VDE will wohl Balkonkraftwerke als Gesamtsystem zertifizieren

Hallo,

gerade habe ich gelesen, dass der VDE wohl Balkonkraftwerke als Ganzes Zertifizieren möchte.

https://www.heise.de/news/Wechselrichter-Probleme-VDE-prueft-und-zertifiziert-Balkonkraftwerke-als-Ganze-9300094.html

Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies für den Kunden ganz mies ausgehen wird, weil dann mit jeglicher Modifizierung, z.B. einem anderen Mikrowechselrichter die Zertifizierung futsch sein dürfte. Der Handel und die Zertifizierungsstellen werden das sicherlich aber ganz anders sehen ...

Grüße

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[quote data-userid="8295" data-postid="151565"]Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies für den Kunden ganz mies ausgehen wird[/quote]Nicht unbedingt. Wenn Du eine Steckdosenleiste kaufst, dann kannst Du im Handel solche mit VDE, GS und was weiß ich noch alles für Zertifikaten erwerben, mußt aber nicht - CE reicht aus. Die Bundesregierung wird nicht gar so einfach VDE-zertifizierte Anlagen zur Bedingung machen, weil dann strenggenommen so ziemlich alle Altanlagen praktisch über Nacht illegal würden.

Falls sie es dennoch tut, täte Habeck gut daran, die drei Kernkraftwerke ganz schnell wieder ans Netz zu holen und auch sonst alle E-Träume sofort zu beerdigen.

Daniel

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Die Schnellanmeldung wird dann nur mit geprüften Komplettsystemen funktionieren, alle anderen bekommen wieder Steine in den Weg gelegt.

Und es geht wie bei der 2kWp Grenze nur um Neuanmeldungen, nicht um Bestand.

Das Karotten-Prinzip – Wikipedia funktioniert.
Selbst, wenn man dem Esel lange vorher sagt: Die Möhre kriegst du nie!
Esel hören sprichwörtlich schlecht. Esel können gesichert nicht lesen.
Es stand aber schon im Kleingedruckten zur „Schuko und 800VA“ Karotte des VDE.
Wohin das soweit führte versteht der Esel aber scheinbar auch nicht.

Die Bundesregierung wird eventuell verabschieden, dass „Steckersolargeräte“ bis zu 800VA Wechselrichterleistung, keinen Speicher und bis zu 2000Wp Modulleistung haben können.
Nur „Steckersolargeräte“ die das erfüllen können dann der VDE-Norm entsprechen und zertifiziert werden.
Das wars dann auch, den Rest regelt der VNB mit den TABs und Anwendungsregeln lt. VDE-Norm?

SolarHeini

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[quote data-userid="11816" data-postid="151602"]Die Bundesregierung wird eventuell verabschieden, dass [...][/quote]Und ich dachte immer, ich sei hier der Pessimist. Aber solche Konstrukte halte ich durchaus für denkbar.

Daniel

Was ist da konstruiert? Und wie war das mit der Möhre?

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Das habe ich doch schon ganz genau so bereits vor der Petition prophezeit. Ein neues Gesetz wird NIE zum Vorteil des Endnutzers ausgehen, sondern IMMER nur noch mehr Geld in die Kassen der Lobbyfirmen spülen.

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[quote data-userid="11816" data-postid="151602"]

Die Bundesregierung wird eventuell verabschieden, dass „Steckersolargeräte“ bis zu 800VA Wechselrichterleistung, keinen Speicher und bis zu 2000Wp Modulleistung haben können.
Nur „Steckersolargeräte“ die das erfüllen können dann der VDE-Norm entsprechen und zertifiziert werden.
Das wars dann auch, den Rest regelt der VNB mit den TABs und Anwendungsregeln lt. VDE-Norm?

SolarHeini

[/quote] Lest mal bitte richtig, der VDE möchte die Balkonkraftwerke für Hersteller zertifizieren !!!!! Aber macht ruhig weiter mit eurer Panikmache.

Ich glaube langsam, das es zum Hobby geworden ist, angekündigte Gesetze so schlecht wie möglich zu reden.....

[quote data-userid="9978" data-postid="151639"]

Es geht nicht um Gesetze.
Es geht um künftige Normen und Vorschriften auf die Gesetze bereits heute verweisen.
Anwendungsregeln noch zu erstellen vom Verband potentieller Nutznießer.

[quote data-userid="9978" data-postid="151639"]Ich glaube langsam, das es zum Hobby geworden ist, angekündigte Gesetze so schlecht wie möglich zu reden.....[/quote]Tja, woher kommt dieser Pessimismus nur?

Daniel

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Hallo,

die Frage ist doch was bringt diese neue Norm dem Verbraucher? Mehr Sicherheit? Eher nicht, denn dem Chinamann steht es ja weiter frei nachträglich die Spezifikation der Geräte zu verändern. Der Dumme ist weiterhin der Kunde der das finanzielle Risiko trägt und vielleicht der Netzbetreiber. Was es aber wohl bringen wird sind höhere Kosten, denn eine weitere Zertifizierung kostet Geld. Und dann ist da noch die Frage, ob es bei einer Zertifizierung ausschließlich für den Handel bleibt oder und das halte ich für nicht unwahrscheinlich, dass diese Zertifizierung auch den Betrieb betreffen wird. Falls das letztere der Fall sein wird, dann wird es sehr lustig beim Austausch von defekten Wechselrichtern oder Modulen die z.B. den letzten Hagel nicht überlebt haben.

Was die angebliche Panikmache angeht, so stelle ich hier mal die Frage wo in den letzten Jahren denn mehr Freiheit, weniger Bürokratie, geringere Kosten oder andere Vorteile entstanden sind, wenn Normen, Gesetze und Verordnungen entstanden sind. Ich denke so richtig viel Gutes ist da in den letzten Jahren nicht produziert worden. Ein fast perfektes Beispiel dürfte wohl das neue GEG sein. Das einzige worüber sich der Bürger freuen kann ist, dass es nicht noch viel schlimmer geworden ist.

Im Moment geht Deutschland ziemlich am Stock. Was benötigt wird sind nicht noch weniger Spielräume, sondern Freiräume um zu Gestalten, aber davor scheint man in diesem Land immer mehr Angst zu entwickeln.

Grüße

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[quote data-userid="8295" data-postid="151653"]Und dann ist da noch die Frage, ob es bei einer Zertifizierung ausschließlich für den Handel bleibt oder und das halte ich für nicht unwahrscheinlich, dass diese Zertifizierung auch den Betrieb betreffen wird. Falls das letztere der Fall sein wird, dann wird es sehr lustig beim Austausch von defekten Wechselrichtern oder Modulen die z.B. den letzten Hagel nicht überlebt haben.[/quote]Wenn's da die Module im Hagel zerbröselt oder der µWR abbrennt, dann werden 99% der Kunden das defekte Bauteil ersetzen, in manchen Fällen sogar durch das gleiche, und das Ding ohne Nachmeldung im MaStR einfach weiterbetreiben. Du kannst noch froh sein, wenn sie den 600 VA-µWR nicht durch ein Exemplar mit 2 kVA bei den gleichen 1,5 mm² Leitungen ersetzen, aber nachmelden werden es nur die allerwenigsten.

Daniel

Die einfache Eingabemaske in das MaStR gilt es ja noch zu gestalten.
Versorger, Kunden-Nr., Zählernummer, Zählerstand usw.
Da wird sicher Platz für Typ und Seriennummer der Komponenten sein.
Man darf gespannt sein welche Steckverbindungen man sich ausdenkt um den Wildwuchs zu erschweren. MC5, Wiederland usw.
Noch gespannter bin ich welche Hersteller die Zulassung/Zertifizierung für zunächst nur Deutschland anstreben werden und wie das schließlich europaweit durchgesetzt wird.

[quote data-userid="11816" data-postid="151778"]Man darf gespannt sein welche Steckverbindungen man sich ausdenkt um den Wildwuchs zu erschweren. MC5, Wiederland usw.[/quote]Anstatt MC4 dann Anderson Powerpole (die sind übrigens ausgezeichnet) und anstelle von RST20 nehmen wir sowas:

Die Energieversorger wären mit diesem Stecker auch einverstanden. Eine Überlastung der Hausinstallation wäre mit ihnen ausgeschlossen, Überspannungs- und NA-Schutz sind schon eingebaut und nicht mal die Zähler müßten getauscht werden. Herz, was willst Du mehr? ?

Daniel

Nenn mir EIN Gesetz, dass nicht statt einer Verbesserung für den Endkunden nur mehr Profit für die Lobbyfirmen ergeben hat!