Hallo, ich überlege mir einen Tesla Model Y zu bestellen. Hier kurz meine Setup: 25 kWp (Ost West), 20 kWh am Deye 12k Hybrid, Homeassistent mit Node RED.
Plane gerade wie ich das Auto laden will und Frage mich: warum soll ich die Ladeleistung über die Wallbox steuern und nicht direkt über das Fahrzeug?
Die (nicht intelligent, simple und günstige) Wallbox würde dauerhaft die 16A pro Phase freigeben. Beim Tesla kann ich über HA laut KI bis 1A runterregeln (so tief macht aber aus Effizienzgründen keinen Sinn). Laut KI kann man L2 und L3 im Sicherungskasten wegschalten (natürlich nicht unter Last) und die meisten Wallboxen funktionieren dann einphasig.
Meine Strategie wäre dann:
Im Sommer 3 phasiges Laden 6-16A (4-11 kW, PV Überschuss). Der Speicher darf hier ja durchaus mal etwas Puffern.
Im Winter 1 phasiges Laden mit 16A (2.5 kW) gemütlich über Nacht aus dem Netz. Wir haben Wärmepumpeund es bleibt eh nichts übrig für das Auto.
Sieht jemand darin einen Nachteil? Kann jemand das mit dem manuellen wegschalten von L2 und L3 bestätigen ?
Ja kann man. Die Umschaltung auf einphasig macht man bei den Wallboxen um die Mindestleistung zu reduzieren. (Min Strom ist 6A) Das macht beim Tesla aber keinen Sinn weil der auch dreiphasig über die API auf 600w Ladeleistung runter regeln kann.
Ich habe eine Weile TeslaSolarCharger verwendet. Das wäre hier mein Tipp.
Denk daran das das Auto runde 300W Grundverbrauch hat. Im Winter lade ich den schnell mit 11kw und günstigen Nachtstrom
Der einzige Vorteil einer Lösung über die Wallbox ist das das auch mit den nächsten auto geht
Das wäre für mich der Hauptgrund das in WB und nicht im Auto zu machen. Gibt viele Gründe warum da was gerade nicht geht, APP geht nicht, Fremdlader, Ersatzauto, Zweitwagen Frau/Mann/Kind.
Ich ziehe es halt vor dass es so wenig "Köche" wie möglich gibt die an dem Ladebrei rummatschen. Das Haus weiß am besten wo gerade, wieviel Strom verbraucht oder erzeugt wird, da sollte das Auto nur ein "dummer" Verbraucher sein.
Den Grundverbrauch von 300W halte ich für einen Mythos, der daher kommt, weil die Leute in ihrem Tesla sitzen, das verstecke Service Menü aufrufen ... und dann irgendwelche Verbräuche ablesen. Das wird dann gerne im Tesla Fahrer und Freude Forum immer und immer wieder wiedergekaut.
Natürlich sind dabei sämtliche Controller an, das Display auch.
Aber das ist nicht der Zustand, der sich beim Ladevorgang einstellt.
Ich habe den echten "Standby-Verbrauch" meines Tesla Model 3 (SR+ aus 2020) über eine Stromzange gemessen.
Dazu die Rückbank ausgebaut und die Zange um die LV Plus-Leitung, die vom DC/DC des "Penthouse" zur LV Elektronik geht gelegt.
Das Fahrzeug verlassen, die Türen zugemacht, das Display geht aus. Der Wächtermodus ist bei mir immer aus.
Über den Ladeziegel 1phasig das Auto mit 2,3kW AC geladen.
Dabei hatte ich die Stromzange im Blick und ein Multimeter an der 12V Blei Batt.
Der Ablauf ist bei Tesla so:
Zunächst wird beim AC Ladevorgang die 12V Bordbatterie (mit)geladen, da standen 14-19Adc auf der Zange (bei etwa 14V an der Batt).
Nach einigen Minuten (je nach Ladestand der 12V Batt dauerte das bei mir auch mal gut 30min.) sank der Strom auf reproduzierbare 7-6A.
D.h. die Bordelektronik hat eine Leistungsaufnahme von etwa 90-70W.
Hinzu kommt natürlich noch die Verlustleistung des AC-Laders aufgrund seines geschätzten Wirkungsgrad von ~90% (bei 1ph 10A).
Aber das ist eine andere Baustelle, betrifft das Ladegerät und nicht die Bordelektronik.
Habe mal gehört dass bei <6A der AC/DC Inverter sehr ineffizient läuft.
Am Ende wird es wohl doch eine Lösung die unabhängig von Auto läuft. Welche Wallbox habt ihr am laufen die 1/3 Phasen Umschaltung kann und kabelgebunden (z b Modbus) steuerbar ist?
Der Go-E charger sieht ganz interessant aus. Ich hätte aber gerne ein Fest verbautes Ladekabel was permanent an der Wallbox hängt.