Da es mittlerweile die verschiedensten Arten gibt, wie man sein Brauchwasser in der Wohnung oder dem Haus das man bewohnt erwärmen kann - mir aber gleichzeitig keine entsprechende "Auflistung" bekannt ist in diesem Forum, dachte ich mir: Das würde mal Sinn machen!
Zwar habe ich verschiedenste Themen gefunden wo einzelne Arten vorkommen und diskutiert werden, aber was ich nicht gefunden habe ist eine "Gesamtliste". Es scheint tw. sehr ausgeprägte "Vorurteile" bei usern gegenüber einzelnen "Lösungswegen" zu geben (wie zb. DLE) - was dann in Themen regelmäßig "problematisch" wird...
Meine Meinung:
Es gibt keine "schlechte Technik" zur Brauchwassererwärmung. Viel mehr ist es ohnehin immer ein Kompromiss, er passt halt mal mehr und mal weniger gut. Aber grundsätzlich sollte man meiner Ansicht nach immer versuchen sich einen "Gesamtüberblick" zu verschaffen, um dann anschließend möglichst sachlich entscheiden zu können.
Ich merke dahingehend auch zunehmend eine Art "inneren Drang" den die Menschen verspüren, weil die vorhandene, sehr oft als "veraltete Technik" geltende, Anlage als "zunehmend minderwertig und nicht mehr zeitgemäß" empfunden wird.
Nur darf man dabei nicht vergessen: Die ist bezahlt! ![]()
Die verursacht also i.d.R. "nur" noch die laufenden Verbrauchskosten bzw. mit Pech halt ggfs. Reparaturkosten.
Und da wird es interessant: Was die Kosten betrifft, kann die "veraltete, aber vorhandene" Technik schnell eine ggfs. "moderne, zeitgemäße" Technik (die aber erst gekauft werden muss) "überholen" - weil man i.d.R. viele Jahre lang die höheren Verbrauchskosten bezahlen kann für das Geld, dass die neue Technik alleine in der Anschaffung kostet.
Schwieriger wird es sein, wenn es das Thema Reparatur betrifft: Für alte zb. Zentralheizungen sind tw. kaum noch Ersatzteile zu bekommen (und wenn doch oft extrem teuer), die Techniker sind oft auch extrem teuer.
Wenn nun aber so eine Anlage "idealerweise"
im tiefsten Winter ausfällt, bleibt oft keine Zeit um "günstige" Alternativen zu suchen. Dann wird oft so schnell wie möglich repariert (koste es was es wolle - notgedrungen) oder aber auch ebenso schnell wie möglich das eingebaut, was der involvierte Fachmann halt gerade so "da hat"...
Was ich damit sagen möchte:
Sehr oft (oder fast immer) wäre es in der Praxis denke ich am vernünftigsten und vor Allem auch wirschaftlichsten, wenn man die Art der Warmwasserbereitung erst dann ändert bzw. "auf modern umstellt" - wenn die alte Technik wirklich defekt ist. Das bedeutet dann aber auch, dass man mit Pech im ungünstigsten Moment mit defekter (Wasser?) Heizung dasteht, was dann im Anschluss aus finanzieller und praktischer Sicht deutlich negativer ausfallen kann, als wenn man schon frühzeitig die - zu dem Zeitpunkt noch laufende - alte Technik durch neue ersetzt. Dann aber dem "eigenen Zeitplan" folgend nach idealerweise eigener Recherche, mehreren Angeboten usw.
Man sieht: Es ist sehr individuell. Wie immer hat es alles Vor - wie auch Nachteile.
Deshalb sehe es ich persönlich als sehr vorteilhaft an, wenn man sich (wenn möglich) versucht "breit aufzustellen" und einen "Plan B" zu haben. Wie der in der Praxis aussehen kann ist auch sehr individuell, bezogen auf das Warmwasser kann es zb. so aussehen:
Man sieht sich die eigene Situation im Technikraum schon an so lange alles läuft und prüft zb. ob der Anschluss eines zb. Elektroboiler "schnell" machbar wäre (Platz, Wasseranschluss, Elektroanschluss) um dann im "Notfall" eine schnelle und vergleichsweise günstige Lösung realisieren zu können - um dann ggfs. Zeit zu haben um sich eine "nachhaltige Lösung" zu überlegen.
Aber wie gesagt, es ist sehr individuell. Sehr oft haben bereits vorhandene Boiler auch eine Bohrung für einen Heizstab, was dann im Notfall noch viel schneller realisiert werden könnte - wer der eigenen Heizung nicht mehr "traut", könnte den als "Backup" auch schon vorher einbauen (lassen) um im Notfall "sicher" zu sein usw.
Ich versuche nun mal die Vor und Nachteile der verschiedenen Arten aufzulisten - wenn Sachen fehlen oder falsch erscheinen bitte gerne melden ![]()
Fossile Heizsysteme
- Gasheizungen
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Am meisten verbreitet scheinen mir die "Gasthermen" die sowohl die Zentralheizung, als auch den Brauchwasserboiler beheizen. Es gibt aber auch Gas Durchlauferhitzer, die direkt das Brauchwasser beheizen.
Vorteile:
- i.d.R. sehr hohe Leistung, sehr kurze Heizzeiten
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- sehr oft (nicht immer) direkt an der öffentlichen Gasleitung = kein Lagerraum nötig
- bei Anschluss an Gasleitung kein "Nachfüllen lassen" nötig
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis kaum hörbar
- relativ saubere Verbrennung - für eine fossile Heizung
Nachteile:
-
fossile Heizung!
-
oft völlig überdimensionert = taktet stark
-
vergleichsweise schlechter Wirkungsgrad
-
Bei "Boilerlösung": thermische Speicherverluste
-
große Abhängigkeit von ständig steigenden Preisen
-
DIY verboten!!! Bei Störungen teurer Kundendienst nötig
-
ggfs. teure Reparaturen / Ersatzteile
-
Es bleibt immer ein Restrisiko: GAS!!!
-
regelmäßige Wartung + Schornsteilfeger nötig
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- Ölheizungen
Werden mittlerweile schon deutlich seltener anzutreffen sein. Sind wohl meistens als Zentralheizungen anzutreffen, die im Technikraum verbaut sind und sowohl Heizung als auch Warmwasser erwärmen
Vorteile:
- i.d.R. sehr hohe Leistung, sehr kurze Heizzeiten
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- Lagerraum nötig = ein wenig "Preissicherheit" weil man Vorrat hat
- Ev. mittels Batteriespeicher Heizbetrieb möglich bei Black out
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis kaum hörbar
Nachteile:
-
fossile Heizung!
-
oft völlig überdimensionert = taktet stark
-
vergleichsweise schlechter Wirkungsgrad
-
Bei "Boilerlösung": thermische Speicherverluste
-
große Abhängigkeit von ständig steigenden Preisen
-
Eigener Lagerraum / Tankraum nötig
-
Regelmäßige "Nachtakung" nötig
-
DIY verboten!!! Bei Störungen teurer Kundendienst nötig
-
ggfs. teure Reparaturen / Ersatzteile
-
Es bleibt immer ein Restrisiko: Heizöl (= eingefärbter Diesel)
-
regelmäßige Wartung + Schornsteilfeger nötig
"Verbrennungsanlagen"
für Holz / Pellets
- Holzheizungen
Werden mittlerweile schon deutlich seltener anzutreffen sein. Sind wohl meistens als Zentralheizungen anzutreffen, die im Technikraum verbaut sind und sowohl Heizung als auch Warmwasser erwärmen.
Vorteile:
- i.d.R. sehr hohe Leistung, aber ggfs. längere "Anlaufzeiten"
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- ggfs. sehr günstig - falls man selber "Holz hat" oder günstig bekommen kann
- Ev. mittels Batteriespeicher Heizbetrieb möglich bei Black out
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis kaum hörbar
- verbrennt den natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz
Nachteile:
-
vergleichsweise schlechter Wirkungsgrad
-
Bei "Boilerlösung": thermische Speicherverluste
-
große Abhängigkeit von ständig steigenden (Holz) Preisen
-
ggfs. Holz Lagerraum nötig
-
Vergleichsweise Arbeitsintensiv
-
Ev. bei Störungen teurer Kundendienst nötig
-
ggfs. teure Reparaturen / Ersatzteile
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Asche muss regelmäßig entfernt werden
-
Es bleibt immer ein Restrisiko: Ausgehend vom Ofen selber und auch dem gelagerten Holz
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regelmäßige Wartung + Schornsteilfeger nötig
Kohleheizungen kann man wohl sehr ähnlich sehen wie Holzheizungen (oft wurde ja auch beides im selben Ofen verbrannt) - nur ist Kohle eben fossil....
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- Pelletsheizungen
Waren lange Zeit sehr beliebt, gefühlt wurde es aber wieder weniger. Sind wohl meistens als Zentralheizungen anzutreffen, die im Technikraum verbaut sind und sowohl Heizung als auch Warmwasser erwärmen
Vorteile:
- i.d.R. sehr hohe Leistung
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- Ev. mittels Batteriespeicher Heizbetrieb möglich bei Black out
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis kaum hörbar
- verbrennt den natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz
Nachteile:
- vergleichsweise schlechter Wirkungsgrad
- Bei "Boilerlösung": thermische Speicherverluste
- große Abhängigkeit von ständig steigenden Pellets Preisen
- Trockener!!! Pellets Lagerraum nötig
- Zusätzliche Gefahr durch Kohlenmonoxid oder Staubexplosion
- Ev. bei Störungen teurer Kundendienst nötig
- ggfs. teure Reparaturen / Ersatzteile
- durch vergleichsweise viel Mechanik (Pelletstransport) ggfs. Störanfälliger
- Asche muss regelmäßig entfernt werden
- regelmäßige Wartung + Schornsteilfeger nötig
(Direkt)elektrische Heizsysteme
- Elektroboiler
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Am meisten verbreitet scheinen mir die im Technikraum montierten Elektroboiler, die direkt das Brauchwasser beheizen. Gibt es aber auch direkt im Bad, unter Waschbecken, Spülen etc.
Vorteile:
- i.d.R. geringe Leistung, deshalb gut für PV geeignet
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- i.d.R. sehr günstig in der Anschaffung
- = oft keinerlei Kundendienst nötig, Austausch ist einfacher und günstiger
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis unhörbar
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
- i.d.R. geringe Leistung, deshalb lange Aufheizzeit (Nachheizzeit)
- oft überdimensionert wegen langer Nachheizzeit = größere thermische Verluste
- im Vergleich zu WP schlechter Wirkungsgrad
- Da "Boilerlösung": thermische Speicherverluste
- große Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preisen
(Direkt)elektrische Heizsysteme
- elektrische Durchlauferhitzer (DLE)
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Am meisten verbreitet scheinen mir die im zb Bad montierten DLE, die direkt das Brauchwasser beheizen. Gibt es aber auch direkt unter Waschbecken, Spülen etc.
Vorteile:
- i.d.R. sehr hohe Leistung, deshalb Warmwasser in Echtzeit
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- i.d.R. günstig in der Anschaffung
- = oft kein Kundendienst nötig, Austausch ist einfacher und günstiger
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis unhörbar
- keinerlei thermischer Speicherverlust / keine Legionellengefahr (im Vergleich zu Speichern)
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
- i.d.R. sehr hohe Leistung, deshalb (bei Betrieb) extrem hoher Stromverbrauch (bis zu 27 kW!!!)
- Nachrüstung oft schwierig wegen der dafür nötigen Zuleitung / Absicherung
- Sehr oft Genehmigung vom Netzbetreiber nötig
- im Vergleich zu WP schlechter Wirkungsgrad
- Bei Abrechnungsmodellen wie sie in zb. Österreich kommen ein Nachteil, weil der höchste (wenn auch nur einmalige) 15 min Strombedarf Auswirkungen auf die Kosten hat
- große Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preisen
(Direkt)elektrische Heizsysteme
- Heizzstäbe
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Sie sind oft auch der (tw. Haupt) Bestandteil anderer Systeme, wie zb. die elektrischen Warmwasserboiler. Auch in Wärmepumpen findet man sie oft, dort kommen sie zum Einsatz - falls die Wärmepumpe nicht mehr genug Wärme erzeugen kann oder aber zb. defekt ist.
Man kann aber auch sehr oft bei schon vorhandenen Warmwasserboilern Heizstäbe "nachrüsten", um si zb. "PV Strom fähig" zu machen oder als "BackUp".
Vorteile:
- i.d.R. geringe Leistung, deshalb gut für PV geeignet
- i.d.R. sehr robust und langlebig
- i.d.R. sehr günstig in der Anschaffung
- = oft keinerlei Kundendienst nötig, Austausch ist einfacher und günstiger
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis unhörbar
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
- i.d.R. geringe Leistung, deshalb lange Aufheizzeit (Nachheizzeit)
- oft überdimensionert wegen langer Nachheizzeit = größere thermische Verluste
- im Vergleich zu WP schlechter Wirkungsgrad
- Da "Boilerlösung": thermische Speicherverluste
- große Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preisen
elektrische Heizsysteme mittels Wärmepumpe
- Brauchwasserwärmepumpen
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Gemeinsam haben sie aber i.d.R. das es sich um "Monoblockgeräte" handelt, die für den Inneneinsatz vorgesehen sind. Also die gesamte Technik ist in einem Gerät zusammengefasst.
Vorteile:
- i.d.R. sehr geringe Leistung, deshalb sehr gut PV geeignet
- kann - abhängig der Umgebungsbedingungen - mehr Wärme erzeugen, als sie Strom verbraucht
- daraus resultierend ggfs. guter Wirkungsgrad
- kann die Luftfeuchtigkeit im Aufstellraum senken
- kann den Raum kühlen (was im Sommer gewünscht sein kann)
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
-
i.d.R. sehr geringe Leistung, deshalb oft sehr lange Nachheizzeiten
-
Wirkt sich auf den Aufstellraum aus, da sie sich die Energie z.T. aus der Raumluft holt
-
Kann somit die Temperatur im Aufstellraum und somit ggfs. auch den umliegenen Räumen (ggfs negativ) beeinflussen
-
Kann ggfs. bei kaltem Aufstellraum schlechten Wirkungsgrad haben
-
im Vergleich zu (großer) LWWP ggfs. schlechterer Wirkungsgrad
-
Kann im Innenraum störende Geräusche verursachen (wäre zb. im Wohnraum ggfs. ein Problem)
-
Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preisen
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- Monoblock Luftwasserwärmepumpen (LWWP)
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Gemeinsam haben sie aber, dass es sich um "Monoblockgeräte" handelt, die für den Ausseneinsatz vorgesehen sind. Also die gesamte Technik ist in einem Gerät zusammengefasst, dass sich ausserhalb vom Haus befindet.
Die Geräte dienen vorwiegend der Raumheizung, werden aber i.d.R. in Kombination mit Brauchwassererwämung eingesetzt
Vorteile:
- i.d.R. mittlere Leistung, deshalb ggfs. nur bedingt PV geeignet
- kann - abhängig der Umgebungsbedingungen - mehr Wärme erzeugen, als sie Strom verbraucht
- daraus resultierend ggfs. sehr guter Wirkungsgrad (größere Wärmetauscher als zb. BWWP)
- benötigt meist kaum Platz Innen - die Technik ist großteils (beinahe komplett) aussen
- wirkt sich nicht auf den Innenraum (negativ) aus
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
-
i.d.R. mittlere Leistung, deshalb tw. bei höherer Leistungsabforderung / tiefen Aussentemperaturen zusätzlich direktelektrischer Heizstab nötig (was den Wirkungsgrad senkt)
-
da sich die Technik aussen befindet, muss das Heizungswasser ebenfalls nach aussen geführt werden: Deshalb ggfs. Frostgefahr!
-
Alternativ Einsatz von Frostschutz möglich, was aber den Wirkungsgrad ganzjährig etwas verschlechtert
-
Kann ggfs. bei kalten Aussentemperaturen schlechten Wirkungsgrad haben
-
Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preisen
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- Split Luftwasserwärmepumpen (LWWP)
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Gemeinsam haben sie aber, dass es sich um getrennte Geräte handelt. Also die Technik teilt sich auf 2 Geräte auf. Ein Innengerät im Technikraum und ein Aussengerät, dass sich ausserhalb vom Haus befindet. Verbunden sind sie mit Kältemittelleitungen - wie bei Split Klimaanlagen auch.
Die Geräte gibt es sowohl für "Zentralheizung" für Raumheizung + Brauchwasser, als auch nur für Brauchwasser. Als Sonderform gibt es auch Multisplit Klimaanlagen, die einen Brauchwasserboiler innen enthalten (Daikin Multi+)
Vorteile:
- i.d.R. geringe bis mittlere Leistung, deshalb ggfs. PV geeignet
- kann - abhängig der Umgebungsbedingungen - mehr Wärme erzeugen, als sie Strom verbraucht
- daraus resultierend ggfs. sehr guter Wirkungsgrad (größere Wärmetauscher als zb. BWWP)
- benötigt meist wenig Platz Innen - die Technik ist teilweise aussen
- Kein Heizungswasser aussen = KEINE FROSTGEFAHR!
- wirkt sich nicht auf den Innenraum (negativ) aus
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
-
i.d.R. mittlere Leistung, deshalb tw. bei höherer Leistungsabforderung / tiefen Aussentemperaturen zusätzlich direktelektrischer Heizstab nötig (was den Wirkungsgrad senkt)
-
Kann ggfs. bei kalten Aussentemperaturen schlechten Wirkungsgrad haben
-
Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preise
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- Wasser Wasser Wärmepumpen (WWWP)
Führen ein wenig ein "Schattendasein". Es gibt verschiedene Ausführungen. Was sie gemeinsam haben: Anders als die LWWP (oder BWWP) beziehen sie die für die Erwärmung des Brauchwassers benötigte Energie nicht aus der Luft, sondern aus Wasser (=WWWP)
Das hat den Vorteil, dass (anders als die Luft) das Wasser unter der Erde meistend deutlich wärmer ist (und vor Allem auch zb. nachts wärmer bleibt!) als die Umgebungsluft. Entsprechend lässt sich hier - theoretisch - ein deutlich besserer Wirkungsgrad erzielen, als mit einer "Luftwärmepumpe" - die auf die ggfs. sehr kalte Aussenlust angewiesen ist.
(Deshalb müssen zb. Wasserleitungen auch in einer bestimmten Tiefe eingegraben werden, um "frostsicher" zu sein)
Mögliche Varianten sind u.a. :
- Tiefenbohrung
- Flächenkollektor
- Ringgrabenkollektor
- Brunnen
- usw.
Das sich diese Art der Wärmepumpen nicht flächendeckend durchgesetzt hat und eher rückläufig ist liegt an den Kosten: Diese Art Wärmepumpen ist - anders als die "Luftwärmepumpen" - auf das entprechende "System" angewiesen im Aussenbereich. Und das kostet i.d.R. sehr viel Geld. Es ammortisiert sich dann für einen "Normalsterblichen" meistens nicht...
Vorteile:
- i.d.R. mittlere Leistung, deshalb ggfs. bedingt PV geeignet
- kann - abhängig der Umgebungsbedingungen - meistens deutlich mehr Wärme erzeugen, als sie Strom verbraucht
- Ist von der Umgebungslufttemperatur (relativ) unabhängig
- daraus resultierend ggfs. sehr guter Wirkungsgrad
- wirkt sich nicht auf den Innenraum (negativ) aus
- rein elektrisch - nur Wasser und Stromanschluss nötig
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
- i.d.R. mittlere Leistung, deshalb (möglicherweise???) bei höherer Leistungsabforderung zusätzlich direktelektrischer Heizstab nötig (was den Wirkungsgrad senkt)
- Frostschutz nötig?
- Kann ggfs.je nach Umgebungsbedingungen schlechten Wirkungsgrad haben
- Kann im Innenraum störende Geräusche verursachen
- Abhängigkeit von ständig steigenden (Strom) Preisen
- Durch die Klimaerwärmung können sich die Bedingungen negativ verändern (zb. Brunnen versiegen usw.)
Solarthermie Heizsysteme
- Solarthermie
Es gibt bekanntlich verschiedenste Ausführungen. Grundsätzlich haben sie gemeinsam: Die Sonne wärmt über die entsprechenden Paneele im Aussenbereich die darin befindliche Flüssigkeit, die dann innerhalb vom Haus mittels Wärmetauscher das Brauchwasser erwärmt. Durch die sinkenden Preise von PV Anlagen und der sehr viel größeren Flexibilität gibt es Solarthermie im Privatbereich - als Neuanlagen - kaum noch.
Vorteile:
- kostenlose Sonnenenergie!
- i.d.R. robust und langlebig
- Sonnenenergie - nur Umwälzpumpe nötig
- i.d.R. sehr leiser Betrieb bis unhörbar
- keine fossile Heizung (keine entsprechenden Zusatzkosten / Gefahren)
Nachteile:
- auf gute Sonneneinstrahlung angewiesen
- Ohne entsprechende Sonneneinstrahlung wirkungslos
- entsprechend über das gesamte Jahr gerechnet ggfs. schlechter Wirkungsgrad
- kann somit ausnahmslos nur in Kombination mit anderen Systemen genutzt werden
So, das mal als "Grundgerüst".
Erstellt habe ich das komplett ohne "KI" (LLM) nur aus dem Gedächtnis, also wird es definitiv Fehler enthalten - bitte melden damit ich korrigieren / ergänzen kann.
Danke ![]()