Welchen 48V Heimspeicher?

Hallo Leute,

ich habe eine bestehende PV Anlage mit 24kWp und plane gerade meinen Heimspeicher mit 3stk. Victron Multiplus 6k5 und 1stk. Victron SmartSolar und hätte gern ca. 30-50kwh Batteriespeicher. Jetzt stellt sich mir die Frage, welchen Heimspeicher ich kaufen soll? Hab mich jetzt schon etwas reingelesen bei Felicity und NKON aber bin mir nicht sicher was besser ist?! Oder hat jemand eventuell eine bessere Alternative, weil Preis/Leistung sind die ja beide sehr gut.

Danke für eure Hilfe.

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Hallo

schön dass du dabei bist und uns über die Victrons einen indirekten Eindruck vermittelst, was Du vor hast. Da aber weder die spezifische Anwendung (PV Größe, Wohnsituation, Nutzung, etc) oder der individuelle Anspruch genannt wird, fällt es mir schwer das Grüne oder das Gelbe Produktportfolio zu empfehlen. Auch was dir dabei aktuell zusagt/wictig ist und eher der Nachteil ist wäre hilfreich.

Beste Grüße

Die ersten NKons werden ja nun gerade erst ausgeliefert. Daher ein Vorschlag:

Kauf von beiden Herstellern, und berichte dann hier in ein paar Jahren über die Unterschiede :wink:

Oliver

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50 kWh ist aus meiner Sicht overkill und rechnet sich nicht, es sei denn du strebst höchstmögliche Autarkie an? 2x16kWh wäre eine vernünftige Alternative und immer noch sehr großzügig bemessen. 16kWh-Speicher gibt es inzwischen schon eine Menge. Mit nkon habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, andere kann ich nicht beurteilen. DIY wäre eine weitere Alternative, aber kaum noch interessant, da die Preisunterschiede langsam verschwinden. Ist mehr ein Platz-/Raumfaktor der z.B. für uns hier eine Rolle spielt.

Ein wenig Hintergrund zu euerer spez. Energiesituation wäre schon hilfreich für eine sinnvolle Antwort/Beratung…

Bei Felicity gebe ich zu bedenken das die Speicher verschiedener Generationen nicht kompatibel sind.

Für die LPBA findest mit viel Glück heute noch gebrauchte und die sind gerade mal 3 Jahre.

Selbst werde ich mich von Felicity abwenden und Leergehäuse verwenden und die bestücken.

Ein Sinnvolle Empfehlung hängt immer davon ab wieviel kWp (24 hier) und dem Nutzungsprofil.

Wenn z.B. der Direktverbrauch sehr hoch ist (E-Auto laden wenn sonne scheint)
und man allgemein einen hohen Stromverbrauch hat.

Ist das ein ganz anderes Nutzungsprofil wie wenn man z.B. zur Mittagszeit fast 0 Verbrauch hat, dafür aber Abends / Nachts laden oder allgemein den meisten Strom verbraucht. (Schichtarbeit etc.)

Davon abhängig ist die Speichergröße und wieviel von den 24kWp man AC oder DC-seitig anbindet.

Ganz allgemein macht man bei den Felicity und NKON erstmal nicht "falsch"
Ich würde aber hingehen und erstmal mit einem 16kWh Pack starten und dann einfach schauen wie sich der Bedarf entwickelt.

Die Priorität für maximale Wirtschaftlichkeit wäre mit einem Rutsch das Dach vollmachen und dann nach Bedarf den Akku erweitern, was bei LV System ja problemlos möglich ist.

Du kannst auch in 1,5 oder 10 Jahren jederzeit noch nen Speicher mit gleicher Chemie und Zellanzahl parallel verbinden ohne Probleme.

Für den Start wäre eventuell erstmal eine Kombination aus ~20kWp AC-WR mit nur einem MP2 6k5 (Der hat meine ich Zulassung für einphasig, falls ich hier Mist erzähle bitte korrigieren) und ggfs. ein Smart Solar Laderegler vermutlich die wirtschaftliche Option.

Wie schon geschrieben bräuchte man mehr Infos zum Lastprofil um da "gut" beraten zu können.

Beim Einsatz von 6K5 Multiplus2 kommen rechnerisch gute 127A Entladestrom pro WR zusammen. Da 3x 6K5 geplant sind sollte also auch von einem max. Entladestrom von 380A ausgegangen werden. Da wird nur ein- oder zwei Akkupack(s) schlicht nicht reichen um das zu Leisten ohne massiv überlastet zu werden.

Dazu meine eigene, persönliche Meinung: Die BMS von JK, SEPLOS, Dali würe ich persönlich niemals und schon gar nicht dauerhaft mit ihrem Nennstrom belasten. Auch da ziehe ich für mich eine Grenze von max. 50% der chinesischen Daten.

Angesichts der aktuellen Preislage bei den Akkupacks aus den bekannten Sammelbestellungen sprechen wir um irgendwas bei 4350€ für dann 3x16kWh. Preislich gesehen ist das also bei weitem weniger Overkill als die Anschaffung von “namenhaften” Speichern.

Und auch ganz nett, das Auto auch mal über Nacht vollladen zu können hat auch was :smiling_face_with_sunglasses:

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Welche Verbraucher habt ihr denn im Haus, wenn Du 20 kW brauchst?

Da kommen wir praktisch nie hin und haben 2 Haushalte.

Gut, wenn beide Backöfen und alle Herdplatten an sind, dazu noch 2 Waschmaschinen laufen und 2 Toaster und vielleicht ein Heizlüfter…

oder ein e-Auto mit 12kW und ein paar andere Dinge

kommt aber 1x im Jahr vor - vielleicht - und kann man problemlos umgehen.

Aber ich gönne dir natürlich den Spass :wink:

Ich bezog mein Statement auf die Frage des Themenerstellers der anscheinend 3x 6K5 plant.

Wir nutzen drei MP2 5000 in unserer (pseudo) Insel die also schon aufgrund des Inselbetriebs nicht netzparallel laufen. Dabei zählt zum Einen weniger die Gesamtleistung von (in unserem Fall) 15kVA als die maximale Leistung pro Phase. Die 4,5kW pro Phase sind unter Umständen ziemlich schnell mal ausgeschöpft. Schon der Geschirrspüler gönnt sich 3kW beim Aufheizen, da ist dann nicht mehr allzuviel Reserve. Und irgendwann kommt man auch bei der Umverteilung der großen Verbraucher auf die drei Phasen an seine Grenzen.

Von daher, ich finde den Ansatz mit den drei 6K5 gut, die hätten mal früher auf den Markt kommen sollen :grinning_face:

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Wo und wie willst Du die PV-Anlage anschließen? Da Du jetzt schon eine PV-Anlage hast, wirst Du das vermutlich mit den bestehenden Wechserichtern per AC machen.

Schließt Du die AC-Wechselrichter an AC-IN oder an AC-OUT an? Bei AC-IN bist Du was die minimale Akkukapazität angeht frei in der Wahl.

Bei Anschluss an AC-OUT musst Du die Faktor 1.0 Regel anwenden: AC-coupling and the Factor 1.0 rule [Victron Energy]

Dazu gehört auch eine minimale Akkukapazität. Die ist notwendig, um bei geladenem Akku die Reaktionszeit des Frequenzshifting abzupuffern, wenn der Strom des Netzbetreibers ausfällt.

3.2 Lithium batteries

1,5 kWp installed AC PV power requires 4.8 kWh of battery storage:

  • 100 Ah at 48 Vdc

Bei 24 kWp brauchst Du also 76,8 kWh Akku, wenn Du die Sicherheitsvorgaben von Victron erfüllen willst. Was aus meiner Sicht schon eine Menge ist. Würde daher an Deiner Stelle die AC-Wechselrichter an AC-OUT anschließen.

Aber selbst dann würdest Du die Vorgabe

2.3 Charge current limit

nicht erfüllen. Bei 3 x Multiplus 6k5 kannst Du maximal 19,5 kWp anschließen.

Ob Du die vorgegebenen Sicherheitsregeln von Victon einhalten willst, ist die andere Frage. Falls Dir die Multiplus abrauchen, wird Victron das näher untersuchen und Dir ggfs. die Garantie nicht geben. Was sonst so passieren kann, außer Verlust der Garantie, ist in der Phantasie der Betrachter.

Lösen kannst Du das Problem dadurch, dass Du nicht mehr per AC einspeist, sondern Victron MPPTs nutzt. Die reagieren schneller, so dass man für diese Anbindung die Faczor 1.0 Regel nicht brauchst.

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