber die 24 LifePo4 Batterie anschließen. Laut Victron MPPT Programm sind schon die 35V zu wenig, also werden 31,1V erst Recht zu wenig sein. Ich versteh nicht warum Bougerv die Module für 24V anpreist.
Ich werde meine Panele mal testen mit der 24V Batterie.
Somit sind die beiden Solartronicmodule raus, genauso wie bougerv.
Bei 12 oder 24 V Systemen und angepassten Modulen dafür tun es oft die einfachsten Laderegler die zur Ladung nur durchschalten. <10 € China Klasse.
Die Verluste sind nur bei leerem Akku höher,Ump 31 V zu 24 V ,
Dafür ist aber der Strom etwas höher. Nahe voll 31V zu etwa 28 V also etwa 10 % Verlust.
Selbst gute mppt Regler vernichten etwa 5 %, je nach Betriebspunkt auch deutli h mehr.