Wechselrichter für Werkstatt

Mahlzeit,

ich suche nach einem Wechselrichter für meine Werkstatt. Habe zur Zeit 5,1kw an Solarmodulen verbaut und einen 16 kw /48V Akku mit JK Bms. Hatte bisher n billig China Wechselrichter am Start aber da ich regelmäßig schweiße ,sowohl MAG als auch WIG, hat dieser das zeitliche gesegnet. Vermute mal das er die Zündfrequenzen beim Schweißbeginn nicht verkraftet hat. Hat jemand ne preiswerte Alternative oder anderweitige Lösung für mich?

Gruß Christian

Du brauchst was mit einem dicken Trafo drinne, der gewaltige Überlast in allen Varianten wegbügelt. Das sind vor allem die alten Victron MPxyz oder Insel-WR und die gebraucht zu bekommenden Studer XTM. Wobei ich die Studer für am robustestem halte und sie gleichzeitig den besten Wirkungsgrad haben.

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Ich habe nen Victron multiplus 5000 und schweisse ohne Probleme. Auch Kreissäge und Holzspalter machen keine Problem (habe 3 davon da Kreissäge und Holzspalter 3 Phasen brauchen)

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Was haben denn deine Schweißgeräte für eine Leistungsaufnahme, beim Start und im Dauerbetrieb auf hoher Stufe? Die Billig-China-WR haben oft nur 30...50% ihrer Nennleistung als Dauerleistung und bei pulsierendem Betrieb haben die vermutlich auch Probleme mit der Regelung. Dicke Trafogeräte sind da natürlich wesentlich besser, wiegen aber und kosten auch.

Denke, ein 15kW Deye würde das auch gut wegstecken - Du mußt die Leistung halt reichlich überdimensionieren! 3 Multiplus kosten ca. das 3-fache und brauchen Platz.

Das ist sehr wahrscheinlich. Besonders wenn die Masseklemme nicht angeschlossen ist, ergibt sich ein kapazitiver Kreis, der beim Zünden Hochspannung zwischen Ein- und Ausgang des Wechselrichters verursacht. Es ist übrigens inzwischen ein Märchen, dass Wechselrichter mit Niederfrequenztrafo besser mit Überlast zurechtkommen. Schau dir mal den FCHAO 3500W (7000W Spitzenleistung) an. Den kann man an einem Ausgangspol mit dem Minus Eingang und mit PE verbinden. Ist für den FI sowieso notwendig. Ein weiteres Problem stellt Metallstaub dar, der beim Flexen in den Wechselrichter gelangt

mein bisheriger Offgrid WR hat laut Typenschild 4500 W Dauerlast und 6200 W peak. Meinen 3kw Kompressor und den 3kw Heizstab für Warmwasser hat er ohne Probleme verkraftet.

Metallstaub kann ich ausschließen da zum einen in einem abgetrennten Bereich der Werkstatt geflext wird und zum anderen hat der WR ne Filteranlage vorgeschaltet.

Heizstab ist völlig unkritisch da ohmsche Last. Kompressor ist schon schwieriger, da die älteren Modelle einen hohen Anlaufstrom haben können. Große Schweißtrafos ziehen auch mal 5... 6 kW und mehr. Aber die HV-Zündspannung kann tatsächlich eine Ursache sein, wenn da etwas bis auf den Eingang durchschlägt?

Müßte man mal mit einem Oszilloskop untersuchen - wäre dann schon ein problematisches Schweißgerät - auch für andere Geräte am Stromkreis :thinking:

Kompressor ist ein moderner Flüsterkompressor mit 3x 1kw. Schweißtrafos benutzt man eigentlich schon lange nicht mehr. Mein Weldinger MAG ist knapp 2 Jahre alt ,mit modernster Elektronik und max.200A Ausgangsstrom.Das WIG Schweißgerät is nur 2 Jahre älter. Bei mir wird ausschließlich Dünnblech im KfZ Bereich geschweißt. Wenn die Geräte generell Probleme machen würden hätte ich auch Probleme mit div. SPS Steuerungen in der Werkstatt.

Vielleicht hilft die Kombination aus einem robusten WR mit einem guten, sehr nah an den 230VAC dimensionierten Überspannungsschutz, der wirklich bei 350VDC schon begrenzt.

P.S. mit meinen drei MP2 laufen mein kleiner Wig-Invertrer, mein Plasmaschneider und die 3Ph-Kreissäge schon einige Jahre problemlos.

Bei der Gelegenheit, was macht einen Studer WR noch besser als die von Victron, außer dass sie aus der Schweiz kommen,:roll_eyes:?

Grüße

XTM ist unten herum deutlich effizienter als ein MP2.

Oben ist sind dann die RS 48/6000 Varianten wiederum besser als MP2 und XTM.

Die Überlastfähigkeit ist beim Studer höher als bei beiden Victrons (Leistungsbereinigt).

Fürs Schweissen brauchts keine 3 :slight_smile: ICH brauche die wegen Drehstrom

Und ja der Deye kann das auch? was hat das mit dem Thema zu tun

Danke für das Schaubild. Kannte ich so noch nicht. Aber ich glaube fürs Schweissen ist der Wirkungsgrad nicht wirklich ausschlaggebend, wenn es sich um unter 10 % handelt.

Das kommt darauf an! Kleine Heimgeräte nicht, aber große Inverter schon! Aber das sollte der TE selber wissen :wink:

@uschi vielen Dank für die Grafik, die "untenherum" die deutlich bessere Effizienz der Studer WR zeigt. Wenn ich meine Lastverteilung ansehen, laufen die WR meistens in dem Bereich unter 500W, also sollte das ein Vorteil für diese WR aus der Schweiz sein. Anders herum ist der Verlust bei z.B. 200W bei 80% (Victron) Wirkungsgrad 40W, bei 95%WG (Studer) 10W, ein Unterschied von eben 30W, das macht bei drei WR im 3-Phasenverbund einen Unterschied von 90/h oder ca. 2kWh/d. An 200 Tagen muss ich Strom zukaufen, dann spare ich durch die höhere Effizienz nach dieser Überschlagsrechnung ca. 400kWh pro Jahr, entsprechend etwas 130€.

Für diese Ersparnis lohnt sich bei einer bestehenden Anlage der Wechsel von Victron zu Studer nicht. Anders sieht das bei einer Neuplanung aus, da lohnt sich ein Blick in die schöne Schweiz.

Als ich meine Anlage aufgebaut habe, war mir der Hersteller Studer gänzlich unbekannt.

Aber dafür ist so ein Forum gut, Ideen und Möglichkeiten kennen zu lernen.

Grüße