Das Konzept ist also:
22qm Solarthermie direkt an einem 1000l Puffer
Wasserführender Kaminofen direkt an einem 1000l Puffer
Pool für den Sommer am 1000l Puffer
Solewärmetauscher im Erdreich zur passiven Kühlung im Sommer (Kühlleistungsberechnung/Wärmeabfuhr vorhanden oder DIY?)
Nun willst du im Sommer mit einer Wärmepumpe den Pool erwärmen und gleichzeitig innen kühlen. Das Problem dabei ist, dass du dafür eine Wärmepumpe mit 2 Wasser/Sole-Kreisläufen brauchen würdest.
Ich sehe da ganz andere Schwierigkeiten. Im Sommer würdest du Strom benötigen, um die Wärmepumpe zu betreiben. Daraufhin kühlt sie dir, je nach Leistung, innen die Räume mit 2000W Wärmeentzug die Räume ab. Gleichzeitig pumpt sie 2000W in den Pool. Aber je nach größe des Pools ist das nur ein Fliegenschiss. Du würdest mit 400W Strom innen 2000W Wärme entziehen und 2000W Wärme in den Pool leiten. Gleichzeitig würde dann aber der Solewärmetauscher... nichts tun. Gleichzeitig müssen wir mal überlegen um welches Niveau es sich handelt. Nehmen wir an, du hast innen 30°C und kühlst das dann auf 25°C ab, außen der Pool hat vielleicht 22°C aber durch die große Solarthermie mit ganz viel Leistung gespeist. Da machen die 2000W wirklich nichts mehr aus....
Es bleibt also der Winter. Im Winter könntest du nun überschlägig wenn wir wirklich das nehmen was auch andere hier schreiben, vielleicht 1KWh entziehen.
Nun speist du diese 1kWh Wärme in eine Wasser/Wasserwärmepumpe die auch mit so wenig Leistung arbeiten kann. Also mit 200W elektrisch pumpst du jetzt 1kWh in deinen Heizkreis rein. Die Kosten alleine für die Wasser/Wasserwärmepumpe belaufen sich auf: (hat da einer was Konkretes? Gibts das in klein überhaupt?) 3000€ einfach nur um was zu rechnen.
Da sparst du bei 24h * 180Tage * 1kWh = 4320kWh Wärme bei 864kWh Strom
Mit einer 5KW Jeisha für 3400€ z.B. mit einer JAZ von 4 die nur über Luft/Wasser geht, bräuchtest du für dieselbe Wärmemenge 1080kWh Strom.
Der Unterschied ist nur: Mit der Jeisha kannst du in den Übergangsmonaten 5KW in die Hütte schauffeln. Wenn also die 1KW Wärmemenge nicht mehr reichen, dann sind die... zu wenig. Kommt nichts von der Solarthermie (bzw. auch hier muss man mal überlegen, dass ganz viel vom Niveauunterschied abhängt. Wenn im Winter 50W/m² runterkommen, aber die Anlage die Flüssigkeit nicht über 30°C bekommt, dann "verpuffen" diese 50W/m² weil der 1000l Tank mit dem wasserführenden Ofen beispielhaft gerade 31°C hat. Das bedeutet bei 22m² Fläche, dass 1100W quasi verloren gehen, weil das Niveau des Speichers höher liegt) muss der wasserführende Ofen angeworfen werden.
Daher würde ich als erstes versuchen, wenn nicht vorhanden, eine wirklich Niedertemperaturheizung eingebaut zu haben. Entweder über FBH oder über 33er Heizkörper mit Lüftung. Damit die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich ist, dass sogar bei relativ geringen Temperaturen im Kollektor noch Energie dem 1000l Tank hinzugefügt werden kann. Die niedrigen Vorlauftemperaturen sind auch ideal für eine Wärmepumpe (jeglicher Art). Damit könnte man also mit der Solarthermie und ansonsten der Wärmepumpe bis Außentemperaturen von vielleicht 3°C heizen. Darunter sind die Luft/Wasserwärmepumpen nicht ineffizient, aber ineffizienter weil sie viel abtauen. Die Schwelle müsste man selber finden. Vielleicht reicht einem aber auch die Leistung aus und man schaltet erst den Kaminofen bei -10°C ein. Die Wärmepumpe würde letztlich durch den warmen Rücklauf erkennen, dass weniger Wärme benötigt wird und die Leistung herunterfahren. Auch das sollte also kein Problem sein.
Nur so als Gedankenspiel. Ich halte den Kollektor einbinden für zu aufwendig. Wenn man einen Kumpel im Klimaanlagenfachkreis hat, ok, dann kann man sich vielleicht was aus einem Mono-Klimagerät basteln. Oder ganz selber bauen. Ein kleiner Kompressor der bis 200W runtermodulliert und damit die 1000W aus dem Solekreis zum 1000l Tank führt. Andernfalls wäre mir das für die Spielerei zu teuer. Dann lieber direkt eine richtige Wärmepumpe und mit dieser die Übergangszeit verlängern und so den Holzbedarf minimieren. Es sei denn man heizt SOWIESO mit dem w.f.Kaminofen, weil man den in der Küche stehen hat und damit auch noch kocht, und Warmwasser zum duschen/baden bereitstellt. Dann sollte man sich tunlichst auf die Wirtschaftlichkeit berechnen was Strom kostet für die Wärmepumpe, und was Holz für den Ofen (den man weiter betreibt und weiterhin Kaminfeger etc.). Vielleicht lohnt sich dann noch nichtmals die Wärmepumpe....