Wir sind auf unserem Weg weg von der Ölheizung. Eckdaten:
Haus von 1976, 230 qm, Dachgeschoss ausgebaut und einigermaßen gedämmt, fenster einigermaßen neu und doppelt verglast, Fassade nicht gedämmt
Ölheizung, Heizkörper viel zu klein dimensioniert, erst bei 65 °C VLT wird es richtig warm
Erdgeschoss wird in den Wintermonaten zu 75 % mit Schwedenofen geheizt
Kürzlich 15 kW PV mit 10 kW Speicher installiert
Fast alle Räume werden bald mit LLWP ausgestattet, sind schon angeliefert
Es fehlt noch eine Lösung für Warmwasser und die Beheizung zweier Bäder und des Dachgeschosses
Mein eigentlicher Plan war jetzt eine BWWP noch im Sommer zu installieren und die Bäder, sowie das Dachgeschoss dann entweder mit LLWP oder Infrarot auszustatten. Jetzt ist mir aber eine andere Idee gekommen:
Eine Daikin 4kW LWWP kostet dasselbe wie eine BWWP und könnte mir das Warmwasser bereiten und die verbleibenden Räume heizen. Hier sind die Eckdaten:
Bad Erdgeschoss ca. 12 qm, hier ist eine Fußbodenheizung verbaut (einzige im Haus) und ein großer Heizkörper
Bad 1. OG ca. 12 qm(wird nur nachts zum Toilettengang genutzt und ganz selten mal wenn zwei gleichzeitig duschen müssen)
Dachgeschoss Fitnessraum, wird einmal täglich ca. 1 Stunde genutzt, etwa 20 qm, hier reicht es, wenn es im Winter so 18 grad behält, mittelgroßer Heizkörper
Gästezimmer ca. 15 qm, mittelgroßer Heizkörper, wird nur gelegentlich genutzt
Abstellraum und Bad Dachgeschoss gibt es auch noch, aber wirs aktuell nur auf 15-16 °C im Winter gehalten, damit es nicht zu sehr auskühlt
Nun meine Frage, da es ja doch eine sehr starke “Hybridlösung” am Ende wird: Denkt ihr eine 4 kW LWWP kann mir zuverlässig einen 250l Warmwasserspeicher aufheizen und zusätzlich noch die zwei Bäder aufheizen, sowie eine Grundwärme im Dachgeschoss bereitstellen?
Nächstbessere Option für mich wäre eine 5,5 kW LG, aber die wäre auch gleich 1.500 € teurer und ich habe eher die Befürchtung, dass sie überdimensioniert ist. Was meint ihr?
Hallo, ich bin auch dran an diesem Thema und suche eine kleine 3KW WP, möglichst für Innenaufstellung. Die Drops / Gelbi 4.2 sind interessant, auch wenn der COP nicht so berauschend ist. Aber die Erfahrung im Netz mit diesen Teilen wg. häufiger Defekten ist nicht so dolle.
Grüsse
Uwe
Und nach langem Überlegen werde ich WW über einen PV Stab machen und Heizungsunterstützung durch eine WP + Puffer im Rücklauf zur Therme, wobei ich den Bivalenzpunkt für 5-7 Grad plane. Drunter läuft die Therme (mit WP Puffer gegen takten, weil die Therme viel zu gross bemessen ist) und drüber die WP.
Wenn ich keine passende WP finde, baue ich in den Vorlauf der Therme einen 2ten Heizstab. Wir haben sowieso keine richtigen Winter mehr.
Lassen sich die HK nicht aufpusten? Anstatt einem zweilagigen einen dreilagigen einbauen oder mit Heizkörperlüftern ausstatten?
4kW erwärmen 250L Wasser pro Stunde um knapp 14K. Dann bleibt nichts mehr für die Beheizung der Bäder und des DG über. Also in der Aufheizphase. Kann man natürlich stumpf zeitgesteuert in der Nacht zwischen 00:00 und 04:00Uhr erledigen. Macht dann 56K Erwärmung, mit Zulauf 10° also 66°C, das sollte allemal reichen, um morgens entspannt zu duschen. Heizleistung fürs Bad ist mit 75-100W/m² nicht überdimensioniert. 2kW alleine für die Bäder. Die verbleibenden 2kW können dann die Grundwärme herstellen. Für 35m²wären das knapp 60W/m².
Müsste also ungefähr hinhauen. Man kann ja auch tagsüber wenn viel PV-Strom da ist mal 2 Stunden Warmwasser machen, so schnell kühlt das Bad ja nicht aus.
HK vergrößern ist aktuell nicht sinnvoll, da der meistgenutzte Raum der noch beheizt werden muss ja das untere Bad ist und da ist Fußbodenheizung. Bad oben könnte man sich mal überlegen, wenn es mehr benutzt wird, aber das DG wird wahrscheinlich nie intensiv genutzt, das lohnt sich nicht.
Vielleicht ja noch einen Pufferspeicher für die WP, dann könnte man das abfedern, wenn gerade Warmwasser bereitet wird?
Meiner Auffassung nach ist HK vergrößern immer sinnvoll, wenn die VL-Temperatur derart hoch sein muss. Für die FBH im Bad hast Du doch einen Mischer oder fährst Du 65° ungefiltert in die FBH? Der Raum mit dem kleinsten HK im Verhältnis zur benötigten Heizleistung bestimmt die VL-Temperatur im System. Nach der VL-Temperatur richtet sich die Effizienz der WP. Je geringer der Temperaturhub ausfallen muss, umso besser für den Stromverbrauch. Auch wenn die WP 65° oder mehr kann, ihr Verbrauch ist niedriger, wenn nur 48° oder 40°C erforderlich sind.
Rechne doch mal die in die Räume gelieferte Heizleistung bei 65° VL aus. Besteht das Problem der schlechten Heizleistung in allen Räumen oder nur in einigen?
Das Problem der schlechten Heizleistung besteht hauptsächlich in den Räumen die jetzt bald mit LLWP beheizt werden, da hier von den Vorbesitzern sehr stark auf Holz gesetzt wurde und die Ölheizung nur zugeheizt hat. Diese Räume statten wir mit LLWP aus, weil hier nicht nur die HK zu klein für eine LWWP gewesen wären, sondern auch schlicht zu wenige HK für die Fläche installiert waren. Außerdem wollen wir den zusätzlichen Comfort, im Sommer kühlen zu können.
Die Bäder werden dieses Problem nicht haben, da das hauptsächlich genutzte Bad eine Fußbodenheizung und einen Heizkörper besitzt und das obere Bad, welches nur Abends mal auf 20 Grad kommen soll, einen großen Heizkörper besitzt. Auch das Dachgeschoss soll ja maximal 18 mal erreichen. Auch ohne HK wechsel sollte das alles mit einer VLT von maximal 50 Grad zu erreichen sein (eher weniger). Und wenn man dann wirklich noch punktuell etwas mehr braucht, dann kann ja ein IR Panel benutzt werden.