Vakuummeter LM100

Aktuell kann ich mit den Montagetätigkeiten für die Split-Klimaanlage nicht weitermachen, wollte aber zumindest einige Geräte testen:

  • Vakuumpumpe Vevor RS-1 (von einem Bekannten geliegen)
  • dig. Monteurhilfe Autool LM120+
  • Vakuummeter Autool LM100

Von der Vakuumpumpe einen Schlauch an mittleren Anschluß Monteurhilfe, von der Unterdruckseite Schlauch zum Vakuummeter.

Die Monteurhilfe geht quasi sofort auf -0,96 bis -1,05 bar. Klar, bei einer Auflösung von 1 kPa (10 mbar) ist das zur Vakuumbeurteilung unbrauchbar.

Beim Vakuummeter gehen die Werte zügig auf 30 mbar herunter, dann wird es langsamer. Ab ca. 6 mbar springen die Werte herum: 5,7 mbar --> 5,2 mbar --> 4,7 mbar --> 4,2 mbar und dann wieder 5,7 mbar. Nach 30 min hat sich das Spiel auf niedrigere Werte verschoben. Weniger als 3,5 mbar zeigt das Vakuummeter nicht an.

Ventile abgesperrt und Pumpe aus. Das Springen des angezeigten Drucks bleibt, ist also eine "Eigenschaft" des LM100. Nach 10 Stunden ist der Druck auf 23 mbar angestiegen.

Versuch 2/3:
Vakuummeter LM100 direkt an die Vakuumpumpe. Auch den Schlauch gewechselt. Wenn ich die Vakuumpumpe 1 h laufen lasse, zeigt das Display 4,5 bis 3,0 mbar an. Leider habe ich kein Kugelventil, um den Schlauch direkt vor dem LM100 anzusperren. Kann also nicht prüfen, ob das LM100 "undicht" ist.

Fragen:

  1. Die Vakuumpumpe gibt Vevor mit 5 Pa (also 0,05 mbar) an. Papier ist ja geduldig. Aber kann es sein, dass solche Chinapumpen um den Faktor 60 bis 70 schlechter sind?
  2. Hat jemand ein Vakuummeter LM100. Falls ja, zeigt euer Exemplar auch solche springenden Druckwerte?
  3. Wie ist es bei anderen Vakuummetern (Elitech oder Testo)? Zeigen die relativ konstante Werte an?

Bist du sicher, dass das überhaupt ein Absolut-Vakuummeter ist? Normalerweise können solche Vakuummeter mit einem Pirani Sensor gar nicht von 0-2000 mbar messen, sondern beschränken sich auf z.B. 0-20 mbar.

Wenn es in Absolut-Vakuummeter ist, müsste es dir doch eigentlich den Luftdruck anzeigen können. Was zeigt es denn an, wenn es offen die Luft misst?

Nach dem Einschalten zeigt das LM100 den Luftdruck an, also ca. 1015 mbar. An verschiedenen Tagen zeigt es leicht unterschiedliche Werte an, kann also wohl den Luftdruck messen. Wenn ich die Vakuumpumpe einschalte, zeigt es quasi sofort ca. 30 bis 25 mbar an (ich bräuchte längere Arme zum Einschalten der Pumpe und gleichzeitigem Beobachten des Display). Welcher Sensor verbaut ist, dazu macht Autool keine Aussagen. Die reagieren eh nicht auf Anfragen. Es gibt nur einen Messbereich 0 - 2000 mbar.

Hier die Bedienungsanleitung und hier ein Angebot bei Amazon. Mit den beiden Anschlüssen unten links und rechts hat es eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Testo 522.

Mein Exemplar habe ich bei eBay bei einem deutschen Händler gekauft. Die Verpackung war ein zweites Mal zugeklebt. Also wohl ein Retourengerät, bei dem ich nicht weiß, ob ein Vorbesitzer es fehlerhaft verwendet hat.

Ok, gehen wir mal davon aus, dass das absolut misst. Dann sind die 3mbar zu wenig, du musst tiefer kommen. Hör dir mal die Geräusche der Pumpe an, ob die irgendwann anfängt zu nageln.

Was sein kann, dass irgendwas nicht 100% dicht ist. Kleinst Undichtigkeiten führen dazu, dass du mit dem Druck nicht weiter runder kommst.

Heute ist ein Kugelventil angekommen. Das wollte ich erstmal testen, ob es dicht ist.
Meine Hochdruckpumpe habe ich über 2 Adapter (Schraderventil auf 1/4NPT AG und 1/4NPT IG auf 1/4 SAE AG) mit dem mittleren Anschluss der Monteurhilfe LM120+ verbunden. Das Kugelventil an den rechten Anschluss.

Ich gehe davon aus, dass die Monteurhilfe innen etwa so aussieht:

Um Druck auf das Kugelventil zu bekommen, muss das rote Ventil offen sein. Sonst zeigt das Display nichts an. Nach dem "Aufpumpen" das rote Ventil schnell wieder zu, sonst geht der Druck schnell runter - vermutlich über den mittleren Abschluss? Das blaue Ventil war da geschlossen.

Leider sinkt der Druck nach 2 Std um 40 mbar. Also entweder ist das Kugelventil nicht wirklich dicht oder die Monteurhilfe …

Du hast da ein extrem kleines Volumen und dann auch noch eine Temperaturabhängigkeit.

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Als Gegentest hatte ich gestern früh statt des Kugelventils eine der Kappen (sind bei der Monteurhilfe dabei) am Hochdruckausgang angeschraubt. Zunächst ging der Druck innerhalb von 6 Stunden um 20 mbar runter. Danach durch 2 °C höhrere Zimmertemperatur wieder 10 mbar rauf. Nach 24 Stunden betrug der Druckverlust 70 mbar. Also deutlich weniger als beim Kugelventil, aber 100% dicht ist die Monteurhilfe nicht.

Warum baut man keine ordentliche Anzeige fest auf die Pumpe. Die wenigsten Probleme mit Dichtheit.

Kannst ja mal mit Lecksuchmittel die Monteureinheit absuchen, wo die Undichtigkeit ist.

So eine Druckanzeige mag funktionieren, solange die Pumpe läuft. Man will aber auch wissen, ob das Vakuum nach Abschalten der Pumpe gehalten wird, also keine Luft an anderer Stelle in die Leitungen strömt. Abgesehen von den Genauigkeitsanfoderungen wäre das auch nur die Hälfte der Messungen.

ich habe es mit Spülmittel von Aldi an der Kappe versucht. Unverdünnt, weil so dickflüssig ist das nicht. Blasen konnte ich mit einer 10fach Lupe nicht erkennen. Das Gerät werden ich nicht öffnen, schon gar nicht wenn es unter Druck steht.