Bei einem Balkonkraftwerk wird es kaum nennenswerte Überschüsse geben, da der erzeugte Strom größtenteils sofort selbst verbraucht wird.
Zwischenzähler rein und einer der beiden VNB-Zähler stillegen/rausnehmen geht natürlich. Nur wenn du später irgendwann man wieder einen zweiten Zählerplatz brauchst (z.B. für Wärmepumpentarif oder Wallbox oder doch Wohnungen trennen oder ???) , dann könnte es sein, dass du den Zählerschrank auf die dann gültige VDE-Norm umbauen musst, was ein paar Tausender kosten kann. Insofern würde ich auch wenn nix dran angeschlossen ist, den 2. Zähler drinlassen und die Grundgebühr brav zahlen.
Wenn du zwei Steckerkraftwerke anschließen möchtest geht das eigentlich nur mit zwei Zählern.
Bei einer möglichen Notwendigkeit den Zählerschrank zu aktualisieren kann ich nur zur Befragung des Netzbetreibers raten. Die Elektriker wollen einem häufig was teures verkaufen, dass gar nicht notwendig ist. Mein Netzbetreiber schreibt etwa: "In einer Bestandsanlage verzichten wir auf die vollständige Umsetzung der TAB. Wir erwarten das, das und das."
Hier reden wir eher von € 100 als von € 1000. Das hat bei mir funktioniert.
Ich wollte wieder einen zähler in eine vorhandene verteilung haben. Der platz war ja vorhanden. Der stromversorger hat keinen zähler gesetzt, es musste eine teure neue verteilung installiert werden. Rastis einwand hat eine absolute berechtigung. Dass ein netzbetreiber in eine alte verteilung wieder einen zähler setzt, halte ich für ein gerücht. Ausser, die verteilung ist neueren datums.
@alter-hase Wir haben einige hundert Netzbetreiber. Jedes Netz wird wie ein Fürstentum gehandhabt. Eigene Regeln. Da habe ich wohl Glück gehabt. Aber Fragen kann Klarheit schaffen.
Bei meinem Netzbetreiber gibt es auch Vorgaben. Bei mir mussten die Zählersetzer auch zweimal kommen. Das wäre sonst auch zu einfach gewesen.
ich klinke mich hier einmal frecherweise ein, damit nicht gleich ein neuer Thread entsteht, da mein Thema prinzipiell gleich gelagert ist.
Wir werden perspektivisch zu meinen Schwiegererltern ziehen. Die haben sich vor ca. 2 Jahren eine Solaranlage mit ca. 10,5kWp montieren lassen. Ein Speicher ist aktuell nicht vorhanden. Die Anlage ist für sie alleine viel zu groß, sodass aktuell sehr viel ins Netz eingespeist wird. Das Haus hat aktuell 2 getrennte Stromkreise, sprich 2 getrennte Stromzähler für die eine und die andere Wohnung. Die Idee wäre, dass wir beim Einzug die Anlage für unsere Wohnung mitnutzen können. Nun habe ich mich schon mal umgehört und das würde wohl auch gehen, wenn es nur noch einen Stromkreis für das ganze Haus geben würde. Unsere Wohnung könnte dann mit einem Zwischenzähler organisert werden, der auch nicht zwinged geeicht sein müsste. Die Möglichkeit die Anlage mittels einem zusätzlichen Wechselrichter aufzuteilen möchten wir vermeiden. Nun wäre aber noch der Wunsch, dass man sieht, welche Wohnung wie viel von der Solaranlage gespeist wird und wie viel am Ende noch ins Netz geht. Da wurde mir gesagt, dass zumindest der Punkt, dass man sieht, wie viel die eine und die andere Wohnung von der Solaranlage zieht nicht gehen würde. Ist dem wirklich so oder ginge das ggf. doch und wenn ja, wie? Das Ganze sollte möglichst preiswert umzusetzen sein.
Es braucht zwar 4 Zähler neben dem des Netzbetreibers aber 2 Unterzähler soll es eh geben.
Ein paar Punkte sind zusätzlich zu beachten. Die Kabellängen vom Wechselrichter zu den Smartmetern (SMW1, SMW2) sollten gleich sein (gleicher Widerstand). ebenso die Brücken SMW1 zu SM1 und entsprechend SMW2 zu SM2. Auch die Verbindung Zähler zu Sm1 und Sm2 sollte gleich sein. Alle SMx vom gleichen Typ.
Der Gedanke dahinter bei gleichen Widerständen teilen sich die Ströme zu gleichen Teilen auf.
Fall: 1 und 2 verbrauchen nichts. Nun zählen SMW1 und SMW2 die gleiche Menge Solarstrom. SM1 und SM2 zählen den gleichen Betrag wie SMW1 bzw. SMW2. Der Zähler zählt die Summe SM1 + SM2.
Fall: 1 verbraucht Strom, 2 keinen. Für 2 ändert sich zum 1. Fall nichts. Für 2 gilt SMW1 zählt Solarstrom aber SM1 sieht nun nur noch eine Teilmenge da ja ein Teil bei 1 verbraucht wird. Somit ist SMW1 minus SM1 der genutzte Solarstrom. Beim Zähler kommt immer noch SM1 + SM2 an, solange SMW1 größer als Verbrauch. Wenn Verbrauch größer SMW1 geht zählt SM1 den Netzbezug.
Weiterhin wird sich die Verteilung des Solarstroms zu dem Teilnehmer verschieben der den größeren Verbrauch hat da Aufgrund der Leitungswiderstände hier die Spannung etwas abfällt.
Nun kann jeder prüfen ob meine Überlegungen passen oder mir ein Gedankenfehler unterlaufen ist.
Ob es Sinn macht 2 weitere Smartmeter in das System zu integrieren ist wieder eine andere Frage
Gerade wenn Bezug und Einspeisung auf getrennten Phasen passiert, ist es gar nicht sichergestellt, dass dieser den “kürzesten Weg” über den gewünschten Zähler nimmt.
So wäre es denkbar, dass der eine Unterzähler in Summe Einspeisung und der andere Bezug registriert und der EVU Zähler in Summe 0 W anzeigt.
Ich versteh den Sinn bez. den Aufwand der Überlegungen überhaupt nicht.
Die Schwiegereltern haben eine Solaranlage und speisen Überschuss ein. Ihr zieht in die andere Wohnung mit Zwischenzähler und zahlt ganz normale Bezugspreise an die Schwiegereldern.
Bei Solarüberschuss bekommen die Schwiegereltern etwas weniger Einspeisevergütung und dafür von euch den normalen Preis vergütet. Dafür laden die Schwiegereltern euch mal zum Essen ein. Oder auch nicht.
In der eigenen Familie dieses KleinKlein, echt jetzt.
Wenn allerdings meine Familie so drauf wäre, würde ich mit Sicherheit nicht zusammenziehen.
Hallo @refab61 ,
schau dir mal die Stromtarife an. Wer wenig verbraucht, ist oft in der “Grundversorgung” gut aufgehoben. Bei der sind die monatlichen Grundgebühren hier bei uns besonders günstig, dafür kostet die kWh mehr. Soviel Einsparpotenzial ist da möglicherweise nicht drin. Bei 2 Tarifzählern kann auch jeder seinen Stromanbieter frei wählen. Außerdem darf man je Tarifzähler nur ein BKW (800 W mit 2000 W PV) anschließen.
Eine solche Schaltung müsste wissenm wieviel verbaucht wird. Eine gesonderte Messung am Tarifzähler ist aber nicht nötig, wenn der Tarifzähler schon ein etwas moderneres Gerät ist. Diese haben eine IR Schnittstelle, über die mittels Lesekopf die Werte ausgelesen und ins Hausnetz (WLAN, LAN) gestellt werden können. Habe eure Zähler noch die drehende Scheibe?
Sobald du 2 BKW anmeldest, werden die gegen die modernere Variante ausgetauscht. Damit sparst du die Kosten für den Kauf und den Einbau von gesonderten Messgeräten wie shelly 3 EM, usw.
Danke für die zahlreichen Antworten. Hatte schon die Hoffnung verloren, dass der Thread noch Beachtung findet und hatte daher vor kurzem einen eigenen Thread aufgemacht. Ich denke wir werden einen Hauptzähler für die Schwiegereltern behalten und unsere Wohnung über einen Zwischenzähler managen. Den verbrauchten Solarstrom unsererseits werden wir dann grob prozentual umlegen. Auf den Cent genau soll es nicht sein, aber es ist halt nur fair, wenn die Schwiegereltern auch etwas für den abgenommenen Strom bekommen, vor allem, wenn wirklich irgendwann die Einspeisevergütung wegfallen sollte.