Wärmedämmung im Altbau bei Klimasplit als Hauptheizung

Hallo.

Ich habe durch recht intensives Lesen und Fragen in diesem Forum nun so einiges über das Heizen mit Split Klimaanlagen erfahren und muss mir eingestehen, dass es trotz aller Überlegungen und Anzapfen eurer Erfahrungen keine Garantie geben wird, dass die schlussendliche Entscheidung dann auch die richtige war.

Eine Lösung, mit der man auch an sehr kalten Tagen das Haus warm bekommt, die aber auch bei 10 Grad plus nicht dauernd taktet und dabei eine gleichmäßige Wärmeverteilung in alle Zimmer bei niedrigem Geräuschniveau und geringem Stromverbrauch gewährleistet gibt es so nicht.

Es läuft am Ende jede Lösung auf einen Kompromiss mit ungewissem Ausgang heraus.

Meine ursprüngliche Idee war, den schlechten Dämmstandard des Haues durch mehrere Einzelgeräte mit möglichst guter Effizienz auszugleichen und auf den Aufwand der Dämmung zu verzichten.

Nun erscheint es mir aber doch nicht einfach nur eine Frage von zusätzlichen Stromkosten zu sein, sondern auch grundsätzlich, ob die Luft auf dem Weg vom IG zur entferntesten Ecke so viel Energie an die Außenwände verliert, dass es einfach nicht akzeptabel funktioniert.

Die von @Win durch Logik erbrachte Widerlegung der allgemein anerkannten Behauptung, Fenster mit gutem U-Wert würden im Altbau zu Tauwasserproblemen an den Wänden führen haben mich auf den Gedanken gebracht, dass es unter euch vielleicht auch ansonsten ein gewisses know how oder Erfahrungen in Bezug auf Dämmung geben könnte.

Vielleicht hat sogar jemand einen Direktvergleich von LLWP vor und nach dem Dämmen erleben können?

Aktuelle Situation ist folgende: Haus aus um 1900, EG Massiv ca.24cm Mauer, außen verputzt, OG Fachwerk mit hinterlüfteter, verputzter Vorhangfassade Styropor. Alle Balkenköpfe verdeckt/verputzt.

Neuaufbau einer Außendämmung kommt aus Kostengründen nicht in Frage

Ich würde nun entweder alle Wände und Decken mit 1cm Lehm verputzen oder an alle Außenwänden (und flankierenden Bauteilen) noch 6cm Holzfaserplatten ansetzen und diese dann ebenfalls mit Lehm verputzen. Macht natürlich erheblich mehr Arbeit, Kosten und birgt angeblich auch Gefahren.

In den Bauforen und Videos zanken sich die "Experten": Auf der einen Seite die Panikmacher: Taupunktverschiebung in die Wand, Vorsicht vor aufsteigender Feuchtigkeit, Ungewärmtes Fachwerk und Balkenköpfe außerhalb der Dämmung.

Auf der anderen Seite die Lockeren: Alles was dämmt, hält die Wärme drin, wo Wärme, da kein Schimmel und wo Lehm, da keine Feuchtigkeitsprobleme. Schlagregengeschütztes Fachwerk interessiert sich nicht für Wärme.

Naja - und so weiter.

Ich würde mich freuen, wenn jemand etwas dazu beitragen mag. Wenn es zu OT für dieses Forum ist, kann der Thread aber auch gerne gelöscht werden. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr irgendwo zu diesem Thema fragen - hier tatsächlich wegen dem überaus freundlichen, sachlichen und unüberheblichen Umgang miteinander.

Grüße

Tunfaire

Hallo Tunfaire,

das sind ja gleich einige Fragestellungen, zu einigen kann ich vielleicht etwas beitragen.

Ich wohne in einem 60er Jahre Altbau, für den auch keine Dämmung mehr in Frage kommt, eine Amortisation währende meiner Restlaufzeit wäre nicht gegeben.
Eventuell dämme ich noch die oberste Geschoßdecke im Speicher, das ist vom AUfwand überschaubar und besondere effektiv.
Auch ich hatte Schimmelprobleme, da das Haus am Hang steht und immer etwas Feuchtigkeit hereinkommt.
Gelöst habe ich das mit Kalkfarbe und Luftentfeuchtern.
Schränke an Aussenwänden sind dennoch tabu.

Aufgrund meiner Erfahrung müsste die Dämmung schon sehr gut sein um mit zentralen Klimaanlagen und Wärmetransport durch die Türen hinzukommen.
Meine Außenwände und Decken sind aus Ytong, also nicht wirklich schlecht vom U-Wert, die Fenster sind neue Doppelglas (mir fehlte der Mut für Dreifach)
Dennoch ist der Wärmeverlust zu groß um bei Außentemperaturen unter 5° genügend Wärme durch die Türöffnungen in die Räume zu bekommen.
Der Raum in dem die Klima hängt muss dann deutlich überhitzt werden, was sich auch am Stromverbrauch bemerkbar macht.

Das Takten bei höheren Außentemperaturen bekommt man durch Auslagern des Temperatursensors des Innengerätes sehr gut in den Griff.
Ist halt Bastelei aber meiner Ansicht nach unvermeidbar.

Aktuell fahre ich hybrid, sprich heize bei niedrigen Temperaturen in den Räumen mit der Ölzentralheizung zu.
Das ist nicht schlecht, da der Ölverbrauch dafür recht niedrig ist.

Dennoch will ich dieses Jahr alle Wohnräume mit einer eigenen Single Split nachrüsten.

Bezüglich der Lautstärke innen wie außen sind die Panasonic Anlagen sehr angenehm aber auch nicht die Billigsten.

Grüße Jochen

Diese Maßnahme verstehe ich noch nicht ganz im Zusammenhang mit Dämmung.

Hatte ich mir auch mal überlegt. Wenn ich es richtig verstehe, meinst du einen Innendämmung. Was ich bisher dazu gelesen hatte, hörte sich nach "machbar" an.

Und ja, vieles, was dazu geschrieben wird, hat durchaus Relevanz, sowohl die Warner, wie die Abwinker haben beide Recht. Viele Effekte gibt es, es ist nur die Frage, einen Pfad zu finden, der gangbar ist, wo die Effekte also nicht zu Problemen führen. Und das ist mitunter recht komplex. Man braucht auf jeden Fall eine Menge Fachwissen, wenn man so ein Projekt angehen will.

Ein Beispiel: Wenn ein Zimmer nur einen Außenwand hat und du dämmst nur diese, dann wird die Außenwand unter der Dämmung natürlich deutlich kälter. Dadurch werden die direkt daran anschließenden Innenwände zu Wärmebrücken und kühlen am Übergang zur Außenwand stärker aus. Das Resultat ist dann im kalten Winter, dass die Ecken von der gedämmten Außenwand zur nicht gedämmten Innenwand sehr kalt werden und evtl. dort Wasser kondensiert. Man muss hier also auch ein Teil der Innenwand mit dämmen. Wieviel, kann man simulieren. Oft macht man so 10-20 cm. Teils macht man es keilförmig. Was man auch machen könnte: Putz dort an der Innenwand abklopfen und einen Dämmputz auftragen.

Da muss man auch wieder genauer schauen, was passieren wird. Fachwerk braucht keine Wärme, aber Dauerfeuchte zerstört jeden Balken in recht kurzer Zeit. Auch gefährliche Pilze sind möglich.

Wenn man sich die Kosten der Dämmmaßnahmen durchrechnet, lohnt es sich bei uns nicht. Das liegt aber daran, dass wir eher sparsam heizen. Es lohnt sich um so schneller, je mehr man das ganze Haus im Winter auf Temperatur bringen will. Schlussendlich kann man immer nur einen Teil von dem einsparen, was man jährlich für Heizung ausgibt. In den letzten Jahren waren das bei uns gerade mal 400-1000 Euro im Jahr. Selbst wenn man die Hälfte davon einsparen würde, ist das nicht viel. Selbst der Fensterwechsel amortisiert sich da nur schwer.

Was hast du denn für jährliche Heizverbräuche?

@Jochen:

Wegen der Möbel an Außenwänden habe ich mir gedacht, etwas Abstand zu Wand zu belassen und zusätzlich so ein Heizband + Thermostat zu installieren: SK Heizband - Sockelheizung 5m, 150W | Schreiter & Kroll

Es ist erstaunlich, dass es trotz Ytong bei dir nicht gut funktioniert mit der Wärmeverteilung. Wir leben aktuell noch in einer ungedämmten Mietwohnung von 1890 und selbst der Holzofen schaufelt im Laufe der Zeit die Wärme recht gut in die Zimmer. Ist vielleicht auch eine Frage, wie stark man die Überheizung des beheizten Raumes empfindet.

Andererseits frage ich mich, ob es sich als gamechanger erweisen könnte, die Innentüren Deckenhoch zu bauen - also zargenfrei und die Decke entsprechend abhängen. Im OG habe ich eh nur 2 Meter Raumhöhe und dadurch keine andere Wahl aber im EG von 2,2m auf 2,0 Meter abhängen macht vom Raumgefühl her den Kohl auch nicht mehr fett. Wenn die wärme Luft sich dann besser verteilen kann und grundsätzlich auch weniger Kubikmeter erhitzt werden müssen, hätte es möglicherweise einen deutlichen Effekt?

Oder was meint ihr? Ich hatte eigentlich in beiden Geschossen die Deckenbalken freilegen wollen und durch die größere Raumhöhe dazwischen ein luftigeres Raumgefühl erreichen.

@win:

Die 1cm Lehmputz wären die Variante mit dem Verzicht auf Dämmung. Lehm ist angeblich ein absoluter Superstar für den Innenraum: Wärmereflektierend und gleichzeitig auch wärmespeichernd, feuchtigkeitsregulierend mit hoher Aufnahmefähigkeit für Wasser und zusätzlich mit Kapillarwirkung, also gut gegen Schimmelprobleme. Dazu optisch schick und einigermaßen fehlertolerant in der Verarbeitung. Wie gesagt: "angeblich"

Das mit dem Teil der Innenwand/Decke die mit gedämmt werden muss, habe ich schon in die Überlegungen mit einbezogen. Die Fachleute nennen es wohl "flankierende Bauteile". Ist ebenso wie das Dämmen der Fensterlaibungen kein Hexenwerk, man muß es nur wissen.

Dass es alles so komplex ist und Fachwissen bedarf - ich weiß nicht. Damit habe ich mich in den letzten Monaten recht intensiv beschäftigt und mir scheint, man trifft bei dem Thema auf ganz viel Meinung und wenig Wissen.

Mein Ansatz dabei ist, zum einen die Aussenhülle des Hauses dicht gegen Wetter zu halten, dann innen moderat und diffusionsoffen zu dämmen, um es mir leisten zu können, einigermaßen verschwenderisch zu heizen - denn warm = gemütlich und gut gegen Schimmel.

Meinen Heizverbrauch kenne ich noch nicht. Das Haus kaufen wir gerade und es hat nur 10000kwh Strom durch Nachtspeicheröfen bei knapp 100qm verbraucht. Aber ich bezweifle, dass die Vorbesitzerin in den letzten Jahren noch mehr als 1/2 des Hauses genutzt hat.

Uns würde die Innendämmung ca. 3000€ kosten und 2 Wochen Arbeitszeit in Anspruch nehmen. Mir geht es auch weniger darum, ob und wann sich die Kosten amortisiert haben, sondern um möglichst hohen Komfort. Also die einigermaßen gleichmäßige Beheizung der knapp 100qm Haus mit 4 - 5 Innengeräten. So wie ich den Thread zum Wärmeverlust durch ungedämmte Außenwände verstehe, macht es wohl einen erheblichen Unterschiede, wenn die erwärmte Luft ein paar Meter unterwegs ist.

Nicht angeblich… ist so… Vergiss nicht, mit Lehm fing alles an, da stecken nicht nur 50 Jahre Erfahrung dahinter…

Ja, deshalb ist Lehm so oder so gesetzt. Das "angeblich" bezog sich darauf, eigene Erfahrungen machen zu wollen.

Hallo Tunfaire,

das mit dem Wandabstand der Möbel ist natürlich der erste Gedanke den man hat, nur leider funktioniert es nicht.
Das ist zumindest meine Erfahrung hier im Haus und davor auch schon in einer feuchtigkeitsbelasteten Wohnung.
Mit 50cm Abstand vielleicht, aber das habe ich nicht ausprobiert :slight_smile:

Zum Glück stehen wir nicht so auf Schränke und haben eh fast leere Räume...

Deckenhohe Türen ohne Zargen hatte ich auch schon im Sinn, leider geht das bei mir nicht, da genau das tragende Wände sind :frowning:
Und selbst dann hätte man die Warmluft nur im oberen Bereich, bräuchte also in jedem Raum einen Deckenventilator zum Durchmischen.
Aber ja, wenn es die Statik hergibt würde ich das machen, es hilft zumindest bei der Wärmeverteilung in die Räume selbst.

Grüße Jochen

Ja, einfacher Wandabstand bringt nix, deshalb würde ich ja zusätzlich noch das Heizband installieren und eine Belüftungsmöglichkeit von unten. (die Küche findet bei uns leider nur an den AW platz). Dadurch sollte neben der Erwärmung der Wände auch eine gewisse Konvektion stattfinden und somit ein Luftaustausch.

Tragende Wände habe ich natürlich auch - ich würde eher versuchen, die deckenhohen Türen durch abhängen der Decke zu erreichen. Problem ist nur, dass so niedrige Decken natürlich eher mäßig gut aussehen und mir keiner wird sagen können, wie erheblich der Effekt am Ende ist.

Deckenventilator ist bei so niedrigen Höhen dann natürlich undenkbar (bei 220cm aber auch), jedoch ist der Temperaturunterschied zwischen Boden und Decke sowieso viel geringer, als man vielleicht denkt. Zumindest meiner (gefühlten) Erfahrung nach. Deshalb zweifele ich auch ein wenig daran, ob die deckenhohen Türen lohnen.

Ich kann einfach mal meine bisherige Erfahrung teilen, vielleicht hilft es dir etwas. Ich denke unsere Häuser sind recht ähnlich. Unser Haus ist von ca. 1870.
Beim kauf war die Energieklasse schlechter als die schlechteste, also nichts.
Wir haben dann noch einen Anbau der von ca. 1970 ist, aber eher DDR-Billigbau mit auch so gut wie keinem Dämmwert mit Flachdach. Keine Ahnung was für eine Dämmung im Dach ist, aber vermutlich nichts besonderes. Genau so Boden ist überall kalt, also auch Dämmung = 0
Im Anbau ist auch eine Zentralheizung die mit Gas beheizt wird. Seit Herbst 2022 habe ich dort eine Split-Klima verbaut. Ich habe verschiedene Tests mit der Gasheizung, Radiator, Heizlüfter, Infrarotheizung und Klima gemacht. Immer in Abhängigkeit mit der Außentemperatur. Alles habe ich explizit digital mit meinem SmartHome dokumentiert und ich kann nur sagen: Eine Split-Klima ist bei einem schlecht gedämmten Haus definitiv das beste was man machen kann.
Fußbodenheizung ist viel zu träge, Heizkörper verteilen die Wärme auch sehr schlecht bei der schlechten Dämmung, Radiator und Heizlüfter kann man vergessen, kein bisschen effektiv.
Aber die Klima. Hammer. Wir haben selbst bei schlechter Isolierung viel weniger Heizkosten und eine deutlich bessere Wärmeverteilung bis in jede Ecke.
Der Anbau ist übrigens Freistehend, zwischen Haupthaus und Anbau ist ein kleiner Flur dessen Gartentür undicht ist und dadurch selbst vom Haupthaus kaum wärme dort hinkommt.
Hinten im Garten ist dann auch noch mein Büro. Dämmung noch schlechter als im Anbau und selbst dort, die Wärmeverteilung ist mit Klima einfach nur genial.
Das Haupthaus statten wir gerade mit Klimas aus, daher kann ich hier leider noch nicht berichten. Aber ich kann sagen, dass die Zentralheizung die Wärme sehr schlecht verteilt. Da ist unser eingebauter alter Kachelofen deutlich besser mit der Wärmeverteilung.
Nun zur Dämmung:
Ich kann es noch nicht wirklich bestätigen aber bisher würde ich sagen Dach und Boden sind deutlich wichtiger zu dämmen als die Wände. Seit März 2023 haben wir ein neues Dach mit Aufdachdämmung und Zwischensparrendämmung. Wände und Boden ist noch nicht gedämmt. Aber vorher mussten wir bei 7 Grad Außentemperatur den Ofen durchgehen voll laufen lassen, bei ausgeschalteter Zentralheizung. Jetzt wenn es 7 Grad hat und wir lassen den Ofen 10 Stunden voll laufen, dann fühlt sich das Haus wie eine Sauna an.
Auch im Haupthaus aber im Büro am meisten, merke ich wie die Kälte von unten hoch drückt. Die Klimas verteilen die Wärme wirklich sehr gut, aber wenn die Kälte von unten drückt, dann wird natürlich die Wärme nach oben gedrückt. Deswegen denke ich, dass Boden und Decke isolieren so extrem wichtig ist und wenn das gemacht ist, die Klima richtig schön die Wärme verteilt.
Aktuell kann ich nur sagen, dass man zwischen der Wärmeverteilung vom Kachelofen und der Klima einen deutlichen Unterschied merkt. Die Klima kann man wenigstens nach unten ausrichten und die Wärme verteilt sich deutlich besser.
Als nächstes wird der Boden gedämmt. Kalte Füße sind nie schön und dann mal sehen wie sehr sich der Stromverbrauch für die Klimas dann senkt.
Zuerst war auch bei uns der Plan von innen zu dämmen. Aber das lass ich doch. Das ganze mit den Innenwänden usw.... ist mir nichts. Wir werden den aktuellen Putz komplett runter reisen und mit Lehm verputzen. Dann mal sehen wie sich das Raumklima und der Energieverbrauch zum Heizen bei gedämmten Boden und gedämmter Decke verhält. Aber wenn das dämmen vom Boden nur halb so effektiv ist wie das Dämmen vom Dach, dann braucht man wirklich keine gedämmten Wände. Schimmel sollte zumindest an den Außenwänden eh keine Chance mehr haben.
Aber: Bei uns muss früher oder später die Fassade gemacht werden. Daher ist die Option offen ob mit oder ohne Dämmung.
Zur Raumhöhe:

Ob 2,2m oder 2m hört sich nicht viel an, aber glaub mir, das Gefühl ist enorm unterschiedlich. Unser Anbau ist etwa 2,2 hoch und am Anfang der eine Raum im Dachboden war 2m hoch. Die 2,2 fühlen sich angenehm an, aber die 2m sorry aber geht gar nicht für einen Wohnraum der ständig genutzt wird. Obwohl wir mit 170 und 173 nicht die größten sind. Aber 2m fühlen sich sehr erdrückend an, anstatt 2,2. Überleg es dir also gut.
Ich würde auch behaupten du hast mit Split-Klimas eher weniger das Problem, dass die Wärme sich nicht vernünftig verteilt wenn der Raum höher ist bzw. die Türen nicht Raumhoch sind. Durch den Luftstrom kannst du dem sehr stark entgegenwirken. Im Vergleich zu Heizkörpern oder Kachelofen.

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Das einzige, was ich sehe, ist die gute Fähigkeit, Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben zu können. Wärmereflektierend kann man recht sicher vergessen, wärmespeichernd interessiert hier auch nicht wirklich. Im Gegenteil, bei Split-Klima kann es günstiger sein, wenn die Wände nicht viel Wärme speichern. Dann hat man viel schneller hochgeheizt. In Sachen Dämmung bringt 1cm Lehmputz nichts und das ist ja der zentrale Aspekt in deiner Situation.

Lehm wird heute gerne romantisiert. Muss man aufpassen, was stimmt und was Wunschdenken ist bzw. woran irgendwelche Leute Geld mit verdienen.

Ein Dauerverbraucher mit 150 Watt bei zweifelhaften Erfolg. Würde ich nur in absoluten Notfällen machen, wo nichts anderes geht. Besser von vornherein so planen, dass man sowas nicht braucht.

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[quote data-userid="26172" data-postid="176923"]Deckenventilator ist bei so niedrigen Höhen dann natürlich undenkbar (bei 220cm aber auch), jedoch ist der Temperaturunterschied zwischen Boden und Decke sowieso viel geringer, als man vielleicht denkt. Zumindest meiner (gefühlten) Erfahrung nach.
[/quote]

Es gibt sehr flach bauende Versionen, so einen habe ich hier auch bei 220cm Deckenhöhe montiert und der stört wirklich nicht.

Im Flur, wo die Klima hängt, waren es ohne Ventilator bis zu 4° Unterschied zwischen Fussboden und Decke, mit langsam drehendem Ventilator wird alles zu einer gleichmässigen Temperatur durchmischt und es gelangt dann auch mehr Wärme durch die Türöffnungen.

Grüße Jochen

Es gibt sehr flach bauende Versionen, so einen habe ich hier auch bei 220cm Deckenhöhe montiert und der stört wirklich nicht.

Im Flur, wo die Klima hängt, waren es ohne Ventilator bis zu 4° Unterschied zwischen Fussboden und Decke, mit langsam drehendem Ventilator wird alles zu einer gleichmässigen Temperatur durchmischt und es gelangt dann auch mehr Wärme durch die Türöffnungen.

Grüße Jochen

[/quote]

hast du einen Link / Bezeichnung von deinem Lüfter ?

Es gibt ihn in 2 Größen und auch mit Wlan:

https://www.ventilator.de/deckenventilatoren/casafan/eco-plano-ii

Er wird mit 4 Flügeln geliefert, montieren kann man 2, 3 oder 4
Bei mir läuft er mit 3 Flügeln auf mittlerer Stufe und ist praktisch unhörbar.

Zuerst hatte ich 4 Flügel montiert, dann transportiert er mehr Luft und ist auch lauter, aber so viel Luftbewegung brauche ich hier gar nicht.
Ich hatte mit einem Anemometer gemessen bei welcher Drehzahl der maximale Luftstrom durch meine Türöffnungen geht und das war auf mittlerer Stufe mit 3 Flügeln.

Im Winterbetrieb lasse ich ihn die Luft an die Decke blasen, das ergibt die beste Wärmedurchmischung und kaum spürbare Zugluft.
Im Sommer im Klimabetrieb ist es dann besser ihn nach unten blasen zu lassen.

Auf die Wlan Steuerung per App hätte ich eigentlich verzichten können, da er eh immer mit der gleichen Drehzahl läuft, das wusste ich damals aber noch nicht :slight_smile:

Grüße Jochen

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@Stiech82:

Vielen Dank für deinen Beitrag, das hilft mir ungemein.

Ich hatte zwischendurch den Plan, alle Außenwände mit Wandheizungen auszustatten und diese dann mit einer Aquarea zu betreiben. Aber den Aufwand und das Geld stecke ich dann wohl besser in eine Fußbodendämmung.

Hast du schon geplant, wie du das machst? Ich träume noch von einer "quick & dirty" - Lösung aber der ordentliche Weg bedeutet wohl, alles mindestens 16cm tief auszukoffern, dann dichte Folie (z.B. Knauff Katja), dann 5cm Beton, dann 2. Schicht Folie, dann 40mm Dämmung (XPS), dann Trockenestrich. Insbesondere die Folie wäre mir wichtig, zum einen wegen der Feuchtigkeitsbremse aber auch wegen des Schutzes vor Radon Strahlung.

Schön, dass die LLWP bei dir so gut funktionieren - das macht Hoffnung. Obwohl ich nicht wirklich eine Wahl habe: Es gibt offensichtlich keine Lösung, die ein Haus vergleichbar kostengünstig beheizen (und sogar kühlen) kann. Sowohl in Bezug auf Anschaffungskosten als auch Verbrauch.

Achso: Wenn du Lehmputz selbst verarbeiten willst, kennst du den Tigre Putzwerfer? In Zusammenarbeit mit einem einigermaßen kräftigen Kompressor (z.B. Scheppach HC53dc) soll das sehr gut funktionieren.

@win: Ich werde in der Küche nicht auf Schränke an den Außenwänden verzichten können. Ich habe die aktuelle Küche zwar komplett selbst gebaut (ohne Rückwände) aber etwas besseres als diese Sockelheizung ist mir noch nicht eingefallen. Sie soll auch kein Dauerverbraucher sein, sondern ab eine entsprechend niedrigen Temperaturschwelle per Thermostat temporär einschalten und die kühle, ggf. feuchte Luft per Konvektion nach oben abtransportieren. Hättest du eine bessere Idee?

@Jochen: Die verlinkten Ventilatoren haben eine Mindesthöhe unter dem Blatt von 230cm. Erreiche ich niemals. Wir haben in der vorherigen, ebenfalls niedrigen Wohnung mal mit so einem Ventilator experimentiert. Fühlte sich leider beklemmend an, so dicht über dem Kopf so ein Ding rotieren zu haben. Da sind die Geschmäcker wohl verschieden, unser fall war es nicht.

Dann kannst du die Außenwände doch trotzdem innen dämmen.