Verluste beim Heizen mit Klima

Hi, hab mir in letzter Zeit viel Gedanken über das Heizen mit Klimaanlagen gemacht. Hauptsächlich auch über das Taktverhalten.

Ich bin da mal so rangegangen das ich versucht habe die Wärmeverluste aufzulisten und mit Energie zu bezeichnen.

Ventilator Innen in Minteststufe: 8W

Ventilator und Elektronik draußen:: 25W

Verluste durch Kältemitteltransport: ?

Verluste durch ineffizient COP bei Minimalleistung: ?

Alleine durch die 2 Sachen die ich Messen kann, komme ich auf einen Verlust von 792Wh pro Tag.

Ich brauch momentan 3000Wh pro Tag zum Heizen.

Rein rechnerisch wären das ca. 26% Verlust.

Meine Anlage läuft nur 4 Stunden am Tag, aber wenn die durchlaufen würde, was ja bevorzugt ist, wären die Verlusta ja ähnlich einer Gasheizung.

Ich will damit jetzt nicht sagen das Heizen mit Klima ineffizient ist, aber anscheinend hat man ähnliche Verluste wie bei anderen Heizungen.

Klar ist, wenn die Heizung schon um 50% Effektiver ist. Sind die Verluste auch 50% geringer.

Ja was soll man da anmerken? :man_shrugging:Mit einer Klimaanlage kann man zu keiner Zeit “Verlust” einfahren. Im absoluten Worstcase Cop1 würden die 25Watt für draußen plus Leitungsverlust draußen verschwinden, wann aber kommt es mal zu so miesem Wirkungsgrad?
Wenn du also 3000wh pro Tag an Wärme brauchst, wirst du schlimmsten Falls mit 1000-1500wh Strom auskommen, also immer ein mehr als deutlicher Gewinn gegenüber jeder anderen Form zu heizen, was den Wirkungsgrad angeht.

Im COP bzw. SCOP ist doch das alles schon eingerechnet, was du mit "Verlust" definiert hast. Wenn du diese Werte als Basis für Berechnungen nimmst, gibt es also keine zusätzlichen Verluste. Es sei denn, du hast z.B. recht lange Kälteleitungen, die zusätzlich verlustbehaftet sind.

Nebenher: Was du als Verlust definiert hast, bringt teilweise mit COP 1 noch Wärme in den Raum, z.B. der Innenlüfter.

Bei Minimalleistung ist der COP in der Regel am höchsten.

Durchlaufen lassen ist kein bevorzugter Modus. Das kommt sehr auf deine Art zu heizen an. Nur bedarfsweises Heizen, wie du es derzeit machst, ist deutlich sparsamer, als durchzuheizen.

Durchheizen ist eher was für den Komfort bei LLWP.

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Sie 3000 Watt sind der Verbrauch der Klima und nicht die Wärmeleistung.

Laut dieser Tabelle wäre der COP (zumindest bei dieser Anlage) im mittleren Bereich eigentlich besser.

Die Anlage heizt bei mir das komplette Obergeschoss und hält das 12 Stunden auf 22 Grad. Über Nacht (restliche 12 Stunden) habe ich eine Absenkung auf 21 Grad.

Die Verluste die ich oben berechnet habe wären ja nur so schlecht, wenn die Anlage 24 Stunden mit geringer Leistung durcharbeiten würde.

Da Sie aber mit einer höheren Leistung arbeitet, muss Sie halt nur ein paar Stunden über den Tag verteilt arbeiten, was die Verluste erheblich reduziert. Die Wärmeerzeugung muss ja in beiden Fällen gleich sein.

Beim Innenlüfter würde ich sagen, das die meiste Energie in Bewegungsenergie umgesetzt wird und nicht in Wärmeenergie. Die Elektronik der Innengeräte habe ich zu den Verlusten nicht dazugerechnet weil hier wirklich das meiste in Wärme umgewandelt wird.

Aus der Erfahrung heraus würde ich mal behaupten, dass der mittlere Bereich schon rein logisch wirklich am effizientesten laufen muss.

  • im Verhältnis zur Wärmeleistung fällt der Lüfterverbrauch weniger ins Gewicht
  • der grössere Temperaturhub innen wie außen verbessert den Wärmeübergang
    Von daher bin ich bei dir und stimme dir zu, dass ein dauerhaftes Durchlaufen am min.Punkt sicher nicht der perfekte Betriebspunkt sein kann.
    Mittlerer Luftdurchsatz und Auswurf bei 30-35°C dürfte bei den meisten Anlagen ein recht optimaler Betriebspunkt sein. Wenn sie dann auch noch 3-5 Takte in der Stunde macht, würde ich das sogar nochmals als Vorteil für kleine Einsparungen sehen. Gerade in den kalten Wochen reduziert dies Abtauvorgänge und sorgt immer wieder für leicht erhöhten Temperaturhub, was den Wärmeübergang optimiert und auch dem Komfort zu Gute kommt.
    Ich bin für mich persönlich zur Erkenntnis gekommen, dass eine für die Übergangszeit überdimensionierte Anlage, sobald es etwas kälter wird deutlich den Komfort erhöht, da leiser und weniger Wind im Raum, ohne dabei durch steigenden Verbrauch aufzufallen.
    Am Ende bleibt aber das Grundprinzip, “Verlust” lässt sich mit einer WP nicht machen, aber man kann sie für die eigenen Bedürfnisse optimal betreiben und auswählen.
    Mein Weg, 3°C Nachtabsenkung, Boost am Morgen und dann über den Tag betrieb im unteren mittleren Bereich, was bei meiner MHI mit Lüfter “Auto” von Haus aus sehr gut klappt und bei Vivax muss ich manuell Lüfter auf “Mittel” stellen.
    Die Vivax hat bei “Auto” das Bestreben den Lüfter sehr langsam laufen zu lassen und eher >40°C Auswurf anzufahren, was dann zwar sehr angenehm ist, aber den Verbrauch über den Tag schon messbar erhöht. Daher darf sie nur Abends auf der Couch mal “Auto” laufen, wenn der Raum schon durchgewärmt ist.

Verlust ist da aber relativ. Ich lese das generell sehr oft bei PV-Anlagen: “Du musst einfach nur deinen Eigenverbrauch erhöhen.” Dann bekomme ich einen höheren Autarkiegrad und Eigenverbrauch hin aber ergibt das wirklich immer Sinn?

Nun läuft die Anlage mit COP7 und erzeugt soviel Wärme wie ich benötige oder ich schalte sie alle 4 Stunden an und aus, damit läuft sie im mittleren Bereich, COP8, aber durch das Ein- und Ausschalten muss sie erst einmal wieder Kältemittel/Öl ansaugen mit mehr Leistung und kommt deswegen doch nicht auf COP8 sondern bei 6 Mal einschalten durch das Einschalten auf COP7,2…..