Mir wäre folgende Reform des Eigenverbrauchs am liebsten, so mal als Vorschlag an die Politik:
Im lokalen Ortnetztransformator wird zukünftig gemessen, ob importiert oder exportiert wird. Wird importiert werden vermiedene Netzentgelte für jede eingespeiste kWh gezahlt, mit dem Ziel Eigenverbrauch und Verbrauch durch den unmittelbaren Nachbarn möglichst finanziell gleich zu stellen. Wird hingegen aus dem Traffo exportiert, was im Sommer bei viel PV der Fall sein kann, wird stattdessen das Netzentgelt bei Verbrauch gestrichen.
So wäre der Anreiz in Mangelzeiten besonders hoch, zusätzliche Erzeugung hinzustellen (also Solarzaun/Fassadenanlage bauen um guten Ertrag um 20 Uhr im Juni zu haben z.B.) und in Überschusszeiten der Anreiz besonders hoch mehr lokal erzeugten Strom lokal zu verbrauchen.
ich wette dass sobald das von dir beschriebene Verfahren angewendet wird die Netzentgelte pro kWh bis zum Trafo steigen werden. Der Bezugspreis pro kWh auch.
Grund: Zeige mir ein Wirtschaftsunternehmen wie VNB und EVU die sich ohne Gegenwehr die Butter vom Brot nehmen lassen.
Das würde sich wohl erst wieder ändern wenn andere wirtschaftliche Akteure mitspielen die gleiches Gewicht aber entgegen gesetzte Interessen haben.
in Asien würde man das als Yin/Yang Prinzip bezeichnen
Die Energiekosten sind in DE viel zu hoch und die Preisbildung sollte reformiert werden...keine Frage. Der Vorschlag mit der lokalen Abrechnung ist auf Grund der Netzstruktur halt sehr kompliziert umzusetzen, denke ich.
Hier verweist der deutsche Think Tank Agora Verkehrswende auf Großbritannien und Dänemark
Im windreichen England variieren im Netzgebiet von Eastern Power die Netzentgelte etwa zwischen 0,2 Cent pro kWh nachts und 17 Cent die kWh am frühen Abend.