Wallboxen / Ladeports teilen und abrechnen?

eines der Kerntreiber der Energiewende ist Elektromobilität

2025 wird sich sehr viel bei Eautos tun, denn
a) sehr hohe Strafen drohen für die Hersteller, wenn die Flottenziele nicht erreicht werden
b) es schieben viele neue Modelle auf dem Markt
c) Druck auf den Gebrauchtmarkt - gute gebrauchte 4 Jahre alte Eautos werden bei 10k€ landen

sehr viele Leute haben kein eigenes Haus

ja nicht mal einen eigenen Stellplatz - sämtliche Stellplätze mit einer eigenen Wallbox zu versehen, ist sehr teuer

Also teilt man sich einen Stellplatz mit einer Wallbox?

3-15 Leute teilen sich eine Wallbox .. in der Praxis gar nicht so einfach.

Gibt es da schon gute / einfache Lösungen / Anbieter? Mit Abrechnung, Reservieren, ...?

Wirklich überzeugt hat mich noch kein Anbieter mit einer einfachen Lösung für Wallbox-Sharing. Ich habe für meine noch nicht beschaffte Wallbox Charge@Friends im Auge.

Prinzipiell gibt es zwei Abrechnungsstrategien: eingebauter eichrechtskonformer Zähler (teuerer in der Anschaffung) z.B. KEBA KeContact P30 X-Serie oder man vermietet den Parkplatz und der Kunde darf die Wallbox kostenlos mitnutzen, wofür man keinen eichrechtskonformen Zähler braucht. Bei Charge@Friends kann man stündliche Preise vorgeben, um Anreize für netzdienliches oder PV-Überschussladen zu geben. Diese Anreize gibt es aber nicht, wenn man das sogenannte Roaming nutzt, also die Abrechnung über Drittanbieter-Apps (z.B. Enbw+) erfolgt. Beim Roaming sind es pauschal 40 ct/kWh, die man bekommt.

Eine gute Doku/Anleitung gibt es von Charge@Friends leider nicht, aber immerhin ein kleines Forum für Fragen und Antworten.

Hi @pkerchner ,
ist eigentlich relativ einfach. Der Grundstein ist eine Eichrechtskonforme Wallbox, diese muss an ein Abrechnungsbackend und das stellt dann die Rechnung an die einzelnen Personen die sich mittels RFID Karte an der Wallbox "anmelden" zum starten des Ladevorgangs.

tja, das überkorrekte, überregulierte Bürokraten-Deutschland

lieber 60cent /kwh aber hyperschnell und geeicht?

oder 30cent / kwh mit 3,6 KW und ungeeicht

also ich kann auch ins Auto schauen, ob Strom gekommen ist.

Ich würde Variante 2 vorziehen - bin da aber wahrscheinlich in der Minderheit

1 „Gefällt mir“

Ich bin gerade am überlegen, ob es sich für lohnt im Rahmen der PV-Installation bei den Eltern direkt eine Wallbox mit zu bauen und am Straßenrand via Charge at Friends oder ähnlich zur Verfügung zu stellen - zwar haben wir kein eigenes E-Auto, aber wer weiß, was in ein paar Jahren kommt und die Box könnte ja im Prinzip für sich selber Zahlen. Allerdings sheint mir, dass die Regulierungen zum “Kabel über den Bürgersteig” einen Strich durch diese Rechnung machen würde - schließlich müssten wir die Wallbox auf dem Grundstück installieren aber die Autos müssten auf der Straße stehen.
Kennt jemand intelligente Lösungen dafür?

Welches Abrechnungsbackend gibt es da? Prinzipiell geht es darum, dass das Backend nach einem Ladevorgang automatisch je nach RFID Karte vom richtigen Konto abbucht. Das ganze soll für 3-5 Benutzer ausgelegt sein.

Ich denke, beim Ladesäulen-Sharing spielt die Ladezeit schon eine entscheidende Rolle - abseits davon natürlich eher weniger…

Für die Abrechnung gibt es in solchen Situationen meistens eine Wallbox mit MID-Zähler. Idealerweise verfügt diese auch über die RFID-Funktion, wo du eine Ladekarte oder einen Chip an berechtigte Personen austeilst und dann kontrollieren kannst, wer wie viel geladen hat.

Bezüglich des Stellplatzes: Wenn dein Vermieter E-Mobilitäts-freundlich ist, wird er für 15 Personen mit E-Auto sicher mehr als nur eine Wallbox aufstellen und bei einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis kann man sicher auch ein System austüfteln, wer wann laden kann.

1 „Gefällt mir“

Prinzipiell müsste nach jedem Ladevorgang automatisch eine Rechnung per Mail verschickt werden und der Betrag vom Konto abgebucht werden. Gibt es da ein Backend, dass für ca. 5 Benutzer geeignet ist.

Bei 5 Nutzern würde ich anders vorgehen und zwar Prepaid. Jeder Nutzer gibt mir bar auf die Hand xx€ und gibt sich per RFID oder Pin zu erkennen. An einem Display sieht er sein Guthaben und beim Laden wieviel kWh geladen werden und wie sein Guthaben abnimmt.

Wer nicht einverstanden ist kann gerne wo anders laden.

Und welche Software macht das?

Die darf mal selber schreiben. Die notwendige HW gibt es beim Chinesen deines Misstrauens als DIY Module für 5-10Eur. Das Energiemessen macht man mit einem Sandart-Smartmeter (z.B. SDM630). Verschiedenste freie Wallbox-SW ist im WWW verfügbar. Für RFID, Display, .. sind auch alle Libraries frei bei Github und ähnlichen frei zugänglich.

Ich würde das grundlegend nur für Bekannte und Freunde machen. Ein kommerzielles Anbieten generiert viel zu viel Bürokratie (Gewerbe Steuererklärung, Eichamt, und morgen wird der Strom für ein BEV anders besteuert)

Im Grunde ist es das gleiche Prinzip wie bei der Solaranlage. Hätte man damals alle gesagt; "das ist nur was für die großen", dann hätte man das stromverkaufen aus Solardachanlagen gar nicht angefangen.

Grundsätzlich muss das nur nach unten skaliert werden. Schön ist es natürlich, wenn kleine Anlagen privilegiert werden, ergo eine steuerliche Vereinfachung stattfindet, z.B. mit bestimmten Freigrenzen.

Der übliche Fall ist, dass z.B. ein Vermieter seinen 3-5 Mietern eine Wallbox anbieten möchte.

Gibt es für die Abrechnung eine Software bzw. Anbieter, der die Abrechnung übernimmt? Also nach jedem Ladevorgang, wird der Betrag automatisch z.B. vom Konto eingezogen. Irgend eine einfache Lösung ohne viel Bastelei und Bürokratie.