Ich plane ein BKW mit 2kWp und habe eine Frage zum Anschluß der 4 Module an den Speicher/WR. Das ist alles neu für mich, ich hab versucht mich so gut es geht in das Thema einzulesen und hoffe ich habe da keinen Denkfehler drin...
Es geht um:
Hoymiles HiBattery 4020 X
Jolywood 500W – JW-HD108N-R2
Das Gerät hat 4 MPPTs, ich könnte also einfach die 4 Module jeweils an einen MPPT anschließen. Nun habe ich aber gelesen dass Wechselrichter unter Teillast ineffizienter arbeiten als unter Volllast...
Laut Datenblatt vom HiBattery 4020 X können insgesamt maximal 8 Module angeschlossen werden:
15,13A Stromstärke und 34,04V Spannung im maximum power point.
Demnach kann ich NICHT zwei Module in Reihe an einen MPPT anschließen weil damit die Maximalspannung des MPPT von 60V von den addierten Spannungen der beiden Module (2x39,63V = 79,26V) überschritten wird. Richtig?
Aber ich könnte zwei Module parallel an einen MPPT anschließen. Die Spannung bleibt mit 39,63V im zulässigen Bereich (16-60V) des MPPT und die addierten Stromstärken von 2x15,13A = 30,26A von zwei Modulen bleibt unterhalb der maximalen Stromstärke von 32A des MPPT.
Ebenso beim Kurzschlußstrom: 2x15,96A = 31,92A bleibt unterhalb des maximalen Kurzschlußstroms des MPPTs von 40A. Ist das so richtig?
Ich will beim Anschließen der Module keinen Scheiß bauen...
Super, danke dass du nochmal drüber geschaut hast!
Dann bleiben zwei der vier MPPTs erstmal frei. Und wer weiß, gerüchteweise können ab 2027 ja dann vielleicht sogar nochmal vier Module an das Gerät dran...
Ja schau mal vieleicht verirren sich so nochmals 4 Module zu dir und finden auf wundersamen Zufall die Anschlüsse dazu und funktionieren einfach, du weist was ich meine Zufälle gibt es die gibts gar zb vom Later gefallen oder zufällig geschenkt bekommen.
Wenn die Leistungs- und/oder Stromgrenze ziemlich ausgenutzt wird, dann werden die belasteten Leistungsbauteile bei guter Sonne gut warm, und wenn die Umgebungstemperatur hoch ist, heiss.
Die Lebensdauer von Elektronikbauteilen ändert sich alle 8° um den Faktor 2 (MIL317).
Wenn Du die 4 Module an die 4 Eingänge hängst, bleibt Deine Elektronik kalt und lebt wesentlich länger. Und bei 50% wird der Wirungsgrad noch nicht wesentlich schlechter als bei knapp 100%. Die Elektronik in den unbenutzten Eingängen braucht trotzdem Strom.
Ist ein valider Einwand mit der Temperatur, aber die 500W der Module sind doch "peak", also unter Idealbedingungen bei 1000W/qm Einstrahlung wenn ich das richtig verstehe. Die werden bei der fast senkrechten Aufstellung am Balkongeländer mit 80° Neigung niemals auf den Modulen ankommen.
Bei 800W/qm Einstrahlung sagt das Datenblatt ist noch mit einem Strom im mpp von weniger als 12A zu rechnen, damit sind wir dann mit zwei Modulen parallel bei unter 24A, weit weg von den maximalen 32A des MPPTs.
Ich kann nicht abschätzen wie weit die Lebensdauer von Wechselrichter oder Umrichter oder Batterie möglicherweise sinkt weil ich nicht weiß wie warm das Gerät schließlich werden wird. Mein Bauchgefühl sagt mir dass es wohl unwirtschaftlicher wäre über die gesamte Lebensdauer (auch wenn sie etwas sinkt) auf weitere 2kWp zu verzichten, insbesondere bei den geringen Preisen für PV-Module.
Aber wenn alles an seinem Platz ist werde ich auf jeden Fall beobachten wie die Temperatur am Aufstellort (unbeheizter Kellerraum) sich übers Jahr verhält und ich vermute über die MQTT-Schnittstelle wird das Ding wohl auch seine Betriebstemperatur ausgeben.
Das bezieht sich natürlich auf den Fall dass weitere 4 Module ihren Weg hierher finden und in Betrieb gehen.
Wenn du 4 MPPT hast und 4 Module, sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit, da irgendwas parallel zu schalten. Das bisschen mehr Effizienz, was man da erwarten kann, lohnt nicht für so eine Bastelei. Und die höhere Belastung der Elektronik ist durchaus ein Argument.
Wenns bei den 4 Modulen bleibt, keine Frage! Das sehe ich ein.
Es könnten ja aber weitere 4 dazukommen, also rein theoretisch... und den Gerüchten zufolge ab 2027 sogar auch mit vereinfachter Anmeldung und ganz regelkonform und so.