Dank dieses Forums habe ich viel Hilfe beim Umstieg von Gasheizung auf Luft-Luft-Wärmepumpen erhalten. Das funktioniert jetzt alles gut, auch wenn es draußen kalt ist. Unsere Gasheizung im Keller ist ausgeschaltet, außer dass sie noch Gas für die Warmwasserbereitung verbraucht. Ich möchte komplett vom Gas wegkommen, da ich schätze, dass wir noch etwa 75 Euro pro Monat für Warmwasser an Gas bezahlen. Dazu kommen noch die Kosten für den Schornsteinfeger und die jährliche Wartung des Geräts selbst. Wir haben auch etwa 15 kWh an PV-panele, daher möchte ich jetzt gerne komplett vom Gas wegkommen. Die Gasheizung stammt aus dem Jahr 2022 und hat daher vielleicht noch einen Restwert. Ich bin auch neugierig auf mögliche staatliche Subventionen. Da es sich hier um Gasanschlüsse handelt, werde ich das wohl ganz einem Fachmann überlassen. Worauf muss ich achten? Wie teuer wird das ungefähr sein?
Vielen Dank für eventuelle Tipps.
tips kriegst bestimmt. Für eine einfache Luft-BWWP ist das hier der grobe Preisrahmen
plus Kleinteile. Luft-Wasser WP gibts auch schon ab ca. 4000 incl Speicher und Heizung
Ne BWWP kann man auch selber einbauen, ist keine Zauberei, wenn man sich etwas mit der Materie beschäftigt. Ob die Demontage der Gastherme von einem Fachmann gemacht werden muß, damit es bei der Abmeldung keine Probleme gibt, kann ich leider nicht sagen und ist ggf auch abhängig vom jeweiligen Netzbetreiber. Muß ich nächstes Jahr auch mal anrufen, wenn es bei uns soweit ist. Sind auch gerade im ersten Winter mit unsereren beiden Splitklimas (Seit Ende Februar) und BWWP (seit August).
Diesen Umbau von Gas auf BWWP habe ich vor ca. drei Jahren gestartet.
Kosten mit allen Zusatzteilen (Sicherheitsgruppe, Anschlüsse, Leitungen, Pressbögen, Entleerung, etc.) und einer für mich passenden Luftführung durch den Keller mit Kernbohrungen etc. hat ca. 5000€ gekostet im DIY.
Bei Presswerkzeug für die Rohre etc. haben mir Freunde geholfen.
Die Haupteinheit BWWP war damals ca. 850€ teurer als heute. (War im Jahr des Beginn des Ukraine Kriegs)
Wenn du die Luft nur in dem Aufstellraum nutzen willst/kannst (Keine Kernbohrungen und Luftführung), dann sind es nochmal ca. 1000€ weniger.
Für den Rückbau des Gasanschlusses brauchst du einen Fachhandwerker, der den Anschluß auch bei deinem Netzbetreiber mit Protokoll etc. abmeldet (War bei meinen Gas-VNB wenigstens so).
Bei den Subventionen kannst du davon ausgehen, dass du nach Erhalt der Subventiuonen mehr bezahlst, als wenn du das Ganze in DIY machst.
Die von mir verwendete BWWP kostet Liste ca. 6500€ und Online bekommst du sie heute neu für 2450€.
Die Installateure verkaufen je nach Auftragslage zum Listenpreis oder so um Liste minus 20%, das wären dann 5200€ bis 6500€ nur für die BWWP und dann noch die Installation und das andere Material, da bist du schnell bei 8-10T€ für eine 270l BWWP.
Worauf ich geachtet habe:
- Ich habe mir eine BWWP mit Edelstahltank genommen, weil ich dadurch die Opferanode und die Wartung derselben spare.
- Das Kältemittel ist R290 (Propan)
- Der COP bei A7/W55 ist 3 oder besser.
- Die Tankgröße sollte zum Warmwasserverbrauch im Haushalt passen.
- Weil ich nur einmal am Tag (wenn die Sonne scheint) aufheizen wollte habe ich einen etwas größeren Tank genommen.
Hoffe es hilft.
Herzliche Grüße
Eclipse
Puh, das sind ja echt Wahnsinnspreise, wenn man das machen lässt… Meine 180 Liter BWWP mit Edelstahlspeicher aus deutscher Fertigung , COP 3.2, R290 kostet im Netz so 2300€. Bischen Kupferrohr, WMZ für die Neugier, Rückschlagventil, Überdruckventil, Flexrohre für Anschluß, neue Kondensatpumpe, 10m ausziehbarer Alu Lüftungsschlauch vielleicht 400€ und nen Tausender für ne eigene Presszange. Bohrungen in Kalksandstein hab ich selber gemacht mit ner 70mm Krone. OK, vom Profi schöner.
75 Euro nur für Warmwasser? Das erscheint mir sehr viel. Ich zahle 85 Euro für Heizung imklusive Warmwasser…
Läuft da dauerhaft die Zirkulationspumpe, dass es zu derart hohen Kosten kommt? Oder ist Schorni, Grundgebühr und Wartung da mit umgelegt, was am Ende des Tages ja zählt? Aber selbst dann etwas hoch.
Wie immer bei dem Thema: Was wurde pro Tag verbraucht damit man weiss wie groß die BWWP überhaupt sein muss.
Der Abbau von Gas jedoch kostet so oder so. Einzig wenn man handwerklich wäre ist, dass man sich nur den Kram abklemmen lässt, Gas raus, und die Komponenten selber entsorgt.
Wenn man nur wenig Liter braucht:
Und dann gibt es fast jede Größe. Vielleicht möchte man das noch als Heizunterstützung machen. Dann kann man eine kleine Monoblock-Wärmepumpe nehmen und damit Heizung + WW machen. Etc. pp. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten.
Jetzt im Ernst? Bei einem Gaspreis von 11 Cent pro kWh wären das bei dir knapp 681 kWh pro Monat.
Mal zum Vergleich: Wir brauchen (laut Angabe Gas-Heizung) pro Monat knapp 160 kWh für Warmwasser ( 2 Erw. 2 Kinder)
Letzte monat: 445kwh.
2 babys 2 erwaschene. Mein frau badet aber jeder 2e tag ![]()
Also mit 445 kWh pro Monat kriege ich ca. 10m³ Wasser von 10°C (aus der Wasserleitung) auf 45°C (sehr warmes Badewasser) aufgewärmt. Macht dann einen Jahresverbrauch von 120m³ Warmwasser und da kommt noch das Kaltwasser für die Toilette dazu. Habt ihr einen so hohen Wasserverbrauch oder habt ihr im Warmwassersystem so viel Wärmeverlust? Also unserer Wasserbezug von den Stadtwerken mit 6 Personen ist 100-120 m³ pro Jahr.
10m³ Warmwasser pro Monat sind grob 300 Liter pro Tag. Da brauchst Du schon eine BWWP mit sehr großem Tank. Typische BWWP haben im Vergleich zu LWWP, die zum heizen genommen werden, einen viel kleineren Wärmetauschern und damit einen geringeren SCOP. Sollten die Verbrauchsmengen an Wasser stimmen (was ich fast nicht glauben kann), dann würde es vielleicht schon mehr Sinn machen einen LWWP zu kaufen. Musst Du aber mal durchrechnen.
Hi, hier meine Werte. Vieleicht hilfts.
Also wenn es irgendwie geht, dann würde ich einen smarten elektronischen 21kw Durchlauferhitzer einbauen - kaum Anschaffungskosten und keine laufenden Gerätekosten, einfach austauschbar und hält ewig. Bei 4 Personen dürfte der Betrieb zudem noch günstiger sein. Eine Badewanne sind knapp 2kWh.
Klar, bei einem Haushalt wird das sehr gut funktionieren. Da duscht oder badet ja meist nur einer. Es sei denn man hat 2 Duschen und 2 Badewannen und alle wollen gleichzeitig
.
In meinen Fall mit zwei Haushalten, 6 Personen und den zwei Bädern mit Duschen und Wannen, wird es eher eng wenn zwei Leute gleichzeitig Duschen usw. Habe keine Erfahrung mit DLEs, oder schaffen die das? 21kW schaffen wohl auch die wenigsten Wechselrichter / Akkus, also wird fast immer Strom vom Netz benötigt.
Die BWWP hat halt im Idealfall eine hohe JAZ, benötigt nur wenig Leistung um die 400-600 W, was oft vom Balkon PV schon gedeckt werden kann. Hat natürlich Wärmeverluste die auch beachtet werden müssen.
Jeder Haushalt hat halt seinen eigenen usecase.
Ja, das kommt sehr auf den Gegebenheiten an. Wir sind 4+2 Personen (2 Haushalte) und haben 2+1 DLE. Ein 21kw DLE zieht im Winter max. zwischen 8A (waschen) und 16A (baden) pro Phase. Wenn die Bäder nicht übereinander liegen, dann braucht man einen 2. DLE und dann evtl. ein Relais das verhindert, dass der 2. angeht - zumindest im Altbau mit 50A Hauptsicherung. Gute Elektronische Durchlauferhitzer (z.B. Stiebel Eltron) kosten 300-500€ , halten die Temperatur unabhängig von der Durchflussrate absolut konstant uns sollten 30 Jahre halten. Der schlechte Ruf begründet sich auf die alte ungeregelte energiehungrige Technik von vor über 15 Jahren, die das Wasser entweder zu heiß oder zu kalt ausgegeben hatte.
Heute habe ich ein Angebot für den Einbau erhalten. 5500 Euro. Aber ich werde mir mal ernsthaft überlegen, wie ich das selbst einbauen kann. Nun ja, mit den vorhandenen Leitungen usw. ist das allerdings schwierig, und natürlich kann ich das Gas nicht selbst abstellen.
Ok, 5.5k € ist ein Wort. Welche Brauchwasser Wärmepumpe bauen die ein?
Eigentlich ist da ja nicht so viel zu machen. Alten Speicher raus und ggfs passen die Anschlüsse. Ich habe es DIY mit zwei Edelstahl Wellrohren gemacht. Hab es alleine an einem Samstag erledigt.
Alternatives Konzept: Elektroboiler. Sehr billig und zuverlässig. Von Frühjahr bis Herbst stört es bei deinen PV-Überschüssen nicht, dass der COP bei 1 liegt. Im Winter würde die BWWP ja irgendeinen Raum auskühlen, den man dann wieder heizen müsste (oder sie steht im kalten Keller und der COP ist auch nicht so toll). Nur so eine Idee…
