ich habe vor etwa zwei Jahren eine Daikin Perfera Wandgerät 4,2 kW
FTXM42R / RXM42R in meine Mietwohnung einbauen lassen. Neben dem Kühlen im Sommer verwende ich das Gerät auch den Winter über zum Heizen. Dies macht die Gastherme in der Wohnung eigentlich überflüssig.
Das Gerät hat eine Inneneinheit und ich möchte diese gerne gegen eines mit zwei Inneneinheiten austauschen.
Die Grund hierfür:
Die Wohnung ist gut 50m2 gross (umgedämmt mit einfacher Doppelverglasung).
Wenn es draußen kalt wird, kann ich damit die ganze Wohnung heizen. Das Aufwärmen der Wohnung dauert dann allerdings ein paar Stunden. Vor allem, da ich nachts immer mit offenen Fenster schlafe.
Durch das Heizen der gesamten Wohnung (Türen auf) kann ich das Gerät oft erst später im 'Leise-Modus' laufen lassen, da sonst nicht genug Luft bewegt wird.
Durch die höhere Luftbewegung erhöht sich die Lautstärke und es entstehen Bereiche in denen Zug entsteht.
Ich überlege nun, ob ich wieder eine Daikin Perfera kaufe oder doch ein ganz anders Gerät. Mich würde daher folgendes interessieren:
Leises Innengerät und auch Aussengerät (wegen der anderen Mieter). Das Innengerät der Perfera hat recht laute Stellmotoren in der Seitwärtsbewegung.
Eine offene Schnittstelle für die App wäre nett. Daikin bietet das nicht mehr an. Wenn der Service irgendwann mal deaktiviert ist, müsste ich auch unschöne externe Lösungen zurückgreifen.
Gibt es Geräte, die während des Abtauens irgendwie Zwischenheizen können? Wegen der dürftigen Dämmung der Wohnung strahlen die Wände bei tiefen Temperaturen kalt ab, wenn der Defrost startet und keine Luft mehr bewegt wird.
Welche Leistung sollte das neue Gerät haben? Das jetzige Gerät hat 4,2kw. Im Winter ab 4-5 Grad und drunter läuft sie den ganzen Tag durch. Wenn ich nur das Wohnzimmer heize, regelt sie alle 30-40 Minuten runter. Die Frage ist also, wie sich das Gerät verhalten würde, wenn jetzt eine zweite Inneneinheit dazu kommt. Macht es Sinn wieder 4,2kw zu nehmen oder mehr oder gar weniger?
Temperaturen von mehr als -10 Grad kommen vor, aber nur ein wenigen Tagen im Jahr.
Das Gerät sollte effizient sein. Daher hatte ich damals auch zur Perfera gegriffen.
Nicht wirklich. Ich mache das bereits über zwei Jahre so und weiss ganz genau was mich das kostet.
Ich hätte lieber ein zweites Innengerät und würde dafür die Gastherme ganz loswerden. Schließlich muss ich dafür noch jeden Monat einen 10er für die Grundgebühr zahlen.
Gas verwende ich noch. Jeden Morgen läuft der Heizkörper auf MAX im Schlafzimmer für gut eine Stunde um die Kälte aus den Möbeln/Wänden zu bekommen.
Letztlich hat das allerdings überhaupt nichts mit den ursprünglichen Fragen zu tun.
Wenn es ums Heizen geht, sind die Daikins so mit das Beste, insofern würde ich dabei bleiben. Die kleine 4kW Multisplit soll auch noch recht effizient sein, weit runter modulieren und auch mit einem IG noch gut laufen. Offene Schnittstelle geht über das Faikin-Modul.
Zwischenheizen: Als Single-Split soll das die VZ9 machen, als Multisplit kenne ich nichts.
Heizlast: Da müsstest du genauer checken, auf welche Aufnahmeleistung sich deine Anlage z.B. bei 3-5 Grad Außentemperatur (noch keine Vereisung) einstellt. Dann kann man es ungefähr abschätzen.
Faikin war mir neu. Insofern bin ich beruhigt, falls Daikin den Support für die App einstellen sollte.
Über die VZ9 hatte ich gelesen. Es scheint allerdings wohl nur Geräte mit einer Inneneinheit zu geben. Das wäre nett gewesen, falls nicht verfügbar, wird es wieder Daikin.
Ich habe mal geschaut. Für den November hatte ich einen Verbrauch von ingesamt 150kWh. Wobei der Tagesverbrauch bei 4-5 Grad zwischen 4,5-5,5kWh pro Tag liegt. Geheizt wird zwischen 7 und 23 Uhr wegen der Nachtruhe. Also 16 Stunden pro Tag. Wenn ich von 5kWh pro Tag ausgehe, sind es also 313Watt im Schnitt pro Stunde. Wobei der Wert zwischen 7-8 Uhr höher sein dürfte, da das System die Wohnung nach der Nacht hochheizt. Danach hält die Klimaanlage die Temperatur mehr oder weniger....
Letztlich würden vermutlich zwei (finanziell noch vertretbare) Varianten in Frage kommen:
Daikin FTXM25A + 2MXM40A 2 x 2,5 kW - Perfera Wandgerät Duo-Split - Klimaanlage Set
oder
Daikin FTXM25A + 2MXM50A 2 x 2,5 kW - Perfera Wandgerät Duo-Split - Klimaanlage Set
Da der Preisunterschied bei gut 500 EURO liegt, wäre es nett, wenn ich mit der 4er auskommen würde. Anhand meiner bisherigen Erfahrungen würde ich das annehmen.
Bei beiden Anlagen ist die untere Modulationsgrenze extrem anders. Die 2MXM40A kommt bis 0,67 kW thermisch runter. Die 2MXM50A nur bis 2,0 kW! Siehst du bei Heating Cond D. Die 2MXM40A neigt also sehr viel weniger zum Takten. Schafft aber bei -15 Grad auch nur noch 2,09 kW.
Wenn du bei 4-5 Grad vielleicht so 300W elektrische Leistung hast, wären das etwa 1500 Watt Heizleistung. Das macht bei 21 Grad eine Temperaturdifferenz von 16 Grad nach draußen. Also sind es ungefähr 1500 Watt / 16 = 94 Watt pro Grad Differenz nach außen. Bei -10 Grad wären es dann 94 W * 31 K = 2914 W, die du da brauchst.
Eigentlich wäre die 40er zu klein, aber immerhin ist die bei -7 Grad noch mit 2,84 kW angegeben. Dann könntest du, wenn es mal deutlich kälter ist, auch immer noch einen Heizlüfter anwerfen. Anders machen das LWWP ja auch nicht, die werfen dann den Heizstab an. Die 5-10 Tage, die vielleicht auch selten vorkommen, kann man so überbrücken.
Noch ein Nachteil der 2mxm50 ist der lausige SCOP von gerade mal 3,78. Die 40er hat einen SCOP von 4,6.
Was ich schade finde ist, dass die 40er und 50er soweit auseinander fallen. Es gibt da scheinbar leider keinen Mittelweg. Meine 42er gibt es nicht als Multispilt.
Ziel sollte es sein, die jetzige Anlage zu ersetzen ohne weiterhin auf Gas angewiesen zu sein. Idealerweise auch ohne separaten Heizlüfter. Das kann man einem Nachmieter als Vermieter nicht empfehlen.
Wen ich mir die Daten der 40er/50er so anschaue, verstehe ich auch nicht, warum es die 50er überhaupt gibt. Beide gehen nur bis -15 Grad runter. Meine schafft allerdings -20 Grad.
Bei klimahero.de geben sie bei den Multisplits immer die Raumgrößen an. Man kann scheinbar auch unterschiedliche Leistungsklassen für die Räume selbst wählen:
Daikin Perfera 1x FTXM 25A / 1x FTXM 35A und 2MXM40A9 Multi-Split Klimaanlage
Hersteller: Daikin
Raum 1: 2,5 kW bis 40 m²
Raum 2: 3,5 kW bis 55 m²
Gerätetyp: Kühlen/Heizen
Wenn ich danach gehe, sollte die 40er ganz deutlich reichen. Für das Schlafzimmer würde ich die kleinere wählen.
Ich werde das nochmals mit dem Installationsunternehmen besprechen. Mal sehen, was die empfehlen.
Die Werte bedeuten nicht, dass die nur bis -15 oder -20 Grad kommen. Das ist einfach nur Teil der Test-Spezifikation. Geht man noch tiefer, gibt es dafür keine dokumentierten Werte mehr.
Raumgrößen können nur eine grobe Orientierung sein. Denn je nachdem, wie hoch die Heizlast ist, müsste diese Angabe um mindestens Faktor 5 variieren. Ohne Angabe, für welchen Dämmstandard diese Angabe gilt, ist die eigentlich wertlos.
Um es zu verstehen: Ist das deine gemietete Wohnung? Oder bist du Vermieter? Und bei der Gasheizung handelt es sich um eine Gas-Etagenheizung? Wie wird Warmwasser gemacht?
2 Single-Split wären eigentlich optimal. Gibt es nicht Platz für ein zweites AG?
Die Wohnung ist mit gut 50qm2 ausgewiesen. Die separaten Größen von Schlaf- und Wohnzimmer müsste ich schätzen, da ich im Moment nicht dort bin (10-15 qm2 für SZ, 20-25qm2 für WZ).
Das Gebäude ist in den 50er/60er gebaut worden. Bei der Kernbohrung konnte ich ein Foto machen. Letztlich sind das zwei Ziegelreihen (ich meine Hohlziegel) mit einem Luftspalt dazwischen:
Keine weitere Isolierung (weder innen noch außen).
Die Wohnung ist gemietet mit einer eigenen Gas-Etagenheizung (Gas-Verbrauch lag zuletzt bei gut 3800kWh). Wobei ich nicht immer in der Wohnung bin und dann die Heizung natürlich untergedreht wird. Ich würde daher vermutlich auf gute 4000-4500kWh tippen, wenn ich ständig dort wäre. Warmwasser kommt über einen Durchlauferhitzer.
Zwei separate Geräte sind nicht möglich. Es wird sicher auch nicht so einfach sein, den Vermieter für eine zweite Kernbohrung zu begeistern (für das zweite Innengerät). Ich musste für das jetzige Gerät schon einige Zugeständnisse machen. Darauf möchte ich hier allerdings nicht eingehen.
Es muss also Multisplit sein.
Eine Sache noch:
Ich möchte die Wohnzimmertür zukünftig geschlossen halten und über das Schlafzimmer den Rest der Wohnung (Küche; aber vor allem das Bad) über den Flur heizen. Das funktioniert jetzt schon recht gut. Allerdings mit den Nachteilen von erhöhter Luftbewegung und Zeit bis das Schlafzimmer auf Temperatur ist.
Kommt sehr auf die Temperaturwünsche und Heizgewohnheiten an und auch, wie gut dein Wohnung von anderen Wohnungen mitgeheizt wird.
Im Altbau funktioniert es in der Regel nicht gut, andere Räume mitzuheizen, aber auch da wieder die Frage, wie viel Temperaturverlust ok ist. Bei uns im Altbau bekommen wir das Bad vielleicht nur auf 15 Grad, wenn die Tür zum Wohnzimmer offen ist, was in etwa so ist, wie bei dir das Schlafzimmer.
Du könntest überlegen, das IG im SZ weiter Richtung Tür zu verschieben, damit die Wärme durch die Tür blasen kann. Das bringt viel.
Die 4kW Daikin wird vermutlich zu klein sein. Wobei dein 4500 kWh auch recht wenig sind, wenn man normal durchheizen würde. Das wären gerade mal 2,5 kW Heizlast nach Schweizer Formel. Da könnte es doch reichen. Die 4kW hat immerhin 3,2 kW pdesignh.
Finde ich trotzdem als ziemlich riskant. Würdest du wirklich eine LLWP einbauen, die nur bis -15° geht, wenn es die einzige Wärmequelle ist. Das Problem ist auch irgendwie, dass es eigentlich gar kein MultiSplit mit <-15° gibt.
Man kann sich auch noch Knöpfe und nen Gürtel zu den Hosenträgern holen, aber lt. TE ist an "wenigen Tagen" die Temperatur im Bereich -10°C. Irgendwo ist immer eine Grenze, sonst bräuchte es bei klassischen Heizungen auch keine Auslegung auf NAT. Dann würde man auf die tiefste jemals zu erwartende oder aufgetretene Temperatur auslegen.
Die kommt dann einmal in 20 Jahren für zwei Tage vor?
Auf climate-data.org, liegt die min. Temp bei max. -1,7 im Jahr.
Wenn ich die Daten vergleiche, frage ich mich, welchen Grund es geben sollte überhaupt zur 50er zu greifen? Das Gerät moduliert schlechter und hat einen niedrigeren SCOP. Die niedrigste Temperatur ist für 40er/50er bei -15 Grad angegeben...Kann dazu jemand etwas sagen?
Die Wohnung hat drei Aussenwände. Liegt allerdings zwischen zwei Wohnungen. Also von oben und unten kommt durchaus etwas wärme...
Ich hätte damit überhaupt keine Probleme. Selbst wenn es mal 2 Wochen -20 Grad sind, wir werden nicht sterben und ein paar Heizlüfter als Backup sind auch kein Problem. Die laufen dann vielleicht alle 10 Jahre mal für 1-2 Wochen.
1 Tag bei -20 Grad ist auch kein Problem bei den meisten Häusern. Ist noch viel Wärme in der Gebäudesubstanz gespeichert, das geht als sehr langsam im Innenraum runter bzw. der Heizbedarf steigt sehr langsam an. Ich gehe mal von einem gemauerten Haus aus.
Hat etwas mehr Leistung, aber ansonsten ist die Anlagen sehr unattraktiv.