Ich habe ein Balkonkraftwerk, aktuell 2x 435W und den Eway800W Wechselrichter.
Die Ausrichtung der beiden Panel ist einmal Süd-Ost, einmal Süd-West.
Desweiteren habe ich einen (etwas älteren) Open Energy Monitor Typ emonTx V2.2 bekommen. (Ist noch nicht montiert).
Nun möchte ich noch einen Akku (2 - 5 kWh LiFePo4) hinzukaufen, möglichst günstig, aber sicher.
Also, ich meine wirklich, wirklich günstig. Neulich gab es 5kWh für 499 Euro (48V 100AH (Mit BMS und Display) LiFePO4 Akku Lithium Batterie 5KWh speicher | eBay), wenn es sowas mal wieder gibt, hätte ich Interesse.
Ziel:
Ich möchte den Verbrauch über alle 3 Phasen messen und dann (möglichst in Echtzeit) nur so viel ins Netz einspeisen, wie ich auch verbrauche (Nulleinspeisung).
Meine Voraussetzungen:
1.) Möglichst günstig, aber sicher.
2.) KEINE Daten im Web.
3.) Mir ist Datenschutz wichtig. Daher: Steuerung im Idealfall mit Open Source-Tools.
[Notfalls ginge auch eine Android-App, diese muss aber als apk-Datei direkt runterladbar sein, auf gar keinen Fall über den scheiß Google-Playstore und zudem muss die App ohne absurde Rechte wie Internetzugang, Zugriff auf pers. Daten,... nutzbar sein. Ich will KEINE Bedienung mit irgendeiner Ausspäh-App.]
Kurz: Einfach eine .apk-Datei oder ein RasPi oder so...
So, nun die Frage: Wie bastel ich mir das?
Meine Überlegungen:
Der Open Energy Monitor sendet den Verbrauch an "ein Gerät", welches dann entsprechend die Stromstärke regelt.
Welches Gerät könnte das sein und wie ist alles verkabelt?
Ideen:
Variante 1) Ich mache den Akku einfach zwischen PV Module und Wechselrichter.
1a) Dann müsste der Wechselrichter die Drosselung in Echtzeit vornehmen.
Woher weiß ich, ob er das kann? Und ob der eine datenschutzfreundliche App hat oder nicht?
1b) Zudem bräuchte ich vermutlich auch noch 2 MPPTs vor dem Akku, oder?
1bb) Ich habe nun gesehen, dass MPPTs recht teuer sind. Wenn ich 2 brauche, bin ich wohl im dreistelligen Bereich. In den meisten Wechselrichtern (zum halben Preis) sind jedoch sogar 2 MPPTs drin, wie kann das sein, dass die einzeln teurer sind?
1c) Zudem bräuchte ich wohl einen Laderegeler für den LiFePo4, oder?
1cc) Meine PV Module liefern 32-38V. Habe ich mehr Verlust, wenn ich einen 48V Akku nehme oder einen 24V - also ist Spannung erhöhen oder Spannung verringern mit mehr Verlust behaftet?
1d) Und ich bräuchte eine Diode zwischen Akku und Panel, damit der Akku nicht die PVs "zum Leuchten" bringt, oder?
1e) Ich stelle mir vor, dass es für einen Akku nicht gut ist, wenn er "in der Mitte" ist somit ständig geladen und gleichzeitig entladen wird. Sehe ich das richtig oder ist das ein falsches Bild (was nur auf herkömmliche Lithiumakkus zutrifft)?
Variante 2) Ich habe "ein Gerät", das hinter den PV Modulen sitzt und dann entscheidet, ob der Strom von der PV in den Akku oder in den Wechselrichter fließt bzw. zu welchem Anteil (oder gar ob der Akku Strom zum Wechselrechter liefert).
2a) Ist das so logisch(er)?
2b) Gibt es ein solches Gerät? Wie regelt man die Stromstärke in Echtzeit?
2c) Passt OpenEMS hier als Steuerung für ein solches "Gerät"?
Variante 3) Ich lege den Akku hinter die PV (wie bei 1) und zwischen Akku und Wechselrichter baue ich einen DC-DC-Wandler, der von irgendeinem Gerät gesteuert, in Echtzeit dann die Stromstärke hoch-/runterregelt.
3a) Ist das so logisch(er)? Ist das sicher?
3b) Passt OpenEMS hier als ein solches "Gerät", dass den DC-DC-Wandler steuert?
Varianten 4+5) Ich habe nun gelesen, dass manche Wechselrichter (4) oder gar manche Akkus (5) genau diese Steuerungen selbst übernehmen. Aber woher weiß ich, ob die das können? Und ob die das korrekt (und datensparsam) machen?
Variante 6) Gibt es weitere Varianten?
Kurz: Ich habe das Gefühl, dass es noch keinen richtigen Standard dafür gibt und man sich da selbst was zusammenbauen muss, oder sehe ich das falsch?
Bzw. das, was es als "plug-in-ready" gibt, ist alles super teuer, oder?
Sry, für die vielen Fragen, aber je mehr ich recherchiere, desto mehr erschlägt mich die Masse an Infos und Ideen und desto mehr Fragen tauchen bei mir auf...
Vielen Dank!