Wer eine BWWP so kauft, der springt meist viel zu kurz und gerade beim Betrieb in Verbindung mit fossiler Heizung.
Das lohnt sich kaum noch , seit die Chinesen mit BaFa fähigen WP Europa erreicht haben und zwar zuerst in Norwegen vor 3 Jahren schon. Die kosten dann mit 12 kW frei Oslo Hafen dort unter 2000€, zeitweise auch für 1800€. Die gleiche WP gibt es von deutschen Händlern mit BaFa Zertifikat auf ihren Betrieb ausgestellt für 6000€.
Wer will sich also jetzt noch eine BWWP kaufen , wenn es die Wärmepumpe gibt, die man in den Vorlauf der Ölheizung lbzw. deren Kessel einscheift. Dann liefert die WP das warme Wasser und die Ölheizung schaltet immer zu, wenn die WP den Zielwert nicht mehr erreicht oder wie bei uns die WP einfach bei - 3° C ausschaltet, wodurch die Fühler der Ölheizung das Defizit ausgleichen, also auf 45°C Vorlauf anheben oder aber das Wasser warm machen können.
Rechnung geht auch über einen Energieberater, der die Pumpen importiert und bei der BaFa zertifiziert hat, was dann bedeutet 2400€ Pumpe, dazu noch 1600€ für den Energieberater selber, der so doppelt Kasse macht. Dann ist man 4000€ los und zahlt noch 800€ Kleinkram und für den Monteur, so dass man 4800 € los ist.
Bei 35% Förderung bleiben dann rund 3200€ hängen - oder für Rentner mit unter 40000€ zu versteuerndem Bruttoeinkommen p.a. eben 65% und die brauchen dann auch nicht die Ölheizung ersetzen, sondern dort wird es ein Hybrid,also eine Ergänzung. Dann kostet die WP am Ende 1600€ im Idealfall.
Wer will da noch mit BWWP anfangen ?
ABER: Wir hatten dummerweise vor der Förderung schon im Frühjahr 2023 eine BWWP gekauft, aber wenn schon, dann nur eine richtige, was bedeutet, eine BWWP mit 16 kW Wärmetauscher, so dass man damit in der Übergangszeit heizen kann.
Immer dann, wenn die BWWP die 63°C maximal Temperatur mit 280 Liter erreicht hat, dann wird die Ladepumpe Wärme aus der BWWP in den Heizkessel pumpen und somit die Last der Ölheizung verringern. Sinkt die Temperatur in der BWWP unter 40°C, dann geht wieder die BWWP in den Überschussbetrieb. Wir haben so grob von 14h Nutzungszeit am Tag gut 8 bis 10h in den Heizbetrieb schieben können.
Nimmt man nun an, dass man mit Faktor SCOP 3,3 gut 14h und 700 W unterwegs ist, dann sind das 9,8 kWh x 3,3 oder fast 33 kWh Wärmeertrag. Davon gehen 10 kWh auf das Warmwasser und somit 23 kWh in die Heizung. Bei einem Brennwertkessel der 2000er kann ihc mit Wirkungsgrad 85 bis 90% (auf dem weg vom Öl ins warme Wasser) dann 23 kWh / 85% = 27,05 kWh würde eine Ölheizung dafür brauchen, was bei 9,8 kWh / L Heizöl eben 27,06 kWh / 9,8 kWh / L = 2,76 Liter Öleinsparung bringt.
Das sind aktuell 2,76€ Ersparnis, wobei man im Schnitt im Winter die 9,8 kWh für 14h Betrieb x 700 W mit sagen wir 40% PV Überschuss und 60% Tibber Nachtstrom abdecken kann, was grob 40% x 8 Cent EEG + 60% x 24 Cent Tibber (Das ist Nachtstrom, der in den Akku ging für 20 Cent und mit 20% Verlusten wieder raus, also 24 Cent). = 17,6 Cent bzw. für die 9,8 kWh dann 1,73€ kostet und 1€ Ersparnis bringt. Nicht viel für die meisten, aber doch bei 180 Tagen und aktuellem Ölpreisniveau 180€ mehr Ertrag als durch reinen BWWP Betrieb und das ist dann schon eine Menge, denn die BWWP selber bringt an 360 Tagen auch nur 360 Liter Ölersparnis.
Bei der Atlantic Explorer mit 270 Liter und Coil / Wärmetauscher lagen wir damals bei 2000 € in Holland, wo die herkam, weil deutlich günstiger als in D. Die Atlantic Explorer gab es dann zwischenzeitlich bei einem Händler auch schon für 1600€ und da mag sich das noch so gerade lohnen, um Überschüsse zu nutzen, weil durch die Entkopplung bei uns von Warmwasser und Heizung nun die Wärmepumpe iim Verbund mit der Ölheizung effizienter arbeiten kann. Es gibt keine ineffizienten Hhochtemperaturphasen bei der Wärmepumpe.
Hätten wir gewusst, dass die Förderung kommt oder wie günstig man an die WP kommen und die auch einbinden kann, weil das Wasser bzw. dessen Temperatur die Steuerung macht, da am Ende immer noch die Ölheizung entscheidenkann, dann hätten wird die BWWP nie gekauft. 1 Heizperiode ist um, die Wirkungsgrade sind Ok und getroffen worden.
Wer meint, er könne den Inverterraum als Energiequellle dafür nutzen, der muss dann aber 1. aufpassen, dass das keine Heizungsraum ist, denn aus dem darf keine Luft entonmmen werden, weil der Schornsteinfeger da das Sagen hat und die Vorgaben erteilt und 2. mal so das Hirn einschalten und den Luftbedarf nachrechnen, den die BWWP so üblich hat . Das sind viele, viele cbm und die warme Inverterraumluft reicht da wie lange ? Nehmen wir einen 5 x 10 m großen Raum für die Wechselrichter , für anderen eine Tanzhalle oder Wohnzimmer, aber sei es drum. 50 qm x 2,5 m Deckenhöhe ergeben 125 cbm warme Luft von den WR.
Reicht aber im BWWP Betrieb dann nur für 20 Minuten und ich bezweifel, dass die nachströmende Luft in 20 Minuten wieder so warm sein wird wie zuvor.
Wehe aber, der Wechselrichterraum ist eine 12qm große Abstellkammer, dann gibt es nur 1/4 der Kubikmeter an warmer Luft, den bei 300 cbm Bedarf sind die 30 cbm nach 6 Minuten weg , keine 10% Abdeckung.
Wir haben eine Dachbodenansaugung und zwar grob 250 qm Dachboden mit 4 m First, also im Schnitt 2m Höhe, somit 500 Kubikmeter, wo die Sonne draufballert.Aber das Ansaugrohr geht dank eines T Stücks durch die Decke oder kann im Inverterraum ansaugen. Aber das geht nach hinten los und ist nur im Sommer erlaubt, wenn ein Sensor die Klappenstellung misst. Wird Luft im Raum angesaugt, darf die Ölheizung keinen Strom kriegen. Sonst geht das nicht. Gleiche Steuerung wie bei einem Kaminofen in einem offenen Haus , wo die Dunstabzugshaube nicht laufen darf, wenn der Kamin an ist, aber kein Fenster offen. Dort überwacht die Fensteröffnung die Abzugshaube , ob die laufen kann oder nicht.
FAZIT: Dachbodenansaugung bringt eine Mengevor allem von je nach Witterung Mitte Februar bis Mitte November, weil sich dort das Dach, die Pfannen und alles schneller erwärmt, selbst mit den Modulen als Abdeckung.
Aber generell: Atlantic Explorer mit Wärmetauscher mag sich noch lohnen, aber ist schon selbst mit 1600€ verdammt teuer im Vergleich zur 12 kW Wärmepumpe für knapp 2000€. Die Atlantic Explorer ist made in France und der Hersteller hat so viel mitarbeiter wie Viessmann, kennt hier nur kaum einer, weil der Hersteller auch den Österreicher Austria emaille übernommen hat und die den deutschen Markt beackern, so dass Atlantic hier selten zu finden ist.
Atlantic hat u.a. auch die BWWP für Panasonic hergestellt, das waren umgelabelte Atlantic Explorer. Die Steuerung erfolgt via Funkmodul, was ins WLAN eingebunden ist und wofür es eine HA Integration gibt, genauso wie für die China Pumpe, die auch mit HA kommt. Von daher eine feine Sache vor allem für die händische Automatisieurng im Zusammenspiel BWWP als Warmwassererzeuger und deren Pausen, wo die Ladepumpe die Wärme aus dem Speicher in den Brennwertkessel pumpt.