Vorstellung 22kW Speicher mit Zellproblemen

MoinMoin.

Hier mal ein paar Bilder meines neuen Solarspeichers:

230Ah Zellen von NKON.nl, JK BMS, serielle Anbindung an Venus OS.

Die Zellen wurden alle Parallel geschaltet und TOP Balanced (hat drei Wochen gedauert...), nur zickt leider Zelle 16 rum. (Siehe letztes Bild.)

Theoretisch könnte ich damit leben, der Ladestrom wird schnell genug reduziert und Notfalls greift das BMS ein. So ganz Wohl ist mir damit allerdings nicht.

Was sagt ihr dazu? Austauschen? Aktuell gibt es diese Zelle bei nkon leider nicht mehr.

Hab genau das gleiche, nur zweimal :wink:

Hast du die Verschraubungen der entsprechenden Zelle geprüft?

Mess auch mal manuell vielleicht ist das BMS defekt.

Und alles vollkommen unnütz:

Wäre auch viel einfacher und schneller gegangen:

Und da steht wahrscheinlich auch genug drin, was du mit der einen Zelle tun musst.

Naja, die Zelle einfach stumpf zu entladen bringt nichts. Nach dem Peak ist die Zelle zeitweise diejenige mit der geringsten Spannung. Der Balancer zieht die gleich nach dem Peak wieder hoch... (Sobald die Ladung stopt.)

Ich weiss ich werde deshalb gesteinigt :slight_smile: aber ICH halte top balancen sowieso für Unsinn, wenn man einen aktiven Balancer verbaut (ich finde die Neey am besten). Es gibt ein relativ neues Video von Andy wo er den neusten NEEY Balancer mit 16 A Balancerstrom testet.

einfach den Akku zusammenbauen und laden. Dann den Neey (ich denke die 4 A Version reicht locker) drüberlaufen lassen und gut ist. Diese ganze Top Balancerei macht mehr Arbeit und Ärger als es letztendlich an Lebensdauer bringt.

Und wie Carolus schon schrieb. Das Verpressen ist für die Lebensdauer wichtig.

Stefan

Merkwürdig. Ich kenne die zusammen hänge ganz anders. Welchen Grund hat ein Balancer, die Zelle hochzuholen?

Ich glaube, es wäre von Vorteil, wenn du die beiden genannten links Mal liest. Ganz.

Preisverdächtige Unlogik. Nach ein paar Einstellungen, die halbwegs kritisch sind, erledigt der Neey das top balancieren während eine langsamen Ladung.

Was soll er denn sonst machen?

Zurück zum Thema bitte, die Grundsatzdiskussion führt zu nichts.

@Carolus: Ich habe die beiden verlinkten Themen gelesen, weiß aber noch immer nicht inwiefern mir das weiterhelfen soll.

Zur Verdeutlichung:

Technisch scheint der Innenwiderstand der Zelle zum Ende des Ladezykluses zu stark anzusteigen, wodurch sich die Spannung überhöht. Sobald der Ladestrom gegen 0 geht, ist die Zelle diejenige mit der geringsten Spannung und wird vom BMS Balancer noch weiter geladen.

Passiert das Verhalten bei jedem Ladevorgang in Richtung "voll"? auch wenn der Balancer die Zelle eingefangen hat? Bei welcher Packetspannung bricht die Zelle aus und wie hoch ist dann der Ladestrom? In welchem Spannungsbereich arbeitet der Balancer?

Ja, es passiert bei jedem Ladevorgang. Der Balancer schaltet sich ab 3.5V dazu, bei einer Ladeschlussspannung von 65V 56V (Was im balancierten Zustand 3.5V pro Zelle ergibt.)

Die anderen Zusammenhänge sind ganz gut der Grafik zu entnehmen. (Von Heute, ich habe den Ladestrom zum Ende hin noch einmal reduziert damit die Zelle sich nicht wieder sooo krass überlädt.)

Hast du das jetzt mit dem Multimeter manuell nachgemessen ob das BMS richtig misst?

Ja, habe ich. Ist alles i.O.

pack mal in die Ansicht mit den Zell-Spannungen noch den Ladestrom mit rein..[quote data-userid="1839" data-postid="205827"]

Der Balancer schaltet sich ab 3.5V dazu, bei einer Ladeschlussspannung von 65V (Was im balancierten Zustand 3.5V pro Zelle ergibt.)

[/quote]

also 3,5 * 16 = 56V --meintest Du aber bestimmt :wink:

Wie ist denn der Strom bei der Überhöhung?

@Nimbus4

Beschreibt solche Fälle, wir sind uns nicht ganz einig über die genaue Ursache, aber einig dass es eine Schädigungsform sein kann.

Kann aber auch mit dem Strom und dessen Reduzierung zu tun haben.

Unter der Annahme, dass man hier aus der gezeigten "power"-Kurve den Batterieladestrom ableiten kann,
habe ich zwei Zellen, die eine sehr ähnliche Spannungskurve zeigen:

Allerdings ist dieses Verhalten reversibel, also ein "klassischer" Memory-Effect.

Nicht reversibel ( also bei jedem Zyklus wiederholbare ) "Spannungsbäuche" gegen Ladeenende kenne ich bis jetzt von meinen Zellen nur mir deutlich geringerer Amplitude, wie hier:

Für den Zeitraum von ~ 1 Stunde zeigen zwei Zellen gegen Ladeende eine um bis zu knappe 10 mV erhöhte Ladespannung, fallen/relaxieren danach dann aber um einige mV unter die anderen Zellen.

Der Ladestrom ist hier leider nicht angezeigt, ist aber in der relevanten Zeitphase so gering, dass ohmsche Spannungsabfälle hier ausgeschlossen werden können.

Auswirkungen durch Balancing sind hier ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.

Solche reproduzierbaren minimalen Abweichungen der Ladespannungskurve einzelner Zellen habe ich hier in mehreren Packs.

Scheint dann wohl unbedenklich, danke.