Hallo, ich denke meine Frage passt hier ganz gut rein - ansonsten bitte löschen/verschieben =)
Ich plane ein Balkonkraftwerk mit zwei Solarmodulen und einem Microwechselrichter Hoymiles HMS‑800W‑2T. In der kommenden Woche bekomme ich vom Netzbetreiber ein Smartmeter installiert. Dadurch kann ich in bestimmten Zeitfenstern (nachts) auch günstiger als tagsüber Strom beziehen.
Ich überlege, mir einen kleinen Speicher zuzulegen, würde diesen aber aus Platzgründen lieber im Keller aufstellen und dort an die vorhandene Steckdose anschließen. Meine Idee ist, die Anlage so zu steuern, dass der Speicher tagsüber über das Balkonkraftwerk geladen wird, wenn Überschuss vorhanden ist, und zusätzlich nachts im „günstigen“ Zeitfenster. WLAN im Keller würde ich z. B. über einen Devolo‑Repeater sicherstellen (so der Plan).
Meine Frage ist: Welcher Speicher wäre für ein solches Projekt geeignet? Er müsste erkennen können, wann er sich nachts aufladen soll, wann er Strom vom BKW aufnehmen kann und wann er Energie wieder abgeben soll.
Was müsste ich zusätzlich zum Smartmeter installieren, damit das System erkennt, ob ein Überschuss vorhanden ist oder nicht?
Welche Hardware wäre aus eurer Sicht dafür geeignet? Also in meiner einfachen Welt bräuchte ich einen passenden Speicher, irgendein Lesegerät für mein Smartmeter… und was noch? Ich kann den WR auch noch ändern bei Bedarf, ich habe es noch nicht bestellt.
Also Smartmeter ist das was der Anbieter bisher in der Kommunikation geschrieben hat (siehe Foto) aber wir werden es kommende Woche genauer wissen wenn das Ding tatsächlich installiert wurde.
Wäre der geplante Wechselrichter für mein Vorhaben OK?
Wie kann ich die Auswahl vom Speicher eingrenzen? Ich hatte geplant um die 500€ auszugeben - kann man damit was vernünftiges kaufen? Wenn nein wäre ich bereit etwas mehr auszugeben.
Normal muss der Netzbetreiber nach Installation eines BKW den Zähler tauschen, insofern du noch keinen Zweirichtungszähler hast.
Was du jetzt völlig unabhängig vom BKW hast, ist ein spezieller Stromvertrag bei Octopus, der eine intelligente Messeinrichtung braucht, damit dynamisch abgerechnet werden kann. Ich nehme an, dass dann dein Zähler wirklich durch ein Smartmeter/iMSYS getauscht wird. Inwiefern man von dem selbst Daten für die Akkuregelung abgreifen kann, weiß ich nicht. Es ist aber wahrscheinlich, dass das Teil auch eine optische Schnittstelle hat, wie beim normalen Zweirichtungszähler, worüber du die aktuellen Leistungswerte abgreifen kannst.
Aber zurück zur Frage: Welcher Speicher wäre für ein solches Projekt geeignet? Budget ca. 500€ - worauf sollte ich bei der Wahl achten bzw. wie kann ich den passenden am besten finden?
Wie stelle ich sicher dass der Smartmeter, der Speicher und der Wechselrichter kompatibel sind und richtig zusammenarbeiten?
Du bräuchtest einen AC-Speicher, weil du ja separat an einer Steckdose anschließen willst. Da gibts in deinem Preisbereich glaube ich nichts.
Ein Beispiel wäre Marstek Venus E.
Hoymiles HiBattery scheint auch AC zu sein, bei 2kWh kommst du da in die Region von 500 Euro.
Von der Tendenz her sind DC-Speicher weiter verbreitet bei BKW. Das hat damit zu tun, dass es große Vorteile hat, es so herum zu machen, weil du hier mit deutlich höheren Leistungen laden kannst. Bei AC-Speicher bist du auf 800W begrenzt.
Danke für die Antwort - ich habe leider wenig Platz auf dem Balkon und die Speicher sind nicht gerade klein, deswegen ist die Überlegung den Speicher im Keller zu platzieren. Ich würde die Verluste in Kauf nehmen. Ich schaue mir gleich beide an.
Worauf muss ich achten damit Speicher/Smartmeterlesegerät/Wechselrichter? richtig zusammenarbeiten und die Schnittstellen kommunizieren?
Erstmal musst du einen Speicher finden, der überhaupt halbwegs vernünftig läuft. Da ist so viel Murks am Markt, wo die Leute ständig am Herumbasteln, updaten, reseten und zurückschicken an den Hersteller sind, dass man gut aufpassen muss, sich kein Tamagotchi ins Haus zu holen, was ständig meine Aufmerksamkeit braucht.
Schau dir deshalb die Threads hier im Forum zu den einzelnen Speichern an, dort kannst du auch mal nachfragen, ob das Gerät halbwegs stabil läuft.
So nach meiner Beobachtung schneidet der Marstek Venus wohl schon ganz gut ab. Hoymiles ist noch recht neu am Markt mit Akkus, aber vielleicht findest du hier im Forum auch Infos dazu.
Wenn du dann dein favorisiertes Akkusystem hast, musst du in der Dokumentation schauen, mit welchen Smartmetern die ankoppelbar sind.
Wenn du da auch ein System willst, was solide und zuverlässig läuft, ist es oft die beste Idee, direkt das Smartmeter vom Hersteller zu installieren. Also zusätzlich zum Smartmeter deines Stromversorgers. Dann hast du alles aus einem Guß und Hersteller pflegen vor allem ihr eigenes System am besten. Es kann aber auch sein, dass so weit verbreitete Systeme wie Shelly auch gut gepflegt werden.
Ich hänge mich hier dran. Mein Vater hat auch zwei Module (für mehr ist kein Platz) und den Hoymiles. Er möchte auch gerne einen Akku haben, so wie ich das sehe, ist aktuell die günstigste DC-Lösung quasi der Growatt Noah 2000, korrekt?
Wobei der häufig nicht mehr so wirklich lieferbar ist. Gibt es da Alternativen in dem Preisbereich? Marstek B2500-D ?
Genau, Growatt Noah, Marstek B2500-D sind schon so mit die günstigsten Systeme. Zendure ist derzeit auch recht preisgünstig.
Growatt Noah würde mich etwas abschrecken, was da alles nicht so richtig läuft, siehe hier den ultralangen Thread zum Noah. Zum Marstek findet man hier im Forum nicht sehr viel. Ich hab mir gerade einen bestellt, um den mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit Gutscheincode direkt bei Marstek für 316 Euro inkl. Versand.
Also mittlerweile laufen die Noahs relativ stabil.
Die Software scheint offenbar in ruhige Fahrwasser gekommen zu sein.
Ich betreibe mittlerweile vier Noahs gestapelt, und habe seit dem letzen Update keine Problem mehr mit den Noahs.
Und auch bei den Schwiegereltern, die drei Noahs gestapelt betrieben sind aktuell keine Probleme mehr feststellbar.
Also meine Empfehlung würde in Richtung Growatt Noah gehen.
Miss mal mit einem Ecotracker (oder einem vergleichbaren Gerät) die Erzeugung und den Verbrauch bei Dir
Der Ecotracker bringt eine sehr gute App mit, die dir hilft mit der Auswertung (und auch relativ Datensparsam im Sinne der DSGVO ist)
Stell eine gute bis sehr gute WLAN-Verbindung am möglichen Aufstellst der Batterien sicher
Wenn du die durchschnittliche Erzeugung und den durchschnittlichen Verbrauch ermittelt hast, schau dir an, welche Batteriesysteme grade gut verfügbar sind, und sich mit dem Messsystem von Dir gut vertragen
Kaufe dir dann in einem Zug die passende Anzahl an Batterien, damit du direkt mit nur einmal Aufwand die Batterien installieren und einrichten must
Kontrolliere regelmäßig den Durchsatz der Batterien
Dies sind so kurzgefasst meine Erfahrungen aus nunmehr fast drei Jahren Umgang mit Growatt Noah und der Anlagenplanung bei Freunden, Verwandten und Kunden.