Verbrauch

Hallo,

ihr hattet mir bereits im Oktober tolle Tipps und Ratschläge zur Nutzung unserer (überdimensionierten) Anlagen gegeben, vielleicht könnt ihr mir hier erneut zur Seite stehen.

Nochmal kurz zum Überblick:

3-Parteien-Haus Bj 1982, energetisch saniert mit 16 cm PUR Dachdämmung, 14 cm Mineralwolle WDVS, 12 cm Erdreichdämmung, Fenster 2-fach verglast mit U-Wert 1,1.

2 Wohnungen werden mit je folgender Toshiba Konstellation (jeweils Klimatruhen) beheizt:
Multisplitgerät RAS-4M27G3AVG-E

K/H: 8 / 9 KW

Innengeräte:
1x RAS-B10J2FVG-E für Schlafzimmer (15qm)
Nominalleistung K/H: 2,5 / 3,2 KW

1x RAS-B13J2FVG-E für Wohnzimmer (21 qm)
Nominalleistung K/H: 3,5 / 4,2 KW

1x RAS-M07J2FVG-E für Kinderzimmer/Küche (11qm)
K/H: 2,0 / 2.5 KW

Ausserdem gibt es noch 2 Singlesplit fürs EG und OG, bestehend aus einer Shorai Edge RAS-B07G3KVSG(B)-E mit K/H 2,0 / 2,5 und einem Truhengerät RAS-B10J2FVG-E mit K/H 2,5 / 3,2.

Alle Anlagen laufen mit Powerselect 50%, was bisher auch völlig ausreichend war. Wir heizen „auf Bedarf“, sprich, die Klimas laufen nicht 24/7. Wir schalten sie in der Regel um 10 Uhr an und gehen 22/23 Uhr wieder aus. In der Zeit kühlt keine der Wohnungen aus.

Im OG wird etwas mehr auf Komfort geheizt. Dort stellt man alle Anlagen auf 22-23 Grad, im EG sind es eher 20-21 Grad.

Im OG laufen idR alle Klimas bis auf das Kinderzimmer, dieses wird abends vorm Schlafengehen kurz erwärmt.

Im EG laufen idR Wohn- und Schlafzimmer, bei Bedarf Küche kurz und das Singlesplit über 2-3 Stunden.

Konkret geht es mir um folgendes… Ich hab in den letzten Tagen einen extrem Anstieg der Leistungsaufnahme festgestellt. Wir haben derzeit -2 bis 0 Grad AT. Jede Wohnung zieht dauerhaft 1,5-1,8 kW, sprich 3-3,6 kW insgesamt. Als wir im November -8 Grad hatten, war das nicht der Fall. Da lag es noch bei unter 1 kW. Auch modulieren die Anlagen gefühlt irgendwie nicht mehr richtig… Vor allem das Wohnzimmer ballert permanent…

Woran könnte das liegen? Viele Abtauzyklen hab ich bisher nicht feststellen können.

Klar, die Wetterlage ist etwas anders. Es schneit und wir haben dauerhaft niedrigere Temperaturen, aber so ein Anstieg? Wäre es vielleicht besser Powerselect auf 75% zu erhöhen, damit die Anlage etwas zur Ruhe kommt?

Vielleicht übertreibe ich es auch etwas und es ist normal. Ist ja unser erster Winter damit und wir sind unerfahren :sweat_smile:

Bestimmte Wetterbedingungen können da starke Auswirkungen haben, vor allem Kälte + hohe Luftfeuchtigkeit. Da kann sich der Stromverbrauch trotz gleicher Temperatur dann schon unterscheiden.

Wie sehen denn die Luftauswurftemperaturen aus? Vielleicht mal gegenüberstellen mit den Verbruchswerten, jeweils für eine Klima.

Also ist’s wohl einfach witterungsbedingt.

Die Luftauswurftemperaturen, die ich bisher gemessen hab, liegen im EG zwischen 23-25 Grad und im OG zwischen 25-28 Grad.

Einen Effekt, der mir aufgefallen ist bei einem Massivbau: Es macht einen großen Unterschied, ob man mal 2 kalte Tage hat oder eine Kälteperiode über Wochen. Gerade auch, wenn man bedarfsweise heizt. Die massive Bausubstanz speichert dermaßen viel Wärme, dass sich ein erhöhter Heizbedarf deutlich verzögert bemerkbar macht.

Jetzt, wo es bei uns seit bestimmt 10 Tagen im Bereich Nullpunkt ist, brauchen wir auch deutlich mehr.

Ob deine hohen Verbräuche aber darüber erklärbar sind, müsste man genauer prüfen.

Kannst du das nochmal etwas konkretisieren: Wieviel Fläche wird mit welcher täglichen Wärmemenge in kWh beheizt?

Und hast du Vergleichsdaten, wie das früher mit Gas oder anderen Brennstoffen war?

Die Wärmemenge kann ich leider aus der App nicht rauslesen. Lediglich für die Shorai Edge Singlesplit, aber die ist nicht das Problem. Oder gibt es da noch andere Möglichkeiten?

Wir hatten vorher Nachtspeicher gehabt. Da lag unser Verbrauch bei ca. 9.000-10.000 kWh bei einer gesamten Anlagenlast von 32 kW.

Sorry, hab Unsinn geschrieben. Ich meinte den täglichen Stromverbrauch.

Nenn da mal die Werte, also wieviel m² werden mit wieviel kWh derzeit bei welcher Außentemperatur beheizt? Und wie hoch lag der Jahresverbrauch genau für diese Fläche? Und war das bei gleichem Dämmstandard? Oder wurde noch was verändert?

Ah ich dachte schon :slight_smile:

Letztes Jahr hatten wir noch keinerlei Dämmung, daher war die Heizlast natürlich um einiges höher.

Ich hab das mal aufgedröselt pro Wohnung und Raum pro Monat. Bei den Nachtspeichern hab ich leider keine genauen Zahlen pro Raum, hab diese daher anhand der kW genommen, da sie ja immer gleich geladen wurden.

Kinderzimmer und Küche der Klimas hab ich anhand der 2,5 kW Singlesplit geschätzt, da diese wirklich nur selten laufen und leider in der App nicht dargestellt werden.

Die Daten der Klimas pro Tag kann ich noch anhängen.

Hoffe man kann es lesen und was damit anfangen :see_no_evil_monkey:

Bei uns war es die Tage recht windig und kalt. Ich bemerke immer wieder, dass ich an stark windigen Tagen deutlich mehr Energie brauche als an windstillen. Gestern war es fast stürmisch hier und da lief meine ATXD35A um diese Uhrzeit (~18 Uhr) mit 420-450W, heute bei fast gleicher Außentemperatur mit nur leichtem Wind mit 280W.
Es kommt also auch stark darauf an, wie dicht die Gebäudehülle ist, ob es durch Fenster oder Türen reinzieht oder ob sogar etwas Wind in eine Dämmung dringt, die selbst luftdurchlässig ist. Das setzt den Dämmwert rapide herab.
Ist sicher nicht immer leicht rauszufinden, wo genau die Summe der erhöhten Verluste herkommt. Aber der Vergleich zwischen windstillen und stürmischen Tagen ist bei mir hier dann doch aussagekräftig.
Habe das schon bemerkt, bevor ich die Klimaanlage hatte. Auch mit dem Holzofen war das immer spürbar, wenn starker Wind herrschte.

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Danke für den Input. Die letzten Tage war es tatsächlich sehr stürmisch, da werd ich mal drauf achten, wie es bei Windstille aussieht.

Die Gebäudehülle ist schon sehr dicht. Zumindest Zugluft ist nirgendwo zu spüren, allerdings strahlen die Fenster viel Kälte ab.

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Ehe ich mich jetzt durch all die Daten wühle: Ich brauche einfach nur mal für einen Tag:

  • beheizte m² einer Wohnung
  • Stromverbrauch über 24 Stunden
  • bei welcher Außentemperatur etwa

Dann kann ich was zu schreiben, wie ich die Situation einschätze.

Klar, hier die Daten von gestern für eine Wohnung:

51 qm beheizt, hochgerechnet auf 24h 25 kWh bei AT 2 bis -1 Grad.

Ok, gehen wir mal von einem COP von 3 aus, dann wären es 75 kWh Wärme. Das wäre dann eine Heizleistung von 75 kWh / 24h = 3,1 kW.

Das ist jetzt zumindest in einem Bereich, der durchaus stimmig sein kann.

Rechnen wir mal bei NAT nochmal die Hälfte drauf, ist man bei 4,6 kW. Das wären nach schweizer Formel dann ungefähr 9300 kWh im Jahr bei 2000 Volllaststunden.

Mir gings nur mal um so eine grobe Einschätzung, ob es im Rahmen ist und das könnte durchaus sein.

Wenn es um Effizienz geht, schau dir regelmäßig die Luft Auswurftemperaturen an. Besonders effizient ist es im Bereich bis 35 Grad.

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Vielleicht ist es ja auch wirklich, wie Gullideggl bereits schrieb und es bei den Temperaturen samt Wind nochmal ordentlich anzieht. Heute ist der Verbrauch wieder etwas unter dem der letzten Tage bei gleicher AT.

Ich werde auf jeden Fall die Luftauswurftemperatur mal öfter ausmessen. Bisher lagen die ja deutlich unter 35 Grad.

Viele, die LWWP haben und die ihren Wärmebedarf ganz genau getrimmt haben, berichten darüber, dass bei windigem Wetter es dann nicht mehr passt und ein Mehrbedarf nötig nötig ist. Kann also schon sein.

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Habe selbst ca. 125 qm, habe aber nur 80 Prozent der Wohnung geheizt mit der Klima und komme auf 30 kW Verbrauch. Also ist unser Verbrauch ähnlich bei der Außentemperatur.

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Heute läuft die Multisplit wieder wie ein schnurrendes Kätzchen bei 0 Grad, Windstille und etwas Sonne mit grade mal 750W.

Lieben Dank nochmal für eure Hilfe, so langsam bekomme ich den Dreh raus, wie dieses System tickt :slight_smile: