Wechselrichter für einzelnes 700W Modul

Guten Abend.

Ich habe für ein Balkon Kraftwerk ein risen 685W Modul gekauft. Dazu habe ich nun einen Deye Sun 800, ApSystems EZ1-M und einen envertech EVT560 ausprobiert.

Allesamt produzieren ~500W (oder weniger) und regeln ab.

Kennt jemand einen Wechselrichter der auf einem MPPT (bei 40-50V) 600+W umwandeln kann?

Woher weißt du das?

Wieso bist du sicher, dass dein Modul mehr als die 500W erzeugt?

Wenn das Ding jetzt schon 50V erzeugt, wird das in nem kalten Winter sicher lustig...

Ich würds da mit nem Growatt 600 oder einem Solix versuchen...

Danke fürs schnelle antworten.

Ich hatte heute 3 Stunden durchweg die 500W am EZ1-M anliegen. Der Winkel zur Sonne wurde in der Zeit noch besser. Der Graph ist auch abgeschnitten.

Laut Datenblatt geht die Spannung bei -10Grad nur auf ca 54V. da habe ich weniger bedenken.

Der solix ist baugleich zum ApSystems soweit ich sehe. Und der Growatt hat leider eine zu hohe Startspannung von 50V.

Hm, welchen Solis meinst du?

Aber es stimmt der Solis s6 hat auch eine Startspannung von 60V.

Was hat dich denn dazu getrieben, so ein absonderliches Modul zu kaufen?

Die meisten Mikrowechselrichter können doch nur 400W pro Kanal. Es gibt Leute, die beide Kanäle eines WR parallel schalten und dann ein Modul anklemmen. Ich halte das für technisch gesehen keine gute Idee, aber manche Praktiker meinen, es würde funktionieren.

Wird schwer einen günstigen Microwechselrichter zu finden, der an einem Anschluss die 17,1 Ampere Impp (gemäß Datenblatt) oder sogar 18 Ampere (sofern noch Strahlung von hinten kommt) schafft. Hoymiles HMS-800W-2T begrenzt auf 14 Ampere pro Anschluss. Immerhin würdest Du bei 39,88 Volt Vmpp auf 558,32 Watt kommen. Die größeren Hoymiles HMS-Wechselrichter können auch mehr. Aber die musst Du auf 800 Watt begrenzen.

Bin gespannt, ob Du etwas findest. Ich persönlich hätte so ein unhandliches Modul (38,5 kg gemäß Datenblatt?), dass man wegen der Größe derzeit nicht auf dem Dach montieren darf, nicht gekauft.

Wenn es ein Online-Verkauf war und die 15-Tage für die Rückgabefrist noch nicht überschritten sind, würde ich das Modul zurückgeben.

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Die meisten Mikrowechselrichter können doch nur 400W pro Kanal. Es gibt Leute, die beide Kanäle eines WR parallel schalten und dann ein Modul anklemmen. [/quote]

Das machen einige, die Ihre Mikrowechselrichter nutzen, um mittels 48V-Akku 230V zu erzeugen.

Sofern man die Kabel beider Eingänge exakt gleich lang macht, scheint es wohl zumindest bei den in den Threads verwendeten Hoymiles in etwa zu funktionieren. Am besten die entsprechenden Threads dazu ansehen.

Ein paar Daten (Imp, Vmp) wären bei so einem Exoten sicher ganz hilfreich gewesen...

Zum "Direktverbrauch" brauchst du wohl sowas wie einen Soyosource 1000, der kommt mit dem Strom klar

Einige haben im Batteriebetrieb auch einfach beide Eingänge von Mikrowechselrichtern parallel angeschlossen, evtl. klappt das auch bei deinem Modul.

Alternativ geht natürlich auch der Umweg über einen Akku und Laderegler

Der Hoymiles HM-1500 z.B., hat zwar pro Seite 2 Eingänge, die auch monitiert werden, aber die laufen auf einem Tracker zusammen. Das sind dann 2 x 11,5 A = 23 A und 750 W, die pro Seite verarbeitet werden können. Egal ob über einen oder zwei Eingänge pro Seite. Der Georg Giglinger von Enercab hat mal ein Video über die Arbeitsweise des HM-1500 gemacht.

Die Herf-1600 und -1800 haben auch nur jeweils einen Tracker pro Seite. Aber das hat, soweit ich weiß, noch niemand getestet. Müsste aber auch so sein. Wetten, dass die aus demselben Stall kommen.

Den Herf-800 teste ich seit einer guten Woche mit drei bis vier 400 W Modulen an einem Eingang. Der beschwert sich nicht.

Ansonsten sei doch mit den 500 W vom EZ1-M zufrieden. Das mehr an Ausgaben holst Du an Ernte darüber kaum wieder rein.

Am Akku funzt das problemlos mit den Hoymiles. Ob das an dem Modul wo die MPPT Tracker ja auch wirklich was machen müssen auch klappt oder ob die dann zu spinnen anfangen und gegeneinander rumregeln müsste man ausprobieren. Wenn ich mich recht entsinne dann haben "4T" Modelle mit 4 Panelanschlüssen in Wirklichkeit nur 2 getrennte Tracker, wenn das so ist müsste es damit problemlos gehen (und kann man später noch ein zweites anschließen...).

Eigentlich war es eine ganz pragmatische Entscheidung. Die Größe passt halt genau ans Balkongeländer (hier gilt als zumindest als Balkonkraftwerk die DIBt nicht und somit perfekt Platzausnutzung, da 2 "kleine" Module nicht gepasst hätten) und aufs Gartenhaus, was aber noch auf fertige Außenanlagen wartet. Ich bin ja mit den 500W auch nicht unzufrieden, aber bis ich eine große Anlage habe, würde ich gern die Leistung maximieren.
Was mich ärgert ist, dass das Handbuch z.B. vom Apsystems EZ1-M von 2x 20A (bzw. 2x 25A Isc) spricht. Deye ist da wenigstens ehrlich. Ansonsten danke für die Tipps. Ich hab mir jetzt ein Y-Kabel bestellt und werde wohl mal die Guerillataktik ausprobieren (2x MPPT Tracker an Y Kabel auf 1x Modul)... What can go wrong...

Nein, das ist nicht so. Die Hoymiles mit 4 Trackern bei 4 Eingängen haben wirklich 4 Tracker und sind eigentlich ein Rückschritt gegenüber HM-1200 / HM-1500 mit nur 2 Trackern. Aber es verkauft sich besser, muss mit 4 Trackern ja besser sein, ist doch klar.

Der Unterschied ist, beim Drosseln des Gerätes wird jetzt jeder der 4 Ausgänge einzeln gedrosselt und auf z.B. 50 % gesetzt. Mit den HM's war es so, dass man auch 2 Module an einer Seite nach Ost und West ausrichten konnte, hat genauso gut funktioniert, auch mit nur einem Tracker. Der Vorteil hier, die Drosselung wurde nur auf 2 Tracker aufgeteilt. Beim HM-1500 also 750 W pro Seite ungedrosselt, mit 50 % dann halt für die 2 Module am Tracker 375 W zusammen, die aber auch nur von einem Modul kommen konnten.

Mit 4 Trackern wären es, um beim Beispiel zu bleiben, 187,5 W pro Modul. OK, spielt nur bei unterschiedlicher Ausrichtung eine Rolle. Und deshalb finde ich die neuen Geräte einfach nur scheixe. Sie beschneiden bei unterschiedlicher Ausrichtung den Ertrag.

Ich kann jetzt von Erfolg beim Anschluss eines 685W Risen Moduls an beide MPPT Tracker eines Hoymiles HMS-800-T2 per Y-Kabel berichten. Messung ist nur AC seitig jeweils per Shelly PM mini gen3 erfolgt, da ich kein DTU hab.

Output ohne Y Kabel = 1 Tracker: ~440W

Output mit Y Kabel = 2 Tracker: Im Peak 752W (also sogar die Bifazialität ersichtlich)

Heute früh ist mir aufgefallen, dass, solange die Leistung unter ~70-80W lag, die Tracker sich gegenseitig ausgeregelt haben. Es ging also bis 9 Uhr hoch und runter. Aber danach blieb die Leistungskurve absolut stabil (abgesehen von Wolken....). Es wäre jetzt noch interessant, ob die anderen Wechselrichter ähnlich performt hätten, aber die habe ich schon wieder retourniert.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis so sehr zufrieden.

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Die Regelung der einzelnen MPPTs wird deshalb gestört, weil die Mess-Shunts beider Kanäle parallel geschaltet sind. Das Problem dürfte man verhindern können, wenn man jeweils eine Diode zwischen Minus-MPPT-Eingang und Modul schaltet. Die dürften aber etwas Kühlung benötigen.

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Probier doch einen Growatt Neo einmal aus, der kann bis zu 800 Watt pro MPPT

@win

danke für den wertvollen Tipp. Das sieht so viel besser aus.

Wegen der Wärme Entwicklung werd ich dann mal heute schauen. Hab extra welche mit externem Kühlkörper bei Ali bestellt.

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@pv-fan-rsk sieht vielversprechend aus. Danke dir den Hinweis.

@domizei385

Super Sache, kann du bitte ein Foto der Diode am Anschluss machen.

@ulli

So sieht das aus.

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Das ist ja ein ganz schöner Oschi mit 55 A und 2000 V. Wird der Kühlkörper überhaupt warm? Aber eigentlich auch egal, für den Preis bei Ali ist der genau richtig und kann man nichts verkehrt machen. :grinning:

@ulli handwarm.

Ich hatte bedenken, wegen der Hitzeentwicklung bei den MC4 Stecker Dioden. dies war der einzige mit externem Kühlkörper, den ich fand und kann nicht klagen :slight_smile: