Wahl Sicherungshalter, NH 00 oder Victron Lynx Distributor

Hallo zusammen,

ich möchte an eine EEL Batterie mit drei oder vier Hauptabgängen betreiben und die Sicherung kompakt, platzsparend und doch den Umständen entsprechend gut zugänglich verbauen.

Da für den Aufbau "kein" Platz war, wird der Platz in Bodenhöhe eingelassen und mit Siebdruckplatten eine Montagefläche für die Batterie, Kabel und Sicherungshalter geschaffen.

Hierrein kommt die EEL Batterie. Von der Batterie wird es mit 70² auf den Sicherungsblock oder ein Sicherungshalter oder ein mit 70² Eingangsseitig gebrückten NH-Trenner mit mehren Abgängen gehen/müssen, nur w e l c h e n?

Alternativ müsste es erst auf eine Stromschiene, und von dort aus auf externe Sicherungshalter gehen, was ich aber eigentlich nicht möchte.

Sehr kompakt ist wohl der Lynx Distributor von Victron, auf welchen Megasicherungen, oder auch die mit Quarzsand gefüllten Adler-Sicherungen passen.

Von der Handhabung gefällt mir aber der NH Trenner besser, da man hier die Sicherungen werkzeuglos "ziehen" kann. Nur gibt es die Trenner auch "kompakt" zu verbauen? Oftmals sind diese ja eher in einem großen Henselgehäuse o.ä. eingebaut.

Vom künftigen Einbauort hänge ich mal ein Bild an.

Aufbau der Verkabelung und Geräte:
EEL Batterie, von dort gehts mit 70² zum Wechselrichter (braucht hier eine eigene Sicherung mit 150 oder 200 A, eingebunden der Laderegler über 16² mit 70 A Vorsicherung.
Ein dritter oder vierter Abgang wäre dann um 5 A für Kleinigkeiten.



Wo befindet sich der Raum? Mit der Holzverkleidung wirkt es wie ein Schuppen/Gartenhaus auf mich. Ist dem so, würde ich es tunlichst unterlassen nicht IP geschützte Aufbauten im Boden zu versenken.

Da führt dann spontan nichts an Elektrokästen mit entsprechenden Verschraubungen vorbei, wobei man sich das auch schenken kann, da das EEL Gehäuse den Schutz nicht bietet.

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Genau, der IP Bereich muß gehandhabt werden wie eine Elektrosäule im Außenbereich. Von oben trocken und isoliert.

Schutz vor Feuchte ist mehr als berechtigt, das Thema gibt es auch im Anschlußbereich von Trafos und und Stromverteilern im Außenbereich.

Hier handelt es sich um ein Update, die bisherige Batterie und Verkabelung war ähnlich eingebaut, die Klemmen und Anschlüsse sahen nach 7 Jahren zumeisst sehr gut aus. Es war aber Sand eingedrungen, und eine Mega-Sicherung lag dadurch im Sandbettt, und über die Stelle vom Aderendhülsenanschluss ist Feuchte ins Kabel gezogen. Das muss nun tunlichst vermieden werden, und setze da jetzt soweit wie möglich auf Kabelschuhe und Schrumpfschlauch sowie dem fern halten von ein rieselndem Sand.
Nicht umsonst sind die Anschlüsse der Anschlusssäulen ausschließlich oberirdisch...
In die Kabelschuhe, ggf. auch in die zu pressenden Aderendhülsen kann ggf. auch Kontaktfett wie bei den großen Kabelschuhen reingemacht werden.

@ Klauke > Kontaktfett soll mitunter den Sauerstoff an der Kontaktstelle Kabel zur Presshülse fern halten und damit vor dem Oxidieren schützen.:
https://www.klauke.com/de/de/al-kabelschuhe-verpressen

Wie es aussieht, ist der Victron Lynx Distributor mehr als nur eine Option, sondern wohl die Wahl der Möglichkeit.

Dieter,
"IP-Schutzart im Außenbereich

-Im Eingangsbereich unter einem Vordach kann IP23 verwendet werden, z.b. für Einbauspots oder ähnliches.... "

siehe https://www.elektrikerwissen.de/ip-schutzart-und-schutzklassen-einfach-erklaert/

Der IP Bereich definiert vor allem den Schutz der Elektroanlage vor Staub und Wasser, und so geschützt soll's werden:

Siebdruck Innenausbau,
Stromschiene Victron mit Megasicherungen bzw. Adlersicherungen im Megaformat,
Anschlüsse bis auf den Laderegler mit Kabelschuhen.
Laderegler mit geschlossenen Presshülsen : siehe= Halbseitig geschlossene Presshülse in Cu für (2 x Solarkabel 6² und 2 x 16² zum Lynx Distributor VDE 0220 Teil 2/ 11.71 und Teil 2a/4.78

Der Distributor hat die Schutzart IP22

Deine Einbausituation erscheint mir "speziell" und hier auf allgemeine Definition zu verweisen mir zu kurz.
In einem Außenbereich ähnlichen Bereich ein Stück Elektrik in einem Erdloch zu versenken, da kommen bei mir Fragen auf. Tiefster Punkt im Raum, was passiert bei Wassereintritt im Raum durch was auch immer. Trifft man Maßnahmen durch "Abdichtung", was heißt das für die Belüftung der Komponenten oder sogar Kondenswasserbildung? Ein EEL Gehäuse oder Siebdruckplatten erscheint jedenfalls eher ein Thema wo man sich mit "Weggammeln" nochmal demnächst zu beschäftigen hat. Das alles im Kontext eines Energiespeichers. Daher mir zu viele Unbekannte in dem Konstrukt was es letztlich gefährlich machen könnte und ich bin hier raus.

Nun, jeder Keller ist erstmal nach außen hin ein mal mehr, mal weniger abgeschirmtes "Erdloch", so wie du das ja wohl bezeichnest.

Ein Erdaushub, der vor eindringendem Wasser als geschützt bezeichnet wird, kann praktisch immer absaufen. Entweder weil das Dach undicht ist, die Kellerwand undicht ist, und/-oder wegen einem Rohrbruch. Alternativ auch, wenn die Kanalisation bei Hochwasser ins Haus drückt.

Und trotz der Risiken werden Keller und teure Tiefgaragen gebaut, obwohl im Fall der Fälle das Objekt unter Wasser stehen, oder nach einem Blitzschlag abbrennen kann. Und trotzdem bauen wird dort elektrische Systeme ein, obwohl etwas passieren kann.

Es geht doch immer um die Risikenbeurteilung, und das man das mögliche Optimum mitunter unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten herausholt.

Und obwohl ein Keller oder eine umbaute Einhausung Geld kostet und Arbeit macht, macht man es wenn man den Nutzen größer erachtet wie die eingesetzte Arbeit und das Material.

In dem Einbaubereich gibt es kein drückendes Wasser, die Einhausung wird so gebaut das selbst drückendes Wasser abgehalten werden würde, und bei einem Rohrbruch das Wasser mit einem Gefälle und mithilfe der "Spundwand" weggeführt werden würde.

Den Vorteil den ich sehe; n u r so kann das dort staubgeschützt verbaut werden, die Ecke kann sauber gehalten werden, die E-Anlage ist Maus/-und Rattengeschützt, sauber einzubauen, niemand kann gegen die E-Komponenten stoßen, was verrrücken, irgendwo dran ziehen, die Optik gewinnt und das ganze was man nicht sieht ist per so diebstahlsicherer, zumal so verbaut auch nur erschwert dran zu kommen. Im Wartungs/-und Kontrollfall ist aber alles ausreichend erreichbar, und zeitweiliger Nachtfrost zieht so nicht gleich in die Zellen. Die Temperaturkurve ist dort flacher.

ich würde da noch nen sack estrichbeton anmsichen und auf dem grubenboden verteilen
dann hast du das problem nicht so mit der aufsteigenden feuchtigkeit. unter dem beton noch eine pe folie.

kondensat am akku sollte eigentlich kein problem sein denn der akku wird wohl nicht kälter als die umbegung der erde.

hast auch gleich nen schönen brandschutz und das wasserstoffgas kann sich bei der raumbelüftung nicht ansammeln

ob lynx oder nh00?
mhh... lynx würde ich nur dann nehmen wenn der platz knapp ist
ansonsten am besten nh00 die alten schwarzen siemens trenner die sind geil
gibts manchmal fürn paar eur auf ebay
der vorteil am nh trenner es ist gleichzeitig ein schalter wenn der akku zb keinen hat

nh00 sind eigentlich weniger für 70² ich habe da 35² dran und 125er sicherungen
maximal wäre wohl 50² sinnvoll denn die sicherungen gehen da nur bis 160A

Ja, der Platz ist begrenzt, der Lynx wird verbaut und ist nahezu alternativlos. Das gute ist, das der dicke, verzinnte Stromschienen für Plus und Minus verbaut hat, und die Abgangssicherungen direkt im Verteiler einzubauen sind.

Die Bodenblatte ist eine 75x50 iger Betonplatte, Fugen und vormalige Freiräume sind schon mit bewährtem Estrichbeton geschlossen.
Von innen kommen noch MFD-Platten, woran mitunter der Lynx und Kabel befestigt werden.

Im Grunde soll aber auch möglichst wenig Holz oder brennbare Isolierung verbaut werden - Thema Brandschutz. Im Fall einer Havarie muss Wasserstoffgas/Zellengas aber auch erstmal aus einem EEL-Gehäuse entweichen/- können.

Wie ist das den konstruktiv vorgesehen, hat das EEL-Gehäuse dafür eine Entlastungsöffnung/eine Überdruckentlastung? Die Gehäuse sind ja irgendwie zertifiziert?!