Die Auslegung der Heizung auf 30°C statt auf die üblichen 35°C hat die selbe Wirkung wie die Erhöhung der Wärmenqoellentemeratur um 5°C. Man braucht dafür nicht unbedingt FBH, Wand und oder Deckenheizung gehen auch.
Na ja, wenn man aber die Förderung abfassen will/muss dann kommt man wohl nicht um einen Pufferspeicher drum rum, denn da wird eine Hydraulischer Abgleich gefordert. Dazu noch Sperrzeiten, weil man den etwas günstigeren Strom haben möchte und damit mal 3x2h keine WP am Start, da läßt sich bestimmt kein Heizungsbauer drauf ein ohne Puffer zu bauen. Habe selber einen, weil auch noch ST dran hängt, kann jetzt nicht sagen ob und wie viel Effektiver wäre. Hatte mit meiner Sole-WP und einem aufgebohrtem Altbau weniger kosten als ein Nachbar mit deiner LWWP.
Nächstes Jahr werde ich dann sehen, was davon durch ST gekommen ist, da fällt die wohl, weg und die WP muss alles machen. Mein Puffer steht aber auch in einem Bereich der eh geheizt werden soll, so habe ich keine Verluste, sonder die Heizung gespart für den und den Nachbarraum. ?
Ich will keinen WP Stromtarif. Die sind aktuell fast so teuer wie die normalen Stromtarife. Außerdem brauch ich dann wieder nen neuen Zähler usw... Lässt sich denn ein hydraulischer Abgleich nicht ohne den Puffer machen?
Was ich mich ja sowieso Frage... Es werden so viele WP im Moment verbaut, aber keiner der Leute die hier waren - waren bestimmt 5 oder 6 - hat sich die mühe gemacht, die Raumlast genau zu berechnen oder andere Informationen zu holen außer Verbrauch letztes Jahr + aktuelle Gasheizungsdimensionierung.
Wenn man danach geht, dass diese Heizungen alle nicht optimal betrieben werden, müsste das ja so ziemlich den gegenteilig gewünschten Effekt haben und die nächsten Jahre für einen enorm höheren Stromverbrauchs sorgen. Der wiederum wird ja aktuell auch größtenteils mit Kohle und Gas gemacht...
Ist schwer vorzustellen, dass die Hersteller da mitmachen, denn das wirkt sich ja auch negativ auf die aus, wenn die so sparsamen WP alle Stromfresser sind...
Wie findet man denn jemanden, der sich da mehr mühe gibt und dann noch die bessere Frage, wie findet man jemanden, der das auch so einbaut?
Der hydraulische Abgleich hat mit einem Pufferspeicher nichts zu tun, und zur Überbrückung von Sperrzeiten sind Puffer die auch eher gar nicht geeignet. So groß kann man due gar nicht auslegen, damit das einen sinnvollen Effekt hätte.
Der Grund, warum heute Puffer eingebaut werden, ist zu 99%, weil die Hersteller auf Nummer sicher gehen, und einen fordern, egal, ob wirklich nötig oder nicht. Beim kleinen Rest ist der sinnvoll.
Ok ich hab mich nochmal ein bisschen umgeschaut und eingelesen und der Puffer ist in der Tat eigentlich überflüssig bei passender Dimensionierung. Stattdessen sollte man eher gucken, dass die Wärmepumpe einen größtmöglichen nutzbaren Leistungsbereich hat. Wie seht ihr das mit dem oberen Bereich der maximal möglichen Wärmeleistung bei der minimaler Normaußentemperatur? Alle bisherigen Heizungsbauer haben immer irgendwas in Richtung "wir wollen ja nicht dass Sie im kalten sitzen" an irgendeiner Stelle gesagt. Aber wie ist das erfahrungsgemäß, wenn man die WP etwas unterdimensioniert, also wenn z.B. die Heizlastberechnung 12kW ergibt und der Heizungsbauer hat ein Modell mit 11kW und eins mit 13kW. Hier ist man ja noch relativ nah dran, daher denke ich man könnte vermutlich dass 11kW Gerät nehmen, wenn es mit der minimalen Heizleistung weiter runter gehen kann. Wie aber würde es im Vergleich mit z.B. 10kW und 14kW aussehen?
Ich würde da eher eine WP mit ca. 7 bis max 9 kW nehmen - mir im Baumarkt 2 Heizlüfter für je 20€ kaufen und die max 10 Tage im Jahr damit zuheizen
Oder eine Splitklima zusätzlich einbauen
Bei diesen Rechnungen wird oft vergessen:
Die Heizlastberechnung geht von den niedrigsten in der Region zu erwartenden Temperaturen aus - also alle 10 Jahre mal
Die WP hat jetzt z.B. 7 kW - ist alleine der Backofen mit 2 kW an sind es schon 9 kW die in die Gebäudehülle eingebracht werden
fast jeglicher Stromverbrauch im Haus heizt zusätzlich innerhalb der Gebäudehülle
Dir muss auch klar sein - mal kurz eine WP mit 12 kW zu installieren, dann niedrige VL-Temperaturen zu wollen - Du bekommst die Energie gar nicht weg, außer Du hast Mega-Rohre wo 30l/min durch gehen
Split Klima habe ich tatsächlich in 3 der Räume mit Heizkörpern. Der Vierte Raum ist das Bad mit Fußbodenheizung und Heizkörper und Handtuchheizkörper, da sollte es mit allem zusammen schön ordentlich auf Temperatur kommen. Der 5. Raum ist der Tobekeller, da sind meistens nur 18°C und wird kaum geheizt und den Kindern wird warm durch das rumtoben (komplett ohne Heizen bleibt es glaub um die 16-17 Grad im Keller). Lediglich ein weiterer Raum im Keller ist bewohnt und bräuchte noch Temperatur. Dort ist durch eine Trockenbauwand mit der ich den Keller aufgeteilt habe die Heizung allerdings eh ziemlich überdimensioniert, sodass eine niedrigere Temperatur vermutlich funktionieren sollte. Aber anhand solcher Angaben macht einem eine WP Firma sicherlich kein Angebot...
Must ja nicht, ja der ist mittlerweile nur noch 5cent günstiger, aber ab 1600kWh spare ich halt 5cent pro kWh bei ~4000kWh sind das 120€ pro Jahr... mit PV wird sich zeigen wie es da weiter geht, Umschaltung auf PV ist vorgesehen.
in deinem Beispiel würde ich also auf max. 7kW WP gehen, alle Thermostatventile weg und hydr. abgleichen, alles OHNE Pufferspeicher, und das komplette Haus kostant beheizen, höchstens nachts mal ein paar Stunden aus, hydraul. Abgleich vorrausgesetzt. Die Wände und Decken selbst sind ein guter Puffer, hab das hier als "WP-Simulation" (als Vorbereitung für Umrüstung) mit meiner Gas-Brennwerttherme mal mit im Mittel 40C Vorlauftemperatur (32C an/ 48C aus) simuliert, und es macht praktisch keinen (10-15%) Unterschied, ob ich das ganze Haus heize, oder die Wärme in die "kalten" Räume durch die kalten Wände abfließt. Da alles sehr viel angenehmer ist im Haus kann man dann mit der Raumtemp. 1K runtergehen, spart wieder 6-8% ohne Komforteinbuße. Damit ist dann auch das Thema Pufferspeicher erledigt, weil genug Durchfluß da ist.
Meine BrennwertTherme hat(te) 24kW, hab ich vor 10 Jahren fix auf min. Modulation = 10kW eingestellt für 180m²/21C + Keller 15C (alles nur Heizkörper!). Aufzeichnungen über mehrere Monate diesen Winter zeigen, dass im Schnitt dafür 5kW (!), max. bei kurzzeitig -13C 6kW ausreichen bei 40C VLT/30cm Ytong ohne! Dämmung, Zwischenboden 24cm Dämmung, Bj. 1996, und da ist Warmwasser für 2 Personen schon dabei.
Das Problem ist denke ich, dass keiner der Heizungsbauer eine WP einbaut, die 5kW unter seinem ermitteltem Wert liegt. 12kW war tatsächlich die Schätzung der meisten, habe aber auch schon 14kW und heute sogar eine mit 16kW angeboten bekommen. Aber meine Situation ist vielleicht auch nicht so ganz einfach, umso mehr ich mich einlese, umso mehr komme ich zum Schluss, dass eine möglichst einfache Heizungsinstallation nicht so einfach ist. Vielleicht mach ich mal einen neuen Beitrag auf und schildere die Situation etwas genauer um mir noch mehr Tips von euch zu holen. Waren ja bisher einige gute Sachen dabei.
Da man nach DIN (siehe mein Link oben) auch an den kältesten 24,5 Tagen im Jahr mit 63% der Heizleistung auskommt, ist 12kW * 0,63 = 7,56kW >> gewählt 7kW.
Einziger Grund für mehr Leistung wäre großer Warmwasser-Verbrauch, der von der WP geleistet werden muss, aber selbst dann würde ich niemals über 10kW gehen mit WW-Speicher.
Trau dich einfach, hol dir eine Monoblock-WP, den kann man im schlimmsten aller Fälle auch nochmal problemlos tauschen, sind wartungsarm und gebraucht sehr gut zu verkaufen, aber glaube mir, das wird nicht passieren, zumal die Winter ja auch tendenziell immer wärmer werden. Tiefste Temperaturen treten immer nachts auf, da braucht man sowieso nie die volle Leistung, und es dauert auch Tage, bis die Wände und Decken als Puffer "leergelutscht" sind, und tagsüber war es niemals dauerhaft so kalt in DE.
Vielleicht habe ich es hier überlesen, aber ich gebe zu bedenken, dass die WP mit steigender Temperaturdifferenz weniger Leistung hat. Man kann den Datenblättern entnehmen, dass eine z.b. als 12kW angepriesene WP diese bei 7C außen und 35C VL Temperatur hat. Bei -9,5C/40C sind es dann nur noch 7kW (Nur ein Beispiel). Was vorher geschrieben wurde bezüglich Heizlastberechnug vs. Realbedarf ist sicher nicht falsch, aber dann muss man sich auch die einzelnen Betriebspunkte anschauen. Da liegt man dann mit einer 12kW WP bei einer Heizlast von 12kW aufgrund der unterschiedlichen betrachteten Betriebspunkte möglicherweise doch richtig.
ne, die sind in den 1600kWh (80€) ja schon verrechnet, ab da ist jede kWh dann 5cent günstiger...
da ich so um die 4000kWh bisher gebraucht habe, war es bisher kein Nachteil. Wenn jetzt dann hoffentlich die Steuern und Gebühren gesenkt werden auf Heizstrom, dann sollte sich der Zähler noch besser rechnen. Gut, wenn ich jetzt mit einem SM beglückt werde, sind es noch 20€ Vorteil, aber zumindest kein Nachteil. Da ich es habe lasse ich es auch erst mal so, Umschaltung auf PV für den Sommer rein und gut.
Falls auf meinen Beitrag vor deinem bezogen. Ja, auch wenn in deinem Link hervorgehoben wird, dass die Absenkung der Leistung bei sinkenden Temperaturen für die dort betroffenen Geräte nicht vorhanden ist. Die Diagramme (nicht alle) zeigen doch etwas anderes. Bei meiner WP, Weishaupt Biblock WBB 12 geht die max. Leistung von 12kW auf 7,5kW im meiner Heizlast zugrunde gelegten Betriebspunkt runter. Das Datenblatt ist da eindeutig. Ist auch nicht verwunderlich. Den Punkt bei 11kW Heizlast perfekt auszustatten hätte dann bedeutet in 99% der Zeit völlig überdimensioniert zu sein. Das wird so schon bei min. 20% der Heizperiode so sein. Bei einer LWWP muss man da zugunsten der Lebensdauer und Effizienz Kompromisse machen. Ich habe da für mich eine Wette aufs Wetter abgeschlossen. Wenn ich dann im Großraum Dortmund doch Mal 30 Tage -10°C habe, dann habe ich mich verzockt... Die meisten anderen aber auch.
Mein Fazit: LWWPs unterdimensioniert, ja. Aber man sollte das Defizit in Bezug auf die Heizlast kennen.
Hier mal die Heizleistung von der Daikin Altherma in den Varianten 8/10/12kW, ich frag mich ob das bei der 12kW Variante ein Schreibfehler ist? Da wird die Leistung immer höher umso kälter es ist. Ansonsten sind sie quasi mehr oder weniger gleich bei den anderen...