Wärmepumpe zusätzlich installieren

Hi,

meine Eltern haben vor 3 Jahren eine Pelletheizung gekauft (öl ersetzt). Ein 800l Pufferspeicher mit Frischwasserstation wurde ebenfalls eingebaut. Da hat sich der Heizungsbauer ziemlich austoben dürfen (der ganze Spaß hat 45k€ gekostet).

Es gibt eine PV Anlage (45kWp). Vor 2 Jahren haben wir im Wohnzimmer eine Split-Klima installiert.

Das Haus wird eigentlich nur im Erdgeschoss bewohnt (120m2 Grundfläche). Die Hälfte der Räume hat Fussbodenheizung im EG (im OG gibt es keine Fußbodenheizung). Es gibt eine Solarthermieanlage (ausgerichtet in Süd-Ost) mit ca. 10m2 welche ebenfalls den 800l Speicher bedient (war schon vorher imBestand). Im Wohnzimmer steht ebenfalls ein 9kW Kamin mit Wasserführung.

Ich überlege, ob ich für die Fußbodenheizungen im EG eine https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/201595501_-aquarea-lt-5-kw-generation-j-wh-mdc05j3e5-panasonic.html?gclid=EAIaIQobChMIlZ-R2rHVjwMV2z4GAB3QmRSmEAQYASABEgLRe_D_BwE&utm_campaign=SEM-DE-WEB-CVR-SHOPPING-22718333683&utm_medium=cpc&utm_source=google#pricechart Wärmepumpe verbauen soll. Meint ihr, dass macht sinn? Ich habe schon insgesamt 4 dieser Generation bei mir, bei Schwiegervater (2x) und bei einem Kumpel verbaut. Eine Presszange habe ich Ebenfalls.

Meint ihr, dass macht Sinn? Bisher geben die 1.500€ im Jahr für Pellets aus. Rein wirtschaftlich gesehen (8ct Einspeisevergütung ,COP setze ich mit 3.5 an) kommt die kWh Wärme mit der Wärmeumpe auf 2,5ct. Für die Pelletwärme setze ich mal 8ct an. Das ergibt eine Differenz von 5.5ct. ROI wären hier bei über 40.000kWh.

Das sollte man sich nicht antun, oder? Evtl. eine weitere Klimaanlage (ggf. Multisplitgerät um im OG Wärme bereitzustellen) wäre wohl die beste Investition, oder?

Solange man irgendwas irgendwie zwischenspeichern kann würde ich mich nicht auf die 5kW-Pumpe beschränken. Eher alles auf WP umbauen und die Pellets für die 10 kältesten Tage im Jahr aufheben. Speichern: entweder (über Nacht und für sagen wir maximal zwei Tage) Strom oder halt Wärme. Ob du also einen Warmwasserspeicher der 1000L-Klasse oder einen Akku der 10kWh- Klasse anschaffst.. das hat man doch über die Pelletkosten schnell wieder raus und ist die leidigen Preisschwankungen ein für alle mal los. Da der Warmwasserspeicher ja schon da ist würde ich einfach mit dem anfangen und schauen, ob ein Akku überhaupt nötig ist.

Einfachere Antwort: 45kWp?—> mit Strom heizen. Geht auch mit Heizlüftern, bei einer so fetten PV ist der COP halt einfach egal. Weniger Umbaukosten bringt: Wasser aufheizen, bestehendes Rohrsystem weiter nutzen. Bessere Effizienz und mehr Flexibilität bringt der Akku.

Und es gibt mittlerweile LPF für <50€/kWh.

Der Pelletkram lässt sich ja auch z.B. nach und nach deaktivieren, falls man auf Nummer sicher gehen und nicht gleich wieder Zehntausende auf den Tisch legen will. Zum Beispiel mit mehreren Splitklima- Außengeräten, die die Wärme statt in ein KM–>Luft IG in einen Plattenwärmetauscher pumpen.

45kWp PV - 120m² Wohnfläche und ne Pelletsheizung.

Als Vorschlag ne Heizpatrone in den Puffer, die mit Überschuss befeuert wird.

Damit ist die Bude von März bis Oktober schonmal gratis warm - Wasser auch.

Kostet im Vergleich eher nix, ist schnell installiert.

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Das ganze Ding ist ein kapitalistisches Desaster. Tipps sind extrem schwer. Wie lautet denn die Heizlast für die Bude? Wieviel wurde jedes Jahr so verbraucht (ALLE Heizarten, Heizlüfter genauso wie Holz fürn Ofen, Öl, etc. pp.)? Wie ist die NAT?

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Und ergänzend zu den Fragen von RoterFuchs: wieviel Strom kommt denn so in der Heizperiode (wie lang?) und speziell im Winter runter und wie viel wäre davon fürs Heizen übrig? Die Speicherkapazität oder Existenz eines Akkus wurde nicht erwähnt oder ich habs übersehen. Da ja nicht immer die Sonne scheint und die Preise purzeln, wäre das mein erstes Investment, wenn es noch keinen gibt. Hört sich für mich auch nach einer recht mondänen Villa an, da würde ich jetzt nicht unbedingt ne größere Zahl an Splitklima Geräten außen dran klatschen wollen.

Vielen Dank für eure Gedanken.

Naja von März bis Oktober läuft die Solarthermie.

12kW Batteriespeicher und 60kWh e-Auto.

Heizlast wohl zu Heizöl-Zeiten (da gab es nur Solarthermie) 3000l = 30.000kWh. Da wohnten aber aber auch mehr Menschen im Haus. Jetzt schätze ich 15.000kWh.

Gehen Heizpatrone spricht, dass die Einspeisevergütung etwa so hoch ist wie der Energiepreis der Pellets.

Die Pelletheizung war Quatsch. Meine Eltern wollten beim Heizungsbauer vor Ort kaufen - der war halt sehr konservativ und hält von neuen Energien gar nichts. Ich will auch deshalb eher wenig in die Heizungsanlage eingreifen.

Viel Strom wurde nicht eingespeist. Januar und Dezember jeweils 250kWh. Das sind bei einem Cop von 2 dann 1.000kWh. Was bei 8ct/kwh nichtmal 100€ entspricht. Also nicht viel Potential.

Ein Gedanke war noch, eine Brauchwasser-Wärmepumpe zweckentfremden. Ich hatte bei einem anderen Haus Solarthermie gegen Pv getauscht. Um bis zum Heizungstausch zu überbrücken hab ich eine Brauchwasser-Wärmepumpe (mit 300l Speicher) an die Solarthermie-Anschlüsse der Gastherme installiert. Den Temeraturfühler vom Dach korrekt umgesteckt (in die Wärmepumpe). Hat überraschend gut funktioniert. Die Brauchwasser-Wärmepumpe hab ich noch übrig…

Moin,

erst messen, dann entscheiden.

Meine Solarthermie Anlage mit 10m2 in Süd-West bringt im Winter (Nov.-Feb) Null Wärme und im Sommer hab ich Warmwasser ohne Ende. Es sind Flachkollektoren, die durch einen großen Baum und ein Nachbarhaus im Winter im Schatten liegen. Mit diffuser Strahlung können sie nix anfangen. Wenn es bei dir auch so ist, dann kann man die still legen und mittels Heizpatrone für das Warmwasser sorgen. Die bei mir frei werdende Fläche wird mit PV belegt, denn da kommt - wenn auch wenig - Energie bei bewölktem Himmel.

Eine 45 kWpeak Anlage auf einem Haus mit 120m2 Grundfläche ist schon ungewöhnlich groß. Doch was bringt die Anlage in den Wintermonaten pro Tag? Ohne Speicher Akku wird dann jedenfalls nachts Strom aus dem Netz gezogen und das ist in deiner Rechnung nicht ersichtlich geworden.

Eine 3 Jahre alte Pellets Heizung würde ich pflegen und hegen, die Pellets Preise waren recht stabil und wer genug Bunker hat, kauft nur einmal im Sommer, wenn die Preise gut sind. Meine ist 20 Jahre alt und Ersatzteile gibt es nicht mehr. Ich will sie im kommenden Jahr erneuern. Ich hab es mal für mein Häuschen durchgerechnet, was der Stromverbrauch einer WP im Vergleich zu Pellets kostet und dabei die 30 Cent angelegt, die ich im Einkauf zahlen müsste. Das ergab keinen Sinn. Ich hab aber auch nur eine kleine Fußbodenheizung im Bad und brauche für die anderen Räume 42 Grad VL. Das mögen WP nicht so gern.

L.G.

Mit e-Auto und auch nur 250 kWh/Monat, die nicht mehr in den Akku gepaßt haben (Strombezug in den Wintermonaten wie hoch?) klingt das alles für mich nicht so, als wenn man den Strom mit nem Heizstab vergeuden müßte. Wie effizient ist eigentlich so eine Pelletanlage fürs Warmwasser? Macht da ne BWWP Sinn, um dafür nicht außerhalb der Heizsession Unmengen an Pellets zu verblödeln, weil das Ding bei WW genauso ineffizient ist wie eine (alte) Ölheizung?

Wenn Du eh schon Erfahrung mit hast, und auch noch ne Fußbodenheizung da ist, wäre für mich ne selber eingebaute WP gesetzt. Bleibt dann nur die Frage der Hydraulik, die aktuell für Pellets ausgelegt ggf. die Effizienz der WP nicht befördert.

Also es ist dein Thema hier, aber ich muss sagen: Alle Angaben sind nicht zu gebrauchen.

Wieviel Strom wird erzeugt in welchem Monat. Und was verkauft.

Warmwasser und Heizung wurde mit Öl gemacht, jetzt mit Pellets.

Die Effizienz beim Heizbetrieb wird so um 85% - 90% liegen, vielleicht bei modernen Anlage noch etwas darüber. Bei mir wird mit dem Kesselwasser immer der Speicher gefüllt. Im Sommer kühlt der innerhalb einiger Tage ab, dann muss die Heizung wieder ran. Die Warmwasser Erzeugung erfolgt über Plattentauscher mit dem Brauchwasser aus dem Speicher.

Über eine BWWP hab ich auch schon nachgedacht. Dafür brauch ich dann aber Öffnungen und Luftführungen, da alles im Keller steht. Energetisch ist das gewiss die bessere Lösung, doch bei mir mit einigem zusätzlichen Aufwand verbunden.

L.G.

Ich durfte da auch zwei Durchführungen bohren. Etwas mühsam, weil ich es etwas knapp ausgelegt hatte und dann mit dem Bohrhammer ran durfte, aber auch kein Drama, zumindest mit dem Kalksandstein, den sie hier verbaut hatten.

@deff

Die Solarthermie ist fix verbaut. Der Bauherr wollte das Ding unbedingt behalten… da ist keine Möglichkeit gegen PV Module zu tauschen. Von unten bin von oben ist nur ein Mindestabstand von 5mm eingehalten. Zudem hat die Solarthermie eine Breite von 1m.

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@jensdecker
mein Häuschen aus den 40gern hat ein Schüttbeton Fundament mit ca. 60cm Stärke. Darauf sind Kalksandsteine als doppelte Wand mit Luftspalt von 6 bis 7 cm zwischen den Mauern aufgesetzt. Den Luftspalt hab ich vor 15 Jahren mit XPS Flöckchen ausblasen lassen. Das dämmt gut, doch zusätzliche Durchbrüche würden die Flöcken aus ihrem Verließ befreien, wenn man nicht vorher mit Bohrungen und Bauschaum die zukünftigen Öffnungen umschließt; d.h. im Abstand von 10 cm jede Menge Löcher bohren. Das ist dann noch etwas mühsamer.

L.G.

Auch die Innenwände Deff? Ne BWWP ist ja nicht für Außenluft gedacht, zumindest wenn es kalt ist.

Nein Jens,
die Innenwände sind nicht das Problem. Will diesen Beitrag aber nicht sprengen. Vielleicht mach ich mal einen eigenen Beitrag zu meinem Haus, bzw. den Plänen.
L.G.

Hallo ich habe die Option mit der BWWP ( WWS20 von stiebel )

leider habe ich nur 5,2 KWP auf dem dach ( 7kwp Altanlage von 2006die ich aber nicht anfassen darf )

den Kompletten sommer durch ist die Pelletesanlage aus das geht recht gut ab september Reicht der Strom dann nicht mehr….(12KWH speicher habe ich auch )

Ich habe mal einen Test gemacht bei ca 9 grad aussentemperatur konnte ich wenn ich die BWWP durchlauffen lasse das Haus auf Temperatur halten wenn die Altanlage aus der Föderung ist werde ich entweder eine neue momtieren oder sie auf eigenverbrauch umrüsten, ich müsste den Speicher dann noch erweitern.

aber Grundsätzlich klappt das bei mir ganz gut

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Gut zu wissen. Welchen Stromverbrauch hat die Wärmw dann? Welche Vorlauftemperatur wurde erreicht?

die läuft von ca 420 Watt hoch bis ca 620 Watt bei 620 watt erreicht der Pufferspeicher ca 48 Grad…

Ich denke mal das Meine vorlauftemp bei ca 10 Grad aussentemperatur irgendwo bei 25 Grad ist habe meine Kennlinie jetzt nicht dirkt im kopf

45K€ bei nur 1500kfgVerbrauch ja das ist heftig, ich verballer 6Tonnen im Jahr ist aber auch ein 3 Familien Haus. Würde da nicht mehr viel Investieren max. nen Heizstab in den Speicher.
Außer Du benötigst weitere Klimaanlagen zum kühlen, ja dann macht es Sinn diese auch zum Heizen zu nutzen, wenn der Strom vom Dach kommt.