ich hab meinen Cerbo über ein 12V Ladegerät an die Haussteckdose angeschlossen. Da alle drei Phasen bei mir Netzparallel laufen würde hier im Falle eines Netzseitigen Stromausfalls nix passieren. Wenn jedoch auf meiner Seite was nicht stimmt z.B. Abschaltung der Multis wegen "whatever", dann ist bei mir im Haus dunkel und der Cerbo ist aus (das ganze Haus hängt hinter den Multis). In diesem Fall wäre auch der Cerbo nicht mehr in der Lage einen Alarm zu senden und das finde ich nicht so gut.
(Nun kann man natürlich anführen, dass der Router auch ausfällt und was auch immer der Cerbo für ein Signal sendet eh nirgends hin geht, aber das ist ein anderes Problem).
Ich möchte also gerne eine redundante USV die parallel zu der Hausbatterie exisitiert. Einfachste Lösung wäre hier wohl eine 12V Batterie.
Nun war meine naive Idee ein 12V 1A Batterieladegerät an die Steckdose und an die Batterie und gleichzeitig den Cerbo da dran zu hängen sodass die Batterie als Puffer für einen Ausfall fungiert. Das ist aber wohl aus zwei Gründen nicht so schlau. Erstens bleibt der Ladezustand konstant bei 100% und zweitens dürfte der Strom, den der Cerbo zieht (irgendwas <0.3A bei 12V - zumindest ist er bei mir so abgesichert, die mitgelieferte Sicherung ist mindestens um den Faktor 10 überdimensioniert und deswegen krepieren auch überall die Cerbos) das Ladegerät verwirren.
Wie also Lösen? Ich hab an eine Schaltung gedacht, die einen Komparator verwendet, um anhand der an der Batterie gemessenen Spannung ein Relais zu steuern, dass das Ladegeärt zu- oder abschaltet. Angenommen bei 12.4V ist die Batterie voll und bei 11.8V 20% leer oder so, und sie dann immer in diesem Bereich zu Be- und Entladen. Aber meine Elektrotechnik kenntnisse sind doch eher begrenz. Hat jemand eine bessere Idee?
@oliverso Klar hab ich eine Batterie, aber was wenn das BMS die Hausbatterie (bei mir Pylontech) wegen eines Fehlers abschaltet? Das wäre ja genau die Art von Situation für die ich die USV möchte.
Ich denke du willst darauf hinaus den Cerbo direkt an die Pylontech Batterie anzuschließen.
Auf eine andere Idee, als den Cerbo an die 48V-DC-Seite anzuklemmen, wäre ich überhaupt nicht gekommen.
Wenn dein ganzes Haus an „AC aus 1“ der Multis hängt, dann ist es bei Batterieausfall natürlich dunkel.
Ich würde für dem Fall den Cerbo aus einer 12V-USV-Batterie betreiben, und die mit einem (einstellbaren) 48V-13,2V Dc-Dc-Wandler erhaltungsladen. Die USV-Batterie muß ja im Falle eines Falles nur für paar Sekunden Strom liefern, bis der Cerbo seine email losgeworden ist, und das schafft auch eine wegen Dauerladung eigentlich fast kaputte Batterie noch so eben.
Eine weitere USV für deine lokale Internet-Infrastruktur brauchst du da natürlich auch noch. Die würde ich aber unabhängig von der Multiplus-Installation aufbauen.
Also ich käme auch nie auf die Idee den Cerbo woanders als am Akku abzuschließen. Wenn die Pylontech jemals abschaltet, hast du dein System falsch dimensioniert oder einen massiven Fehlerfall im System... Absolut unwahrscheinlich, oder? {green}
Falsch dimensioniert sind sie sicher nicht, aber ein massiver Fehlerfall... wer weiß? Der Teufel ist ein Eichhörnchen.
Wozu häng ich mir nen Rauchmelder auf, wo doch jedes Gerät und jeder Stromkreis schon redundant abgesichert ist? {green}
Man kann sicher für viele Situationen Vorkehrungen treffen und ich finde es auch wichtig darüber nachzudenken. Aber was bingt der Cerbo bei Batterieausfall?
Der Gedanke dahinter ist vermutlich, dass der Cerbo dann eine Warnung auf die App schickt.
Wobei ich ja eher die Wahrscheinlichkeit sehe, dass das BMS die Ladung unterbricht. Und dann wäre ja der Cerbo immernoch mit Strom versorgt, weil die Entladung ja weiter möglich ist.
Der einfachste weg ist eine Jump Start Device wie es Starthilfe für Autos verwendet wird.
Das ist im Prinzip eine Powerbank mit 12 oder 16 Litium Zellen, einem BMS und kurzes Starthilfekabel dran.
Geladen wird das Gerätchen mit einem steckernetzteil oder sogar USB - dann ist noch ein step-up wandler verbaut.
Zum Auto starten mit wirklich leerer Batterie taugt es nix, ist aber als unabhängiger Energiespeicher für 12 V Geräte völlig ausreichend und überschaubar in den Kosten.
Mein Venus Raspi hält daran etwa 24 Std aus - kommt auf die Version des Raspi an.
Im Normalfall setzt das BMS dann aber einfach den Ladestrom auf 0, ohne irgend etwas zu unterbrechen. Nur wenn die Ladegeräte sich dann nicht daran halten, haut das dann die Bremse rein.
Wahrscheinlicher als ein Batterieausfall ist es da doch eher, daß mal die Multis wegen Überlast oder -temperatur abschalten.
Klar, Cerbo alleine absichern reicht nicht, router müsste auch mit dran. Und wenn das ganze Gebiet stromlos ist, dann ist auch die 300m entfernte Glasfaserschnittstelle wo das VDSL her kommt stromlos und entsprechend bringt ein mit Strom versorgter Router nix. Da wäre das einzige was noch hilft Funknetz (GSM) oder noch besser Star-Link.
Der Sinn dessen was ich hier frage bzw. erwäge ist hauptsächlich lokale Gefahrenabwehr wenn die Multis aufgegeben haben, das Haus wegen einem kritischen Fehler stromlos ist und die Anlage anfängt sich selbst zu zerlegen. Ich hab dabei auch keinen konkreten Fehlerfall im Kopf, wenn ich für so ein Szenario aber für unter 100€ vorsorgen kann - warum nicht?
Du kannst dir das gute Gefühl verschaffen, irgend etwas gegen irgend etwas getan zu haben, aber im unbekannten Fall eines Falles wird es halt nicht funktionieren. Wenn dir das gute Gefühl 100 Euro wert ist, mach es.
Und den Fall, daß die Anlage anfängt, sich selber zu zerlegen, solltest du durch geeignete Sicherheitsvorrichtungen verhindern. Und ja, das könnte tatsächlich mehr als nur 100 Euro kosten. Das fängt mit einer Auslagerung des Akkus in ein feuerfestes Gebäude an, und hört mit einer Feuerlöschanlage und Rauchabsaugung noch lange nicht auf.
Die einfachste Lösung, den Cerbo in Betrieb zu halten auch wenn der Speicher ausfällt, ist ein Bleiakku mit Netzgerät.
Handelsübliche Bleigel oder AGM Akkus kann man dauerhaft an 13,6 V hängen. Welche Akku Kapazität man wählt, hängt von den räumlichen Gegebenheiten ab.
Das Netzteil sollte Spannungsstabilisiert sein und etwas mehr Strom liefern können, als der Cerbo braucht.
Die Lebensdauer eines Bleiakkus in einer solchen Konstruktion beträgt 4 bis 8 Jahre. Wenn der Akku eine zertifizierte USV Batterie ist, sogar mehr als 10 Jahre.
Hallo, an die von @Leverkusen3 vorgeschlagene Idee hatte ich auch schon gedacht.
Meint Ihr man könnte einfach einen DC/DC Step-down Wandler nehmen und einen 5Ah Blei Gel Akku dranhängen über eine Diode dranhängen?
Die Diode soll nur eine Rückspeisung des Blei-Gel-Akkus in den Step-down verhindern. Keine Ahnung wie die auf eine Quelle am Ausgang reagieren?
Den Cerbo könnte man dann einfach an den Blei Gel Akku hängen?
Was machen eigentlich die MPII wenn das BMS trennt und die Laten an AC-Out 1 hängen? Läuft der weiter im Pass-Through Modus und erhält eine 48V Ladespannung aufrecht?