Vollheizung KfW 80 (50qm) mit 1x Single-Split bei Vermietung? (Daikin Perfera vs. MHI) + DIY-Frage

Hallo zusammen,

ich saniere gerade ein Mehrfamilienhaus auf KfW 80 Standard. Für zwei identische 2-Zimmer-Wohnungen (je ca. 50 qm) plane ich die Heizung über split-Klima als Vollheizung.

Die Heizlasten laut Energieberater:

  • Wohnzimmer / Küche: 1 kW

  • Schlafzimmer: 500 W

  • Bad: 300 W (hier kommt eine elektrische Fußbodenheizung für den Komfort rein)

  • Gesamtheizlast: ca. 1,8 kW pro Wohnung.

Mein Plan: Pro Wohnung soll nur eine einzige Single-Split-Anlage mit 2 kW im Wohnzimmer installiert werden, die so platziert wird, dass sie die gesamte Wohnung mitheizt. In der Auswahl stehen die Daikin Perfera (2,0 kW) oder eine Mitsubishi Heavy Industries (2,0 kW). Ein Fachbetrieb fordert ca. 3.000 bis 3.500 pro Anlage inkl. Montage.

Der Knackpunkt (Vermietung): Da die Wohnungen vermietet werden, muss das System im Alltag unkompliziert und rein über den Automatikmodus (z.B. eingestellt auf 22 °C) funktionieren. Das bedeutet, es wird im schlechtesten Fall nicht manuell an Lüfterstufen oder Lamellen optimiert.

Meine Fragen an euch:

  1. Wärmeverteilung: Reicht ein einziges Innengerät im Wohnzimmer bei einem KfW 80 Haus aus, um die 50 qm über offene Türen zuverlässig und komfortabel mitzuheizen, oder ist das als Vollheizung bei Vermietung zu riskant (z. B. wenn mal Türen geschlossen werden)?

  2. Anlagenvergleich: Welche Anlage (Daikin Perfera vs. MHI) hat im Heiz-Automatikmodus die bessere Lüfterlogik, um die Luft effektiv in die restlichen Räume zu bewegen, und wer moduliert im niedrigen Bereich besser?

  3. DIY & Support: Ich bin ausgebildete Elektrofachkraft und würde die Montage, Kernbohrung und Elektrik selbst übernehmen. Für den kältetechnischen Anschluss und die Inbetriebnahme wollte ich jemanden über MyHammer oder Klimanalgen Onlinehändler beauftragen

Wie sieht es dabei mit dem Support aus? Kommt der Werkskundendienst (Daikin/MHI) im Ernstfall auch bei Geräten, die selbst im Internet gekauft und von einem externen Techniker in Betrieb genommen wurden, oder sollte man wegen Gewährleistung und Wartung doch den lokalen Fachbetrieb wählen?

Vielen Dank für eure Einschätzung

Und du willst dann vom Mieter verlangen dass er immer die Türen auflässt wenn er nicht frieren will?

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Bei Daikin musste ich bisher feststellen, dass der Werkskundendienst kaum antwortet geschweige denn vorbeikommt, selbst wenn der Installateur diesen bestellt.

Von daher würde ich das nicht unbedingt als Kriterium anlegen. Kann aber in anderen Fällen anders aussehen, ist nur meine aktuelle Erfahrung mit Daikin.

Keine Ahnung wie das rechtlich ist, ob Du im Mietvertrag festhalten darfst daß im Winter die Tür offen bleiben muß, weil ansonsten das Recht des Mieters auf eine warme Wohnung erlischt.

Ich würde auf nummer sicher gehen, dort ein Infrarotpanel aufhängen. Solange der Mieter den Strom selbst bezahlt kann Dir das ja egal sein. Kannst ja noch mündlich erwähnen daß Du denkst daß es normalerweise nicht nötig ist, solange man die Tür offen hält und etwas niedrigere Temperatuen im Schlafzimmer toleriert. Soll der Mieter dann draus machen was er will.

Daikin moduliert meiner Erfahrung nach besser runter. Was Lüfter angeht dürften beide keine "bessere" Logik haben, da sie nicht wissen können, daß Du zwei Räume heizen willst. Die werden beide den Lüfter im Lüfter-Auto-Modus ziemlich runterfahren sobald die Raumtemperatur erreicht ist. Da hilft nur manuelles Hochstellen des Lüfters. Du wirst das dem Mieter überlassen müssen, wie er das einstellt. Niedriger Lüfter = angenehmer im Wohnzimmer aber kälter im Schlafzimmer, oder halt nicht, Du kannst das schlecht für ihn entscheiden.

Das ist eine gute Idee, um die Möglichkeit sicherzustellen, dass jeder Raum separat geheizt werden kann.

Ich denke, du bist in einem sehr experimentellen Bereich, eine 50m² Wohnung mit nur einem IG zu beheizen. Wir hatten hier im Forum schon Leute, die das für sich so umgesetzt haben und es ging. Aber das lässt sich schwer voraussagen, ob das was wird und es macht auch einen Unterschied, ob man das für sich selbst macht oder ob man vermietet. Vermieter können Ansprüche an die Heizung haben, die sich mit nur einem IG so nicht umsetzen lässt.

Wenn aber jeder Raum auch über IR-Panel beheizbar ist, kann jeder für sich entscheiden, wie energiesparend er seine Wohnung heizen will.

Wenn die Gesamtheizlast mit 1,8kW wirklich stimmt, dann hast du ja auch nur etwa 3600 kWh Wärmebedarf im Jahr. Das wären überschaubare 1080 Euro im Jahr an Stromkosten, wenn man 100% direktelektrisch heizt. Schafft man 2/3 des Heizbedarfs über die Split-Klima abzudecken mit vielleicht SCOP 4, sinkt der Energiebedarf auf 600 kWh für die Split und 1200 kWh für die IR-Panels. Macht insgesamt 1800 kWh bzw. 540 Euro.

Warum so klein? Wenn das die einzige Heizung ist, nimm gleich ein 3,5kW. Wie groß ist das Wohnzimmer, wo die Anlage installiert wird?

Von MHI würde abraten, besser Daikin. Die läuft im Heizbetrieb geschmeidiger. Die neue Perfera All Seasons (ab 2025) hat sich auch im Heizbetrieb nochmal deutlich verbessert.

Wichtig bei Vermietung: Die Mieter müssen alle 4 - 8 Wochen mal die Filter reinigen. Aber auch das ist aus Eigeninteresse sinnvoll, solltest die sollte in die Richtung briefen: Je sauberer die Filter, um so effizienter die Anlage.

Die Idee ist super, danke

Ich hatte eventuell überlegt, noch über der Tür einen kleinen Lüfter in die Hohlraumwand zu basteln, den man am besten auch ein- und ausschalten kann. Weiß nicht ob das was bringt. Ist glaub ich auch einfach zu experimentel.

Hab mal eine SKizze mi KI erstellt die maße passen nicht ganz aber von der Aufteilung sehen die wohnungen so aus

Der Schnitt der Wohnung ist super für eine Split-Klima. Nimm aber die 3,5kW. Check auch, was die bei Normaußentemperatur (NAT) noch an Leistung hat. Check da die Eurovent-Daten.

Schlafzimmer wollen die meisten eh etwas kühler, aber mit IR-Panel wäre dann Aufheizen möglich. Bad Schnellheizer oder IR-Panel.

Lüfter funktionieren prinzipiell. Z.B habe ich 3 stk 140mm sehr leise PC Lüfter die mit der Warmluft der KA versorgt werden um das 40 m² Schlafzimmer mit Grundtemperatur zu versorgen. Warmluftkanal.

Zusätzliche ( IR) Heizelemente würde ich hier dringend empfehlen.

Meine Anlage , Daikin Ururu, läuft den ganzen Winter auf Automatik. eco muß ich nur selten wenn es sehr kalt ist oder ich länger abwesend war abschalten.

Die uralte Ururu, immer noch eine der besten kann ich speziell für Mietwohnungen empfehlen. Die ist weitgehend wartungsfrei, putzt sich selbst, also immer ein sauberes Filter. Einmal im Jahr den Behälter entleeren. Klimaservice? Fummelei mit dem Staubfilter entfällt. Lüftet befeuchtet entfeuchtet, bester cop Wert bei Daikin. kostet vermutlich 1000 mehr. In Italien etwa 2400

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Und wenn der Mieter nicht möchte dass Geräusche beispielsweise aus dem Schlafzimmer nach draußen dringen oder andersherum?

Ich würde davon abraten

Ich sehe auch schon den Schimmel im Schlafzimmer, der durch diese Planung mit offenen Türen vorprogrammiert ist. Die Feuchte wandert immer in den kühlsten Raum und daß der Mieter kocht oder duscht, damit musst du rechnen. Je knapper die Heizung dimensioniert wird, desto weniger wird der Mieter lüften. Zum Vermieten halte ich das Ganze für eine Schnapsidee.

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Hätte ich eventuell erwähnen sollen. Zusätzlich ist eine dezentrale WRG eingebaut. So oder so müsste nicht gelüftet werden. Ich habe nun mal bei Eurovent reingeschaut. Bei -10 °C wäre mit der 20er Perfera der TOL erreicht. Würde ich die 25er nehmen, dann wäre der TOL bei -20 °c mit2,4 kw. So habe ich auch noch ein bisschen mehr Puffer. Das Haus ist ja ein Energiehaus.

Zusätzlich ist ja auch noch die elektrische Fußbodenheizung im Bad und evtl. kommt noch ein Infrarotpanel ins Schlafzimmer. Rein energierechnerisch habe ich eine Heizlast von mehr als 150 % im Vergleich zu dem, was vom Energieberater berechnet wurde.

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mhh die Ururu ist halt wirklich sehr teuer, aber ich merk mir das mal auf jedenfall.

Sehe ich nicht bei einem KfW 80 Haus mit vernünftiger Außendämmung und sogar noch KWL.