Welcher Feuerlöscher und warum

Hallo,

es kommt selten vor, dass elektrische Anlagen brennen und wenn dann oft eher ein elektrischer Geruch... Rauch? Ist das jetzt Rauch? Löschen? Oder lieber noch warten?

Die Lösung: CO2-Feuerlöscher (Kohlendioxid)! Brandklasse B !

Achtung: Indirekte Vergiftungs-Gefahr in kleinen Räumen. Nicht nach dem Löschen gleich eine "puh geschafft Kippe" rauchen!

Erklärung warum Kohlendioxid:

Eigenschaften:
CO2-Feuerlöscher haben ein sogenanntes "Schnee-Rohr" (der Trichter immer Richtung Feuer). Das flüssige Kohlendioxid wird in der Luft so schnell entspannt (gasförmig), dass die Luft einfriert.
Also Schnee entsteht. In der Regel einfach nur kalt. NICHT MENSCHEN LÖSCHEN !!!! FROSTBEULEN !!! Bier kühlen geht sehr gut, aber im Kasten, sonst ist das CO2 zu schnell weg, bevor das Bier kalt ist.

Es besteht eine indirekte Vergiftungs-Gefahr. CO2 ist harmlos für uns Menschen. Wir atmen es aus. Es ist in jeder Brause. Kinder blubbern mit Cola und bekommen Ärger wegen der Sauerei und nicht wegen einer CO2-Vergiftung. Schon mal Sprühsahne aus der Dose in den Mund gesprüht ?
ABER in kleinen Räumen steigt der CO2-Anteil in der Luft wenn ein Kohlendioxid-Feuerlöscher "abgeschossen" wird! Ab 5% fragt sich die Lunge "warum Sauerstoff aufnehmen? CO2 geht viel besser!" Tatsächlich nehmen wir einen Teil des CO2s beim Ausatmen gleich wieder auf.
Würde die Lunge bevorzugt Sauerstoff aufnehmen wäre Kiffen sinnlos.
Ich habe so viele CO2-Feuerlöscher benutzt und hatte nie Probleme. Ich hab aber auch keine Herzprobleme und Lüfte auch nach dem Bier küh... äh ...Löschen.
E-Schrank qualmt, Tür auf, CO2 Feuerlöscher reingefeuert, Elektriker gerufen, kein Produktions-Ausfall, na ja, das Plastik sieht etwas dunkel aus, ich schreibe einen Zettel für die Nachtschicht, E-Schrank zu.

Wie wird gelöscht:
Das Löschen mit einem CO2-Feuerlöscher: 1.) Sicherheits-Stift abziehen. 2.) Schnee-Rohr in Richtung Elektrik halten. 3.) Hebel drücken.... kurze Stöße. 4.) Lüften. Fertig.

Warum Kohlendioxid-Feuerlöscher:
CO2-Feuerlöscher hinterlassen keine Rückstände ! Die Kälte und das Verdrängen von Sauerstoff haben super Lösch-Ergebnisse. Nicht zu dicht rann gehen und das Schnee-Rohr zuhalten... logisch.
Die Elektrik freut sich über eine Abkühlung. Ein Kurzschluss durch das Löschmittel ist ausgeschlossen. Es entsteht kein Schaden. Wenn es "komisch" riecht ist es kein Problem wenn mit CO2 gelöscht wird. Natürlich können heiße Teile durch das schnelle Abkühlen leiden. Darum mit Abstand anfangen. Wasserstoff wird verteilt, verdünnt und abgekühlt und wird damit ungefährlich.

Kein A, B, C, F Feuerlöscher für Elektrik benutzen!
Brandschutzklasse A ist für feste Stoffe, B für Flüssigkeiten (wie CO2), C für Gase, F für Fettbrand.
CO2 ist für feste Stoffe eigentlich okay, aber nach ein paar Minuten ist der kühlende Effekt weg und der verdrängte Sauerstoff wieder da. Glut-Nester können das Feuer wieder neu starten.
CO2 ist also Brandklasse B für Flüssigkeiten. Wenn Benzin aus ist, dann braucht es einen neuen Zündfunken.
Brandschutzklasse C ist für Gas. Da wird von glühenden Teilen ausgegangen. Also kein CO2-Löscher wegen der Wieder-Entzündung.

A,B,C Feuerlöscher sind die Bekanntesten. Es handelt sich um Pulver das Wasser zieht.... sowohl aus den Flammen ... aber auch noch nach Jahren.
Die Elektrik ist hin. Das Pulver ist nicht raus zu bekommen und verklumpt..... Sicherungsautomaten klemmen.... das nachziehende Wasser tut nicht gut.

A, B Feuerlöscher sind oft Schaum-Feuerlöscher. Wasser, dass durch das Drücken der Entriegelung mit einem Schaummittel vermischt wird. NICHT für die Elektrik!

F Feuerlöscher sind für Fett-Brand und in Gewerbeküchen vorgeschrieben. Auch Wasser und einem stinkendes Schaummittel. Es verkrustet das brennende Fett. Die Elektrik bekommt einen schmierigen Überzug den du mit viel Spülmittel und Wasser .... lass es.
Auch für Fett-Brand ist ein CO2 Feuerlöscher gut geeignet. Der Grund warum CO2 Feuerlöscher KEINE F Brandklasse haben liegt am Benutzer!
In eine brennende Bratpfanne das Schnee-Rohr reinstecken und abziehen verteilt das Fett im Raum und ist gefährlich. Wenn du mit CO2 löschen willst dann erst mal die Flamme von weiten ausblasen. Das Schnitzel langsam abkühlen. Guten Appetit, das Schnitzel ist absolut okay, das CO2 ist in wenigen Minuten weg.
Püfung von CO2 Kohlendioxid Feuerlöschern:
Bei CO2 Feuerlöschern ist das Gewicht entscheidend. 2kg reichen, 5 kg sind besser. Dazu kommt das Gewicht der Flasche. Wenn du ein CO2-Feuerlöscher kaufst, dann stell ihn auf die Wage.
Das Gewicht auf die Flasche schreiben und es sollte nach Jahren gleich bleiben. Natürlich sollten Feuerlöscher geprüft werden. Wenn sie an Gewicht verlieren, dann stimmt was nicht und du kannst ihn gleich wieder auffüllen..... entscheide dich! Entweder Bier kühlen oder E-Teile löschen.

Versicherung und Recht:
Es ist immer das Gleiche. Jede Versicherung überlegt als erstes ob sie bezahlen muss. Wenn du die Elektrik komplett versaust dann ist die Frage: "War das nötig ?" Zu dumm wenn du mehr zerstört hast und dir die Versicherung daraus einen Strick dreht. Pulver verteilt sich im ganzen Haus. Schubladen fangen an zu klemmen. Tür-Schlösser haken. Rollen laufen nicht mehr richtig.
Mit CO2 Feuerlöschern bist du auf der richtigen Seite.
Möge dieser Beitrag auf ewig Sinnlos sein.

Euer Georg

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Mit passender Überschrift ein sehr interessanter und nützlicher Beitrag!

Interessanter Beitrag, an sich auch sehr unterhaltsam geschrieben.

Aber irgendwie fehlt mir der Hinweis, dass ein Handfeuerlöscher einzig für einen Entstehungsbrand geeignet ist. Das heißt, man muss schon im Entstehungsfall dabei sein und den kleinen, roten Zwerg drauf halten. Die Wenigsten sitzen aber zu Hause und erst recht nicht gleich neben dem Entstehungsbrand. Ein voll in Flammen stehender Kellerraum indem sich z.B. die Batterie- und Ladetechnik befindet ist mit 5KG sicher nicht mehr in den Griff zu bekommen. Da würde ich lieber alle Türen verrammeln (ansonsten ist der Rauch ruck zuck im ganzen Haus verteilt), das Haus schleunigst verlassen und die Feuerwehr rufen.

Im genannten Beispiel mit dem Kellerraum und der Batterietechnik darin könnte ggfs. noch Kellerfenster von außen (durch die Feuerwehr) einschlagen lassen und den Raum mit Schaum fluten helfen.

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Aber besser haben als brauchen an der Stelle. Außerdem taugt er ja zumindest zum Bier kühlen. Weißwein wird zur Not auch gehen.

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Ein Löscheraufsatz für Sodastream-Kartuschen wäre cool... Hat sowas schonmal jemand gesehen? Wäre schön billig und einfach zu warten.

Das Ventil von den Dingern ist zu klein. Damit ist kein Trockeneis möglich.

Wenn sich @Georg so gut auskennt: Ich habe hier nur zwei kleine CO2 Löscher, der Rest ist Pulver. Einen davon werde ich jetzt aber mal am Batterieraum aufstellen. Aber dazu habe ich noch 3 große 40l Flaschen vom MigMag (Schutzgas)-Schweissen. Die sind die meiste Zeit sowieso nicht in Benutzung. Eine Flasche für Alu und Edelstahl ist Argon, die zweite ist Arkuf was 82% Argon und 18% CO2 sind und die dritte Flasche Helium. Ich hatte auch mal eine reine CO2 Flasche mit 20l aus einer Laborauflösung geerbt. Damit hat es sich aber miserabel geschweisst und gespritzt. Deshalb habe ich in diese Flasche jetzt auch Arkuf eingefüllt. Das müsste doch (abgesehen vom Preis) jedes einzelne genauso gut löschen wie CO2? Macht es Sinn, beim Ansprechen eines Rauchmelders hiermit automatisch über ein Ventil einen (belüfteten) Batterieraum zu fluten?

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das was bei den leuten hier im forum brennt wird mit großer wahrscheinlichkeit nicht die elektrik sein

einen großen akkubrand bekommt der co2 löscher nicht in griff.

für nen abfackelden wr ist der co2 löscher aber ideal

hab einen 5kg im keller stehen, aufpassen wegen erstickungsgefahr

Ähm, nö.

Das was da einfriert ist nicht die Luft, sondern das CO2 selbst.

Der Schnee ist Trockeneis, also gefrorenes CO2.

Und kalt? Jaaa -78 Grad...

:slight_smile:

Nein. CO2 ist ungiftig. Es besteht Erstickungsgefahr, weil es die Luft verdrängt, keine Vergiftungsgefahr.

Öhm, nö. Das CO2 wird nicht statt dem Sauerstoff aufgenommen. Es verhindert aber in der Lunge die Aufnahme von Sauerstoff.

Gefährlich wird es ab 8%.

Ach, THC braucht man also garnicht, sondern nur CO2? :stuck_out_tongue:

Der Rest, aber vor allem die Auswirkungen, sind aber trotz dieser Kleinigkeiten zutreffend. :slight_smile:

Danke für eure Hilfe und Hinweise.
Sehr nett.

Wenn der Keller im Vollbrand stehst und du noch über einen Feuerlöscher nachdenken kannst, dann empfehle ich: "hau ab!". Sei froh wenn du das ohne Rauchvergiftung überstehst.
Wenn der Rauchmelder anschlägt und du kein Sperrmüll vor den Batterien gestapelt hast, dann hast du gute Chancen mit einem 5kg CO2-Feuerlöscher. E-Teile dürfen nicht brennen
und soweit ich weiß auch keine giftigen gase entwickeln. Stimmt das @jay ?

CO2 wird vom Blut via Erythrozyten aufgenommen, transportiert und via Lunge abgegeben. Das geht leider auch umgekehrt. Bin aber auch kein Arzt.
Richtig, bei 8 % CO2 in der Luft ist Schluss mit Sauerstoff aufnehmen. Soweit ich weiß, liegt die Raum-Volumen-Berechnung bei einem Grenzwert von 5% CO2 für diese Feuerlöscher.

@janvi

Wirklich super Ideen, ganz klasse, Argon, Helium usw. hilft alles, wirklich. Ich weis nur nicht wer das alles aufdreht und den Keller damit flutet. Also ... äh ... ich nicht.
Aber einen Tipp habe ich für dich.
Also rein privat.
Häng die CO2-Labor-Flasche mit dem Kopf nach unten auf. Am besten vor der Tür und schraub eine Leitung dran.
Wenn es brenzlig ist. Aufdrehen und weggehen.
Warum:
Wenn es eine Laborflasche ist, dann hat sie kein Steigrohr. Das flüssige CO2 ist unten. Im Feuerlöscher ist ein Steigrohr und das flüssige CO2 wird zum Schnee-Rohr gedrückt.
Bei deiner Labor-Flasche würde das Gas entweichen und die Flasche einfrieren. Darum mit dem Kopf nach unten an die Wand schrauben. Dann wird die Flüssigkeit in das Rohr, in den Kellerraum gedrückt und erst dort wird das flüssige CO2 gasförmig und kalt.
Flasche wiegen und Gewicht kontrollieren, wie beschreiben (schau mal ob ein Tara auf der Flasche steht + 20l CO2)
Achtung ! Das Ventil wird beim Aufdrehen kalt. Lappen drum oder nicht lange fummeln.
Nennt sich halbautomatische Löschanlage
Danke euer Georg

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Die Idee mit der Schutzgasflasche war mir auch schon gekommen. Deshalb habe ich meine Akkus in einen extra "Raum" eingesperrt, gemauerte Wände und eine FH Tür davor (Bild unten). Dieses Räumchen könnte man relativ leicht mit einem Anschluss für eine Gasflasche ausrüsten und den Raum ohne die Tür zu öffnen im Falle des Falles mit Gas fluten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Meine Wechselrichter sind von Deye, deren Gehäuse sind eigentlich komplett zu und aus relativ dickem Aluminium (ich denke sogar spritzwassergeschützt für die Montage draußen), eigentlich dürften die meiner Meinung nach gar keinen Brand auslösen können.

Bleibt dann noch die restliche E.-Installation (Zählerschrank), dafür sollte ein kleiner Co2 Löscher ausreichen.

3*16 Zellen EVE LF280k an 3 JK BMS (alte Bauform) {green}:hi:

das wird wohl beim lfp akku nichts bringen

du hast enorme rauchgasentwicklung das muss man abtransportieren bevor sich ein zündfähiges gemisch bildet, vieleicht kannst du noch ein 100mm abgasrohr nach draußen für den überdruck einbauen das wäre deutlich besser

aber klasse idee mit der vormauer und der tür.

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Mal einen Hinweis zum löschen. Es gibt gerade für Technische Anlagen automatische Löschanlagen. Gibt viele Angebote, vielleicht ist die von mir verlinkte Seite eine Inspiration. Ich hab mit denen nichts zu tun! Die zeigen aber schöne Bilder auf der Seite, so dass man es sich gut vorstellen kann.
Automatische Löschanlagen gibt es auch im Motorsport und in Maschinenräumen von Booten.

Leider sind die automatischen Löschanlagen Schweine teuer. ZB.

Perfluor ist nicht gerade super für die Umwelt. Da finde ich CO2 besser. Aus England Halon-Feuerlöscher bestellen ist ganz daneben. Sie sind in Deutschland verboten weil sie die Ozonschicht schädigen.

Es gibt im IT-Bereich automatische Feuerlöschanlagen für 19“-Racks. Die haben ein Rauchansaugsystem mit Auswerteelektronik für die Branddetektion und einen Löschteil aus Löschmittel und Treibgaspatrone. Als Löschmittel wird 3m Novec 1230 verwendet. Das ist für den Menschen nicht erstickend und hinterlässt bei sensibler Elektronik keine Rückstände.

Solche Anlagen gibt es z.B. von Rittal (DET-AC) oder Minimax (die Rittal-Anlagen werden vermutlich auch von Minimax hergestellt.

Der zu löschende Bereich muss einigermaßen Luftdicht sein (damit im Falle einer Auslösung das Löschmittel nicht entweicht).

Die Anlagen sind aber sehr teuer (ca. 4000).

Es gibt die Anlagen auch für ganze Räume, aber dafür liegen die Kosten im 5 stelligen Bereich.

Die Preise liegen wohl an mehreren Faktoren. Eine automatische Löschanlage oder auch Sprinkler haben i.d.R. baurechtliche Relevanz. Das fängt mit einem Brandschutzgutachten an wo das Landratsamt erfahrungsgemäß nur solche anschaut, welche von öffentlich vereidigten Gutachtern erstellt wurden. Damit dieses Gutachten bei der unteren Baurechtsbehörde (Kreisbrandmeister) dann überhaupt berücksichtigt wird, muß ein Bauantrag (meist Nutzungsänderung) eingereicht werden. Hierzu ist ein vorlagenberechtigter Architekt erforderlich welcher den Bautantrag nur mit den begleitenden Unterlagen einreichen kann. Neben einem (freiwilligen) Brandschutzgutachten gehört dazu etwa zwingenderweise auch ein Lageplan des Objekts welcher normalerweise nur von einem (öffentlich bestellten) Geometer erstellt wird. Dazu eine Kubatur des gesamten Objekts und Dinge welche mit Brandschutz überhaupt nichts zu tun haben. Damit sind schon alleine für irgendwelche Papiere mindestens 20.000 Euro weg. Wird der Bauantrag (mit begleitendem Brandschutzgutachen) dann endlich genehmigt, ist die Grundvoraussetzung für eine Löschanlage eine Brandmeldeanlage. Nicht aufgeschaltete Brandmeldeanlagen gibt es baurechtlich aber praktisch gar nicht. Für unseren Kreis geht die Meldung in eine 200km entfernte Brandmeldezentrale von Siemens bei Nürnberg. Diese Leistung wird jährlich neu ausgeschrieben und regelmässig erhält Siemens den Zuschlag. 50% aller Alarme von Brandmeldeanlagen sind Fehlalarme. Die Feuerwehr rückt hier jedesmal in Manschaftsstärke an um die Anlage zurückzustellen. Macht es der Betreiber selbst, muß er dafür Strafe bezahlen. Nur das gemeinnützige Behindertenheim bei uns am Ort hat in der Küche ständig Pfannkuchen die anbrennen. Hier hört die Feuerwehr zu wenn jemand anruft und meldet daß es nicht brennt. Alle Anderen zahlen einen 4-stelligen Betrag für den nutzlosen Einsatz. Damit lässt sich das Feuerwehrwesen bequem finanzieren weshalb solche Anlagen vom Landratsamt auch grundsätzlich forciert werden. Der genehmigende Sachbearbeiter kann sich in seinem Sessel zurücklehnen und muß keine Vorladung bei Gericht befürchten wie das im Fall des Flughafenbrands in Düsseldorf gewesen ist.

Hat man nun eine Brandmeldeanlage, so kommt als deren Folge auch eine automatische Lösch oder Sprinkleranlage in Betracht. Selbstverständlich muß dies Alles auch halbjährlich von ISO zertifizierten und zugelassenen Firmen gewartet werden. Hersteller die in einem solchen Umfeld arbeiten, können verständlicherweise bereits von ihrer Definition her nicht "billig" sein. Als Batteriefrickler könnte man sagen: Was geht mich das alles an? So einfach ist das aber nicht. Es braucht nur eine Anzeige von einem lieben Nachbarn kommen. Das Landratsamt macht daraufhin eine Brandverhütungsschau und entdeckt dabei als Mangel einen Akku der obendrein in einem gar nicht als solchen genehmigten Batterieraum steht. Als Folge der Brandverhütungsschau wird das gesamte Objekt wegen angeblicher Gefahr für Leib und Leben zur Nutzung gesperrt. Eine solche Sperrung kriegt man i.d.R. nur mit einem Brandschutzgutachten weg, welches oben beschriebene Bürokratie in Gang setzt.

Trotzdem spricht natürlich nichts dagegen sich eine eigene Brandmeldeanlage auch mit Löschanlage zu bauen. Das Landratsamt ist in der Brandschutzfrage mit und ohne Akku aber völlig falsch, weil es bereits von der Organisation her eine beratende Funktion erfahrungsgemäß nicht wahrnehmen will. Es hat nur eine verhindernde Funktion was dazu führt, daß der Großteil der gefährlichen Nutzungen ebenso wie Nutzungsänderungen für Batterieräume und die Anmeldung der dazugehörenden Inselanlagen im "Guerillia Modus" betrieben wird.

Ein wunder Punkt an einer möglichen Konstruktion der Schweissgasflasche ist das automatisch auslösbare Ventil. Im Schweissgerät sind hier elektromagnetische Ventile verbaut. Der Durchfluss ist vermutlich zu gering und es arbeitet auch nur hinter einem Druckminderer. Es gibt Schweissgeräte die sind absolut dicht. Andere Schweissgeräte haben Leckagen die erfordern, daß man das Flaschenventil nach dem Schweissen zudreht. Die Flasche ist sonst nach ein paar Wochen leer. Die Flaschen der automatischen Löschanlagen haben wohl neben dem Steigrohr auch ein besonderes Ventil welches automatisch mit einem Bolzen nur einmalig geöffnet aber dann nicht mehr geschlossen werden kann. Dafür ist das Ventil aber auch dauerhaft dicht. Hochwertige Brandmeldeanlagen mit allem Zubehör befinden sich regelmässig in der Bucht weil die Wartungsfirmen in gebrauchten Geräten die regelmässig zu verschrotten sind bereits schwimmen. Vielleicht kriegt man da auch ein passendes Ventil zum Selbstbau einer Löschanlage und vielleicht kann uns @Georg noch etwas über Konstruktion und Funktion der Ventile erzählen. Sein Hinweis mit dem Steigrohr und auf den Kopf drehen war auf jeden Fall schon mal ziemlich nützlich.

Letztendlich gilt aber noch immer: Es ist besser die Ursache eines Brands zu verhindern als sich schon von vornerein zuviel Gedanken über das anschliessende Löschen zu machen. Aus diesem Grund kommt für mich deshalb etwa keine Batterie in Frage, deren BMS nicht mit einer übergeordenten Steuerung kommuniziert. Nur so ist eine einfache Redundanz bei einer Fehlfunktionen gewährleistet. Mit einer einfachen Fehlfunktion sollte in der BMS Elektronik allemal gerechnet werden. Hier ist der aktuelle technische Stand mit den Kommunikationsprotokollen und deren Kompabilität besonders im Heimbereich schlichtweg katastrophal. Trotzdem ist es nie eine Frage ob ein Feuer ausbricht, sondern nur wann und mit welcher Wahrscheinlichkeit weshalb es auch sinnvoll ist sich über das Löschen Gedanken zu machen. Im Fahrzeugbereich sind die BMS in der Safety Frage schon einiges weiter. Trotzdem werden uns vermutlich noch heftige Änderung im Baurecht etwa bei städtischen Parkhäusern und ähnlichen künftigen Ansammlungen von BEV bevorstehen.

Sorry, was professionelles habe ich leider nicht {green}:tears: Aber etwas zum Basteln {green}:sweaty:

Die Griff-Schalen von CO2 Feuerlöschern sind so gebaut, dass sie von oben gedrückt werden müssen. Die untere Griff-Schale ist fest, damit der Feuerlöscher getragen werden kann.

Wenn auf einem entsicherten CO2-Löscher etwas scheres drauf fällt und dort nicht runter rutscht dann löst der Feuerlöscher aus bis er leer ist.
Jetzt muss nur noch das Gewicht hoch gehalten werden.
Zum Beispiel mit einer Baumwoll-Schnur. Die brennt durch !

Besser wäre wenn auch bei Rauch den FL auslöst. Der Alarmton von einem Feuermelder könnte als Schalter benutzt werden. Früher gab es Blitzlicht-Birnen mit Magnesium. Das würde den Faden durchbrennen.
Oder es wird ein Elektroschockgerät gestartet, der die Schnur durch brutzelt. Oder etwas mechanisches wird angesteuert.
Und wenn die Batterie vom Rauchmelder alle ist dann geht der Alarm an und der FL geht hoch. {green}:scared:

Ihr wollt doch jetzt nicht wirklich eine gute, billige Bastelanleitung auf Basis einer Feder die elektronisch oder via Glaskörper angesteuert wird oder ?