Was bewirkt ein hydraulischer Abgleich? [abgetrennt]

Brauchst nur einen Spielsüchtigen mit seiner PC Orgel der gelegentlich in dem Raum werkt und der Kollaps ist programmiert.

Aber eben nur, wie ich es weiter oben schon mehrfach versucht habe deutlich zu machen, wenn das Thermostatventil seine Regelautorität nicht aufgrund einer hydraulischen Verstimmung verloren hat. Man kann nicht pauschal davon ausgehen, dass der Thermostatkopf immer ausreichend mechanischen Weg hat um den Ventileinsatz z.B. auf Stufe 3 vollständig zu schließen. Deswegen ist der Ventileinsatz voreinstellbar (moderne jedenfalls). Die Voreinstellung ist so zu wählen, dass der HK für den Auslegungsfall nur die thermische Energiemenge erhält die es zum halten der Solltemperatur braucht. Überganszeiten die weit weg vom Auslegungsfall sind werden über die außentemperaturabhängige Heizkurve abgefangen.

Um eine Verstimmung des Systems nachzuweisen kann man dein Beispiel auch hernehmen nur mit anderen Temperaturwerten. Sobald ein Raum (von dem wir annehmen das er ohne Störgrößen auf Stufe 3 die 20°C erreicht) beispielsweise auf Stufe 3 dann wärmer wird als 20°C +0,4K (Hysterese der genannten Buderus Thermostatköpfe) ist davon auszugehen dass der Massenstrom nicht vollständig unterbunden wurde. Und sorry wenn ich da ein bisschen kleinlich rüber komme, aber mit Handanlegen und dann sagen “der HK bleibt kalt” ist es m.E. nicht getan.

Ich meine, ich traue den Marketingaussagen der jeweiligen Energieberater auch nicht die genannten Einsparpotentiale zu. Aber immerhin spricht man ja von 6% Ersparnis pro Kelvin. Je feiner das Einsparpotential wird, desto besser/genauer müssen meiner Meinung nach dann auch die Messmethoden sein.

Dann schließt er halt bei 20,5 Grad zu 100%, das Prinzip ändert sich dadurch nicht, auch nicht durch den hydraulischen Abgleich. Egal wie du den einstellst am Ventil, der Punkt, wo das Thermostat schließt, bleibt. Hydraulischer Abgleich ist doch nur ein Limiter, wie weit das Ventil maximal öffnen kann.

Ja, da kann man sich stark vertun, wie mir die Wärmebildkamera schon öfter gezeigt hat. Ein Heizkörper mit 40 Grad fühlt sich schon warm an, bei 30 Grad fühlt er sich kalt an, obwohl er noch deutlich Wärme abgibt. Unser Wärmeempfinden ist stark auf den Bereich um die Körpertemperatur festgelegt. Ob etwas 20, 25 oder 30 Grad warm ist, kann man nur noch schwer unterscheiden.

Hintergrund war: Bekannter hat sich gewundert, warum sein Heizkostenverteiler fehlerhaft im Sommer zählt, obwohl Thermostat auf 0 stand und der Heizkörper auch kalt war. Wärmebildkamera zeigte, dass der Heizkörper ein paar Grad wärmer war, als Umgebung. Das Ventil war kaputt und hat permanent Wasser durchgelassen. So ein Mist kann dann ganz schön ins Geld gehen.

Das sind nur die reinen Brennstoffkosten für Strom oder Gas.
Schorni kommt noch on top, Wartung mache ich selber.

Herzliche Grüße
Eclipse

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