Wärmepumpe, aber wie?

Guten Tag in Runde,
ich habe ein Haus mit Ölheizung (ca. 300 l verbrauch pro Wintermonat, also ca. 100 KWh / Tag), Holzofen mit Wassertasche, einen 800l Wassertank der an der Heizung (Heizung und Brauchwasser) hängt und einer PV-Anlage.
Der Wassertank hat noch 2 unbelegte Schlangen (unten und Mitte). Ich möchte nun eine Wärmepumpe (Monoblock) vor die Tür stellen. Die Ölheizung soll bleiben und Spitzen abdecken, der Holzofen brennt eh immer wenn jemand zu Hause ist.
Dazu ein paar Fragen:

  1. Die WäPu möchte ich mittels der freien Schleife(n) in den Tank einspeisen. Ist das so sinnvoll? Beide Schleifen in Reihe schalten oder nur die untere benutzen?
  2. Welche Leistung sollte die WäPu ungefähr haben? Welches Fabrikat kann empfohlen werden? (Sollte eine Möglichkeit haben mittels Schnittstelle Parameter aus zu lesen und zu steuern, Möchte ich selber installieren)
  3. Die Steuerung des Holzofens + Tank + Ventil zur Nutzung des Speichers für die Heizung geschieht im Moment über 2 verschiedene Steuerungen. Wenn die WäPu dazu kommt muss ja alles gesteuert werden (WäPu an wenn PV Strom hat usw.) Gibt es Projekte einer solchen Steuerung mittels Raspi? Oder wie macht ihr das so? Per OpenHab alles in einem eigenen Netz aufbauen?
    Über Anregungen freue ich mich!
    Ingo

Hab keine praktische Erfahrung zu bieten (Umstellung von Gas auf Splitklima). Idee: Macht es ggf. mehr Sinn die Wärmepumpe in den Rücklauf der Heizung zu hängen, so daß diese bei möglichst geringer Temperatur arbeitet und Öl und Holz diese dann über den Wasserspeicher "boosten", da es da ja in erster Ordnung nicht drauf ankommt, wie hoch das Temperaturniveau ist, vom ggf. marginalen Brennwert der Ölheizung abgesehen. WW dann ggf. über eine BWWP, um den großen Speicher mit seinen Verlusten nicht unnötig hochheizen zu müssen.

Das kommt sehr auf den Heizungskreislauf an. Setzt sich die WP zu hast viel Arbeit. Wenn die beiden WT Schlangen frei sind, eher die hintereinander geschaltet verwenden.

einfache Lösung: Wärmepumpe läuft bei Stromüberschuss und wenn der Tank Wärme aufnehmen kann. Braucht nur einen kontakt, daß Stromüberschuss da ist.

d.h. die Wäpu braucht keine Schnittstelle, sondern einfach nur Strom oder kein Strom, Steuerung dazu wie ich will (Openhab, extra Harware, was auch immer)? Kannst du ein Gerät/Fabrikat vorschlagen? Mit welchen gibt es gute Erfahrungen?

Am schönsten isses wenn du eine externe Leistungsvorgabe machen kannst. Manche Geräte haben eine Schnittstelle dafür entweder Bussystem oder dumm PWM oder 4-20mA oder 2-10V. Da kannste mit deinen Raspi dran. (Fast) Alle haben einen Freigabeeingang, den kann dein WR bei z.B. - wasweißich - >1000W Überschuss ansteuern. Das reicht eigentlich schon.

Ich frickel nur an grossgeräten rum, ab MFH. Empfehlung kann ich daher keine geben.

Ich denke, der wichtigste Punkt ist welche Vorlauftemperaturen hat die Heizung aktuell. Denn bei Temperaturen größer 45°C wird die Wärmepumpe weniger effektiv. Besser noch wenn in der Übergangszeit 35°C reichen.

Für DIY sind Panasonic Monoblocks der Standard.

Kannst du sonstwas mit steuern, aber auch die integrierte Steuerung ist schon gewaltig Umfangreich. Wegen Größe ist die kleinste 5kW schon zu viel für Dein Vorhaben. Darunter gibt es aber kaum etwas am Markt.

Hier gibt es tausende Infos dazu: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Hauptseite

Bei mir habe ich eine 5kW parallel zur Gasheizung in KISS eingebaut. Einfach ein paar billige Kugelhähne zum Umschalten vom Gas.

Alles gefrickel mit Zwischnspeicher und ähnliches versaut nur den Wirkungsgrad.

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Kommt drauf an. Wenn du tagsüber Überschuss reinballerst isses immer noch besser als nachts Strom zu kaufen. Mittlerweile gibts ja auch DC-WP, an die man Panels direkt anschließt. Mit denen muss Speicher.

Ich bedanke mich für die Antworten! Ich werde die Infos kommende Woche mal für meinen Kopf sortieren.
Ingo

Guten Tag!
Ich habe nun gegoogelt und gelesen und geYouTubed. Es bleibt im Moment eine Frage:
Worin besteht der Unterschied/Vorteil zwischen der Aquarea LT und der Aquarea Splitwärmepumpe (der wo das Kühlmittel im Außengerät ist, nicht wo das Kühlmittel auch in der Vebindungsverrohrung ist). Die Splittversion "sollte" doch eigentlich einen besseren Wirkungsgrad haben, da im Außengerät weniger warme wasserführende Teile verbaut sind?? Oder habe ich da etwas falsch mitgeschnitten? Oder warum sollte die Eine oder die Andere verbauen?

Ob Splitgerät oder Monoblock, ist so eine Grundsatzfrage. Der Trend geht zum Monoblock in den letzten Jahren. So hat man ein kompaktes Gerät, was die Installation vereinfacht. Auch kann das jeder selber machen und auch die Fachbetriebe brauchen keinen Kältetechniker. Kann also jeder Heizungsmonteur einbauen. Von der Effizienz nehmen sich die beiden Technologie nicht viel. Kannst ja mal die Effizienzwerte vergleichen.

Persönlich würde ich Split vorziehen, weil es für mich einfacher wäre, eine kleine Kernbohrung für die dünnen Kälterohre zu machen und die Sache dann auch unkritisch ist, wenn es Frost gibt und die Anlage ausfällt.

Splitgeräte sind auch dann interessant, wenn am Aufstellungsort keine Heizungsrohre in der Nähe sind. Beispiel: Viele Häuser haben die Heizungsanlage im Dachbereich und keinen Keller. So kann man sehr einfach mit Kälteleitungen hoch über die Außenfassade. Das geht beim Monoblock nicht.

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