Du kannst die meisten Behörden unter poststelle@ erreichen. In der Poststelle sitzen Leute, die das dann an die zuständigen Referate weiterleiten. Das wird sich dann das zuständige Referat ansehen und Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Antwort bekommen. In einer Bundesbehörde ist es ein No-Go, eine Anfrage eines Bürgers nicht zu beantworten. Ob Dir die Antwort dann gefällt und wie lange es dauert ist etwas anderes.
Dadurch hast Du aber mehr Möglichkeiten als hier im Forum zu diskutieren.
Hier im Forum wird vermutlich kein Mitarbeiter der BNetzA mitlesen. Und selbst wenn, wird er nichts dazu machen.
Die Mitarbeiter der BNetzA sind auch nicht auf den Kopf gefallen. Es gibt interne Stimmen, die diese Lösung favorisieren. Nicht umsonst ist das in vielen Ländern gang und gäbe. Doch solange der Smart-Meter-Rollout nicht bei über 90 % liegt, funktioniert die Lösung nicht!
Es gibt einen Zwischenschritt:
Ab einem Smart-Meter-Rollout von ca. 50 % kann der Verbraucher wählen: Es besteht die Möglichkeit, das Netzentgelt entweder ausschließlich über den Arbeitspreis oder anteilig über den Spitzenlasttarif zu berechnen.
Wie bereits geschrieben:
Und wieder hakt es an der Digitalisierung!
Der „heilige Gral” ist ein dynamischer Stromtarif und eine Spitzenlast-Grundgebühr. Da kann man einiges sparen!
Kurz: netzdienliches Verhalten!
Doch die Netzbetreiber wollen keine Veränderung.
Da muss wieder die EU einschreiten, wie mit dem Zwang zu dynamischen Stromtarifen.
Die Netzleitungsgebühren sind ein lukratives und margenstarkes Geschäftsmodell, bei dem die Kosten nicht 1:1 weitergeleitet werden.
Letztendlich kostet der unausweichliche Netzausbau Geld, und das wird niemand anders bezahlen als das allgemeine wir - und das meint ausdrücklich nicht „ich nicht, nur die anderen“.
Ob man das jetzt pragmatisch einfach organisiert, oder ein Verwaltungsmonster kreiert, ändern wird das daran, dass alle irgendwie irgendwas zahlen, und irgendwer das voll ungerecht findet, gar nichts.
Wer das Netz nutzt, der muss dafür zahlen. Wenn sich Unwuchten ergeben, nur im Winter Poweruser sein und im Sommer Stromasket wg. PV, dann muss trotzdem die “Versicherungsprämie” gezahlt werden. Nach gewünschter Anschlussleistung wäre am sinnvollsten. Komme ich mit 11kW aus, gut. Brauche ich unbedingt >40kW, kostet halt teurer. Ist beim Gas ähnlich, da steigen die Grundgebühren auch mit dem Verbrauch. Bei der Kfz-Steuer, Grundsteuer…. Mehr kostet auch mehr.
Warum das allerdings nur PV-Betreiber treffen sollte? Ist halt noch eine Minderheit, da ist der Aufschrei noch nicht so groß. Hat man bei der Pkw-Maut gesehen, da wollte man auch clever sein und den Widerstand in der Bevölkerung minimieren, anstatt erst die Kfz-Steuer abzuschaffen und anschließend die Maut für alle einzuführen. Jeder kauft ein Pickerl, kann man bei der Anmeldung auswählen, ob man das jährlich elektronisch oder per Snail-Mail zugeschickt bekommen möchte. Alle anderen, also Durchreisende, registrieren sich vorher oder kleben ein Pickerl. Genug Politik, Sorry für OT.
Eben. Es geht ja um die Auslegung der Leitungen und der Trafos etc. pp. Wenn jeder die 40KW benötigt müssen die die ganze Zeit vorgehalten werden (Leitung und Trafo).
In dem Sinne wäre das österr. System welches kommen soll gut. Man zahlt nach genutzter maximaler KW im Monat. Dann haben eben Wärmepumpennutzer im Winter mehr zu zahlen. Aber sie nutzen die Infrastruktur auch stärker.
Zudem gibt es (in Niederösterreich) steuerbar abschaltbare Netzanschlüsse. Die kommen dann nicht in die KW-Berechnung, nur kWh und der Netzbetreiber darf 2x2 Stunden täglich den Anschluss abschalten. Da wäre ein Pufferspeicher und eine leicht überdimensionierte Wärmepumpe von Vorteil. Das hatte ich mal für uns berechnet, dann muss ich aber schon einen größeren Akku haben, dann könnten wir das als normalen Hausanschluss nutzen. Vorteil: Keine KW-Messung. Nur Verbrauch in kWh.
Es ist dem Netz egal, wie oft es benutzt wird. die Leitungen altern auch nicht wirklich schneller, nur weil Strom drüber läuft. Das Netz muss für den Spitzenbezug geplant werden. Das ist in der Regel um die Weihnachtsfeiertage.
Wer weniger verbraucht soll auch weniger für den Strom zahlen, aber nicht für das Netz.
„Das Netz“ ist dann doch etwas mehr als das Kabel zu deinem Haus. Da gibt’s über Weihnachten mit üblicherweise gemäßigten Temperaturen und mit Industrie und Gewerbe im Urlaub in der Regel deutschlandweit den Minimalverbrauch des ganzen Jahres.
Das ist ein Widerspruch. Der Spitzenbezug ist doch genau das, was hier angemerkt wird.
Es gibt einmal kWh und einmal KW. Wenn die Leute ihr E-Auto mit 3,7KW laden, dann sind das am Tag 88,8kWh.
Dasselbe erreicht man mit ca. 4 Stunden und 22KW.
Nur ist die Vorhaltung bei dem einen 22KW und daher eine viel dickere Leitung, und auch dickere Trafos und eine höhere Belastung, wie eben 3,7KW. Der mit 22KW entnimmst belastet das Stromnetz mehr.
Und klar, in Zeiten von Strom”überschüssen” belastet der mit 3,7KW das Netz mehr. Weil er weniger entnimmt. Der mit PV noch mehr, weil er noch weniger entnimmt, vielleicht sogar einspeist.
??? Es kann nicht mehr eingespeist werden, als abgenommen wird. Es sei denn es wird irgendwo Strom vernichtet, etwa durch Phasenverschiebung.
Daher belastet immer die Abnahme in kW und zwar, wie sie richtig klarstellten, in Echtzeit.
Solange der Maximalverbrauch nicht ferngeregelt werden kann, beschränkt die Hauptsicherung im Zählerschrank den maximalen Strombedarf. Mir konnte noch keiner erklären, warum dass dann nicht auch die Bemessungsgrundlage für die Netzkostenberechnung sein soll.
Gut, bei den Hauptstromtrassen gibt es natürlich überlegungen von Tarifzonen. Etwa um den Windstrom von Nord nach Süd zu bekommen. Kann man machen, muss man nicht. Aber dem Süden darf dann halt kein günstiger Strom angeboten werden, wenn er nicht geliefert werden kann.
Das hat aber nichts mit der klassischen PV Dachanlage zu tun.
Ich wäre da für eine solidarische Kostenverteilung - jeder gemäß seinem Stromanschluss in kW.