Welche Multi-Split-Klima für mein Projekt

Wenn du etwas recherchierst, dann findest du eine Menge negative Aussagen zu den Panasonic Anlagen. Insofern würde ich diese nicht nehmen.

Persönlich würde ich auf Daikin setzen. Aber nur 2er oder 3er Multisplits.

Was dir klar sein muss: Split-Klimas können schonmal einfrieren. Wenn man Vorort wohnt und sich drum kümmern kann, ist es kein Problem. Natürlich muss dafür die Anlage auch erreichbar sein, also bau nicht 5m hoch an irgendeine Fassade.

In dieser Hinsicht ist die Ausfallsicherheit also deutlich geringer, als bei einer Gasheizung. Es ist aber auch sehr unterschiedlich, manche haben 10 Jahre kein Problem, andere jede Heizsaison.

Was Backup angeht, ist das total einfach lösbar bei einer Ferienwohnung, wo du ab und zu mal Vorort bist: Einfach Heizlüfter reinstellen. Fällt die Anlage aus, wird eben damit geheizt. Die kannst du auch schon fest montieren z.B. als Wandgerät.

Bei welcher Außentemperatur?

Das spannende mit der Panasonic Multisplit-Anlage die genannt wurde, ist ja, dass es die erste “Nordic Multisplit-Anlage” auf dem Markt ist.

Aber ein gewisses Misstrauen muss man halt bei Panasonic haben. Qualität ist top, aber die Regelung hat bisher Schwächen. Wenn man aber nicht die Stromverbrauchs-Kurve misst, glaube ich dass man sehr zufrieden ist. Ich glaube auch nicht, dass die Verbrauchswerte insgesamt sehr viel zu hoch ausfallen werden. Sondern halt nur höher als notwendig.

Ist aber Bauchgefühl. Ich habe ja eine HZ25XKE.

Ist man “efficiency nerd”, dann geht das natürlich gar nicht.

Edit!

Bitte entschuldigt. Hatte das falsch in Erinnerung. Dachte es ging um die Panasonic Power Heat.

Bei ca. 0 bis -5 Grad.

Ok, also 22 m² bekommst du bei 0 bis -5 Grad mit 2kW nur noch auf 20 Grad. Bei deiner NAT braucht man da mindestens 3 kW Heizleistung, besser 4kW bei -12 Grad.

Wenn die anderen Räume ähnlich vom Wärmebedarf sind, kannst du grob mit 150-200W pro m² rechnen. Was die Anlagen bei -10 Grad noch an Leistung haben, findest du in den Eurovent-Daten der entsprechenden Anlage.

Vielen Dank schon mal für die vielen Antworten. Das hilft mir wirklich sehr weiter.

Noch 2 generelle Fragen:

  • Würdet ihr mir für meinen Einsatzzweck eher Geräte der “cold region” Klasse empfehlen?
    z..B. Power Heat von Pana oder Nepura von Daikin
    Von Pana gibt es da genau 2 passende Geräte. Eins für 2 IG und eins für 3 IG:
    Power Heat Multi Etherea - Panasonic Heiz- und Kühlsysteme
  • Noch eine Frage zur “Anschließbare Innengeräteleistung”:
    Die Summe der Leistung der Innengeräte sollte diesen Wert ja nicht überschreiten. Was wenn doch geringfügig? Kann dann das IG nur nicht die angegebene Leistung bringen, weil das AG nicht mehr liefern kann oder gibt es wirkliche technische Einschränkungen und am Ende funktionieren die IG nicht?

Hallo,

bei deiner Skizze und deinem Vorhaben würde ich sagen, dass du mit einer Multi Split oder zwei Multi Split Anlagen keine zufriedenstellende Lösung erreichen wirst.

Hier meine 2 Hauptbedenken:

Geräusche: Du müsstest sehr lange Leitungswege für die Klimaleitungen einplanen.
Ich kann dir sagen dass diese Leitungen nicht lautlos sind. Man hört permanent Strömungsgeräusche, Gluckern, Zischen (z.b. gerade beim Abtauen).
Gerade Abends empfinde ich dies bei mir als störend.

Ich habe selbst zwei Daikin Multi Anlagen um im Vergleich zu meinen Single Split Anlagen (alles aktuelle Geräte) hat man das Gefühl die Anlagen nicht direkt unter Kontrolle zu haben. Ich bin mir nichtmal sicher woran es liegt, ich vermute, dass Kommunikationsprotokoll zwischen den Innengeräten ist fehleranfällig. Innengerät 1 steht z.B. auf "lautloses Außengerät" vom Vortag; an einem anderen Innengerät 2 möchte ich aber jetzt mehr Wärme erzeugen. Dann klappt das zu 50% nicht und die Anlage reagiert garnicht mit Leistungssteigerung. Ich muss also erstmal "lautlostes Außengerät" am Innengerät 1 ausschalten, damit Innengerät 2 dann vom Außengerät mehr Leistung anfordern kann. Die Restriktionen der Innengeräte untereinander funktionieren definitiv nicht so wie Daikin es in den Betriebsanleitungen angibt. Bei sowas blickt kein Gast der Ferienwohnung kurzfristig durch.

Wäre es meine Immobilie würde ich folgendes machen:
2x Daikin Nepura 40er Single Split (aus meiner Sicht beste Anlage zum Heizen)

Die Innengeräte jeweils möglichst 45° in die Ecken wie eingezeichnet, eventuell kannst du dort eine Trockenbauwand (als Jackenschrank oder Abstellschrank ausgeführt) einbauen (Türen dann ca. 1,70m hoch und darüber die Anlagen ) ? Dann reichen für beide Wohnungen jeweils ein Innengerät um die Wärme zu verteilen. Die Zimmer sind nicht so groß und durch das gedämmte Dach bist du dämmtechnisch schon mal nicht blank. Optional könnte man das noch mit jeweils einem Deckenventilator pro Wohnung optimieren, eventuell einfach eine elektrische Leitungen dafür vorsehen, aber erstmal ohne starten und eine Zeit lang testen.

Dazu noch 2 Kabelfernbedienungen von Daikin, jeweils eine pro Wohnung einplanen. Damit sind die Einstellungen der Anlagen mit der APP synchron und du kannst jederzeit schauen über die APP, welche Einstellungen die Gäste aktuell eingestellt haben (z.B. bei Rückfragen der Gäste zur Klima)

In den Badezimmern könnte man eventuell noch mit Infrarot Deckenheizungen weiter optimieren.

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Ich sehe das auch so - obwohl ich noch keine hatte;)

Aber alleine die Berichte darüber - von Menschen die sich damit beschäftigen (!) - schrecken mich ab.

Ich glaube, dass ist ein totales “no go” :thinking:

Stell dir vor du bist im Urlaub und darfst deine Schlafzimmertür nicht schließen, weil die einzige Beheizung (mehr oder weniger) warme Luft ist, die durch die Tür ins Zimmer strömt…

Ich nutze das ja auch auf die Art, aber das ist meiner Ansicht nach eher was für “Fixbewohner” und auch da nur, wenn schon vorher klar ist, dass die Türen offen stehen können…

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Den Punkt mit der Schlafzimmer Tür kann ich nachvollziehen, aber stellt dir vor du bist im Urlaub und dein Schlafzimmer Innengerät taut alle 50min ab. Wenn man das nicht gewohnt ist würde ich mich darüber deutlich wahrscheinlicher beschweren als über die Möglichkeit, die Schlafzimmertür offen zu lassen falls ich friere. Mein Gedanke war das das Haus ja auch Energie speichert, sodaß es nachts eventuell garnicht so stark auskühlt im Schlafzimmer.

Das war u.a. ein Grund, weshalb ich bei mir extra eine Konsole über den Treppenabsatz gebaut habe und dort das IG montiert :wink:

Das klappt erstaunlich gut, einzig die “bevorzugte Beheizung” des direkt gegenüber liegenden SZ (wenn alle Türen offen sind) bleibt erhalten. Kann man aber durch fast vollständig schließen kompensieren, dann verteilt sich die Luft gut auf alle Räume.

Wenn du in jedem Raum ein Gerät hast, dann liegt es halt in der Hand des Bewohners - was er macht. Der kann dann entweder heizen (und ggfs. mit den Geräuschen leben) ober eben abstellen. Aber Türen offen lassen kann ja in der Konstellation eig. nur im “Chaos” enden. Stell dir vor, die Gäste schließen bevor sie die Wohnung verlassen die Türenzu “ihren” Zimmern (was i.d.R. der Fall sein wird). Dann heizt die Heizung nur den Vorraum und taktet. Die Zimmer sind alle kalt…

Dann wäre der Punkt direkt obsolet…

Aber ich denke so “ein IG für mehrere Räume” Konzepte eigenen sich nur für Dauerbewohner, die sich damit auch beschäftigen.

Sonst musst du den Urlaubsgästen direkt eine “Einschulung” geben für die Heizung, da kommen dann vermutlich aber auch unangenehme Fragen und Unverständnis wird sich breit machen… Dann sind die erst Recht “sensibilisiert” und suchen ggfs. auch unbewusst nach Problemen :see_no_evil_monkey:

Dann muss der Vermieter die Türen ausbauen, dann stehen diese immer offen :).
Nein, Spaß beiseite.

Schwierige Situation, so wie ich es verstanden habe ist nur Platz für 2 Außengeräte.
D.h. ohne Multi ist es nicht möglich Schlafzimmer und Wohnzimmer getrennt zu heizen. Bei den Multis hört man die Abtaugeräusche ja trotzdem an den ausgeschalteteten Innengeräten.

Eventuell kann man Lüftungsgitter in die Türen einlassen, sowas habe ich schonmal bei Badezimmertüren gesehen.

Ich glaube, es ist eher “der Wille vorhanden” - nur 1-2 AG einzubauen

Keimne Ahnung wie große das Flachdach im 2.OG ist, aber da könnten ev. auch mehr als 1-2 AG Platz finden… Bilder wären da immer seh hilfreich;)

Das Problem ist eben, dass man bei den Multisplit Anlagen sehr überproportional von Problemen lesen kann. Wenn man zusätzlich bedenkt, dass es vermutlich mehr Mono gibt - dann fällt das schon auf.

Nun ärgern sich aber selbst die Eigenheimbesitzer die solche Anlagen selber anschaffen tw. sehr damit rum… Die beschäftigen sich aber damit.

Als Urlaubsgast muss das Zeug aber direkt funktionieren und selbsterklärend sein. Auch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass jemand dann daran rumspielt und alles mögliche verstellt… Insbesondere dann, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert wie man gerne möchte.

Insbesondere die Daikin Multisplit fallen da (subjektiv für mich) immer wieder negativ auf hier im Forum. Das kann aber auch daran liegen, dass es eben gute Gründe gibt die zu kaufen und es deshalb sehr viele davon gibt… Wer weiß.

Klar ist denke ich: Die Multisplit fallen viel öfter negativ auf, als die Mono.

Ich glaube du unterschätzt, was alles nötig ist damit so eine Beheizung anderer Räume mit einem IG funktioniert. Das ist durch die Türöffnungen schon grenzwertig. Eine kleine Öffnung in der Tür ist da relativ sinnfrei.

Müsste ich raten, würde ich ungefähr so eine Erwämung annehmen:

Genau, so sehe ich die Erwärmung auch. Dennoch findet im Zimmer ein Luftaustausch statt.
Man hat letzlich ein Temperaturgefälle von 2-3Grad maximal. Die Zimmer liegen ja dennoch in der thermischen Hülle des Hauses. Die Klima muss dann natürlich konstant durchlaufen und das Zimmer der Installation muss "überhitzt" werden (z.B. 24Grad). Ich habe selbst mit einer Daikin Nepura 40 mein EG 100qm mit 6 Zimmern mit einer Nepura einen Winter lang beheizt. Ich habe natürlich darauf geachtet das die Zimmertüren immer offen stehen. Es gab ein Temperaturgefälle, dieses war jedoch jederzeit akzeptabel. Ich glaube du unterschätzt was die Nepura leisten kann, alleine die Größe des Innengeräts (knapp 1m) erzeugt dir ganz andere Luftdurchsätze als die 20er Perferas, die ich noch habe.

Kein Vergleich zu der Ölheizung mit Heizkörpernischen, wo sich die Wärme gestaut hat. Da hatte ich genauso ein Temperaturgefälle in lokalen Bereichen des Hauses.

Man muss also auch immer schauen woher man kommt. Klar ist eine Fußbodenheizung immer komfortabler. Wenn sich dort Gäste einquartieren die eine Fußbodenheizung gewöhnt sind hat man eh verloren.

Bei Daikin gibt es da eine Liste der verfügbaren Kombinationen. Also man kann an ein AG mit 6,8 KW Leistung (zB MXM68) einen Kombination mit 2,0+2,0+2,5+3,5 anschließen. Das ist so erlaubt und möglich.

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Ja, kann ich so auch bestätigen. Aber es dauert seeeeeehr lange, bis sich die Räume auf dem Niveau “einpendeln”. Mit eben mal “Tür auf und es wird warm” ist nicht;) Da müsste der Unterschied schon extrem hoch sein.

Da müsste man dann mit den Gästen immer einen “Aufgabenkatalog” durchgehen wie die erfolgreiche Beheizung der Wohnung funktioniert :laughing:

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Da muss man sehr gut die Bausubstanz im Blick haben. Was bei einem U-Wert von 0,2 super funktioniert, ist bei einem U-Wert von 1,4 völlig undenkbar. Das kann man fast direkt gleichsetzen mit den Temperaturdifferenzen zwischen den Zimmern, die dann 7 x so groß sind.

Temperaturdifferenzen von 4-6 Grad zwischen 2 Zimmern im Altbau sind typisch, wenn man versucht, einen Raum nur durch einen offene Tür mitzuheizen. Im gut gedämmten Neubau sinds nur 1 Grad.

Die Heizlast, die hier genannt wurde, zeigt es auch: 3kW für 22m² bei -12 Grad. Durch eine Tür bekommt man nur ungefähr 200-300 W pro Grad Temperaturdifferenz. Also >10 Grad Temperaturdifferenz. Ich denke, diese Idee mit IG im Flur kann man vergessen.

Kommt noch hinzu, dass eine Nepura in so einem kleinen Flur stark takten würde, die bekommt ihre Wärme nicht los.

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Vielen Dank erst mal für die vielen Antworten und Gedanken dir ihr euch gemacht habt.
Ich werde jetzt erst mal zu einem Fachbetrieb vor Ort gehen und dann mal schauen was der mir empfiehlt. Den werde ich eh brauchen um eine Möglich Störung kurzfristig beheben zu lassen.

Mehr als 2 MS will ich nicht verwenden. Da ich nicht das ganze Dach mit AGs vollbauen will. Ich denke, es wird auch eine Lösung mit 2 MS geben. Und evlt. Abtaugeräusche sind dann nun mal da.
Ich werde euch noch mal Bescheid geben, was mir der Fachbetrieb empfiehlt.

Kann ich bestätigen. Die 40er haben einen super Luftdurchsatz. Ich habe dies schon einige Male geschrieben, als um den Vergleich zwischen Ururu Sarara und der 40er Nepura ging. Der Luftdurchsatz ist wirklich die Stärke der 40er. Ohne daß das Innengerät aufdringlich ist oder nervt.