warum laufen die Zellen jetzt auseinander?

Komisch, meine Zellen sind schön beisammen und laufen aber nachdem die Ladung fertig ist recht weit auseinander... Was in der letzten zeit sich geändert hat, ist ein Zubau von PV, damit wird der Pack wesentlich schneller geladen, wobei ich schon den Ladestrom begrenzt hatte. Scheinbar reicht jetzt aber die Zeit nicht mehr aus um die Zellen durch den Balancer auszugleichen. Sehe ich das richtig? Scheint sich aber so langsam hoch zu schaukeln. Heute braucht der Balacher schon 2 Stunden um das ganze halbwegs einzufangen.

@carlos, was sagst du dazu?

Was für ein Balancer hast Du denn im Einsatz?-- Hat der sich vielleicht verabschiedet? bzw. ist kurz vorm Sterben? oder die Config ist zerschossen?

Weil du die Spannung nicht lange genug hälst, damit der Balancer fertig wird.

Zeig mal die Ansicht für einen Tag.

mal von heute... der Balancer (JK-Balancher 2A) arbeitet ja, scheinbar haben die Zellen aber ein Problem schnell gleichmäßig Ladung aufzunehmen, muss mal den Ladestrom weiter reduzieren. Aber weniger als 40A macht ja auch wenig Sinn... schade, habe leider keine älteren Daten, vor 3 Monaten war aber alles schön zusammen. Jetzt nachdem der Balancer 3 Stunden gewerkelt hat, sind sie auch wieder dicht beisammen... komisch.

Du hast um 10 Uhr schon ein Hoch mir knapp 3,6V und dann ein steiler Abfall.

Ich gehe mal davon aus, dass dein BMS über Mosfet die Ladung unterbricht.

Gibt es keine Kommunikation zwischen BMS und WR? Im Normalfall sollte das BMS dem WR den Ladestrom reduzieren, damit die Zellen erst garnicht oben raus laufen.

Danach sollte die Absorption mindestens bei 3,45V gehalten werden damit der Balancer arbeiten kann.

Meinst du mich?

Ja, habs nur so aus dem Kopf geschrieben deinen Namen... war wohl nix.

@stromsparer99 doch das BMS geht runter mit dem Strom auf 10A, aber geht dann kurz darauf wieder auf die volle Ladeleistung hoch um dann bei 100%SOC abzuregeln. Beim Seplos leider so erst mal nicht zu ändern, aber wenn mein 2x16S Regal fertig ist, werde ich schauen ob ich dann den BSC dazwischen schalte um mehr regeln zu können.

Gestern schaut es wieder ganz anders aus, da war nicht volle Leistung der Module da... vorher mit meinen 3,2kWp schaute es auch besser aus, jetzt mit 14,5kWp ändert sich das Verhalten doch etwas.

Das sieht doch schomal deutlich besser aus. Aber wenn das so nur funktioniert wenn wenig Sonne scheint, dann solltest du schauen wie du dein BMS dazu übereden kannst das ordentlich zu steuern.

Kann eigentlich nichts sein, da gem. Einstellungen die Reduzierung erst wieder ausgesetzt wird, wenn eine gewisse "Packspannung" unterschritten wird.. was ist denn bei Dir dort eingestellt?

Voll krasse Entwicklung ab zuschalten der neuen PV (11kWp) Wobei die Ladeströme ja unter 80A begrentzt waren. Heute mal testweise auf 140A Ladestrom gegangen um mal zu sehen was die Anlage so bringt bei dem Sonnigen Wetter. Die 12kW vom WR (PV:14,2kWp) wurden schon fast erreicht, ob da jetzt der WR ausbremst oder nicht genug PV Leistung kommt kann man schlecht sagen, wobei mein BKW noch 622W liefert, hat aber auch 2x385W Module dran.

Eigentlich sollte das BMS erst wieder ab 96% freigeben... muss ich echt mal schauen, scheint sich da nicht dran zu halten und läd ja irgend wie minimal weiter. Gut für den Balancer, denn sonst würde die Spannung unter die 3,4V fallen und der Balacer geht aus.

Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist es unabhängig vom SOC.. sondern abhängig von der Zellspannung/Packspannung. Poste doch mal deine Einstellungen.

@linuxdep:

kleiner Hinweis auf die Ri Problematik die man leicht übersieht. Von @cflenker hier erstmals deutlich auf den Tisch gelegt: ?

https://www.akkudoktor.net/forum/bms-jkbms/balancing-bei-hohem-ladestrom-verhindern-lifepo4-jkbms-victron/paged/2/#post-152202

ok - etwas präziser:

Eine 0,896 KWH (280 AH 3.2V ) Zelle mit Ri= 0,16 mOhm hätte gegenüber der Nachbarzelle mit 0,17 mOhm (+6.5%)

bei einem vollständigen Ladezyklus (0 bis 100%) nur 0,837 KWH Kapazität geladen .

Es fließt ja in der Reihenschaltung der gleiche Strom. Wenn das ohmsche Gesetz weiterhin gilt, liegt dann aber an den 0,17Ohm eine höhere Spannung- resultierend in mehr KWH Ladung. Ich gehe hier näherungsweise von einem rein ohmschen Wirkwiderstand aus - die komplexe Impedance und einen event. chemischen R-Anteil kenne ich nicht.

Mir wurde erst hierbei richtig klar, wie wichtig ein gleicher Innenwiderstand Ri aller Zellen des DIY Akkus

für das Geschäft (Ladungsverschiebung) des Balancers werden kann.

Wer denkt schon an diesen simplen Zusammenhang ?

Es wird auch klar, warum bei

vielen Dutzend Fällen eine Zelle am Schluß partout nicht steigen will:

dieser Zelle, mit einem eigentlich "guten kleinen Ri", fehlt massenhaft Ladung gegenüber den anderen Zellen mit einem größerem Ri.

Und was wurden hier für abenteuerliche Theorien und Vorschläge gemacht. Dabei ist es ganz simpel.

Tut mir sehr leid, Regulus , aber diesen Beitrag must du leider ändern oder für den ersten April aufheben.

Verschiedener Ri erzeugt KEINE Ladungsunterschiede und somit keine Balancer Arbeit..

Und somit müssen die Ri auch nicht gleich sein.

Sorry ab deine Fantasien haben doch nichts mit der Realität zutun. Ich kenne Speicher da liegen die Zellen zwischen 0,17 und 0,25 MOhm.

Rechne mal aus wie hoch da die Ladungsdifferenz sein müsste und wie viele Tage/Wochen da ein 2A Balancer jeden Tage balancen müsste um das auszugleichen.

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Nein, du meinst nicht meine.... :slight_smile:

habe es oben etwas präzisiert.

Und da (Rot) bist du dir sicher ?:

dass nach deiner These in einer Reihenschaltung zweier 280er Zellen, und eine hat den doppelten (10fachen) Ri, dass an beiden, bei einem gemeinsamen Ladestrom von 1C, am Ende die gleiche Spannung anliegt? (oberes Knie - wenn die Ladungsunterschiede sichtbar weren können)

Wenn nicht, sind dies mehr kwh Ladung (rücktransformierbar in AH auf 3.2V Basis) und damit Ladungsunterschiede durch verschiedene Ri.

Ich zweifele im Moment noch nicht am OHMSCHEN GESETZ und blau ist im Moment undenkbar für mich.

Blau ist richtig.

Denn:

Das ist auch richtig.

Weil der Ladungsunterschied der Teil ist, der bei einer Zelle im Ri verloren geht.

Der Teil, der in die "Chemie" geht, ist bei beiden Zellen gleich.

Denn:

Ladung hat die Einheit Ah.

Wo soll da ein Widerstand Einfluss nehmen?

Nur in der Spannung.

Ladung geht aber durch Strom...

Das Ersatzschaltbild einer Zelle ist die Voltasche Zelle in Reihe (!) mit einem Widerstand.

Der höhere Widerstand macht mehr Verluste durch eine höhere Spannung, die an dem echten Widerstand abfällt.

10.000 % sicher.

Ri erzeugt keine Balancerarbeit.

Und verschiedene Ri von Verbindern auch nicht.

Allerdings verwirren die verschiedenen Spannungen ggf den Balancer, und der fällt auf virtuelle Spannungsunterschieder der Zellen , erzeugt durch Laststrom, herein. Und der Haut dann Mist.

DAS ist das Hauptproblem, mit dem sich unsere Hochstrom-Junkies herumschlagen.

Aber warum laufen die mal auseinander und sind sie wieder beisammen, sehe da noch nicht so recht den Grund, zumal ja fast immer gleiche Bedingungen herrschten, bis auf den Zubau der PV. Habe auch noch die FW vom Deye up und down gegraded. Muss das mal ohne was anzupassen mit dem Ladestrom etwas spielen, mehr aber nicht. Wer weiß was die FW noch alles geändert hat. Komisch ist es trotzdem. Muss man irgend wie im Auge behalten, scheint kein Selbstläufer zu sein. Bin mal gespannt, ob die wirklichen A Zellen sich da besser verhalten dann.