Ich plane aktuell meinen Camper mit einer LiFePo4-Batteriepack auszurüsten. Die bestehende Blei-Säure-Batterie reicht einfach nicht aus, wenn ich mal mehrere Tage autark stehen möchte.
Ich muss neben der Beleuchtung (alles auf LED, umgerüstet), meine Mobicool (MCF40) Kühlbox sowie einige Kleinverbraucher (USB/Pumpe) betreiben. Perspektivisch plane ich eine Klimaanlage nachzurüsten.
Daher habe ich mit für 4 EVE 280 Ah Zellen entschieden.
Als BMS verwende ich ein JK BMS B2A8S3P.
Als Messshunt ist ein DT20W, mit einen separatem Step-down Wandler (12V/5V) geplant.
Da die Zellen auch während der Fahrt geladen werden soll ist ein Vevor (12V/30A) Ladebooster eingesetzt werden. Die EVS 1212 ist bereits verbaut und muss an das neue System angeschlossen werden.
Jetzt meine eigentliche Frage.
Wie wird das JK BMS ordnungsgemäß verdrahtet? Ich habe ein bisschen recherchiert und einen ersten Entwurf angefertigt. Da ich mit der Materie noch nicht so vertraut bin möchte ich gern wissen, ob meine aktuellen Gedanke richtig sind für ein Feedback würde ich mich sehr freuen
Ja, BMS-Anschluß ist richtig, habe ich auch gerade gemacht an einer 8S-Batterie. B4 und B+ Balancerleitungen kannst Du zusammenführen. B- geht direkt an Batt.- , P- ist dein Last-, dazwischen liegt genau das BMS, dass bei Overcurrent dann die Minusseite trennt.
Wenn Du relativ viel Verbrauch hast würde ich sogar auf ein 24V System gehen, aber vermutlich laufen alle deine Verbraucher auf 12V - dann lass es so. Hast ja dicke Kabel vorgesehen
Hallo Carlos, vielen Dank für dein Feedback und den Hinweis mit dem Minuspol! Das hilft mir extrem weiter.
Das mit dem Schalter für den Kühlschrank ist ein super Tipp – die Mobicool hat zwar ein digitales Display, zieht im Standby wahrscheinlich minimal Strom. Da werde ich perspektivisch noch einen echten mechanischen Schalter oder eine schaltbare Sicherung dazwischensetzen, um sie komplett stromlos zu machen. Danke dir
Hi Paddy, danke dir ebenfalls für die Bestätigung und den Praxis-Tipp mit deiner 8S-Erfahrung! Es beruhigt ungemein, wenn ein erfahrener User nochmal ‚Green Light‘ gibt.
Dass man B4 und B+ (bzw. das Ende vom Balancerkabel) zusammenführen kann, ist gut zu wissen. Bei den Verbrauchern bleibe ich bewusst beim 12V-System, weil alles darauf ausgelegt ist – dank der dicken Kabel klappt das problemlos. Ein Umbau des gesamten Systems ist mir zu aufwendig Danke für deine Hilfe!
Mir wurde in einem anderen Forum noch ein wichtiger Hinweis zur Masseführung des Vevor-Ladeboosters gegeben, den ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen kann:
Es hieß, ich solle die Minusleitung vom Vevor-Output unbedingt an die zentrale Minus-Sammelschiene nach dem DT20W Shunt anschließen. Wenn ich ihn vor dem Shunt anklemme, würde der Shunt den Ladestrom der Lichtmaschine nicht erfassen.
Aktuell habe ich in meinem Plan den Shunt direkt an den Haupt-Minuspol (B-) der Batterie angeschlossen, und die Verbraucher/Lader hängen dahinter. Wenn der Booster-Strom jetzt nach dem Shunt (also sozusagen auf der Lastseite) eingespeist wird, fließt der Ladestrom der Lima doch theoretisch von der falschen Seite durch den Shunt oder wird erfasst – aber misst der Shunt dann überhaupt richtig, wenn Strom "von außen" hinter ihm dazukommt?
Wie habt ihr das bei euch gelöst? Muss der Ladebooster vor oder nach den Shunt, damit die Batteriekapazität und der Ladestrom korrekt angezeigt werden?
Ich arbeite mit einem bidirektionalen wandler, der automatisch, richtig und ohne zutun den gesamten Leistungsfluss organisiert. Leider noch mit sehr kleiner Ladeleistung richtung 24 V und max etwa 6 A richtung 12 V
Ich sehe den Shunt leider nicht in den Schaltplänen oben. Die Frage ist: willst Du den Strom, der von der LiMa in die Starterbatterie fließt auch mitmessen oder nicht? Wenn nicht, dann muß der Shunt nur in den Zweig wo die Versorgungsbatterie angeklemmt ist, hinter den Vevor-Laderegler, denn der versorgt ja diese Batterie, richtig? Mir fehlt da in den Schaltplänen auch die Verbindung von der LiMa zur Starterbatterie, die muß ja auch irgendwie geladen werden.
Wenn ich es richtig verstehe, möchtest Du mit dem Shunt doch nur die Ladung der Versorgungsbatt. kontrollieren, nicht die der Starterbatterie?
Bei meinem Schaudt EBL sitzt der Shunt zwischen Starter und Aufbaubatterie. In der Plusleitung.
ich will ja den Strom der Aufbaubatterie kennen, nicht den gesamten Verbrauch.
Also muss der Shunt zwischen Aufbaubatterie und allem anderen sitzen. Das kann auch in der Minusleitung der Aufbaubatterie sein.
Genau so ist es geplant! Die Ladeleitung der LiMa ist im Plan nicht separat eingezeichnet – sie geht klassisch direkt auf die Starterbatterie und versorgt von dort aus den Ladebooster, der wiederum die EVE-Zellen lädt.
Der Shunt (DT20W) soll ausschließlich die Versorgungsbatterie (Aufbaubatterie) überwachen, nicht die Starterbatterie.
Der Strom vom Ladebooster fließt über die Minus-Sammelschiene auf den Output des Shunts und somit 'rückwärts' durch den Shunt in die Batterie. Damit sollte die Ladung während der Fahrt vom DT20W korrekt mitgemessen werden.