Unzulänglichkeiten der aktuellen LLWPs zum Heizen für die breite Masse

Hallo,

prinzipiell sehe ich die LLWPs als eine der effizientesten Arten zur Heizen.
Mit den Erfahrungen, die ich selber gemacht habe würde ich sie trotzdem nicht für die breite Masse zum Heizen, insbesondere im Mietbereich empfehlen.

In erster Linie sind das meine Bedenken:

  • Alle 2 Monaten die Filter bei den Geräten zu reinigen sehe ich als nicht machtbar. D.h. es müsste mindestens 3-4 mal im Winter der Hausmeister kommen, der das erledigt.
    Hier bräuchte man irgendeine Lösung, um das ganze auf einmal im Jahr zu beschränken. Oder vielleicht können sie den ganzen Staub auch einfach wieder ausblasen.
  • Die Temperaturregelung ist generell problematisch. Das liegt in erster Linie daran, da der Temperatursensor im Gerät verbaut ist.
    Generell könnte man das relativ leicht mit einem externen Kabel- oder Funktemperatursensor lösen; die meisten Hersteller bieten aber so etwas gar nicht an.
  • Unter einer gewissen Außentemperatur und abhängig von der Innentemperatur sollten sich die Geräte einfach einschalten und am besten 24h oder in einem definierten Zeitraum z.B. 6-22Uhr durchlaufen. Das können die aktuellen Geräte aber in der Regel nicht.
  • Alle Außengeräte sollten einen Wannenheizung haben. Leider bieten die Hersteller das in der Regel nicht mal zum Nachrüsten an.
    Die Nordics gibt es nur als Single-Split und haben generell eine viel zu hohe Heizleistung, wodurch sie laut und ineffizienter werden.

Wie ist euere Meinung dazu?

warum sollten sie das machen?

etwas pauschal, es gibt auch kleine Nordics, z.B. Daikin. Die laufen auch mit minimalen 150-170W.

Die Aussagen sind sowieso alle pauschal, daher auch pauschal falsch.

Alle 2 Monate den Filter in den Geschirrspüler legen. Ich wäre vielmehr dafür, dass diese Filter aus Metall wären. Kupfer würde desinfizierend wirken. Der Geschirrspüler hat auch den Vorteil, dass der generell dafür ausgelegt ist, Fett zu entfernen.

Der Temperatursensor unseres Gerätes liegt innen. Aber die Fernbedienung hat einen Temperatursensor drin. Muss man dann nur clever positionieren. Wenn du den jetzt in die Schublade legst…. also auch das eher problematischer als im Gerät.

Wenn mein Gerät sich selbstständig einschaltet zieh ich den Stecker! Durchlaufen ist bei sowas eigentlich unnötig, weil nicht mit der Hausmasse als träges Medium gearbeitet wird sondern schneller mit der Luft und Konvektion.

Mein Außengerät kotzt das Wasser einfach auf unser Schuppendach. Ich will keine Wannenheizung, das würde nur noch zusätzlich Strom fressen. Wir haben auch keine Kondensatpumpe trotz 13m langem Weg. Hat halt genug Gefälle.

Zu hohe Heizleistung geht gar nicht anders. Wenn du als Minimalmodulation 100W elektrisch hast bei einer relativ hohen Außentemperatur, kommst du bei COP7 oder noch höher auf 700W Wärme. Was machst du damit? Das reicht für mehrere Räume oder ggf. für die Wohnung!

Wir brauchen eher die Möglichkeit der besseren Verteilung der Wärme. Also eigentlich bräuchten wir Außengeräte mit einer Minimalmodulation von besagten 80W (20W sind ein Innengerät) und dann 3 Innengeräte (ergo 140W minimal wegen Lüftern). Oder eben eine Art von Speicher im Außengerät, welcher den Überschuss auffangen kann kurzzeitig und dann langsam abgibt. Ziel: Maximal 2 mal takten die Stunde. Das steigert auch den COP.

Sehe ich auch so: Für vermietete Objekte geht das nur, wenn man einen guten Draht zu den MIetern hat und die auch in der Lage sind, alle 2-3 Monate mal die Filter zu reinigen. Viele sind dazu nicht in der Lage, die haben gar kein Bewusstsein dafür, dass gemietete Sachen auch irgendwie Wartung brauchen.

Es gibt technische Konzepte. Die Sarara Ururu säubert sich selbständig, da rotiert glaube ich das Filtergitter und streift dann in einem Staubbehälter ab. Das scheint aber die einzige Anlage zu sein, die das kann.

Sehe ich auch so.

Ich würde aber unterscheiden wollen zwischen Mietwohnungen und vermieteten Einfamilienhäusern. Dann ggf auch wer die Stromrechnung zahlt. Das Amt oder der Mieter.

Ein Anreiz für den Mieter die LLWP gut einzustellen und den Filter zu reinigen sind ja die Wohnnebenkosten. Also insbesondere die Heizkosten niedrig zu halten.

Hier auf dem Lande gibt es vermietet Einfamilienhäuser. Die Mieter hegen und pflegen die Objekte häufig als ob es ihre eigenen wären.

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Alle 2 Monaten die Filter bei den Geräten zu reinigen

Ist doch völlig unnötig. Wenn nur geheizt wird, muss man gar nicht reinigen. Wenn korrekt gekühlt wird (dauerhaft laufen lassen und nicht hart ausschalten) dann reicht eine jährliche Reinigung (nach Sommer bzw. der Kühl-Periode)

Die Temperaturregelung ist generell problematisch. Das liegt in erster Linie daran, da der Temperatursensor im Gerät verbaut ist.

Also… so wie bei einem typischen Heizkörper auch? Da ist auch der Temperatur im Gerät verbaut. Moderne Geräte haben sogar Infrarotsensoren und wissen, wo es im Raum kühl/warm ist und lenken die Wärme direkt dahin. Ein großer Fortschritt im Vergleich zu Heizkörpern.

Unter einer gewissen Außentemperatur und abhängig von der Innentemperatur sollten sich die Geräte einfach einschalten und am besten 24h oder in einem definierten Zeitraum z.B. 6-22Uhr durchlaufen. Das können die aktuellen Geräte aber in der Regel nicht.

Das ergibt auch keinen Sinn. Die Geräte sollten einfach permanent durchlaufen, auf möglichst niedriger Stufe.

Alle Außengeräte sollten einen Wannenheizung haben. Leider bieten die Hersteller das in der Regel nicht mal zum Nachrüsten an.

Kommt drauf an - manchmal ist das sehr sinnvoll, manchmal nicht. Hier könnten die Hersteller aber nachbessern, stimme ich zu.

Die Nordics gibt es nur als Single-Split und haben generell eine viel zu hohe Heizleistung, wodurch sie laut und ineffizienter werden

Die Heizleistung hat nichts mit Lautstärke und Effizienz zu tun. Hier bist du wahrscheinlich einem gedanklichen Fehler unterlegen und verwechselst Mindestleistung beim Heizen mit Heizleistung.

Fakt ist: LLWP heizen in der Praxis mit Abstand am effizientesten, weil nämlich 99% der Leute ihre Heizung nicht richtig bedienen können und wollen. Und LLWP vergeben Anwenderfehler viel eher als LWWP oder SWWP.

D.h. am Winteranfang schaltest du das Gerät ein und am Winterende wieder aus? Da wäre ich bei mir ständig nur am Nachregeln, da meine Klima die Temperatur nicht konstant hält.

Wenn du nicht reinigst, hast du bald so viel Staub am Filter, dass der Volumenstrom stark absinkt, was auf die Effizienz geht. Auch wird dir recht wahrscheinlich die Anlage selber mehr verschmutzen, was auch wieder auf die Effizienz geht. Der Staub, der sich im Wärmetauscher und auf der Lüfterwalze absetzt, ist auch nur noch durch eine recht aufwändige Reinigung herauszubekommen. Ein Staubfilm auf der Lüfterwalze reduziert auch wieder die Effizienz des Lüfters.

Sicherlich geht die Welt nicht unter, wenn man es nicht alle 2 Monate macht. Aber eine ganze Heizsaison ohne Reinigung durchlaufen lassen, ist schon wirklich ungünstig. Hängt natürlich auch immer noch davon ab, wie staubig die Umgebung ist.

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Ja genau. Welches Modell hast du denn? Vielleicht wäre das Problem bei dir durch eine Aufrüstung gelöst

Ja, die Effizienz sinkt dadurch etwas. Dass der Volumenstrom “stark” absinkt - naja, ehrlich gesagt bezweifel ich das. Du hast doch selbst extra-Filter eingebaut oder? Also ich hab einen Innengerät in einem Raum, was ich noch nie gereinigt habe, und das pustet bei gleicher Lüfter-Einstellung gefühlt genauso stark wie die anderen, die ich professionell reinigen lassen (weil ich mit denen auch kühle).

Ich habe allerdings in allen Räumen auch Luftreiniger, vielleicht hilft das und verzögert es.

Mehrere Daikin Stylish. Welches Modell hast du?

Ja und genau das habe ich in den letzten Tagen vermessen mit einem Anemometer und war doch etwas erstaunt, wie bei sehr kleinem zusätzlichen Luftwiderstand durch die extra Filter der Volumenstrom einbricht. Da ist mir klar geworden, wie sensibel diese Querstromlüfter reagieren. Früher hatte ich nur den zusätzlichen Unterdruck gemessen, den mein Filter machte, das waren nur 4-10 Pa. Da dachte ich, kann kaum Einfluss haben. Mir war nicht bewusst, dass diese kleine Unterdruckerhöhung schon so gravierende Auswirkungen hat. Insofern sehe ich das jetzt etwas anders.

Ebenfalls Stylish! Hast du die IR Sensoren deaktiviert? Oder sehr große Räume und schlecht gedämmt?

Ansonsten versteh ich’s nicht, denn ich selbst hab keine Probleme mit meinen.

Sehr interessant. Vielleicht solltest du das zu einem eigenenständigen Thread machen?

Allerdings sollte ja der Volumenstrom durch mehr Lüfterleistung ausgeglichen werden (außer natürlich man rennt sowieso schon auf höchster Stufe) oder?

der Lüfter läuft aber drehzahlgesteuert, es gibt ja kein Feedback, welchen Volumenstrom er wirklich fördert.

Genau, diie Lüftersteuerung ist ja bei vielen Anlagen automatisch geregelt, man kann also nicht manuell eine Stufe erzwingen. Die Automatik arbeitet immer nach gleichem Schema und gleichen Drehzahlen, damit sinkt dann die Effizienz.

Bei unserer MHI ist es so, dass die auf höchster Lüfterstufe gestellt dann wirklich immer auf höchster Lüfterstufe läuft, also keine Lüfterautomatik mehr greift. Und da läuft die nahezu immer, insofern ist das mit dem zusätzlichen Filter jetzt nicht ganz so tragisch. Auf der höchsten Lüfterstufe reduziert sich der Volumenstrom auf etwa 80%, bei niedrigeren Lüfterstufen eher so auf 70%.

Nein, ich habe kleine und große Räume. Auch die Dämmung ist gut. Der Automatikbetrieb läuft bei mir nicht so optimal, je nach Abhängigkeit von der Außentemperatur muss ich nachregeln.